Weiße Schuppen bei Katzen: Ursachen und Behandlung

Glänzendes Fell ist seit je her ein Zeichen für gesunde Tiere. Doch was bedeutet es, wenn Ihre Katze Schuppen hat? Wir erklären, wieso Sie diese kleinen weißen Störenfriede aus Gründen der Gesundheit erst nehmen sollten.

Wenn Sie Veränderungen an Fell und Haut Ihrer Katze wahrnehmen, sollten Sie unbedingt genauer hinsehen und den Auslöser für die Schuppen im Katzenfell herausfinden. Woran es liegen kann, dass eine Katze Schuppen hat und wie Sie diese wieder loswerden, lesen Sie hier.

Flöhe bei Katzen - Das musst du SOFORT tun!

Inhaltsübersicht:

  • Schuppen bei Katzen erkennen
  • Katze hat Schuppen: Die häufigsten Auslöser
  • Behandlung, wenn Katze Schuppen hat
  • Hausmittel bei Schuppen: Lachsöl
  • Wann muss Katze bei Schuppen zum Tierarzt?

Symptome: Was sind Anzeichen für Schuppen bei Katzen?

Auf schwarzem Fell fallen Schuppen meist schneller auf als auf weißem Haar. Schuppen kommen selten alleine daher. Denn genau genommen sind die kleinen weißen Hautschüppchen lediglich ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Deshalb kommt das bei Hund, Katze und Co.

Auf dunklem Fell sind Schuppen leichter zu erkennen.

Katzen haben mehr mit Menschen gemeinsam, als Sie vielleicht denken. Sie teilen nicht nur eine ungesunde Besessenheit von Laserpointern, sondern sie bekommen auch Schuppen. Wenn Sie es vorziehen, dass Ihr Schnee vom Himmel fällt und nicht Ihre Haustiere, dann sind Sie hier genau richtig. Wir erklären Ihnen alles, was Sie über Katzenschuppen, ihre Ursachen und Lösungen wissen müssen. Genau wie bei Menschen sind Schuppen, einfach das Abfallen von trockener Haut. Seien Sie nicht beunruhigt; Katzen können ziemlich oft Schuppen bekommen. Es ist auch nicht lebensbedrohlich, aber jeder, der schon einmal Schuppen hatte, wird Ihnen sagen, dass das Jucken der Kopfhaut nicht so lustig ist. Für Katzen können Schuppen genauso unangenehm sein.

Zu unterscheiden ist zudem eine generalisierte sowie lokale Schuppenbildung. Finden Sie die Schuppen im Fell, auf dem Rücken oder am Schwanzansatz der Katze, handelt es sich sehr wahrscheinlich um lokale Schuppen. Letztere tritt bei Katzen an typischen Prädilektionsstellen auf, etwa am Schwanzansatz. Sind dir jemals weiße Partikel im Fell deiner Katze, insbesondere in der Nähe des Schwanzes aufgefallen? Fragst du dich, warum deine Katze Schuppen hat?

Katzenschuppen fallen optisch in Form von kleinen, weißen Punkten auf. Meist befinden sie sich auf Ihrer Kleidung oder der Schlafstelle und damit an Orten, an denen sich die Katze häufig reibt oder hinlegt. Wenn beim Bürsten vermehrt abgestorbene Hautzellen aus dem Fell Ihrer Katze rieseln, kann man ebenfalls von Schuppenbildung ausgehen. Darüber hinaus werden Sie feststellen, dass sich Ihre Katze ungewöhnlich oft putzt oder kratzt. Denn mit der Entstehung von Schuppen geht häufig auch ein starker Juckreiz einher. Die Haut ist an der betroffenen Stelle trocken und möglicherweise entzündet.

Kommen die Schuppen insbesondere im Bereich der Ohren und des Kopfes vor, ist dies wiederum ein Zeichen für einen Milbenbefall. Sind Sie sich unsicher oder haben einen Verdacht, dass Ihr Vierbeiner von Milben befallen ist?

Ursachen: Was sind Auslöser von Schuppen bei Katzen?

