Waschnuss Shampoo Test: Natürliche Haarpflege im Fokus

Die Suche nach umweltfreundlichen und hautfreundlichen Alternativen zu herkömmlichen Shampoos führt immer häufiger zu Waschnuss-Shampoos. Diese natürlichen Produkte versprechen eine sanfte Reinigung und Pflege, ohne die Kopfhaut zu reizen oder die Umwelt zu belasten. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über Waschnuss-Shampoos, ihre Inhaltsstoffe, Anwendung und Vorteile.

Was sind Waschnüsse?

Waschnüsse sind die Früchte des Seifenbaums (Sapindus mukorossi), der hauptsächlich in Indien, Nepal und anderen Regionen Südasiens heimisch ist. Botanisch gesehen handelt es sich nicht um echte Nüsse, sondern um die Schalen der Früchte. Diese Schalen enthalten Saponine, natürliche Tenside, die beim Kontakt mit Wasser eine reinigende Wirkung entfalten. Seit Jahrhunderten dienen sie in ihren Ursprungsländern als traditionelles Waschmittel.

Nach der Ernte werden die Früchte entkernt, getrocknet und für den Verkauf vorbereitet. Beim Kauf erhält man meist getrocknete Schalen in Packungen von etwa 500 g. Die Anwendung in der Waschmaschine gestaltet sich denkbar einfach und erfordert keine komplizierten Schritte.

Vorteile von Waschnuss-Shampoos

Waschnuss-Shampoos bieten eine Vielzahl von Vorteilen, die sie zu einer attraktiven Alternative für umweltbewusste und gesundheitsorientierte Verbraucher machen:

  • Natürliche Inhaltsstoffe: Waschnüsse sind ein Naturprodukt und enthalten weder Duftstoffe noch andere chemische Zusätze.
  • Hautfreundlich: Die waschaktive Substanz ist das enthaltene Saponin, das als besonders hautfreundlich gilt.
  • Biologisch abbaubar: Waschmittel aus Waschnüssen sind biologisch abbaubar und oftmals handelt es sich um Bio-Waschnüsse, die entsprechend zertifiziert wurden.
  • Allergikergeeignet: Aufgrund der guten Hautverträglichkeit können Waschnüssen auch für Babykleidung verwendet werden.

Darreichungsformen von Waschnüssen

Waschnüsse sind in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich, die jeweils ihre eigenen Besonderheiten aufweisen:

Waschnuss-Schalen

Waschnuss-Schalen sind auch bei Neurodermitis anwendbar. Beim Benutzen der Waschnüsse entsteht kein Verpackungsmüll. Bio-Waschnüsse enthalten keine Duftstoffe oder andere chemische Zusätze. Sie können in der Regel wiederverwendet werden (bei Waschgängen bis 30 Grad Celsius).

Flüssigwaschmittel

Die Dosierung der Waschnüsse in flüssiger Form ist vergleichsweise einfach. Flüssiges Waschmittel gilt als sehr ergiebig und ist grundsätzlich auch für Allergiker geeignet. Flüssige Waschnüsse sind biologisch abbaubar.

Waschnüsse als Pulver

Durch den Kontakt mit Wasser entsteht eine seifige Lauge. Die Anwendung der Waschnüsse ist einfach und kann auch zum Waschen der Haare verwendet werden. Grundsätzlich sind sie ebenfalls für Allergiker geeignet.

Sowohl flüssige Waschnüsse als auch Waschnuss-Schalen und Waschnüsse in Pulverform besitzen ihre Vorteile. So gelten Waschnüsse etwa bei Allergien, unabhängig ihrer Darreichungsform, als geeignet. Während sich flüssiges Waschmittel aus Waschnüssen einfach dosieren lässt, können Waschnuss-Schalen oft wiederverwendet werden. Waschnusspulver ohne chemische Zustätze lässt sich als Naturprodukt unter anderem auch für das Reinigen der Haare nutzen.

