Welchen Haartyp habe ich? So findest du es heraus!

Sie testen ständig neue Haarpflege-Tipps und investieren viel Zeit und Geld in Ihre Haarpflege, doch Ihre Haare wollen nicht, wie Sie wollen? Das kann daran liegen, dass Ihre Pflegeroutine nicht Ihrem Haartyp entspricht.

Haarlotionen, Pflegesprays, Hitzeschutz und Volumenmousse: Was nutzen all die vielen Haarpflege-Produkte, wenn man nicht weiß, welchen Haartyp man hat?! Denn nur wer sein Haar gut kennt, kann Pflege und Styling bestens auf die Bedürfnisse abstimmen.

Ob glattes, feines, langes Haar oder krauser Lockenkopf - nur mit einem exakt auf Ihren Haartyp abgestimmten Pflegeprogramm können Sie das Beste aus Ihrer Haarpracht herausholen. Kennen Sie Ihren eigenen Haartyp und -zustand, gelingt es Ihnen ganz leicht, eine Haarpflegeroutine zusammenzustellen, die den Bedürfnissen Ihrer Haare gerecht wird.

Der erste Schritt zu gesunden und schönen Haaren ist es, verschiedene Haartypen zu bestimmen, um den eigenen Haartyp zu erkennen. Anhand von Haardichte, Haarstruktur und Haarzustand lässt sich dieser ganz leicht selbst bestimmen.

In diesem Beitrag will ich dir die verschiedenen Haartypen näher bringen. Jeder von uns hat sich bestimmt schon mal gefragt, welchen Typ Haare wir auf unseren Köpfen haben oder wie man herausfinden kann, wie viel Feuchtigkeit die Mähne wirklich braucht.

Haartyp erkennen und richtig pflegen I dm erklärt

Das FIA-System: Eine bewährte Methode zur Bestimmung des Haartyps

Eine der gängigsten Methoden für eine Haartyp-Analyse ist das FIA-System. Damit bestimmst du deinen Haartyp in drei Schritten - von der Haarstruktur über die Haardicke bis hin zum Haarvolumen. Für jeden dieser Faktoren gibt es einen Test, der dir dabei hilft, deine Haare besser kennenzulernen.

Deinen Haartyp zu bestimmen, hilft dir dabei, dein Haar und seine Bedürfnisse besser zu verstehen. Locken brauchen beispielsweise eine andere Pflege als glatte Haare und dickes Haar stylst du anders als dünnes.

Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du die einzelnen Tests ganz einfach nacheinander durchführst. Am Ende ergibt sich daraus eine Bezeichnung, wie beispielsweise 3aMiii. Diese mag zunächst kryptisch klingen, legt deinen Haartyp aber ganz genau fest.

Was du vor deiner Haartyp-Analyse beachten solltest:

Damit du deinen Haartyp erkennen kannst, sollten deine Haare am besten ohne Produkte behandelt und ungestylt sein. Hast du sie beispielsweise zuvor geglättet oder anders gestylt, ist ihre Struktur verändert und das Ergebnis wird verfälscht. Bereite dich also am besten auf den Test vor.

Wasche als Erstes deine Haare - so entfernst du Stylingrückstände und bringst dein Haar in seinen Urzustand. Kämme es nach dem Waschen nicht durch und lasse es an der Luft trocknen.

Verwende keine Leave-in- oder andere Pflegeprodukte, die die Haarstruktur verändern könnten. Sind deine Haare komplett getrocknet, kannst du deinen Haartyp schließlich bestimmen.

Schritt 1: Bestimme deine Haarstruktur

Die Haarstruktur zeigt an, wie wellig oder glatt deine Haare sind. Für eine möglichst genaue Definition lassen sich vier unterschiedliche Haarstrukturtypen von glattem Haar bis hin zu starken Locken bestimmen.

Darunter befinden sich wiederum mehrere Unterkategorien, die die Intensität deiner Wellen angeben und dir dabei helfen, deine Haarstruktur möglichst genau festzulegen. Beobachte deine Haare anhand folgender Einteilung und bestimme damit ihre Struktur.

