Voluminöse, volle und lange Wimpern - und das ohne Fake-Lashes oder Mascara: Das alles verspricht das aktuell sehr beliebte Wimpernserum. Zugleich hört man von ausgefallenen oder abgebrochenen Wimpern und anderen ungewollten Nebenwirkungen. Bei der Wahl des richtigen Produktes ist also Vorsicht geboten.
Ein häufiger Grund: Manche Wimpernseren enthalten Hormone, die nicht ganz ungefährlich sind. Wir verraten dir, was hinter diesem Trend steckt und worauf du beim Kauf eines Wimpernserums auf jeden Fall achten solltest!
Fangen wir mit den Grundlagen an: Hormone sind Botenstoffe, die im menschlichen Körper wichtige Aufgaben übernehmen und unter anderem auch das Wachstum von Kopf- und Körperbehaarung und Nägeln regulieren. In Wimpernseren werden genau diese Hormone verwendet, um das Wimpernwachstum zu stimulieren. Dazu gehören vor allem Prostaglandin-Derivate, die die Zellteilung und das Wachstum der Haarfollikel fördern.
Das Entscheidende: Normalerweise gibt es Wachstumszyklen - so wachsen Wimpern circa 0,15 mm am Tag für fünf bis acht Wochen im Jahr. In der Zwischenzeit ruhen sie und fallen schließlich aus. Durch das künstlich hergestellte Hormon ist ein Serum in der Lage, diese Wachstumsphase zu verlängern, sodass sich mehrere Wimpern gleichzeitig in dieser befinden. Das Ergebnis: Der Wimpernkranz wird dichter und länger.
Obwohl die meisten Wimpernseren in Drogerien oder Supermärkten frei verkäuflich sind, ist das Prostaglandin als Haarwuchsmittel nicht immer frei von Nebenwirkungen. Medikamente, die eine höhere Dosierung des Wachstumshormons besitzen, stehen daher unter dem Arzneimittelgesetz und sind verschreibungspflichtig. Sie werden zum Beispiel bei der Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen, als Augentropfen oder zur Entzündungshemmung verwendet.
Um Wachstumshormone zu identifizieren, hilft nur ein Blick in die Liste der Inhaltsstoffe. Es ist außerdem nicht immer offensichtlich, ob ein Produkt Prostaglandin enthält, da es oft unter verschiedenen Namen oder als Teil von Komplexen aufgeführt wird. Hier sind einige gängige Namen, unter denen Prostaglandin auftauchen kann:
Unabhängig der möglichen Nebenwirkungen haben Hormone im Wimpernserum auch Vorteile. So sind sie in der Regel sehr effektiv und zeigen bereits nach wenigen Wochen eine Wirkung. Wimpernseren mit Hormonen, insbesondere solche, die Prostaglandin enthalten, können das Wimpernwachstum stärker anregen. Das führt möglicherweise zu schnelleren Ergebnissen als bei Produkten ohne Hormone. Außerdem stimulieren sie das Haarwachstum und sorgen dafür, dass Wimpern länger und dichter werden.
Einige Wimperseren wurden in klinischen Studien auf ihre Wirksamkeit getestet und können eine nachgewiesene Verbesserung des Wimpernwachstums bestätigen. Darüber hinaus versprechen die hormonhaltigen Seren langfristige Ergebnisse, auch nachdem die Anwendung eingestellt wurde.
Trotz der Vorteile, die das Wimpernserum bieten kann, solltest du auch über die andere Seite der Medaille Bescheid wissen. Denn zum Teil kann das Wachstumshormon mit ungewollten Nebenwirkungen verbunden sein. Dazu gehören unter anderem:
Generell solltest du aber beachten: Diese Nebenwirkungen sind vor allem von der Dosierung des Produktes selbst und bei der Anwendung abhängig. Leider ist diese aber nicht immer ersichtlich für den Verbraucher.