Schuppen bei Katzen sind relativ häufig und können aus verschiedenen Gründen auftreten. Häufig ist es völlig harmlos, wenn die Katze Schuppen hat. Doch da Schuppen auch ein Anzeichen für ein gesundheitliches Problem sein können, sollten Sie diese nicht ignorieren sondern genauer untersuchen.

Schuppen sind ein häufiges Anzeichen für trockene Haut - besonders im Winter. Auch während des Fellwechsels kann es dazu kommen, dass Ihre Katze nicht nur Haare, sondern auch Schuppen verliert. Doch die unerwünschten Hautablagerungen können nur die Spitze des Eisberges sein.

So kommen neben idiopathischen (unbekannte) Ursachen unzählige Gründe infrage, die zu einer vermehrten Bildung von Schuppen bei Katzen führen:

  • Angeborene Defekte
  • Parasitenbefall
  • Atopische Dermatitis
  • Pilzbefall
  • Systemische Erkrankungen

Manchmal ist es nur ein harmloser Fellwechsel, es kann aber auch auf eine ernst zu nehmende Krankheit hindeuten.

Häufige Ursachen für Schuppen bei Katzen und auf welche Krankheiten sie ggf. hindeuten können, sind:

  • Fellwechsel: Katzen haben während des Frühjahrs und Herbst Fellwechsel. Dabei kann es zu einer vermehrten Schuppenbildung kommen, was sich aber von allein wieder regelt.
  • Trockene Haut: Vor allem im Winter kann die warme Heizungsluft für trockene Haut bei deiner Katze sorgen. Auch Katzen, die zu häufig gewaschen werden, bekommen trockene Haut.
  • Katze putzt sich nicht richtig: Kannst du beobachten, dass deine Katze sich →nicht mehr richtig putzt, kann die Schuppenbildung auch daher kommen. Gründe, wieso deine Katze sich nicht richtig eigenständig reinigt, sind meist →Übergewicht, eine eingeschränkte Beweglichkeit durch ein hohes Alter oder eine schmerzhafte Erkrankung.
  • Milben, Flöhe oder Haarlinge: Sogenannte Ektoparasiten sind äußere Parasiten, die unter anderem zu Schuppen führen können. Ein weiteres Anzeichen dafür ist kreisrunder Haarausfall. Ursache hierfür ist meist eine Immunschwäche.
  • Bakterielle Infektion: Selten kann der Grund für Schuppen auch eine bakterielle Infektion sein, obwohl es sich dabei dann oft eher um eine "Sekundärinfektion" handelt. Das heißt, die Bakterien breiten sich auf bereits geschädigter Haut in hoher Menge aus.
  • Allergie: Auch unsere Katzen können unter Allergien leiden z. B. gegen Pollen oder Hausstaubmilben. Bleibt diese unbehandelt, kommt es zu Juckreiz und trockener, schuppiger Haut.
  • Fehlernährung: Bei einem Mangel an essenziellen Fettsäuren oder Spurenelementen (z. B. Zink) kann es zu schuppiger Haut und fettigem oder trockenem Fell kommen.

Parasitenbefall

Parasiten, welche die Haut bewohnen, bezeichnen Parasitologen als Ektoparasiten.

Eine Reihe von Parasiten kann bei Katzen zu Hautirritationen führen, zum einen durch direkte Schädigung der Haut (wie z.B. bei Milben) und zum anderen durch die Katze selbst, die durch übermäßiges Kratzen und Putzen versucht, den Juckreiz zu lindern und sich dabei selber Verletzungen zufügt (wie z.B. Obwohl Flöhe bei weitem der häufigste Übeltäter sind, spielt auch eine bestimmte Art von Milben namens Cheyletiella eine wichtige Rolle.

Die meisten Milben sind mikroskopisch klein, aber Cheyletiella-Milben können etwas größer sein und sind mit bloßem Auge erkennbar. Diese Milben werden auch als "wandernde Schuppen" bezeichnet, da sie wie weiße Schuppen aussehen. Sie sollten bei Katzen mit schuppiger Haut immer in Betracht gezogen werden, auch wenn ein Befall nicht allzu häufig vorkommt.

