Welche Vitamine sind gut für die Haare? Nährstoffe für gesundes Haarwachstum

Schönes, kräftiges Haar entsteht von innen. Damit deine Haarwurzeln aktiv bleiben und neues Haar gesund nachwachsen kann, braucht dein Körper Mikronährstoffe. Einige davon wirken direkt auf die Zellteilung, andere schützen die Haarstruktur oder sorgen für eine optimale Nährstoffaufnahme.

Ein Mangel kann sich schnell bemerkbar machen - mit stumpfem, dünner werdendem Haar oder sogar Haarausfall. Welche Vitamine sind gut für die Haare? Warum fallen Haare bei Vitaminmangel aus? Und welche Nährstoffe brauchen Haare noch?

Haare bestehen aus Keratin - einem Stoff, der auch Hornhaut und Nägel aufbaut. Schätzungsweise fünf Millionen Haare hat ein Mensch insgesamt, etwa 100.000 davon befinden sich auf dem Kopf und tragen zum äußeren Erscheinungsbild bei. Durchschnittlich wachsen Haare rund 0,3 Millimeter pro Tag. Gleichzeitig fallen jeden Tag etwa 50 bis 100 Haare aus. Das ist völlig normal.

Neben Mineralstoffen wie Zink sind vor allem verschiedene Vitamine für die Haare sehr wichtig: Eine ausreichende Versorgung mit diesen Substanzen trägt dazu bei, dass die Haare kräftig und gesund aussehen und gut nachwachsen. Auf einen Mangel reagieren sie sehr sensibel - ebenso wie auf Stress und Rauchen, also Situationen, die den Vitaminbedarf erhöhen können.

Wenn dir mehr Haare als gewöhnlich ausfallen, kann das mit deiner Vitaminversorgung zusammenhängen. Infrage kommen dabei mehrere Vitamine. Beispielsweise gehen ein Mangel an Vitamin D und Haarausfall bei vielen Betroffenen Hand in Hand. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D kann daher bei Haarausfall helfen - z. B. bei diffusem Haarausfall.

Auch ein zu hoher Spiegel oder Vitamin-A-Mangel kann Haarausfall bedingen und die Haarwurzeln aus dem Gleichgewicht bringen. Wenn dein Körper zu wenig Biotin, Vitamin B12, Folsäure oder Riboflavin zur Verfügung hat, kann sich das ebenfalls auf die Haardichte auswirken. Schließlich kann auch eine mangelhafte Zufuhr von Vitamin E Haarausfall verursachen.

Vitamine für das Haarwachstum

Damit deine Haare in der Wachstumsphase bleiben und kräftig nachwachsen, kannst du in Zeiten unausgewogener Ernährung das Haarwachstum mit Vitaminen anregen. Vitamin D etwa beeinflusst die Aktivität der Haarfollikel und wird bei Mangel mit verlangsamtem Wachstum in Verbindung gebracht. Auch B-Vitamine wie Vitamin B12, Folsäure und Biotin sind an wichtigen Prozessen beteiligt, die die Zellen in deinen Haarwurzeln beeinflussen.

Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin E und gesundes Haarwachstum stehen ebenfalls in einem engen Zusammenhang. Und Vitamin C hilft dem Körper dabei, Eisen besser aufzunehmen - ein entscheidender Punkt, denn Eisenmangel kann das Haarwachstum ausbremsen.

Weitere wichtige Nährstoffe für Haare

Damit deine Haarwurzeln optimal versorgt und neue Haarzellen gebildet werden können, braucht dein Körper mehr als nur Vitamine. Viele weitere Nährstoffe wirken sich direkt auf das Haarwachstum aus, andere stärken die Struktur oder sorgen für eine gesunde Kopfhaut. Welche Nährstoffe für die Haare?

  • Zink: Das Spurenelement unterstützt die Bildung von Keratin, hat entzündungshemmende Eigenschaften und spielt eine Rolle bei der Verankerung des Haars in der Haut.
  • Eisen: Ein Mangel kann zu Strukturschäden am Haar führen und Haarausfall begünstigen.
  • Kupfer: Nicht nur für die Pigmentierung, auch für die Haarbildung ist Kupfer hilfreich - fehlt es, können die Haare dünn und brüchig werden.
  • Eiweiß: Proteine gehören zu den Grundbausteinen der Haare, durch einen Mangel kann das Haarwachstum ins Stocken geraten.

Proteine sind wichtig für die Haarentwicklung und Haarstruktur. Sie sorgen dafür, dass das Haar kräftig und weniger anfällig für mechanischen Stress wird.

Die wichtigsten Vitamine für die Haare im Überblick

Hier stellen wir Ihnen die wichtigsten Vitamine für Haare vor.

Vitamin A

Vitamin A sorgt für geschmeidiges, kräftiges Haar. Das fettlösliche Vitamin, auch als Retinol bekannt, unterstützt außerdem das Haarwachstum und wirkt sich positiv auf die Fettsynthese in den Follikeln aus - also auf die Strukturen, die die Haarwurzel umgeben. Ein Mangel an Vitamin A kann unter anderem zu Haarwachstumsstörungen führen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren eine tägliche Zufuhr von Vitamin A von 700 bis 850 Mikrogramm pro Tag. In Industrieländern lässt sich der Bedarf an Vitamin A problemlos über die Ernährung decken. Süßkartoffeln, Karotten, Leberwurst, Spinat und Grünkohl sind beispielsweise gute Lieferanten.

