Welche graue Haarfarbe ist die beste? Tipps und Tricks für ein perfektes Ergebnis

Die Haare bleiben vor dem Altern leider nicht verschont. Aber warum sollte das bedeuten, sich mit einem ergrauten Haupt zufriedenzugeben? Es gibt verschiedene Hilfsmittel, die das Haar in neuer Farbe erstrahlen lassen: Haarfärbemittel, aber auch natürliche Alternativen wie zum Beispiel Henna.

Graue Haare rauswachsen lassen: So klappt's!

Soll die Veränderung nicht gleich permanent sein, dann sind Haartönungen die passende Wahl.

Warum ergrauen Haare überhaupt?

Verantwortlich für die Farbe der Haare ist Melanin - ein Farbstoff, der ganz natürlich im Körper vorkommt. Mit zunehmendem Alter produziert dieser immer weniger davon und die Haare ergrauen. Wann genau dieser Effekt eintritt, hängt von der genetischen Veranlagung ab. Im Schnitt erscheinen ab einem Alter von etwa 30 Jahren die ersten grauen Haare auf dem Kopf. Einige entdecken sie schon mit 20, andere hingegen erfreuen sich bis zum 50. Geburtstag oder gar länger an ihrer Haarfarbe.

Schluss mit ergrautem Haar

Aber egal, wann die ersten grauen Haare zum Vorschein kommen, niemand muss sich damit abfinden. Hierbei fällt lediglich das regelmäßige Behandeln der herauswachsenden Ansätze an und kein Nachfärben der gesamten Haarlänge. Die daraus entstehende Lösung raut die Oberfläche der Haare leicht auf, sodass die Inhaltsstoffe besser eindringen können. Die Farbe setzt sich in den äußeren Haarschichten fest und verbleibt dort dauerhaft.

Die besten Produkte zum graue Haare färben

Die Haare bleiben vor dem Altern leider nicht verschont. Aber warum sollte das bedeuten, sich mit einem ergrauten Haupt zufriedenzugeben? Graue Haare färben: Diese drei Top-Produkte aus dem Test der Stiftung Warentest bringen wieder Farbe ins Spiel.

1. Excellence Creme von L’Oréal Paris

Der Testsieger mit guter Note (1,8), die Excellence Creme von L’Oréal Paris, überzeugte vor allem durch die sehr gute Grauhaarabdeckung und die bequeme Anwendung. Das Haarfärbeprodukt pflegt Haar und Kopfhaut sowohl während als auch nach der Koloration. Möglich machen das Pro-Keratin und Aufbau-Ceramid. Beide kräftigen das Haar und sorgen dafür, dass sich Anwender an einer langanhaltend glänzenden Farbe erfreuen.

  • Farbe: Dunkelbraun
  • Textur: Creme
  • Inhalt: 50 Milliliter
  • Preis: 9,95 Euro

2. Pflanzenhaarfarbe von Sante Naturkosmetik

Naturhaarfarben bedienen sich pflanzlicher Farbstoffe. Auch sie sorgen für ein dauerhaftes Ergebnis. Mit dem Qualitätsurteil "gut (2,0)" schnitt die Pflanzenhaarfarbe von Sante Naturkosmetik ab. Der natürliche Farbstoff Henna dunkelt graue Haare ab. Bei dunkler Naturhaarfarbe erscheinen diese dann wie etwas hellere Strähnchen.

Laut Packungsangaben ist die Farbe mit Wasser anzurühren. Anwender, die sich besonders intensive Farbergebnisse wünschen, greifen stattdessen auf schwarzen Tee oder auch Rotwein zurück. Für sattere Farben sorgt auch ein zweiter Durchgang. Zwischen den einzelnen Färbungen sollten allerdings mindestens zwölf Stunden vergehen.

  • Farbe: Nussbraun
  • Textur: Pulver
  • Inhalt: 100 Gramm
  • Preis: 5,45 Euro

3. Haartönung von Poly Palette

Tönungen sind mit schwächer dosierten Inhaltsstoffen die leichtere Alternative zu Haarfarben. Das Farbergebnis: nicht permanent, sondern vorübergehend. Sie hellen die Haare nicht auf, sondern dunkeln sie ab. Während herkömmliche Tönungen etwa acht Haarwäschen überstehen, bereiten Intensivtönungen deutlich länger Freude. Ihre Farbergebnisse halten im Schnitt 24 Haarwäschen stand.

In dieser Kategorie überzeugte die Stiftung Warentest die Tönung Perfect Gloss Color von Poly Palette. Die Tester überzeugten hier vor allem die Haarfreundlichkeit, der entstehende Glanz und die leichte Kämmbarkeit der Haare nach dem Tönen. Grund dafür ist der enthaltene Jojoba-Balsam, der das Haar nachhaltig pflegt. Er lässt das Haar strahlen und glättet dessen Oberfläche.