Natürlich gibt es auch Alternativen, die ganz ohne Hormone auskommen und stattdessen mit anderen Wirkstoffen das Wimpernwachstum fördern. Die genaue Wirkungsweise dieser Inhaltsstoffe kann hier variieren. Im Allgemeinen zielen die Wirkstoffe darauf ab, die Gesundheit der Wimpern zu verbessern, indem sie die Nährstoffversorgung fördern und das Haarwachstum anregen. Hier sind einige alternative Wirkstoffe, die klassischerweise verwendet werden:
Durch die Verwendung von Wimpernseren ohne Hormone kannst du potenzielle Nebenwirkungen vermeiden, die mit hormonellen Wirkstoffen verbunden sein können. So wählst du eine sichere Option für die Pflege deiner Wimpern. Alternative Seren sind in der Regel sanfter zur Haut und auch für Menschen mit empfindlichen Augen geeignet. Zusätzlich enthalten sie wichtige Inhaltsstoffe, wie Vitamine oder Antioxidantien, die den Wimpern alle nötigen Nährstoffe liefern.
Wimpernseren ohne Hormone sind nicht immer so effektiv und wirksam wie die hormonhaltige Variante. Sie benötigen in der Regel mehr Zeit, bis sich sichtbare Verbesserungen feststellen lassen - dieser Zeitraum ist individuell und kann Wochen bis Monate dauern. Hormonelle Wimpernseren können eine intensivere Wirkung aufweisen, besonders in Bereichen wie Verdickung und Kräuselung. Hier können die alternativen Wirkmechanismen möglicherweise nicht dieselben Ergebnisse erzielen, wie das Pendant mit Wachstumshormonen.
Wer sich für ein Wimpernserum mit oder ohne Hormone entscheidet, sollte sich möglichst vorher über die Inhaltsstoffe sowie die Anwendung informieren und den Nutzen gegen die möglichen Nebenwirkungen abwägen. In bestimmten Fällen gilt besondere Vorsicht beim Einsatz eines Wimpernserums, beispielsweise, wenn Sie schwanger sind, Kontaktlinsen tragen oder ein Termin beim Augenarzt bevorsteht.
Prostaglandine sind Botenstoffe, die in den Hormonhaushalt des Körpers eingreifen können - mit möglichen Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit und den Verlauf einer bestehenden Schwangerschaft. Um sicherzugehen, sollten Frauen mit Kinderwunsch und Schwangere vorher mit Ihrem Frauenarzt besprechen, ob sie ein bestimmtes Wimpernserum bedenkenlos anwenden können. Prinzipiell ist jedoch zu sagen, dass eine Anwendung während der Schwangerschaft nur dann erfolgen sollte, wenn der potentielle Nutzen des Produkts das potentielle Risiko für das ungeborene Kind rechtfertigt. Dies darf bei dem möglichen Nebenwirkungsprofil der kosmetischen Mittel zumindest angezweifelt werden.
Grundsätzlich sollten Träger von Kontaktlinsen diese vor der Anwendung eines Wimpernserums herausnehmen und sie frühestens 15 Minuten später wieder einsetzen.
Es besteht die Gefahr, dass sich Inhaltsstoffe des Serums unter den Kontaktlinsen festsetzen. Das gilt insbesondere bei weichen Kontaktlinsen. So kommt es bei Kontaktlinsenträgern, die auch Wimpernseren anwenden, häufiger zu Augenbrennen oder Symptomen einer Unverträglichkeit, die jedoch verschwinden, wenn das Wimpernserum abgesetzt wird. Alternativ kann es helfen, die weichen Kontaktlinsen gegen formstabilere Modelle auszutauschen.
Wimpernseren, die prostaglandinähnliche Stoffe enthalten, können den Augendruck senken und dadurch die Behandlung bestimmter Augenerkrankungen beeinflussen. Wenn Sie Wimpernseren anwenden, sollten Sie dies vor jeder Untersuchung dem Augenarzt mitteilen.
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