Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, das sowohl Männer als auch Frauen betrifft und verschiedene Ursachen haben kann. Dazu gehören genetische Veranlagung, hormonelle Veränderungen, Krankheiten oder Stress. Nicht nur das Aussehen kann darunter leiden, sondern auch das Selbstbewusstsein sowie die Lebensqualität der Betroffenen.
Wenn Sie Haarausfall bemerken, ist es wichtig, einen Termin bei einem Hautarzt zu vereinbaren, um die Ursache zu ermitteln. So stellt lichter werdendes Haar keinesfalls nur einen ästhetischen Makel dar. Umso größer der Wunsch nach einer effektiven Behandlung, um sich endlich wieder wohl im eigenen Körper zu fühlen. Doch bei welchem Arzt?
Bei Haarausfall ist eine Dermatologin oder ein Dermatologe der richtige Ansprechpartner. Fachärzte für Hauterkrankungen analysieren die Ursachen von Haarausfall und empfehlen eine passende Behandlung. Dies umfasst die Diagnose von erblichem, hormonellem oder krankheitsbedingtem Haarverlust und die Beratung zu wirksamen Therapien. Verlassen Sie sich somit bei Gesundheitsthemen rund um Ihre Haare am besten auf den Dermatologen oder die Dermatologin Ihres Vertrauens.
In der Haar-Ambulanz der ETHIANUM Klinik widmen sich die Fachärzte der Dermatologie ganz dem Phänomen des Haarausfalls. Fakt ist, dass das Haupthaar des Menschen wächst, ruht und schließlich ausfällt. Erst wenn mehr als 100 Haare am Tag ausfallen, sprechen Mediziner von einem krankhaften Haarausfall, medizinisch auch Alopezie genannt. Das Haupthaar des Menschen ist ca.
Es gibt verschiedene Formen von Haarausfall und dementsprechend auch unterschiedliche Ursachen. Abgesehen von erblich bedingtem Haarausfall sind ausfallende Haare zunächst einmal ein Anzeichen dafür, dass dem Körper etwas fehlt oder dass etwas nicht stimmt.
Für Haarausfall gibt es viele unterschiedliche Ursachen. Hier sind einige der häufigsten Ursachen:
Es gibt viele Varianten des kreisrunden Haarausfalls. Kleine Stellen, an denen die Haare spontan wieder nachwachsen, können auftreten, sowie mehrere haarlose Stellen oder jahrelange komplette Haarlosigkeit.
Daneben gibt es noch vernarbende und atrophisierende Alopezien. Dazu gehört eine Gruppe von unterschiedlichen Krankheiten, die zu einer irreversiblen Zerstörung von Haarfollikeln führt.
Die Folliculitis decalvans ist eine hartnäckige Kopfhautentzündung mit narbigen haarlosen Bereichen.
Die Folliculitis et perifollicultits capitis abscedens et suffodiens kommt fast nur bei Männern vor und zeichnet sich durch entzündliche haarlose Areale aus.
Beim Lichen ruber follicularis entstehen kleinfleckige haarlose Stellen, die oft erst nach Jahren bemerkt werden. Durch übermäßige Keratinbildung (Hyperkeratose) der Haarfollikel entsteht ein „weißer Rand“ um die einzelnen Haare in den betroffenen Arealen. Gleichzeitig können auch Veränderungen an Finger- und Fußnägeln vorkommen.
Die postmenopausale frontal fibriosiernde Alopezie (Kossard) ist eine Variante des Lichen ruber follicullaris und betrifft meistens ältere Frauen. Der Haare fallen vor allem an der Stirn aus, fast immer zusammen mit den Augenbrauen.
Der Haarausfall wird dabei durch ein Ereignis, das die Haarfollikel schädigt, ausgelöst. Der Haarausfall vom Spättyp ist ein telogener Haarausfall (telogenes Effluvium): Haare, die sich in der Wachstumsphase (Anagenphase) befinden gehen durch die Schädigung vorzeitig in die Ruhephase (Telogenphase) über. Sie fallen aber erst nach der zwei bis vier Monate dauernden Ruhephase aus. Auslöser können zum Beispiel fieberhafte Infekte und bestimmte Infektionskrankheiten, eine Schilddrüsenerkrankung, falsche Diäten, Eisen-, Selen-, Zink- oder Kalziummangel, Vitaminmangel, Medikamente oder Stress sein.