  • Farbe: Honigblond
  • Textur: Creme
  • Inhalt: 3 x 115 Milliliter
  • Preis: 15,90 Euro

So gelingt das Färben grauer Haare mit den Testsiegern

Egal ob Haarfarbe, Naturfarbe oder Tönung, der erste Schritt vor der eigentlichen Anwendung sollte stets ein gründliches Waschen der Haare mit einem silikonfreien Shampoo sein. Je weniger Rückstände von Pflegeprodukten, Haarspray, Haarfestiger und Co. vorhanden sind, desto gleichmäßiger wird das spätere Farbergebnis ausfallen.

Verfärbte Hände und Textilien rücken die Freude über die frische Haarfarbe schnell in den Hintergrund. Um genau das zu vermeiden, empfiehlt sich das Tragen von Einweghandschuhen und das Abdecken der Kleidung mit einem Handtuch.

Haarfarbe für graues Haar: Welche passt zu Dir?

Jetzt, wo Du Deine Ausgangshaarfarbe kennst, stellt sich die Frage: Welche Haarfarbe passt zu Dir, wenn die ersten grauen Haare kommen? Blitzen bislang nur einzelne graue Strähnchen durch, reicht eine sanfte Tönung. Willst Du Deinen Ansatz kaschieren, weil dieser schon deutlich grauer ist, benötigst Du eine dauerhafte Coloration mit hundertprozentiger Grauabdeckung. Aber Achtung: Für ein besonders natürliches Finish solltest Du maximal zwei Nuancen von Deiner Naturhaarfarbe abweichen. Der Grund: Die grauen, pigmentlosen Härchen nehmen Farbe viel stärker an als Pigmentierte.

  • Blondinen: können ihre grauen Haare ganz easy mit honigblonden Strähnchen kaschieren. Feine Strähnen lenken von grauen Partien ab, überbrücken die Zeit bis zum nächsten Friseurtermin und bringen Deinen Teint zum Strahlen. Ideal sind natürliche Blondtöne oder warme Gold-Nuancen, die mit Deinem Teint harmonieren und Dich sofort frischer und jugendlicher wirken lassen. Aktuell liegen übrigens beige Blondtöne sowie edles Champagnerblond voll im Trend.
  • Brünette: Wie sich graue Haare bei dunklem Haar verbergen lassen? Eine der besten Methoden sind Strähnchen im grauen Haar. So verschwimmt der Kontrast zwischen dem Grau und Deinem Grundton und die Farbe wirkt insgesamt einheitlicher. Kastanienbraune Highlights verleihen braunem Haar Lebendigkeit und Tiefe und bieten eine hohe Deckkraft. Möchtest Du Deine kompletten Haare zuhause färben, eignen sich warme Karamelltöne. Diese setzen Akzente und lenken vom Grau ab, ohne das Haar zu dunkel und unnatürlich erscheinen zu lassen.
  • Dunkles Haar: Bei dunklem Haar kannst Du entweder auf intensive, deckende Farben setzen oder Dich am „Salt and Pepper“-Trend orientieren - ein Mix aus natürlichen Grautönen und dunklen Strähnen, der aktuell sehr angesagt ist.
  • Rotschopf: Als Rotschopf solltest Du zu warmen Kupfertönen oder Kastanie greifen - die Nuancen erhalten die Leuchtkraft Deiner Haare und decken das Grau ab.

Unser Garnier Virtual Try-On-Tool unterstützt Dich bei der Suche nach der perfekten Nuance. Achte darauf, Dein Gesicht auf dem Selfie gut auszuleuchten und einen neutralen Hintergrund zu wählen.

Der Übergang zu grauem Haar

Wenn Du keine Lust mehr aufs Färben hast, fragst Du Dich vielleicht, wie Du den Wechsel von gefärbtem zu grauem Haar am besten vollziehen kannst. Manche Frauen wählen die radikale Lösung und lassen sich die Haare abrasieren oder zu einem kurzen Pixie schneiden. Es muss aber nicht so ein drastischer Schritt sein! Du kannst Dein graues Haar auch herauswachsen lassen, bis es lang genug für einen trendigen Bob oder schulterlangen Schnitt ist.

Dabei ist so ein „kalter Farbentzug“ gar nicht nötig - Du kannst auch die sanfte Variante wählen: Helle und dunkle Strähnchen im grauen Haar schaffen einen weichen Übergang zwischen den grauen und gefärbten Partien. Bei einem dunklen Grundton kann es auch sinnvoll sein, diesen um ein paar Nuancen aufzuhellen. Es funktioniert wie eine Farbkorrektur, nur dass Du nicht versuchst, Deinem natürlichen oder gefärbten Ton näherzukommen, sondern dem Grau. Colorationen ermöglichen einen graduellen Farbwechsel, der den Übergang erleichtert.

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