Spliss ist ein häufiges Haarproblem, das viele Menschen betrifft, besonders diejenigen mit langen Haaren. Dabei spalten sich die Haarspitzen auf oder fransen aus, was zu einem ungesunden und ungepflegten Aussehen führt. Doch was passiert eigentlich, wenn man Spliss ignoriert und nicht behandelt? Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen und Folgen von Spliss und zeigt verschiedene Methoden zur Entfernung und Vorbeugung auf.
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„Natürlich ist es am besten, Spliss in den Haaren erst gar nicht entstehen zu lassen und regelmäßig die richtige Haarpflege anzuwenden", weiß Stylist Charly Butzé vom Salon Arnoldy und Team in München.
Spliss entsteht durch verschiedene Faktoren, die die Haarstruktur schädigen. Zu den häufigsten Ursachen gehören:
Experte Butzé rät: "Du solltest regelmäßig Kuren verwenden, die das Haar und insbesondere die Enden vor dem Austrocknen schützen. Darüber hinaus solltest du beim Föhnen, Glätten oder wenn du sonst mit Hitze arbeitest, einen Hitzeschutz in die Haare auftragen und auf hochwertige Geräte mit Keramikbeschichtung achten."
Auch, wenn es noch nicht soweit ist, sollte man sich diese für den Sommer unbedingt vormerken: "Immer eine Pflege mit UV-Schutz aufsprühen, denn auch die Sonne schädigt das Haar und macht es trocken! Salzwasser ist ebenfalls schädlich und trocknet aus. Deshalb die Haare nach dem Baden im Meer immer gleich mit Süßwasser auswaschen."
Die kurze Antwort? Nein. Wenn du einmal Haarspliss oder kaputte Spitzen hast, gibt es keine wirkliche Möglichkeit sie loszuwerden (außer sie abzuschneiden und so Spliss zu entfernen). Es gibt zwar einige Möglichkeiten, Spliss zu verbergen, aber das Beste, was du tun kannst, ist, dich auf die Prävention zu konzentrieren.
Wenn Spliss nicht behandelt wird, kann er sich weiter nach oben ausbreiten und die Haare immer mehr schädigen. Folgende Konsequenzen können auftreten:
Langfristig kann unbehandelter Spliss dazu führen, dass die Haare in ihrer gesamten Länge geschädigt werden und ein radikaler Haarschnitt notwendig wird.
Wenn der Spliss erst einmal da ist, hilft auch bei Frisuren mit langen Haaren nur noch schneiden: "Spliss kann man auf drei verschiedene Methoden entfernen", so Experte Butzé. "Es gibt den Twist-Cut mit der Spliss-Schere, den Schnitt mit dem Messer - oder etwas neuer und auch für den Heimgebrauch, den Schnitt mit einem Spezialgerät, dem sogenannten Splissender oder Splisstrimmer für die Haare!"
Bei dieser Technik zum Haarspliss schneiden handelt es sich um die am häufigsten angewendete Methode. "Dafür nimmt man einzelne Strähnen in die Hand, die etwa einen Zentimeter breit ist", so der Experte. "Diese dreht man um sich selbst, bis eine feste Kordel entsteht." Dann kommt die Schere zum Einsatz. "Mit einer speziellen Friseurschere schneidet man alle aus der Kordel überstehenden Härchen einfach ab!" Je dünner die Kordel ist, umso mehr kaputte Haare erwischt man. Die Twist-Cut-Methode ist eine sehr schonende und einfache Methode, man kann sie daher auch gut Zuhause durchführen.
Wichtig ist, dass du keine Küchenschere verwendest, sondern eine Spezialschere zum Haare schneiden. Die gibt es für rund 5 Euro im Beauty-Store oder in der Drogerie. Friseure verwenden übrigens auch manchmal heiße Scheren dafür. Durch die Hitze versiegeln sich die Enden und Spliss entsteht nicht so schnell neu. Diesen Trick solltest du allerdings nicht zuhause ausprobieren, sondern dem Profi überlassen.
Eine weitere Methode, um Spliss aus dem Haar zu entfernen, ist der Cut mit dem Messer. Dafür fährt der Friseur mit einem Kamm und einem Messer einzelne Strähnen entlang, wodurch abstehende Härchen direkt mit dem Messer gekürzt werden. "Für diese Methode braucht man Profi-Werkzeug ", so Butzé. Unter Profis wird diese Methode auch Calligraphy-Cut genannt.