Auch die Hormonumstellung nach der Schwangerschaft oder das Absetzten der Anti-Baby-Pille lösen ein telogenes Effluvium aus. Beim diffusen Haarausfall vom Frühtyp werden die Haarwurzeln so stark geschädigt, dass die Haare abbrechen, wenn sie die Hautoberfläche einige Tage später erreichen. Das auslösende Ereignis kann beispielweise eine Chemotherapie oder eine schwere Infektion sein.
Beim kreisrunden Haarausfall wird als Ursache eine Autoimmunreaktion vermutet. Immunzellen (zytotoxische T-Lymphozyten) schädigen die Haarfollikel. Dadurch fallen die Haare aus. Warum manche Stellen betroffen sind und andere nicht, ist unklar. Es ist ebenfalls noch nicht geklärt, wodurch die Immunreaktion ausgelöst wird. Experten diskutieren seelische Belastung und Stress als Auslöser. Bei einem Drittel der Patienten verschwindet die Haarlosigkeit innerhalb von sechs Monaten. Ungefähr 50 bis 80 Prozent sind nach einem Jahr beschwerdefrei. Die Erkrankung tritt auch zusammen mit anderen entzündlichen und autoimmunen Erkrankungen auf.
Bei der Folliculitis decalvans verursacht eine Bakterieninfektion (Staphylokokken) der Haarfollikel die Kopfhautentzündung. Die Kopfhautentzündung bei der Folliculitis et perifollicultits capitis abscedens et suffodiens ist in der Regel eine Entzündung ohne Bakterienbeteiligung. Bei Lichen ruber follicularis sammeln sich Immunzellen (T-Lymphozyten) in Kopfhaut und Haarfollikeln an. Ursache hierfür ist möglicherweise eine fehlgesteuerte zelluläre Immunantwort.
Ergänzend ist eine ausführliche Haaranalyse bei Haarausfall möglich, bei der die aktuelle Situation festgestellt und entsprechende Therapiemaßnahmen eingeleitet werden können.
Neben dem Dermatologen bzw. der Dermatologin als erste Ansprechpartner kommen darüber hinaus somit auch andere Fachärzte in Frage.
Insbesondere wenn der Haarausfall auf Hormonungleichgewichte oder Stoffwechselstörungen zurückzufallen scheint, kann es sinnvoll sein, einen Endokrinologen oder Internisten aufzusuchen. Diese Spezialisten können weitere diagnostische Tests durchführen und zur ganzheitlichen Beleuchtung und Behandlung des Haarausfalls beitragen.
Die Diagnose von Haarausfall erfordert in der Regel eine umfangreiche Anamnese sowie verschiedene Untersuchungen, um die zugrundeliegenden Ursachen herauszufinden.
Zusätzlich zur Anamnese gibt es verschiedene Untersuchungen, die für die Diagnose von Haarausfall bzw. dessen Ursachen durchgeführt werden können, darunter:
Ja, es gibt verschiedene Behandlungen gegen Haarausfall, je nach Ursache. Hier sind einige gängige Behandlungsmethoden:
Zusätzlich bieten wir eine umfassende Beratung an, um die besten Behandlungsmöglichkeiten für Ihren individuellen Haarausfall-Typ zu bestimmen. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit der PRP-Therapie gemacht, insbesondere da ich größere Mengen an PRP gegenüber vergleichbaren Anwendern nutze und z.B. bei Alopecia areata (kreisrundem Haarausfall) die Behandlung mit dem Laser kombinieren kann.
Bei einer hormonell-erblichen Alopezia beginnt die Therapie mit Haartinkturen, die den Körper wenig belasten. Diese Tinkturen werden auf die Kopfhaut aufgetragen. Schlagen die Haartinkturen nicht an, werden Tabletten gegen den Haarausfall eingesetzt.
