Haarausfall und trockene Haare in den Wechseljahren: Ursachen und Behandlung

Viele Frauen erleben während der Wechseljahre gravierende Veränderungen ihrer Haarstruktur. Haarausfall, trockene oder plötzlich fettige Haare können auftreten. Was also tun bei fliegenden, dünner werdenden Haaren oder gar Haarverlust?

Ursachen für Haarausfall in den Wechseljahren

Haarausfall in den Wechseljahren ist ein Thema, das viele Frauen beschäftigt. Hormonell gesehen sinkt in dieser Lebensphase der Östrogenspiegel, was das Gleichgewicht zwischen weiblichen und männlichen Hormonen verändert.

Ein erhöhter Testosteronspiegel im Blut verkürzt die Wachstumsphasen der Haarwurzeln, sodass diese verkümmern und ausfallen. Wenn in den Wechseljahren der Östrogenspiegel sinkt und der Anteil von Testosteron im Blut verhältnismäßig steigt, wirkt sich das bei vielen Frauen auf das Volumen und die Fülle der Kopfhaare aus. In den Wechseljahren kommen jedoch auch andere hormonell bedingte Ursachen für Haarausfall in Frage.

Weitere mögliche Ursachen sind:

  • Erbliche Veranlagung: Haarverlust in den Wechseljahren hat bei mehr als 40 % aller Frauen eine erblich bedingte Ursache.
  • Kreisrunder Haarausfall: Dieser kann unabhängig vom Hormonspiegel auch in den Wechseljahren schubweise auftreten. Ursachen für kreisrunden Haarausfall sind bisher ungeklärt, vermutlich handelt es sich aber um eine Autoimmunreaktion.
  • Absetzen der Pille: Wird die Pille nach längerer Einnahme nach Beginn der Wechseljahre abgesetzt, sind ausfallende Haare eine häufige Begleiterscheinung.

Wie häufig tritt hormonell bedingter Haarausfall auf?

Etwa ein Drittel aller Frauen in den Wechseljahren leiden, bedingt durch Östrogenmangel, zumindest zeitweise unter Haarausfall.

Wie man merkt, dass das Haar dünner wird

Menschen mit gesunden Haarwurzeln verlieren etwa 100 Kopfhaare pro Tag. Vermehrter Haarausfall fällt den meisten Frauen gar nicht auf, bis die Kopfhaut am Haaransatz durchschimmert. Sollten die Haare sich im Zopf dünn anfühlen oder Ihre Kopfhaut an bestimmten Stellen beim Kämmen anfangen zu kratzen, können Frauen verschiedene Maßnahmen zur Vorbeugung von lichten Stellen im Haar ergreifen.

Behandlung von Haarausfall in den Wechseljahren

Zur Abklärung der Ursache für schwindende Haarfülle sollten Betroffene zunächst einen Hautarzt konsultieren. Je nach Ursache kommen medikamentöse Behandlungen oder Behandlungen mit Hormonen in Frage.

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Hormonell bedingter Haarverlust

Um die hemmende Wirkung von männlichen Hormonen auf die Haarwurzeln zu unterdrücken, bieten sich Behandlungen mit Östrogen und Progesteron bei Haarausfall an. Treten in der Zeit der Wechseljahre auch andere Beschwerden wie Müdigkeit oder Gelenkschmerzen auf, können Behandlungen mit bioidentischen Hormonen den Hormonhaushalt ausgleichen und Symptome lindern.

Erbliche bedingter Haarverlust

Bei erblich bedingtem Haarverlust bieten sich medikamentöse Behandlungen an, diese schlagen jedoch nicht bei jeder Frau an. Nach ärztlicher Absprache werden in einigen Fällen Medikamente wie Finasterid, Minoxidil oder Antiandrogene eingesetzt.

Natürliche Methoden zur Vorbeugung von Haarausfall

Die beste Unterstützung für Haarwurzeln während der Wechseljahre ist eine ausgewogene Ernährung. Vitamine, Ballaststoffe und vor allem Proteine werden zur Entwicklung von Haarzellen gebraucht. Außerdem kann Eisenmangel Haarausfall begünstigen, was sich leicht durch die Einnahme entsprechender Nahrungsergänzungsmittel beheben lässt.

Auch ein Mangel an Vitamin D kann sich negativ auf das Haarwachstum auswirken. Vitamin D kann nicht über die Nahrung aufgenommen werden, sondern wird von der Haut unter Einfluss von UV-B Strahlung körperintern produziert. Regelmäßiges Sonnenbaden im Winter kann den Vitamin D Haushalt ins Gleichgewicht bringen und so Haarausfall verringern.

Weitere Tipps:

  • Sanfte Haarpflege: Häufiges Tragen von Mützen, raue Kopfkissenbezüge und ein grober Umgang mit der Kopfhaut beim Waschen und Kämmen reizt die Haarwurzeln und kann Haarausfall begünstigen.
  • Chemische Reizungen vermeiden: Aggressive Mittel zum Färben, Anwendungen gegen Läuse und schadstoffbelastete Pflegeprodukte sollten Sie nur in Ausnahmefällen anwenden.
  • Kopfhautmassage: Eine der effektivsten und gleichzeitig natürlichsten Methoden ist tägliches Bürsten mit einer Haarbürste mit Naturborsten - sie regt die Durchblutung an, entfernt Schlackstoffe, die der Körper auch über die Kopfhaut nachts ausscheidet, stärkt die Haarwurzeln und entspannt zugleich.
  • Ölpackungen: Nährende Ölpackungen mit Rosmarinöl über Nacht können wahre Wunder wirken. Rosmarin gilt als bestes Mittel gegen Haarausfall in den Wechseljahre, weil es die Kopfhaut stimuliert und die Haarfollikel aktiviert.

Ernährungsempfehlungen für gesundes Haar:

  • Biotin und B-Vitamine: Enthalten in fettem Fisch, Nüssen und Ölsaaten.
  • Zink: Findet sich in Vollkornbrot und Hülsenfrüchten.
  • Silizium: Hirse, Hafer und Gerste bringen ausreichend Silizium mit, das der Körper benötigt, um Haare zu kräftigen und neu aufzubauen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Haarausfall in den Wechseljahren viele Ursachen haben kann. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung durch einen Facharzt sowie eine gesunde Lebensweise können helfen, den Haarverlust zu reduzieren und die Haarstruktur zu verbessern.

Ursache Behandlungsmöglichkeiten Natürliche Unterstützung
Hormonell bedingt Hormonersatztherapie, bioidentische Hormone Ausgewogene Ernährung, Rosmarinöl
Erbliche Veranlagung Medikamente (Finasterid, Minoxidil) -
Eisenmangel Nahrungsergänzungsmittel Eisenreiche Ernährung
Vitamin D Mangel Sonnenbaden, Nahrungsergänzungsmittel Regelmäßige Sonnenexposition

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