Anwendung von Waschnuss-Shampoos

Die Anwendung von Waschnuss-Shampoos ist denkbar einfach. Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Vorbereitung: Je nach Produkt (Schalen, Pulver oder Flüssigwaschmittel) die entsprechende Menge abmessen.
  2. Anwendung: Bei Schalen diese in einen Baumwollbeutel geben und gut verschließen. Bei Pulver oder Flüssigwaschmittel direkt ins Haar einmassieren.
  3. Einwirkzeit: Das Shampoo einige Minuten einwirken lassen.
  4. Ausspülen: Gründlich mit klarem Wasser ausspülen.

Tipp: Nach dem Waschen mit Waschnüssen sind die meisten Haare angenehm weich, sodass Sie keinerlei Spülung verwenden müssen.

Waschnuss-Konzentrat selber herstellen

Das Konzentrat verlängert die Nutzungsdauer der natürlichen Reiniger durch eine effektive Extraktion der Saponine, wodurch ein vielseitiges Reinigungsmittel entsteht. Für die Herstellung benötigt man etwa 100 g Waschnüsse, die in 1.500 ml Wasser für etwa eine Stunde köcheln. Nach dem Abkühlen wird der Sud durch ein feines Sieb gegossen und in Flaschen abgefüllt. Das fertige Waschnuss-Konzentrat hält sich im Kühlschrank etwa eine Woche, kann jedoch durch Zugabe von etwas Zitronensäure oder Alkohol länger haltbar gemacht werden.

Waschnuss-Shampoos für Locken

Wer von Natur aus Locken hat, weiß, dass gerade diese Haarstruktur besonderer Pflege bedarf, da die Haare tendenziell schneller zu Trockenheit neigen. Genau hier kommt spezielles Locken-Shampoo ins Spiel, das der Haarpracht wieder zu mehr Sprungkraft, Glanz und benötigter Feuchtigkeit verhilft. Dabei kommt es oft auf die Inhaltsstoffe der Lockenpflege an, die lockiges Haar begünstigen wie etwa Aloe Vera.

Die besten Locken-Shampoos sollten gründlich säubern, nähren und die Locken nicht zu sehr beschweren. Gut zu wissen: Grundsätzlich gibt es drei Haupt-Lockentypen, von 2 (welliges Haar) bis 4 (enge Locken). Des Weiteren werden diese Oberkategorien noch in a, b und c unterteilt. Wer also eine leichte Naturwelle hat, ist eher Typ 2a, während sehr definierte, eng gewickelte Curls meist als Typ 4c bezeichnet werden. Je nach genauem Haartyp eignen sich reichhaltigere oder mildere Formulierungen. Bei allen Lockenstrukturen gilt es jedoch, auf Silikone, Parabene und Sulfate weitestgehend zu verzichten, da diese Inhaltsstoffe die Haare runterziehen und ihnen die Sprungkraft nehmen.

Hier sind einige empfohlene Locken-Shampoos:

  • Briogeo: Sulfatfreies Shampoo, reinigend und feuchtigkeitsspendend, mit Reis-Aminosäuren und Avocado-Öl.
  • Kérastase "Bain Hydratation Douceur Curl Manifesto": Sulfatfreie Formel mit Manuka-Honig und Ceramiden.
  • Cantu "Cleansing Cream Shampoo": Reichhaltige Formel aus Sheabutter, frei von Mineralölen, Sulfaten, Parabenen und Silikonen.
  • Curlsmith "Essential Moisture Cleanser": Enthält Rosmarinblütenextrakt, geeignet für schnell fettendes Haar.
  • Aveda "Be Curly Advanced"-Shampoo: Geeignet für jede Haarstruktur, frei von Silikonen, Mineralöl und Sulfiten, mit veganen Erbsen- und Pflanzenproteinen.