Es gibt aber einen Trick, wie man sie Zuhause ähnlich nachmachen kann. So geht’s: Man teilt eine Haarsträhne ab und legt sie über den Zeigefinger und unter Mittel- und Ringfinger - wie eine umschließende Haarklammer. Dann fährt man langsam an der Strähne entlang nach unten bis in die Haarspitzen. Auch hier stehen wieder einzelne, geschädigte Haare ab, die man ganz einfach mit einer Friseurschere schneiden kann.
Bei Splisstrimmern handelt es sich um Aufsätze, die man auf einen Rasierer oder einen Haartrimmer aufsetzen kann. Dafür legt man einzelne Strähnen der Haare zwischen den Aufsatz. Alle abstehenden Haare werden, wenn man die Strähne entlangfährt, herausgebogen und direkt durch das gegenüberliegende Messer abgeschnitten. So kann man theoretisch den Spliss selbst entfernen.
"Wir haben Splisstrimmer auch im Salon, finden aber, dass sie nicht ganz so gründlich sind wie ein guter manueller Splissschnitt, auch wenn der etwas mehr Zeit braucht" so Friseur Charly Butzé. "Man erwischt mit ihnen leider auch mal gesunde Haare und manch kaputte Spitze wird übersehen." Allerdings können solche Trimmer zum Splissschnitt selber machen eine schnelle Alternative sein, da sie den gröbsten Spliss schonend und einfach entfernen.
Beim Friseur kostet ein Splissschnitt ab 5 Euro aufwärts. Die Anschaffung einer Splissschere kostet ab 7 Euro. Wer den Splisstrimmer nutzen möchte, muss um die 30 Euro für einen Aufsatz investieren und eventuell noch einen Haartrimm-Maschine oder einen Rasierer dazu kaufen.
Egal, welcher Splissschnitt am besten für dich und deine Haare geeignet ist - Splissschnitte solltest du regelmäßig in deine Routine zur Haarpflege aufnehmen. Dann bleibt das Haar inklusive der Haarspitzen auch gesund und kann besser und vor allem schneller wachsen. Perfekt also für alle, die ihre Haare gerade züchten möchten!
Vorbeugen ist immer besser als Nachsorgen - das gilt auch für Spliss. Um Spliss vorzubeugen, können folgende Maßnahmen ergriffen werden:
Mit der richtigen Pflege und Aufmerksamkeit können Sie Spliss effektiv vorbeugen und Ihr Haar gesund und glänzend erhalten.
Ein Splissschnitt entfernt gezielt gespaltene Haarspitzen entlang der Haarlängen, ohne die Gesamtlänge stark zu kürzen. Beim normalen Haarschnitt werden die Haare meist gleichmäßig gekürzt, unabhängig davon, ob Spliss vorhanden ist.
Spliss entsteht durch mechanische Belastung (z.B. Kämmen, Reibung), Hitze (Föhnen, Glätteisen), chemische Behandlungen oder Trockenheit, wodurch sich die Haarspitzen aufspalten.
Techniken sind z.B. das Twisten (Haarsträhnen eindrehen und abstehende Spitzen abschneiden), Spliss-Trimmer-Geräte oder der professionelle Thermoschnitt mit erhitzter Schere, die das Haar versiegelt.
Ja, mit einer guten Haarschere und etwas Übung (z.B. durch Twisten oder Spliss-Trimmer). Wichtig ist, keine Bastel- oder Küchenschere zu verwenden, da diese das Haar zusätzlich schädigen können.
Etwa alle 6-8 Wochen, je nach Haarzustand. Bei stark beanspruchtem Haar kann ein kürzerer Abstand sinnvoll sein.
Ja, vor allem bei unzureichender Pflege oder starker Belastung.
| Maßnahme | Häufigkeit | Vorteile |
|---|---|---|
| Spitzen schneiden | Alle 6-8 Wochen | Entfernt Spliss frühzeitig, verhindert Ausbreitung |
| Feuchtigkeitspflege | Regelmäßig | Hält das Haar geschmeidig, schützt vor Austrocknung |
| Hitzeschutz | Vor jedem Styling mit Hitze | Verhindert Schäden durch Föhnen, Glätten etc. |
| Schonendes Trocknen | Nach jeder Haarwäsche | Vermeidet mechanische Belastung |
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