Viele Frauen bemerken, dass sie nach der Schwangerschaft unter Haarausfall leiden. Besonders nach dem Abstillen kann dieses Problem auftreten. Es ist eine häufige Beschwerde, aber zum Glück gibt es Möglichkeiten, damit umzugehen. Wenn Du unter Haarausfall in der Stillzeit leidest, lass Dir zunächst gesagt sein, Du bist nicht allein! Dieses Phänomen ist völlig normal, betrifft fast alle Frauen in unterschiedlichem Maße und ist einfach zu erklären. Es gibt sogar einen Fachbegriff für den vermehrten Haarausfall nach der Geburt: Postpartale Effluvium.
Während der Schwangerschaft durchlaufen Deine Hormone eine enorme Veränderung. Dein Körper produziert mehr Östrogen, ein Hormon, das dafür sorgt, dass Dein Haar während der Schwangerschaft oft voller und glänzender wird. Aber nach der Geburt sinkt der Östrogenspiegel wieder. Dadurch fällt viel von dem Haar, das während der Schwangerschaft nicht ausgefallen ist, dennoch aus. Wenn Du stillst, schwanken Deine Hormone noch eine Weile. Wenn Du aufhörst zu stillen, kommt Dein Körper wieder ins Gleichgewicht. Dies kann jedoch vorübergehend für zusätzlichen Haarausfall sorgen.
Zunächst einmal ist wichtig zu wissen: Der Haarausfall in der Stillzeit hat meist rein gar nichts mit dem Stillen Deines Babys zu tun. Starker Haarausfall, ja selbst büschelweise Haarausfall nach Schwangerschaft wird also nicht aufhören, wenn Du abstillst. Denn in den allermeisten Fällen hat dieses Phänomen nichts mit den Stillhormonen, sondern mit den Schwangerschaftshormonen zu tun.
Vielleicht ist Dir schon einmal aufgefallen, dass viele Schwangere wunderschönes, glänzendes und volles Haar haben? Das liegt daran, dass in der Schwangerschaft hormonbedingt viel weniger Haare ausfallen als sonst. Der erhöhte Östrogenspiegel verlängert die sogenannte Follikelphase und es fallen nicht wie gewohnt etwa 100 Haare am Tag, sondern viel weniger aus. Das Haar wird voller. Nach der Schwangerschaft geht der Östrogenspiegel schlagartig auf das normale Niveau zurück und die Follikelphase verkürzt sich wieder. Etwa 12 Wochen nach der Geburt verlierst Du innerhalb kurzer Zeit nun all jene Haare, die vorher eben nicht ausgefallen sind - es folgt starker Haarausfall.
Stillen kann diesen Prozess übrigens sogar verlangsamen, weil der Rückgang des Östrogenspiegels für gemein hin langsamer erfolgt. Der Haarausfall macht sich also bei vielen Stillmamas erst viel später, vielleicht sogar erst nach dem Abstillen, bemerkbar.
Neben der Hormonumstellung können auch Stress und Ängste eine Ursache für Haarausfall bei jungen Müttern sein.3 Mit dem Familienzuwachs kommen schlaflose Nächte, finanzielle Sorgen und weniger Zeit, sich um die eigene Gesundheit zu kümmern. Die Bewältigung von Stress kann dazu beitragen, die Schuppenbildung zu stoppen.3 Gespräche mit deinem Arzt, deiner Familie oder anderen Unterstützungssystemen können helfen, deine Ängste zu bewältigen und eine wirksame Behandlung zu erhalten, wenn du diese benötigst.
Am häufigsten kommt ein Eisenmangel vor, bedingt durch die Schwangerschaft oder Geburt. Denn vor allem in der zweiten Schwangerschaftshälfte steigt der Eisenbedarf durch das Baby stark an. Aus diesem Grund wird Dein Eisenwert vom Gynäkologen regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf entsprechende Präparate empfohlen. Doch auch durch den Blutverlust bei der Geburt oder eine unausgewogene Ernährung in der Stillzeit kann schnell ein Eisenmangel entstehen.
Neben Haarausfall macht sich ein Eisenmangel vor allem durch Müdigkeit und Antriebslosigkeit bemerkbar. In den ersten Monaten mit Baby ist es natürlich schwer zu unterscheiden, ob Müdigkeit nun von einem Eisenmangel oder Schlafmangel kommt. Im Zweifel lass darum einfach einen Arzt entscheiden.
Postpartaler Haarausfall zeigt sich meist diffus, das heißt: Das Haar wird insgesamt dünner, besonders im Scheitelbereich. Viele Frauen bemerken vermehrte Haare in der Bürste oder beim Duschen.
Haarausfall nach der Schwangerschaft dauert normalerweise einige Monate. Der Höhepunkt liegt oft bei drei bis sechs Monaten nach der Geburt oder nach dem Abstillen. Danach beginnt sich dein Haar normalerweise von selbst zu erholen.
Dieses Phänomen hält so lange an, wie der Körper braucht, um das Gleichgewicht im Hormonhaushalt wieder herzustellen. Im schlimmsten Fall können das 6-9 Monate sein. Wenn sich danach das Haarwachstum wieder normalisiert, kannst Du davon ausgehen, dass der Haarausfall hormonbedingt war. Dasselbe Phänomen lässt sich übrigens auch beim Absetzen der Pille beobachten.
Auch wenn übermäßiger Haarausfall belastend sein kann, solltest du bedenken, dass der Haarausfall nach der Geburt nur vorübergehend ist. Er sollte weniger als sechs Monate andauern - die meisten Frauen haben ihr Haar bis zum ersten Geburtstag ihres Babys wieder wie vor der Schwangerschaft.1Wenn sich dein Haar mehr als ein Jahr nach der Geburt immer noch dünn anfühlt, solltest du einen Arzt aufsuchen, der untersuchen kann, ob es andere Gründe für den Haarausfall gibt und wirksame Behandlungen empfiehlt.4 Andere Erkrankungen wie Schilddrüsenerkrankungen und Eisenmangel können ebenfalls Haarausfall verursachen.