Atopische Dermatitis

Eine Entzündung der Haut kann bei der Katze auch durch eine Allergie entstehen. Diese Atopie richtet sich dabei gegen Umgebungsallergene wie Hausstaub oder Pollen.

Auch eine allergische Reaktion kann zu trockener Haut bei Katzen führen. Hautallergien, die häufig durch Flöhe, Bestandteile in der Ernährung sowie Allergene in der Umgebung verursacht werden, gehen oft mit Symptomen einher, die über trockene Haut und Schuppenbildung hinausgehen. Die betroffene Katze leidet häufig unter starkem Juckreiz, kratzt oder beißt sich vermehrt und putzt sich übermäßig.

Pilzbefall

Hautpilz kann ebenfalls ein Auslöser für Schuppen bei Katzen sein. Solche Dermatophytosen oder Dermatomykosen treten bei Katzen häufig in Form von Malassezien oder dem Fadenpilz Microsporum in Erscheinung.

Ein Hautpilz kann sich durch kreisrunden Haarausfall äußern.

Auch Katzen (in der Regel junge Katzen oder Katzen mit geschwächtem Immunsystem) können unter Ringelflechte leiden. Hierbei handelt es sich um eine Pilzinfektion, die schwierig zu behandeln sein kann.

Systemische Erkrankungen

Die Haut steht mit vielen anderen Organen in Verbindung und ist damit von ihnen abhängig. Leidet Ihre Katze beispielsweise unter einer Schilddrüsenüberfunktion oder an einer Niereninsuffizienz, können diese das Hautbild Ihrer Katze wesentlich beeinflussen.

Angeborene Defekte

Seltene Hauterkrankungen wie angeborene Defekte der Verhornung können zu einer starken Schuppenbildung bei Ihrer Katze führen. Da die Ursache genetischen Ursprungs ist, ist allerdings eine Behandlung leider nicht möglich.

Diagnose: Wie werden Schuppen bei Katzen erkannt?

Hautschuppen fallen den meisten Katzenbesitzern recht schnell auf - insbesondere, wenn die eigene Katze dunkles Fell hat. Doch spätestens wenn die betroffene Katze sich wie verrückt am Ohr kratzt oder erste Haarbüschel ausfallen, ist der Weg zum Tierarzt angebracht.

Angekommen in der Tierarztpraxis verfolgt Ihr Tierarzt in der Regel einen bestimmten Untersuchungsplan. Nach diesem schaut er sich den allgemeinen Gesundheitszustand Ihrer Katze genauer an. Dabei befragt er Sie, ob Ihre Katze noch weitere Auffälligkeiten zeigt oder welchen Parasitenschutz Sie verwenden.

Um die Haut weiterführend zu untersuchen, kann Ihr Tierarzt anschließend verschiedene Untersuchungsmaßnahmen durchführen:

  • Hautgeschabsel
  • Klebeband-Abklatsch
  • Blutuntersuchung

Indem Ihr Tierarzt vorsichtig mithilfe eines Skalpells ein Hautgeschabsel entnimmt, kann er dieses anschließend kulturell unter einem Mikroskop beurteilen. Hierbei ist es wichtig, dass Ihr Tierarzt alle Hautschichten erwischt. Zusätzlich kann er ein Klebeband-Abklatsch durchführen, das ebenfalls mikroskopisch Hinweise auf Milben oder Läuse gibt. Dazu drückt Ihr Tierarzt ein Streifen Klebeband von der Länge eines Objektträgers mehrfach auf die Schuppen Ihrer Katze. Dieses klebt er anschließend auf den Objektträger, den er unter dem Mikroskop durchmustert.

Des Weiteren ist es möglich, eine Blutuntersuchung durchzuführen.

Therapie: Wie werden Schuppen bei Katzen behandelt?

Um die Schuppen langfristig loszuwerden, müssen Sie das zugrunde liegende Problem lösen. Abhängig von der durch Ihren Tierarzt gestellten Diagnose kommen unterschiedliche Möglichkeiten der Behandlung infrage. So erfordert ein Befall durch Ektoparasiten die Gabe spezieller Parasitenmittel (z.B. Moxidectin). Sollten mehrere Samtpfoten im Haushalt leben, sollten Sie diese ebenfalls mit behandeln. Nach der Behandlungszeit ist es aus Gründen des Therapieerfolgs zudem ratsam, Ihre Katze erneut auf die Parasiten untersuchen zu lassen.

