Warzen an den Augenlidern und den Lidkanten sind spontan auftretende Hautgewächse, die oft durch Viren hervorgerufen werden. Sie können im gesamten Augenbereich in Erscheinung treten, oft auf der Lidkante oder zwischen den Wimpern. Die Behandlung von Warzen an Augenlidern und auf den Lidkanten wird von Spezialisten mit modernen Technologien wie feinen Lasern oder Plasmalyse durchgeführt, die sehr schonende Behandlungen gerade im feinen Lidgewebe und Augenbereichen ermöglichen.
Im Folgenden werden die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Warzen zwischen den Wimpern und anderen Arten von Warzen im Augenbereich erläutert.
Vorher-Nachher-Vergleich einer Warzenbehandlung am Augenlid
Warzen sind grundsätzlich unterschiedliche Arten von Geschwulsten, die in der oberen Hautschicht liegen, teilweise aber tief unter die Haut reichen und sich durch ihr Erscheinungsbild stark unterscheiden können. Meistens sind sie auf kleine Bereiche begrenzt, einige Arten sind ansteckend.
Gemeinsam ist den verschiedenen Arten von Warzen, dass sie in den meisten Fällen von Erregern aus der Familie der humanen Papillomviren verursacht werden. Die Erreger finden ihren Weg über kleinste Verletzungen in die Haut. Die Zeit von der Übertragung des Erregers bis zum Auftreten der Warze kann ganz unterschiedlich sein und bis hin zu mehreren Wochen oder sogar Monaten reichen.
Ob man von Warzen betroffen ist oder nicht hängt auch sehr stark damit zusammen, wie stark das eigene Immunsystem ist. Kann der Körper den Erreger abwehren oder ist man bereits gegen das Virus immun, treten keine Warzen auf. Menschen mit einem schwächeren Immunsystem, beispielsweise Kinder oder schwer kranke Personen, sind daher öfters von Warzen betroffen.
Die Erreger, die die Warzen entstehen lassen, sind auch von einem Menschen zum anderen übertragbar. Das bedeutet, dass Warzen zwar meistens harmlos sind, aber dennoch ansteckend sein können. Das kann zum Beispiel passieren, wenn man eine Warze aufkratzt und sie zu bluten beginnt. In dem Blut ist auch der Erreger enthalten und so kann eine Warze in einem anderen Bereich der Haut auftreten oder eine andere Person anstecken, die mit dem Blut in Berührung kommt. Auch wenn man eine Warze entfernt und es dabei zu einer Blutung kommt, ist Vorsicht geboten.
Eine andere Möglichkeit, sich Warzen einzuhandeln, ist das Barfußlaufen an Orten, an denen auch viele andere Menschen barfuß unterwegs sind. Dazu zählen beispielsweise Hotelzimmer, vor allem aber auch Schwimmbäder.
Zu den häufigsten Arten von Warzen gehören die sogenannten vulgären Warzen oder auch Stachelwarzen. Sie treten unter anderem an Händen und Fußsohlen, aber auch an den Rändern der Nägel auf und können sich zu kleinen Ansammlungen vermehren. Eine Variante der vulgären Warzen sind die Feigwarzen oder auch Genitalwarzen, deren Erreger beim Geschlechtsverkehr übertragen wird und die entsprechend im Bereich der Geschlechtsorgane oder im Analbereich auftreten.
Fußsohlenwarzen oder auch Dornwarzen treten an den Fußsohlen auf. Dornwarzen können so tief in das Gewebe hineinreichen, dass sie auf die Knochenhaut drücken und so Schmerzen beim Gehen verursachen können.
Weitere häufige Arten von Warzen sind Flachwarzen, die grundsätzlich am ganzen Körper auftreten können, sich aber oft im Gesicht, an den Handgelenken oder Unterarmen bilden, und Pinselwarzen, die als helle, fadenförmige Gebilde in erster Linie im Gesicht und zwischen den Wimpern auftreten.
Pinselwarze im Gesicht
Dornwarzen (Verrucae plantares) sind gutartige, virusbedingte Hautwucherungen, die vor allem an Fußsohlen, Fersen und an den Zehenunterseiten oder -zwischenräumen auftreten. Andere Bezeichnungen sind Plantarwarze oder Stechwarze. Da sie wie ein Dorn tief in die Haut hineinwachsen, verursachen sie oft Schmerzen beim Laufen, Gehen und Stehen. Besonders häufig infizieren sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.