Auch zu viel Vitamine können zu Haarausfall führen. Ein Überschuss an Vitamin A kann beispielsweise Grund für trockenes, sprödes Haar und vermehrten Haarverlust sein.

Vitamin B

"B-Vitamine" bezeichnet eine Gruppe mehrerer Vitamine. Da sie vielfältige Wirkungen haben, sind sie die wichtigsten Vitamine für die Haare:

  • D-Panthenol, eine Vorstufe von B5, verbessert in Shampoos und Haarwässern die Haarstruktur und macht die Haare leichter kämmbar.
  • Vitamin B5 sowie vor allem die Vitamine B3 (Niacin) und B6 (Pyridoxin) machen das Haar kräftig, regulieren die Talgproduktion, wirken Entzündungen der Kopfhaut entgegen und sind für wichtige Stoffwechselvorgänge in der Haarwurzel zuständig.
  • Biotin (auch Vitamin B7 oder Vitamin H genannt) ist bekannt für seine Schutzfunktion von Haut und Haaren. Es erhält den Haarglanz und verhindert Spliss sowie Entzündungen an der Haarwurzel. Zusätzlich steigert es die Bioverfügbarkeit von Eisen.
  • Folsäure, ebenfalls ein B-Vitamin, unterstützt die Zellteilung der Kopfhaare, sodass sie gesund und stark nachwachsen.

Nehmen Sie über längere Zeit zu wenig B-Vitamine auf, können die Haare brüchig werden und sogar ausfallen. Ein Mangel an Vitamin B5 begünstigt außerdem graue Haare. Ob mit Vitamin B12 Haare wieder wachsen oder Haarausfall gestoppt werden kann, ist nicht wissenschaftlich belegt.

Die empfohlene Tagesmenge laut DGE liegt für Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene bei 40 Mikrogramm Biotin und 11 bis 17 Milligramm Niacin pro Tag. Für Pantothensäure (B5) empfiehlt die DGE fünf Gramm pro Tag. Beim Vitamin B6 sollten es täglich 1,4 Milligramm (Frauen) bzw. 1,6 Milligramm (Männer) sein. Von Folsäure sollten Jugendliche und Erwachsene pro Tag 300 Mikrogramm, Schwangere 550 Mikrogramm zu sich nehmen.

Biotin steckt vor allem in Leber, Hülsenfrüchten, Nüssen, Pilzen und Spinat. Vitamin B3 findet sich etwa in Fisch, Milchprodukten, Geflügel und Eiern. Vitamin B5 ist reichlich in Innereien, Eiern und Vollkornprodukten enthalten. Der Bedarf an Vitamin B6 lässt sich etwa durch den Verzehr von Avocados, Bananen, Hühner- und Rinderfleisch, Kartoffeln und Kohlgemüse decken. Folsäure steckt unter anderem in Tomaten, Spargel, Erbsen und Weizenkleie.

Vitamin C

Vitamin C fördert die Durchblutung der Kopfhaut. Da es außerdem die Bioverfügbarkeit von Eisen steigert, kann es den Stoffwechsel an den Haarwurzeln unterstützen. Fehlt es an Vitamin C, kann es zu Strukturschäden kommen oder sogar Haarausfall zur Folge haben.

Die empfohlene Tagesmenge an Vitamin C liegt bei Erwachsenen durchschnittlich bei 95 bis 110 Milligramm. Sie können den Bedarf über die Ernährung decken: Vitamin C ist beispielsweise enthalten in Hagebutten, Zitronen, Brokkoli, Paprika und Orangen.

Vitamin E

Vitamin E schützt die Haare vor den Folgen der Sonneneinstrahlung, unterstützt das Haarwachstum und macht die Haare kräftiger. Erhält der Körper über längere Zeit zu wenig Vitamin E, wird das Haar brüchig, spröde und kann ausfallen.

Die empfohlene Zufuhr für Vitamin E bei Jugendlichen ab 15 Jahren und Erwachsenen liegt laut DGE zwischen 11 und 15 Milligramm pro Tag. Es ist beispielsweise in Weizenkeimöl, Himbeeren, Wirsing, Tomaten und Mandeln enthalten.

Vitamin D

Vitamin D hält den Haarfollikelzyklus aufrecht. Bei einem Vitamin-D-Mangel verkürzen sich die einzelnen Phasen und es kann zu Haarausfall kommen.

Vitamin D stellt eine Besonderheit unter den Vitaminen dar. Zwar kann es über die Nahrung aufgenommen werden. Die Zufuhr über Lebensmittel reicht aber nicht aus. Allerdings wird Vitamin D auch durch Sonnenbestrahlung gebildet. Halten Sie sich also ausreichend im Freien auf, ist ein Mangel nicht zu befürchten. Ein täglicher Spaziergang ist deshalb vor allem im Winter wichtig.