Leider kannst Du Haarausfall in der Stillzeit weder vorbeugen noch behandeln - vorausgesetzt er wird durch den sinkenden Hormonspiegel verursacht. Hilfreich kann es trotzdem sein, wenn Du:
Alle Wundermittel oder Shampoos gegen Haarausfall werden dagegen wirkungslos bleiben, denn mit Deinen Haaren selbst ist alles in Ordnung. Oder anders gesagt: Pflegekuren und Co. stärken zwar vielleicht die regulär wachsenden Haare, können aber nicht verhindern, dass die Haare, die vorher östrogenbedingt geblieben sind, nun ausfallen.
Dasselbe gilt für Vitamin- und andere Präparate, die direkt auf die Kopfhaut aufgetragen werden: Ein Schaden kann dadurch nicht entstehen und sie fördern vielleicht die Gesundheit derjenigen Haare, die bleiben. Eine gut durchblutete, gesunde Kopfhaut ist schließlich die Basis für schöne Haare. Aber dass sie eine Lösung für Dein Problem sind, ist eher unwahrscheinlich. Hier hilft am Ende nur Geduld haben.
Wir bieten eine Behandlung an, die speziell für Haarausfall nach dem Abstillen und der Schwangerschaft entwickelt wurde. Unsere Behandlung bietet eine Kombination von Produkten, die speziell entwickelt wurden, um Haarausfall zu bekämpfen und das Haarwachstum zu unterstützen. Die Produkte enthalten essentielle Nährstoffe, Vitamine und aktive Inhaltsstoffe wie Biotin, Keratin und MSM. Ein gesunder Lebensstil: Ernähre Dich abwechslungsreich, mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen wie Eisen, Zink und Biotin. Diese Stoffe unterstützen ein gesundes Haarwachstum.
Um die Haare zu schonen, vermeiden Sie in der Haarpflege alles, was Haarbruch und Trockenheit fördert. Verwenden Sie also große Bürsten für die Haarpflege und föhnen Sie Ihre Haare nur bei mäßiger Temperatur. Haben Sie langes Haar, tragen Sie es möglichst offen oder im lockeren Dutt und vermeiden Sie strenge Zöpfe und Pferdeschwänze. Milde Shampoos und Lotionen mit stimulierenden, kräftigenden Nährstoffen können Sie in Absprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin einsetzen.
Eine Kopfmassage kann dem Haarausfall nach der Schwangerschaft ebenfalls entgegenwirken. Denn der mechanische Reiz regt die Durchblutung der Kopfhaut an.
Haarausfall nach der Geburt: Wann zum Arzt?Sollte der Haarausfall allerdings länger als 9 Monate anhalten oder Du Dir vorher Sorgen machen, sprich mit Deinem Arzt darüber. Kahle Stellen am Kopf oder wirklich büschelweise ausfallende Haare sind auf jeden Fall ein Grund, genauer hinzusehen. In seltenen Fällen kann hinter dem Haarausfall in der Stillzeit auch ein Nährstoffmangel stecken. Diesem solltest Du dann schnellstmöglich entgegenwirken, sodass er sich nicht auf weitere Bereiche Deiner Gesundheit auswirkt.
Haarausfall nach dem Abstillen ist normalerweise vorübergehend und verschwindet von selbst. Zur Unterstützung des Haarwachstums kannst Du unsere Behandlung verwenden, aber wenn Du bemerkst, dass Dein Haar sich nicht erholt oder dass auffällige kahle Stellen entstehen, ist es ratsam, einen Arzt oder Dermatologen zu konsultieren.
Wenn der Haarausfall länger als 12 Monate anhält, sich deutlich verstärkt oder kahle Stellen entstehen, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Auch bei zusätzlichen Symptomen wie Müdigkeit, Konzentrationsproblemen, brüchigen Nägeln oder Zyklusstörungen könnte ein Eisen-, Schilddrüsen- oder Vitaminmangel vorliegen.
Kontaktieren Sie daher Ihren Hausarzt, Dermatologen oder Gynäkologen, wenn der Haarausfall über ein Jahr nach der Geburt weiterhin ungewöhnlich stark ist. Durch Blutuntersuchungen können andere Ursachen, wie z.B.
Wenngleich sich dünnes Haar nie gut anfühlt, ist postnataler Haarausfall eine natürliche Folge hormoneller Veränderungen während und nach der Schwangerschaft.
Glücklicherweise ist übermäßiges Haarlassen nach der Geburt nur temporär und Ihre Mähne sollte innerhalb eines Jahres wieder zu ihrer alten Pracht zurückfinden.
In der Zwischenzeit können Sie voluminisierende Haarstylingprodukte verwenden, Nahrungsergänzungsmittel für Haarwachstum einnehmen und Ihre Locken pflegen, so dass sich Ihr Haar gesund anfühlt und auch so aussieht, bis das postnatale Haarlassen ein Ende hat.
Tabelle: Mögliche Ursachen und Behandlungen von Haarausfall nach der Schwangerschaft
| Ursache | Behandlung |
|---|---|
| Hormonelle Veränderungen | Geduld, ausgewogene Ernährung, schonende Haarpflege |
| Eisenmangel | Eisenpräparate nach ärztlicher Rücksprache, eisenreiche Ernährung |
| Stress und Schlafmangel | Ruhe und Entspannung, Stressmanagement |
| Nährstoffmangel | Ausgewogene Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel nach ärztlicher Rücksprache |
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