Locken lieben nährende, nährstoffreiche sowie tiefenwirksame Pflege. Natürliche Öle wie Kokosnuss-, Jojoba- oder Arganöl sowie Feuchtigkeitsspender wie Sheabutter und Manuka-Honig haben einen besonders positiven Effekt. Proteine wie Keratin oder vegane Alternativen verstärken und schützen die Locken und sorgen für gesundes Haar von der Wurzel an.

Zu beachten sind aber auch die Inhaltsstoffe in Shampoos, auf die man bei Naturlocken lieber verzichten sollte. Parabene, Sulfate und Silikone schaden und beschweren das Haar, vor allem bei Locken. Sie setzen sich wie ein Film über die Haarstruktur, machen es glanzlos, strähnig und spröde. Kurz: Sie rauben den Locken Volumen, Kraft und Lebendigkeit. Auch sollte man auf Alkohol in Shampoos verzichten, weil es austrocknend wirken kann. Da Locken mehr Feuchtigkeit als zum Beispiel ganz glattes Haar benötigen, sollten man davon lieber die Finger lassen. Feuchtigkeit spenden hingegen Hyaluron, Glycerin oder auch Jojobaöl.

Alternativen zum Waschen mit Shampoo

Es gibt viele Möglichkeiten und Wege um das Haar ohne Shampoo zu waschen. Nicht für jedes Haar ist jede dieser Methoden geeignet. Probiert euch einfach mal durch. Schaden kann es nicht:

  • Nussschalen mit etwas Druck zerkleinern und je nach Rezept verwenden, Waschnussrezepte gibt es einige.
  • Natron in warmes Wasser geben und die Haare damit waschen. Unbedingt eine saure Rinse danach! geeignet für schnell fettendes Haar -> Haare müssen seltener gewaschen werden | trockenes Haar braucht hinterher viel Feuchtigkeit z.B.
  • Lavaerde oder Hennapulver mit Wasser anrühren, es ist genauso flexibel und man kann nach Belieben andere Rohstoffe mit hinein mischen (z.B. Sebum, also Hauttalg wird von der Kopfhaut produziert (mehr dazu: Klick) und überzieht das Haar mit einem pflegenden Schutzfilm.
  • Das Haar gar nicht zu waschen erfordert in den ersten Monaten viel Disziplin und Durchhaltevermögen. -> Haare eventuell in dieser Zeit öfter zu einem Dutt oder Zopf gebunden tragen, Mützen, Hüte etc. Das Sebum wird regelmäßig mit den Fingern oder geeigneten Kämmen vom Haaransatz in Richtung Haarspitzen massiert.

Die Werbung der Kosmetikindustrie suggeriert uns, dass tägliches Haarewaschen nötig sei und stellt dementsprechende Produkte her. Zu häufiges Waschen und „schlechte“ Shampoos können die Kopfhaut irritieren, dadurch entstehen Schuppen, Pilze, fettiges Haar, Haarausfall etc.

Weitere Anwendungsbereiche von Waschnüssen

Neben der Verwendung als Shampoo können Waschnüsse auch in anderen Bereichen eingesetzt werden:

  • Körperpflege: Als Duschgel oder zur sanften Reinigung der Haut.
  • Haushaltsreiniger: Für die Reinigung von Oberflächen und Böden.
  • Nagellackentferner: Als sanfte Alternative zu chemischen Produkten.
  • Pflanzenschutz: Verdünnter Waschnuss-Sud zur Bekämpfung von Blattläusen.

Fazit

Waschnuss-Shampoos sind eine natürliche und umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Shampoos. Sie bieten eine sanfte Reinigung und Pflege, sind biologisch abbaubar und für Allergiker geeignet. Mit der richtigen Anwendung können sie zu einer gesunden Kopfhaut und glänzendem Haar beitragen. Probieren Sie es aus und entdecken Sie die Vorteile dieser natürlichen Haarpflege!

Die 5 Besten Waschnüsse Test

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