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Wie versorgst du deine Haare mit gesunden Vitaminen?

Um deine Haare langfristig gesund zu halten, kommst du um eine ausreichende Versorgung mit wichtigen Nährstoffen nicht herum. Manchmal fällt es uns im Alltag schwer, alle Vitamine und Mikronährstoffe durch ausgewogene Ernährung aufzunehmen.

Zusätzlich gibt es einige Nahrungsmittel, die eine Vielzahl verschiedener Vitamine enthalten und damit mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.

  • Sanddorn: Schon 50 Milliliter Sanddornsaft decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C.
  • Brokkoli: Die grünen Röschen liefern Vitamin C, Folsäure und Vitamin B5.
  • Grünkohl: Grünkohl gehört zu den nährstoffreichsten Kohlsorten.

Manchmal kann es aber nötig sein, die haarfreundliche Ernährung durch die Einnahme von Vitaminpräparaten zu unterstützen. Wenn etwa krankheitsbedingt die Nährstoffaufnahme im Darm eingeschränkt ist, wie bei Zöliakie, kann es sinnvoll sein, Vitamine für die Haare in konzentrierter Form einzunehmen. Sprechen Sie dazu vorher mit einer Ärztin.

Darüber hinaus gibt es mittlerweile einige äußerlich anzuwendende Pflegeprodukte, die Vitamine für die Haare enthalten, zum Beispiel Öle, Shampoos, Haarwässer und Kurpackungen.

Vitaminmangel erkennen und beheben

Vitaminmangel kann eine Vielzahl von Symptomen hervorrufen, da Vitamine für viele Körperfunktionen unentbehrlich sind. Dazu gehören allgemeine Beschwerden wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsprobleme oder Hautveränderungen. Bei einem Vitamin-A-Mangel zum Beispiel können Sehstörungen oder trockene Augen auftreten. Zu wenig B6 Appetitlosigkeit, Depressionen oder Akne.

So bekämpfen Sie Haarausfall effektiv:

  1. Vitaminstatus überprüfen: Bevor Sie gegen Haarausfall vorgehen, klären Sie die Ursachen. Stellen Sie zunächst fest, ob ein Vitaminmangel besteht und welcher Nährstoff betroffen ist, um anschließend die richtigen Schritte zu unternehmen.
  2. Ernährung optimieren: Eine ausgewogene Ernährung ist die Grundlage für gesundes Haar. Sie liefert die notwendigen Vitamine und Mineralstoffe, um die Haarfollikel zu stärken und das Wachstum zu fördern.
  3. Nahrungsergänzungsmittel gezielt einsetzen: Manchmal reicht die Ernährung allein nicht aus, um den Vitamin- und Mineralstoffbedarf zu decken - vor allem bei einem starken Vitaminmangel oder besonderen Lebensumständen. In diesen Fällen sind Nahrungsergänzungsmittel eine sinnvolle Ergänzung.
  4. Haarpflegeprodukte zur Unterstützung: Neben der inneren Versorgung spielt auch die äußere Pflege eine wichtige Rolle beim Kampf gegen Haarausfall. Spezielle Haarpflegeprodukte unterstützen das Haarwachstum und stärken die Kopfhaut.
Vitamin Funktion für die Haare Lebensmittelquellen
Vitamin A Geschmeidiges, kräftiges Haar, unterstützt das Haarwachstum Süßkartoffeln, Karotten, Leberwurst, Spinat, Grünkohl
Vitamin B Kräftigt das Haar, reguliert die Talgproduktion, wirkt Entzündungen entgegen Leber, Hülsenfrüchte, Nüsse, Pilze, Spinat, Fisch, Milchprodukte, Geflügel, Eier, Vollkornprodukte, Avocados, Bananen, Hühner- und Rinderfleisch, Kartoffeln, Kohlgemüse, Tomaten, Spargel, Erbsen, Weizenkleie
Vitamin C Fördert die Durchblutung der Kopfhaut, steigert die Bioverfügbarkeit von Eisen Hagebutten, Zitronen, Brokkoli, Paprika, Orangen
Vitamin E Schützt die Haare vor Sonneneinstrahlung, unterstützt das Haarwachstum Weizenkeimöl, Himbeeren, Wirsing, Tomaten, Mandeln
Vitamin D Hält den Haarfollikelzyklus aufrecht Fettreicher Fisch, Eier

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Wenn Sie einen verstärkten Haarausfall durch Vitaminmangel bei sich selbst feststellen, ist die frühzeitige Kontaktaufnahme mit einem Experten wichtig. Am besten wenden Sie sich direkt an einen Experten für Haarausfallbehandlungen. Hier lassen sich nicht nur verschiedene Ursachen von Haarausfall abklären.

Bei Verdacht auf Vitaminmangel sollten Sie einen Arzt aufsuchen, mithilfe einer Blutanalyse haben Sie rasch Klarheit. Möchten Sie das Testen einem Profi überlassen oder scheuen sich, sich selbst Blut abzunehmen, stellen Sie sich bei einem Arzt vor.

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