Ebenso können Sie eine symptomatische Therapie einschlagen. Diese lindert die Symptome und damit die Schuppen Ihrer Katze. Beispielsweise können Sie Ihre Katze mit einem rückfettenden Katzenshampoo baden.

Hat Ihre Katze Schuppen, gibt es unterschiedliche Behandlungsmethoden und Hausmittel, die helfen können. Die Therapie richtet sich dabei immer nach dem Auslöser.

Hausmittel bei Schuppen: Lachsöl

Lachsöl ist bei Katzen sehr beliebt und enthält wichtige essentielle Fettsäuren. Diese wirken unterstützend auf Haut und Fell sowie Stoffwechsel der Katze. Leidet Ihre Katze an trockener, schuppiger Haut, können Sie ihr täglich ein paar Tropfen hochwertiges Lachsöl* über das Futter geben. Auch im Fellwechsel und im Winter kann Lachsöl helfen, die Haut gesund zu halten.

Achtung: Ist eine Grunderkrankung bei Ihrer Katze bekannt oder eine medizinische Diät erforderlich, sollten Sie unbedingt Rücksprache mit Ihrem Tierarzt halten, ehe Sie Lachsöl füttern.

Vorbeugung: So beugen Sie Schuppen bei Ihrer Katze vor

Die Hautgesundheit Ihrer Katze können Sie durch verschiedenste Faktoren beeinflussen. So können Sie Ihre Katze mit einem wirksamen Parasitenschutz (z.B. Spot-on-Präparate) vor Flöhen und Co. schützen.

Auch eine falsche Ernährung mit einem unzureichenden Gehalt an Nährstoffen kann schuppige Haut verursachen. Deshalb sollte Ihre Katze nur hochwertiges Katzenfutter fressen.

Regelmäßige Check-ups beim Tierarzt führen zudem dazu, dass Sie Krankheiten nicht nur früher erkennen, sondern diese auch frühzeitiger bekämpfen können. Kann Ihr Stubentiger selber keine ausreichende Fellpflege mehr betreiben, können Sie ihn durch Bürsten unterstützen. Gegen trockene Heizungsluft hilft zudem ein Luftbefeuchter.

Hier ist eine Tabelle mit einigen der Ursachen für Schuppen bei Katzen und wie man ihnen vorbeugen kann:

Ursache Vorbeugung
Parasitenbefall Regelmäßiger Parasitenschutz (z.B. Spot-on-Präparate)
Falsche Ernährung Hochwertiges Katzenfutter mit ausreichend Nährstoffen
Trockene Heizungsluft Luftbefeuchter verwenden
Mangelnde Fellpflege Regelmäßiges Bürsten, besonders bei langhaarigen oder älteren Katzen

Wann muss Katze bei Schuppen zum Tierarzt?

Hat Ihre Katze Schuppen, sollten Sie dies nicht einfach ignorieren, sondern die Ursache herausfinden und abstellen. So verschwinden auch die lästigen Schuppen rasch wieder. Leidet Ihre Katze jedoch über längere Zeit an Schuppen oder sind diese besonders stark, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen.

Auch bei folgenden Begleitsymptomen, sollten Sie die Katze zum Tierarzt bringen, wenn sie Schuppen hat:

  • Juckreiz
  • Stumpfes Fell
  • Kahle Stellen
  • Müdigkeit
  • Fressunlust

Der Tierarzt wird eine Hautprobe unter dem Mikroskop anschauen, um die Ursache für die Schuppen herauszufinden. Mittels Blutuntersuchung kann er auch Unverträglichkeiten und andere Grunderkrankungen erkennen und gezielt behandeln.

Schuppen bei Katzen können harmlos sein, es kann aber genauso eine ernsthafte Erkrankung dahinterstecken. Treten andere Symptome auf, gehen Sie auf jeden Fall schnell zum Tierarzt!

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