Es empfiehlt sich, möglichst früh mit der Behandlung zu beginnen.
Welche Therapiemöglichkeiten für Sie die beste ist, besprechen unsere Fachärzt individuell mit Ihnen. Wir unterstützen Sie ggf. bei einem Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse. Gerne stellen wir Ihnen auch ein Rezept für eine Perücke aus, damit Sie besser und mit weniger Unannehmlichkeiten durch Ihren Alltag kommen.
Wird die ursächliche Erkrankung behandelt oder der Auslöser beseitigt, wachsen die Haare wieder nach.
Beim kreisrunden Haarausfall empfiehlt es sich bei geringer Ausprägung erst einmal abzuwarten. Häufig wachsen die Haare spontan wieder nach. Zur Unterstützung können die Patienten Zink einnehmen. Zink funktioniert als Immunmodulator und die Einnahme hat keine Nebenwirkungen.
Ist der kreisrunde Haarausfall behandlungsbedürftig, ist die wirksamste Behandlung eine Immuntherapie mit Diphenylcyclopropenon oder Quadratsäure-Dibutylester. Die Medikamente werden auf die Kopfhaut aufgetragen und lösen dort eine Allergie aus. Die in der Kopfhaut vorhandenen Immunzellen (T-Lymphozyten) reagieren auf die Allergene und greifen nicht mehr die Haarfollikel an. Die Methode ist je nach Ausmaß der Erkrankung in 30 bis 80 Prozent der Fälle erfolgreich.
Alternativ kann eine Therapie mit Kortikosteroiden oder Triamcinolon-Kristallen probiert werden. Es gibt viele weitere Therapieansätze, zum Beispiel eine Reiz- oder Lasertherapie, deren Wirksamkeit aber noch nicht ausreichend bewiesen ist.
Die durch eine Staphylokkeninfektion ausgelöste Folliculitis declavans wird mit Antibiotika (zum Beispiel Clindamycin und Rifampicin) und keimvermindernden Shampoos behandelt. Die sterile Entzündung bei der Folliculitis et perifollicultits capitis abscedens et suffodiens kann mit Glukokortioiden und Isotretretinoin therapiert werden. Bei Patienten, die unter Lichen ruber folloicularis leiden, können eine äußere Anwendung von Kortikosteroiden oder Einnahme von Hydroxychloroquin die Symptome lindern.
Weiterführend kann auch die PRP Behandlung bei Haarausfall zum Einsatz kommen, um den gewünschten Behandlungserfolg zu erzielen.
Beide Medikamente sind sehr gut wirksam. Eine Behandlung mit Finestarid oder Minoxidil stoppt den Haarausfall bei 80 bis 90 Prozent der Patienten, bei ungefähr 50 Prozent verdichten sich die Haare wieder. Als Nebenwirkung kann sich nach der Anwendung von Minoxidil die Kopfhaut röten, schuppen und entzünden. Männer, die Finestarid einnehmen, können unter Errektionsstörungen und Abnahme der Lust auf Geschlechtsverkehr leiden. Finestarid führt gelegentlich auch zu einer Vergrößerung der Brustdrüsen (Gynäkomastie).
Finestarid ist allerdings nicht für Frauen zugelassen.
Die Wirksamkeit von Aloe Vera, Ginko, Nahrungsergänzungsmitteln und vielen anderen Mitteln ist nicht ausreichend wissenschaftlich bewiesen!
Bei schütterem Haar und im Zuge einer Haarausfall-Therapie kann mittels Mikro-Haarpigmentierung eine Haarverdichtung erreicht werden, die durch Spezialisten der Haarchirurgie durchgeführt wird.
Im Rahmen der Meso-Therapie erfolgt eine Injektion von Mikronährstoffen v.a. an den sich lichtenden Stellen der Kopfhaut, aber auch an anderen Stellen, wo eine Revitalisierung der Kopfhaut und der Haare erreicht werden soll.
