Die richtige Bürste ist mehr als ein simples Accessoire. Sie ist dein täglicher Partner für gesundes, gepflegtes Haar. Dabei entscheidet genau sie oft darüber, ob dein Haar glänzt, sich geschmeidig anfühlt - oder ob du morgens minutenlang kämpfst und frustriert zum Zopf greifst. Mal ehrlich: Die wenigsten von uns denken lange über ihre Haarbürste nach.
Was eine Bürste „richtig“ macht? Sie sollte zu deinem Haartyp, deiner Haarlänge und deinem Stylingziel passen. Um herauszufinden, welche Haarbürste die beste für deine Haare ist und wie du das passende Modell für deine Haare findest, haben wir dir einen kleinen Bürsten-Guide erstellt.
Hier ist eine Übersicht, welche Bürste oder Kamm für welchen Haartyp und welche Bedürfnisse am besten geeignet ist:
Paddle Brushes sind flache, breite Bürsten mit flexiblen Borsten. Sie sind echte Allrounder, wenn es darum geht, langes oder dickes Haar zu entwirren - und das ganz ohne Ziepen. Diese Bürsten sind außerdem perfekt für glatte Stylings. Wenn du also mittellanges bis langes Haar hast, das du regelmäßig entwirren möchtest, ohne dass es bricht, dann sind Paddle Brushes die richtige Wahl.
Rundbürsten gehören definitiv zu den Styling-Tools, die eine klare Aufgabe haben: Volumen und Definition. Sie sind ideal, wenn du mit dem Föhn sanfte Locken oder Wellen zaubern möchtest oder deinem Haar einfach mehr Schwung verleihen willst. Die Rundbürste sorgt dafür, dass das Haar perfekt in Form kommt und die Wärme des Föhns gleichmäßig verteilt wird. Für kurzes Haar eignet sich eine kleinere Rundbürste (25 mm), während du für mittellanges Haar die 35-mm-Version nehmen kannst.
Wer morgens wenig Zeit hat, greift am besten zu einer Skelettbürste. Diese Bürsten haben offene Zwischenräume, durch die warme Luft beim Föhnen direkt ans Haar kommt, was den Trocknungsprozess deutlich beschleunigt. Mit der Skelettbürste kannst du auch super Volumen in die Ansätze bringen.
Manchmal brauchen wir einfach eine Bürste, die sich selbst durch das wildeste Haar arbeitet. Genau dafür sind Detangler-Bürsten gemacht. Sie entwirren sanft und ohne Ziepen - ideal, wenn dein Haar eher fein oder geschädigt ist und schnell verknotet.
Ob du beim Frisieren einfach nur das Haar abteilen möchtest oder beim Styling auf Präzision setzt, Kämme und Stielkämme sind unverzichtbar. Besonders die Stielkämme sind beim Setzen eines perfekten Scheitels oder beim Toupieren von Bedeutung.
Bei deinem unkomplizierten Haartyp ist eine Bürste mit Naturborsten wie Wildschweinborsten ideal. Sie kann das Fett der Kopfhaut gleichmäßig im Haar verteilen und für mehr Glanz sorgen. Gleichzeitig reicht der Widerstand der Borsten aus, dein Haar sorgfältig aber sanft zu entwirren. Genauso geeignet ist eine ovale Brush mit einer Mischung aus Nylon- und Wildscheinborsten.
Fetten deine Ansätze schnell nach und lassen deine Haare platt am Kopf kleben? Dann kann übermäßiges Bürsten kontraproduktiv sein: Durch die Reibung der Borsten auf der Kopfhaut kann die Talgproduktion noch mehr angeregt werden. Beschränke deine Bürstenstriche also auf das Nötigste. Eine Bürste mit Naturborsten könnte das Fett vom Ansatz zu sehr in den Längen verteilen, dein Haar strähnig aussehen lassen und ihm Volumen nehmen. Verwende deshalb eine Bürste mit synthetischen Borsten.
Möchtest du dein Haar im nassen Zustand entwirren, um eine zusätzliche Stimulierung der Talgdrüsen zu vermeiden, kannst du einen Detangler verwenden. Diese Haarbürste besitzt super weiche, unterschiedlich lange Kunststoffborsten. Sie kann die Längen ganz sanft entwirren, ohne dabei zu sehr auf die Kopfhaut einzuwirken.
Um feines Haar zu entwirren und es von Schmutz zu befreien, ist eine Bürste mit Wildschweinborsten die richtige Wahl. Haarbürsten sind für feines Haar auch super wichtige Stylingtools. Möchtest du mehr Volumen in dein feines Haar bringen, dann kannst du dazu eine Rundbürste oder Skelettbürste verwenden. Beide können die Haare aufgrund ihrer Luftkammer(n) beim Föhnen schneller trocknen lassen. Mit der Skelettbürste kannst du auch super Volumen in die Ansätze bringen.
Ein Styling-Klassiker für feines Haar ist eine Toupierbürste mit Naturborsten. Damit kannst du deinen Haaren optisch mehr Fülle verleihen, in dem du sie damit behutsam antoupierst.
Die Borsten müssen bei dickem Haar widerstandsfähiger sein, deshalb brauchst du eine Bürste mit Nylonbürsten. Ihre Borsten geben nicht nach. Bürste deine Haare immer in den Spitzen beginnend bis zum Kopf und versuche, nicht an ihnen zu reißen. Möchtest du dein dickes Haar bereits im nassen Zustand vorsichtig entwirren, ist ein Detangler die richtige Brush. Für mehr Volumen im Haar ist eine Rundbürste mit Keramikkern für dein Haar die beste, da sie die Föhnhitze speichern - und so effektiver mehr Form in deine dicken Haare bringen kann.