Im Laufe deines Lebens kann sich die Struktur deiner Haare verändern. Grund dafür sind beispielsweise Hormone, Hitzeschäden, Alter, Ernährung oder chemische Behandlungen wie Färben. All dies kann dafür sorgen, dass deine Wellen immer weiter zurücktreten. Mit der richtigen Pflege kannst du dies unter Umständen rückgängig machen.

  • 1b: Dein Haar ist gerade, hat aber eine leichte Bewegung.
  • 3b: Deine Haare sind stark gelockt.
  • 4b: Dein Haar ist sehr voluminös, mit engen, z-förmigen Locken.
  • 4c: Deine Haare sind z-förmig gelockt und miteinander verwoben.

Schritt 2: Bestimme deine Haardicke

Wenn du deine Haardicke definieren möchtest, untersuchst du, wie dick oder dünn ein einzelnes Haar ist. Außerdem fühlst du, ob es fein, eher fest oder sogar drahtig ist. Nach dem FIA-System teilt sich die Haardicke in drei Kategorien auf. Wir zeigen dir, mit welchen Tests du sie ganz leicht bestimmen kannst.

Gelingt es dir nicht oder du bist unsicher, hilft der Gang zum Profi.

  • Feines Haar (F): Feines Haar ist zwischen 0,01 und 0,04 Millimetern dick. Wenn du es gegen das Licht hältst oder es auf einen kontrastreichen Untergrund legst, ist es kaum sichtbar. Rolle es zwischen deinen Fingern. Du spürst es kaum oder es fühlt sich an wie ein dünner Seidenfaden?
  • Mitteldickes Haar (M): Mitteldickes Haar hat eine Dicke zwischen 0,05 und 0,07 Millimetern. Du siehst es gegen das Licht oder auf kontrastreichem Untergrund.
  • Dickes Haar (C): Dickes Haar hat einen Durchmesser um die 0,8 Millimeter. Es ist immer deutlich sichtbar und spürbar.

Schritt 3: Bestimme dein Haarvolumen

Im dritten Schritt betrachtest du die Dichte deiner gesamten Haarmenge. Mit dem Pferdeschwanz-Test gelingt dir das ganz einfach. Mache dir dafür einen Zopf etwa in der Mitte deines Hinterkopfes, sodass du möglichst alle deine Haare hineinbekommst. Mit einem flexiblen Maßband kannst du jetzt den Umfang deines Zopfes messen.

Hier ist eine Tabelle, die Ihnen helfen kann, Ihr Haarvolumen zu bestimmen:

Umfang des Zopfes Haarvolumen
Weniger als 5 cm Gering (i)
5-10 cm Mittel (ii)
Mehr als 10 cm Hoch (iii)

Haartyp bestimmen: Was sagt dein Haartyp aus?

Addiere nun Schritt für Schritt die Ergebnisse deines FIA-Tests. Im nächsten Schritt kannst du dich deinem Typ entsprechend auf die Suche nach optimalen Pflege- und Stylingprodukten für deine Haare machen. Auf den Produkten selbst findest du die Bezeichnung 3aMiii zwar nicht, dennoch ist sie hilfreich.

Denn sie zeigt dir ganz genau an, wie deine Haare beschaffen sind. Notiere die Bezeichnung am besten, damit du den Test nicht immer wieder neu machen musst, falls du sie vergisst. Wenn du dich auf die Suche nach Shampoo und Co. machst, schlägst du die genaue Bedeutung gegebenenfalls einfach nach.

Die meisten Produkte zeigen dir an, ob sie sich für lockiges, dickes, dünnes oder plattes Haar eignen.

  • Glatt und dünn (1aFi): Verwende nicht zu reichhaltige Produkte, da sie deine Haare schnell beschweren können. Verzichte außerdem auf Leave-in-Produkte, denn auch sie sorgen schnell für plattes Haar.
  • Lockig und voluminös (3bMii): Lockige Haare profitieren von speziellen Lockenshampoos mit Anti-Frizz-Effekt. Sie sorgen für besonders viel Sprungkraft und Elastizität. Je dicker die Locken, desto reichhaltiger darf auch die Pflege sein.
  • Kraus und dick (4cFiii): Greife zu speziellen Produkten für Afro-Haar, wenn du sehr krauses und dickes Haar hast. Entwirre deine Haare zudem nur im nassen Zustand mit einem grobzinkigen Kamm, anstatt sie durchzubürsten.