Basierend auf den Ergebnissen von Anamnese, Haaranalyse und ggf. Blutuntersuchung schlägt Ihnen unsere Haar-Spezialistin, Erato Beis, eine individuelle Therapie vor. Dies kann eine der genannten Therapieoptionen oder auch eine Kombination verschiedener, sich ergänzender Maßnahmen sein.
Die gesetzlichen Kassen haben die Indikation „Haarausfall“ aus dem kassenärztlichen Leistungskatalog komplett herausgenommen. Daher müssen wir sowohl das Anamnesegesspräch, die Haaranalyse, das Blutbild als auch ggf.
Für das Anamnesegespräch inkl. einer Haaranalyse fallen Kosten von 120 Euro an. Erkennt unsere Haar-Spezialistin, dass Ihr Haarausfall lediglich ein Symptom einer Grunderkrankung darstellt, stellen wir die Anamnese nicht in Rechnung. In diesem speziellen Fall handelt es sich für gesetzlich Versicherte bei der Konsultation um eine Kassenleistung.
Damit wir optimal in die Haarsprechstunde starten können, benötigen wir vorab einige Informationen von Ihnen.
Zögern Sie nicht, einen persönlichen Beratungstermin zu kontaktieren.
Sie werden deshalb etwas Geduld aufbringen und das erarbeitete Therapiekonzept konsequent durchführen müssen, bevor feststeht, ob die Therapie wirksam ist.
Rasch ein Wundermittel der Werbung einreiben und schon ist das Problem behoben? Ohne genaue Kenntnis der Ursache funktioniert das in den wenigsten Fällen. Zudem besteht die Gefahr, dass man ungeeignete Mittel verwendet und sich der Haarausfall verschlimmert. Nur zusammen mit Ihrem Hautarzt lassen sich die Ursachen wirklich herausfinden und im besten Fall rasch zu beseitigen.
Stellt der Hautarzt beispielsweise fest, dass ein bestimmtes Medikament für den Haarausfall verantwortlich ist, reicht das Absetzen häufig schon aus, um das Problem zu lösen. Auch eine gesunde, an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen reiche Ernährung, Bewegung und Sport, der Verzicht auf Alkohol und Tabak, wenig Stress und Normalgewicht können sich positiv auswirken.
Wichtig ist zudem, die Haare richtig zu pflegen und zu schützen. Haarpflegeprodukte sollten auf Haar und Kopfhaut abgestimmt sein. Gerne berät Ihr Hautarzt Sie zu diesem Thema. Nach dem Waschen empfiehlt es sich, das Haar nicht trocken zu rubbeln, sondern zu tupfen. Beim Trocknen sollten Sie den Fön nicht zu dicht an das Haar halten und ihn auf eine lauwarme Temperatur einstellen. Im Sommer kann das Haar an der Luft getrocknet werden.
Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über verschiedene Arten von Haarausfall und die entsprechenden Behandlungsansätze:
| Haarausfall-Typ | Ursachen | Behandlungsmethoden |
|---|---|---|
| Androgenetischer Haarausfall | Genetische Veranlagung, hormonelle Faktoren | Minoxidil, Finasterid, Haartransplantation |
| Diffuser Haarausfall | Stress, Ernährungsmangel, Medikamente, hormonelle Veränderungen | Behandlung der Ursache, Nahrungsergänzungsmittel, Mesotherapie |
| Kreisrunder Haarausfall (Alopecia Areata) | Autoimmunreaktion | Immuntherapie, Kortikosteroide, Triamcinolon-Injektionen |
| Vernarbende Alopezie | Entzündungen, Infektionen | Antibiotika, entzündungshemmende Shampoos, Glukokortikoide |
Diese Übersicht soll Ihnen helfen, die verschiedenen Aspekte von Haarausfall und die verfügbaren Behandlungsoptionen besser zu verstehen.
Abschließend ist es wichtig zu betonen, dass Haarausfall ein behandelbares Problem ist. Konsultieren Sie einen Hautarzt, um die Ursache zu ermitteln und einen individuellen Behandlungsplan zu erstellen.
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