Ist dein Haar super lang, kann es sein, dass sich die Längen öfter verhaken und dass sich Knötchen und Verfilzungen bilden. Regelmäßiges Bürsten ist hier also essentiell. Verwende als Haarbürste für langes Haar am besten eine Paddelbürste aus Holz mit Naturborsten. Sie kann verhindern, dass sich deine Haare beim Bürsten statisch aufladen.
Zum Stylen greifst du bei sehr langem Haar am besten zu einer Rundbürste. Damit kannst du Volumen und leichte Wellen ins Haar bringen, deine Haare aber auch glätten. Für große Wellen sollte deine Bürste einen großen Durchmesser haben, für kleinere, definierter Wellen wählst du einen kleineren Durchmesser.
Schöne, definierte Locken solltest du gar nicht übermäßig viel bürsten. Denn das kann den Locken die Form nehmen und Frizz entstehen lassen. Am besten bürstest oder kämmst du deine Locken wirklich nur dann, wenn sie nass und mit Conditioner bedeckt sind. Dann geht das Kämmen leichter, die Lockenstruktur kann erhalten bleiben und Haarbruch kann verhindert werden. Verwende dazu einen breitzinkigen Lockenkamm oder einen Detangler.
Doch welche Bürste ist dann für trockene Locken geeignet? Ganz einfach: Sind deine Locken vor allem in den Spitzen besonders trocken, kann eine Haarbürste mit Naturborsten helfen. Sie kann das Öl von der Kopfhaut bis in die Längen verteilen. Denke aber daran, dass das kräftige Bürsten definierte Lockenbündel auflöst.
Sind deine lockigen Haare sehr dick, solltest du auf eine Bürste mit Wildschweinborsten und Nylonborsten setzen.
Knötchen und Verfilzungen sind hier eher selten, du kannst deine kurzen Haare morgens und abends mit einer Wildschweinborstenbürste entwirren und reinigen. Sind sie eher dick, sollte deine Bürste auch Nylonborsten haben.
Spannender ist die Frage, welche Bürste die beste zum Stylen von kurzem Haar ist. Sind deine Haare fein und dünn, sind hier alle volumengebenden Bürsten ideal: Skelettbürste, Rundbürste oder Toupierbürste. Sie alle können dein Ansatzvolumen boosten und mehr Fülle in deinen Bob oder Kurzhaarschnitt bringen. Mehr Glanz und Glätte kannst du hier mit einer Paddelbürste kreieren.
Am besten bürstest oder kämmst du deine Haare im nassen Zustand gar nicht oder nur sehr behutsam. Denn nass ist dein Haar viel dehnbarer und empfindlicher als im trockenen Zustand.
Möchtest du bei starken Verfilzungen oder bei sehr langem Haar aber unbedingt trotzdem vor dem Föhnen kämmen, solltest du zu einem Detangler greifen. Seine unterschiedlich langen, eher weichen Kunststoffborsten sind flexibel und können auch stärkere Verfilzungen im Haar sanft entwirren.
Es gibt auch spezielle Wet Detangler oder Wet Brushes, die ausschließlich für nasses oder feuchtes Haar vorgesehen sind. Auch ein grobzinkiger Kamm darf hier zum Einsatz kommen - er ist super, um eine Kur oder Maske in nasse oder feuchte Haare einzuarbeiten.
Neigt dein Haar zu Frizz, kannst du - parallel zur richtigen Anti-Frizz-Haarpflege -mit der richtigen Bürste krause Strähnen bändigen. Haare ohne Knoten oder Verwirrungen sind die Grundvoraussetzung für jedes Styling.
Du bist jedoch unsicher, ob ein Kamm oder eine Bürste für deinen Haartyp besser geeignet ist? Oder welches Utensil du wann am besten verwenden solltest? Dann haben wir einige Tipps für dich, die dir bei diesen Fragen helfen können. Beide sind wichtige Werkzeuge in der Haarpflege und können je nach Bedarf eingesetzt werden. Es gibt jedoch einige Unterschiede in ihrer Verwendung.
Durch das Bürsten wird die Kopfhaut besser durchblutet und das Wachstum sowie die Regeneration der Haut angeregt. Auch der Talg der Kopfhaut verteilt sich durch das Bürsten in Längen und Spitzen besser und ist so die beste natürliche Pflege, die man für sein Haar haben kann.
Jeder Kamm wird aus einem Material hergestellt, das am besten zur Anwendung des Kamms passt.
Richtiges Bürsten und Kämmen ist entscheidend, um Haarbruch und Spliss zu vermeiden und deine Haare bestmöglich zu schonen.
Vor allem bei Kunststoffborsten ist es wichtig, auf die Qualität zu achten. Denn schlecht verarbeitete Modelle können scharfe Kanten haben, die sowohl Haar als auch Kopfhaut schädigen. Für Kämme gilt Ähnliches: Die Zinken sollten abgerundet enden, um die Kopfhaut zu schonen. Scharfkantige Pressnähte hingegen sind Zeichen für eine schlechte Verarbeitung. Sie können an der Kopfhaut kratzen und die Haare beschädigen.
Eine hochwertige Bürste ist kein Luxus - sie ist die Basis für gesundes Haar. Ob zum Föhnen, Glätten, Entwirren oder Stylen: Mit der richtigen Bürste machst du dir nicht nur das Styling leichter, sondern pflegst dein Haar schon beim Bürsten. Vielleicht ist dein neues Lieblingstool ja nur einen Klick entfernt.
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