Die Haarstrukturen sind vielseitig

Die Haarstrukturen sind vielseitig und geben uns gleichzeitig Aufschluss über die Dicke der einzelnen Haare. Sie sagen aus, ob die Struktur eher fein, normal oder dick ist. Es ist wichtig genau seinen individuellen Typ zu bestimmen, um die perfekte Pflegeroutine darauf abzustimmen.

  • Feine Haare: haben einen Durchmesser von rund 0,04-0,05 Millimetern
  • Normale Haare: haben einen Durchmesser von rund 0,06-0,07 Millimetern
  • Dicke Haare: haben einen Durchmesser von rund 0,08> Millimetern

Unter einem Mikroskop vergrößert ist eine Haarsträhne nicht glatt, so wie wir sie mit unseren Finger wahrnehmen. Die Haarstrukturen sind deutlich vielseitiger und vor allem auch untereinander vermischt.

Die Porosität der Haare

Nun möchte ich dir die Porosität deiner Haare etwas näher bringen, denn es ist sehr wichtig zu wissen, welche Pflege dein Haar wirklich benötigt. Sehr oft verwenden wir Pflegeprodukte die zu viel oder zu wenig Feuchtigkeit spenden. Ich möchte dir die verschiedenen Grade der Schuppenschicht zeigen. Am Ende kannst du mit einem Selbsttest die Porosität deiner Haare bestimmen.

Die Porosität bestimmt, wie weit geöffnet die Schuppenschicht ist. Sprich, wie groß die Entfernung zu der Faserschicht ist. Wenn die Schuppenschicht geschlossen ist, werden die inneren Schichten viel besser geschützt.

Selbsttest zur Bestimmung der Porosität

Nehme hierfür ein Haar von deiner Bürste oder wenn du schmerzfrei bist von deinem Kopf. Am besten solle das Haar frei von Produkten (Ölen,Haarstylingprodukte etc.) sein um das Ergebnis nicht zu verfälschen.

  • 1-5 Minuten - hohe Porosität: dein Haar nimmt die Feuchtigkeit sehr schnell auf, aber kann diese nicht speichern. Hierfür benötigst du tägliche Pflege, wie zum Beispiel einen Leave-In Conditioner und ein Öl, um die Haare zu versiegeln.
  • 5-15 Minuten - normale Porosität: dein Haar nimmt die Feuchtigkeit gleichmäßig auf. Bei richtiger Haarpflege solltest du keinerlei Probleme haben.
  • 15-60> Minuten - geringe Porosität: Braucht dein Haar sehr lange um Feuchtigkeit aufzunehmen. Hierfür helfen dir Haarmasken.

Das passende Haaröl wählen

Kennst du nun die Porosität deiner Haare, kannst das passende Haaröl wählen. Warum ein Pflegeöl?- Öle haben ganz verschiedene Eigenschaften, die sich gezielt auf Probleme konzentrieren. Das Gehalt der Fettsäuren im Öl ist dafür ausschlaggebend.

  • Hast du deine geringe Porosität festgestellt solltest du Öle die reich an gesättigten Fettsäuren sind, wie sie in pflanzlichen Ölen zu finden sind. Die Öle besitzen kleine Moleküle, die Problemlos in das Haar einziehen können.
  • Haben deine Haare eine normale Porosität solltest du Öle mit ungesättigten Fettsäuren wählen, wie sie in Omega 7 (Macadamia Nüssen z.B.) und Omega 9 (Olivenöl) zu finden sind. Die Öle besitzen etwas größere halbtrocknende Moleküle
  • Neigt dein Haar zur hohen Porosität benötigst du Öle mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie sie in Omega 3(Raps oder Leinenöl) und Omega 6 (Leinenöl z.B.) zu finden sind. Die Öle besitzen große Molekühle die nichttrocknend sind

Willst du mehr über die passenden Produkte zu den verschiedenen Haarporositäten erfahren?