Dornwarzen sind flach, oval oder rund und außen von einer stark verhornten Schwiele bedeckt. Im Unterschied zu Hühneraugen weisen sie oft punktförmige, bräunliche Einblutungen auf. Da beim Gehen und Laufen das gesamte Körpergewicht auf ihnen lastet, bohren sie sich tief in die Haut, was einen Druckschmerz verursacht. Vor allem große Dornwarzen können auf die empfindliche Knochenhaut drücken und starke Schmerzen auslösen. Diese sind mitunter so extrem, dass die oder der Betroffene nicht mehr laufen kann.
„Pinselwarze” - hinter dem seltsam anmutenden Namen steckt eine Warzenart, die zwar harmlos ist, für Betroffene aber trotzdem unangenehm sein kann. Mit ihrer charakteristischen, stielartigen Form tritt sie besonders häufig an empfindlichen Hautpartien wie am Augenlid, an der Unter- oder Oberlippe sowie am Hals auf.
Pinselwarzen - auch Verrucae filiformes genannt - bilden eine Unterart der gewöhnlichen Hand- und Fußwarzen. Dabei entstehen gutartige, pinselähnliche Wucherungen der Haut. Sie sind über Hautkontakt übertragbar und verursachen je nach Art beispielsweise Feigwarzen oder Dornwarzen.
Pinselwarzen bevorzugen zarte, weiche Hautpartien. Sie treten vorwiegend an den Augenlidern, Lippen, an und in der Nase sowie am Hals auf. Pinselwarzen sehen meist klein und faden- oder zapfenförmig aus. Ihr Farbton kann von weiß bis dunkelrosa variieren, oft besitzen sie eine bräunliche Spitze.
Bei Pinselwarzen liegt eine Infektion mit Humanen Papillomviren zugrunde. Die Viren sind dafür verantwortlich, dass sich vermehrt Hornzellen bilden. Dadurch entstehen im Lauf der Zeit die typischen, pinselartigen Wucherungen.
Von der Ansteckung mit den Viren bis zur Entstehung der ersten Pinselwarze vergehen möglicherweise Wochen oder sogar Monate. Sind Pinselwarzen einmal ausgebrochen, können sie sich über sogenannte Autoinokulation weiter vermehren. Betroffene verbreiten die Viren durch Berührung oder Kratzen im Gesicht auf der eigenen Haut. In der Folge entstehen weitere Pinselwarzen.
Ein begünstigender Faktor für die Entstehung von Pinselwarzen ist zum Beispiel vermehrtes Schwitzen. Die Feuchtigkeit reizt die Haut oder macht sie rissig und die Viren können sich leichter einnisten. Aber auch mit steigendem Lebensalter wird die Wahrscheinlichkeit höher, dass sich Pinselwarzen bilden. Bei Personen mit einem geschwächten Immunsystem entwickeln sich häufiger Pinselwarzen als bei anderen Menschen.
Mit einer Dornwarze sind Betroffene am besten bei einer Hautärztin oder einem Hautarzt aufgehoben. Sie oder er erkundigt sich zu Beginn zunächst, wie die bisherige Krankengeschichte der betroffenen Person aussieht (Anamnese). Auf diese Weise lässt sich herausfinden, ob bereits früher Warzen aufgetreten sind oder das Immunsystem krankheits- oder medikamentenbedingt geschwächt ist. Da Hautärztinnen und Hautärzte über langjährige Erfahrung mit Hauterkrankungen verfügen, erkennen sie Dornwarzen in der Regel mit bloßem Auge. Um die Diagnose abzusichern, folgt meist der Blick durch ein Auflichtmikroskop. Manchmal entnimmt die behandelnde Person eine kleine Gewebeprobe, um die Diagnose zu bestätigen.
Die Abklärung durch einen Arzt ist bei Hautveränderungen immer sinnvoll. So gehen Sie sicher, dass es sich in Ihrem Fall tatsächlich um Pinselwarzen handelt. Auf den ersten Blick können sie den Stielwarzen ähnlich sehen. Außerdem schließt der Arzt eine bösartige Veränderung wie Hautkrebs im Frühstadium aus.
Eingangs wird der Arzt die betroffenen Hautareale genau betrachten. In der überwiegenden Zahl der Fälle kann er schon anhand des Erscheinungsbildes erkennen, ob es sich um Pinselwarzen handelt. Die gestielte Form und pinselartige Auswucherungen an der Spitze sind typisch für eine Pinselwarze.