Lockiges Haar erkennen

Du fragst Dich, ob Du wirklich lockiges Haar hast oder ob es nur eine Laune der Natur ist? Es gibt viele, die sich unsicher sind, ob sie wirklich Locken haben oder ob es nur Wellen sind. In diesem Beitrag erfährst Du, wie Du Deine Haarstruktur erkennst und welche Tests Du machen kannst, um sicherzugehen.

Lockiges Haar kann in verschiedene Typen eingeteilt werden, die jeweils eigene Eigenschaften und Bedürfnisse haben.

  • Typ 2A: Leichte Wellen, kaum Frizz.
  • Typ 2B: Deutlichere Wellen, etwas Frizz.
  • Typ 2C: Starke Wellen, neigen zu Frizz.
  • Typ 3A: Große, definierte Locken, leicht zu frizz.
  • Typ 3B: Engere Locken, mehr Volumen.
  • Typ 3C: Enge, Korkenzieherlocken, sehr voluminös und frizzanfällig.
  • Typ 4A: Dichte, federnde Locken.
  • Typ 4B: Z-Form Locken, weniger Definition.
  • Typ 4C: Sehr enge Locken, am meisten frizzanfällig und schrumpft am meisten.

Tests um festzustellen, ob du lockiges Haar hast

  • Nass-Test: Wasche Dein Haar mit einem Tiefenreinigenden Shampoo und lasse es lufttrocknen, ohne Produkte zu verwenden. Wenn es wellig oder lockig wird, hast Du höchstwahrscheinlich lockiges Haar.
  • Produkt-Test: Trage ein Locken definierendes Produkt auf Dein feuchtes Haar auf und schaue, wie sich Deine Haare verhalten. Lockenprodukte verstärken die natürliche Locke und geben mehr Definition.
  • Trocken-Test: Beobachte Dein Haar im trockenen Zustand. Wenn es dazu neigt, Frizz zu entwickeln und nicht glatt bleibt, handelt es sich wahrscheinlich um lockiges Haar.
  • Finger-Test: Wickele eine Haarsträhne um Deinen Finger. Wenn die Strähne sich leicht in eine Spirale legt, hast Du lockiges Haar.

Deine Haare könnten von Natur aus wellig oder lockig sein, aber verschiedene Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Haarpflegeprodukte und sogar die Art, wie Du Dein Haar trocknest, können beeinflussen, wie Deine Locken erscheinen.

Welliges Haar hat eine weniger definierte Struktur als lockiges Haar. Während welliges Haar (Typ 2) lose Wellen hat, die sich wie ein "S" formen, hat lockiges Haar (Typ 3) klar definierte Locken oder Spiralen.

Es ist unwahrscheinlich, dass glattes Haar plötzlich von alleine lockig wird. Allerdings kann Haar, das zuvor als glatt angesehen wurde, mit der richtigen Pflege und Technik wellig oder lockig erscheinen.

Die Definition Deiner natürlichen Locken hängt stark von der richtigen Pflege und den verwendeten Produkten ab.

Die richtige Pflege für Locken

Sobald Du sicher bist, dass Du Locken hast, ist die richtige Pflege entscheidend.

  • Feuchtigkeit: Lockiges Haar neigt zur Trockenheit. Verwende feuchtigkeitsspendende Shampoos und Conditioner sowie Leave-in-Conditioner.
  • Proteinhaltige Produkte: Protein ist wichtig für die Stärkung der Haare.
  • Frizz-Kontrolle: Nutze Anti-Frizz-Produkte und verzichte auf Handtücher mit grober Struktur.
  • Styling-Produkte: Viele wissen nicht, was Styling-Produkte sind oder wie sie verwendet werden. Styling-Produkte wie Lockencremes, -gele und -mousses helfen, Deine Locken zu definieren und zu kontrollieren.
  • Regelmäßiges Trimmen: Regelmäßiges Schneiden der Spitzen verhindert Spliss und sorgt dafür, dass Deine Locken gesund bleiben.

Durch diese Informationen und Tipps kannst Du sicherstellen, dass Du Deine Locken erkennst und optimal pflegst. Falls Du weitere Fragen hast oder spezifische Produktempfehlungen benötigst, stehen wir Dir jederzeit zur Verfügung.

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