Wichtig zu wissen: Eine Therapie, die ursächlich gegen eine Infektion mit den Papillomaviren vorgeht, existiert nicht. Es ist lediglich möglich, mit verschiedenen Methoden die Heilung zu unterstützen. Viele infizierte Personen haben aufgrund der mitunter großen Schmerzen einen hohen Leidensdruck und wenig Geduld, darauf zu warten, dass die Warzen von selbst wieder verschwinden. Hierfür stehen verschiedene lokale Behandlungsansätze zur Auswahl. Allen gemein ist, dass sie das Warzengewebe zerstören oder dieses entfernen. Welcher der jeweils richtige ist, sollte die betreffende Person mit der Hautärztin oder dem Hautarzt gemeinsam besprechen.
Die Information, dass Dornwarzen äußerst hartnäckige Gebilde sind und dass es Durchhaltevermögen seitens der betroffenen Person bedarf, ist dabei sehr wichtig für den Behandlungserfolg. Denn nicht immer gelingt es, sie gleich im ersten Anlauf aufzulösen, sodass ein weiterer Versuch mit einer anderen Methode notwendig werden kann.
| Behandlungsmethode | Beschreibung |
|---|---|
| Fußbäder mit pflanzlichen Gerbstoffen | Verwendung von Tannin |
| Hornzellablösende Therapie | Salicyl- oder milchsäurehaltige Warzensalben, Lösungen oder Pflaster |
| Kältetherapie | Vereisung mit flüssigem Stickstoff |
| Lasertherapie | Anwendung von CO2-Lasern oder Farbstofflasern nach Abtragen der obersten Hornschicht |
Selbst wenn Warzen keine Schmerzen verursachen, will man sie schnell loswerden. Zwar heilen die von Viren verursachten Warzen von selbst ab, wenn der Körper das Virus abgewehrt hat, dies kann jedoch Monate dauern.
Bei schmerzenden Dornwarzen folgt oft eine chirurgische Entfernung, beispielsweise mittels Laser.
Ein milderes Mittel gegen Warzen ist eine Vereisung durch ein spezielles Präparat, das auf die Warze aufgetragen wird. Auch Hautdesinfektionsmittel oder Salicylsäurelotion kann mehrmals täglich aufgetragen dazu führen, dass die Warze schneller verschwindet. Bei all diesen Behandlungsmethoden ist wegen der Ansteckungsgefahr Vorsicht bei Blutungen geboten.
Ein natürliches Hausmittel, dessen Wirkung belegt ist, ist das Schöllkraut. Der Saft sorgt nach ein paar Tagen dafür, dass die Warze verschwindet.
Hat der Arzt die Diagnose gestellt, gibt es bei Pinselwarzen die Option, einfach abzuwarten. Das empfiehlt sich, wenn Patienten mit den Pinselwarzen keine Probleme haben. Über kurz oder lang verschwinden sie von allein wieder.
Aber gerade im Gesicht können Pinselwarzen für Betroffene sehr unangenehm sein. Der Arzt verordnet dann möglicherweise eine Behandlungsmethode zur Entfernung:
Wichtig: Versuchen Sie auf keinen Fall, die Pinselwarzen selbst zu behandeln oder zu entfernen. Von Pinselwarzen sind besonders häufig empfindliche Hautregionen betroffen, beispielsweise die Augenlider oder Lippen. Mediziner raten daher von einer Selbstbehandlung mit Hausmitteln wie Teebaumöl ab. Außerdem sollten Sie die Pinselwarze auf keinen Fall abbinden oder abschneiden. Die Warze entzündet sich möglicherweise oder fängt an, stark zu bluten.
Benutzen Sie in Duschen, Schwimmbädern oder Saunen stets Badeschlappen; gleiches gilt für Umkleidekabinen und Fitness- und Yogastudios.
Leihen Sie Ihre Handtücher, Waschlappen, Badeschlappen, Schuhe, Socken oder Rasierapparate nicht an andere Personen aus.
Achten Sie gerade in der kalten Jahreszeit auf eine intensive Hautpflege.
Kratzen oder stechen Sie Warzen nicht auf.
Es gibt einige Tipps für Ihren Alltag, mit denen Sie die Bildung von Pinselwarzen vermeiden und ihre Ausbreitung verhindern können:
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