Manchmal schmerzen die Haare. Dann lassen sie sich weder nach links noch nach rechts kämmen und schon gar nicht in einen Zopf binden. Den Kopf berühren? Fast nicht möglich. Studien zufolge leidet jede fünfte Frau darunter - und dabei sind nicht nur Frauen mit langen Haaren betroffen. Die Ursachen dafür können ganz unterschiedlich sein, haben aber einen Namen: Trichodynie.
Diese Kopfschmerzen sind anders als andere: Wenn jede einzelne Haarwurzel wehzutun scheint, spricht man von Trichodynie. Tatsächlich ist es meist die Kopfhaut, die schmerzt und auch das Kämmen oder bloße Berührung unangenehm macht. Der Haarschmerz kann unterschiedliche Ursachen haben - und manchmal bleibt er unerklärlich.
Eine türkische Studie stellte fest, dass 34 Prozent der Patienten, die medizinische Haarsprechstunden aufsuchen, unter dem Haarschmerz leiden. Dermatologen gehen davon aus, dass jeder Fünfte von uns bisweilen oder anhaltend darunter leidet. Ein Grund dafür ist die besondere Empfindlichkeit der Kopfhaut. Sie ist gut durchblutet und mit reichlich Nervenzellen ausgestattet, dazu kommen natürlich noch Haarwurzeln, Schweiß- und Talgdrüsen.
Die Kopfhaut reagiert extrem schnell auf äußere Reize wie Berührung, Kälte oder Hitze. Bei einer Überreizung, die mit einer Entzündung der Haarwurzeln einhergehen kann, aber nicht muss, tritt der beschriebene Schmerz auf.
Rund jeder fünfte Mensch leidet hin und wieder oder sogar ständig unter Haarschmerzen, vermuten Dermatologen. Denn unsere Kopfhaut ist ein sehr empfindliches Gebilde. Jede Menge Nervenenden liegen hier, noch dazu ist sie stark durchblutet. Daneben sind auch juckende Kopfhaut, ein Kribbeln oder Brennen sowie Spannungskopfschmerzen und Haarausfall Zeichen von Trichodynie.
Manche Patienten leiden über Tage oder Wochen an den Symptomen, die wiederum Stress auslösen können - der eine der Ursachen für Trichodynie sein kann. Dabei können äußere Reize genauso verantwortlich sein wie Entzündungen oder gar eine Krankheit, etwa eine Grippe, bei der der ganze Körper schmerzen kann.
Die Patientinnen von Dr. Elisabeth Schuhmachers, Fachärztin für Dermatologie und Ayurvedische Medizin, klagen über besonders empfindliche Kopfhaut, oft auch über ein brennendes Hautgefühl beim Kämmen sowie begleitende Spannungskopfschmerzen bis hin zu Migräne.
Die Trichodynie, auch bekannt als Haarwurzelschmerz, kann verschiedene Ursachen haben. „In vielen Fällen gehen zu straff gebundene Zöpfe oder Dutts dem Schmerz voran, häufig spielen auch seelische Probleme und Stress eine Rolle“, erklärt Dr. Schuhmachers. „Weiterhin können medizinische Ursachen wie eine entzündete Kopfhaut, eine Haarwurzelentzündung, Sonnenbrand oder eine neurologische Erkrankung den Schmerz an Haar und Kopfhaut auslösen.“
Auch neue oder zu scharfe Haarpflege- und Stylingprodukte, viel zu häufiges Haarewaschen und heiße Föhnluft sowie - und das liegt nahe - chemische Behandlungen mit etwa Wasserstoff oder Colorationsmitteln können schmerzende, brennende und juckende Irritationen der Kopfhaut auslösen.
Wenn deine Haarwurzeln und deine Kopfhaut schmerzen, solltest du alles für eine Entspannung und Entlastung tun. Es gibt viele Faktoren, die zu einer empfindlichen Kopfhaut beitragen; einige davon können schwerwiegender sein als andere. Doch wenn wir ehrlich sind, ist es das Wichtigste, dass der Schmerz aufhört. Glücklicherweise gibt es verschiedene Möglichkeiten deine entzündete Kopfhaut zu behandeln. Eine entzündete Kopfhaut kann so plötzlich gehen wie sie gekommen ist.
Da das Haar einzigartig und die Haarpflege sehr individuell ist, ist es wichtig, deine persönlichen Gründe für Kopfhautbeschwerden zu kennen. Eine schmerzende Kopfhaut ist in der Regel die Folge einer Hauterkrankung oder einer Überempfindlichkeit gegenüber einer Haarkur. Die Inhaltsstoffe der Produkte, die du verwendest, können die eigentlichen Verursacher deiner Hautempfindlichkeiten sein, ohne dass es dir bewusst ist. Es könnte sein, dass du Produkte verwendest, die allgemeine Reizstoffe oder bestimmte Inhaltsstoffe enthalten, die sich nicht gut mit dir oder dem pH-Wert deiner Kopfhaut vertragen.
Am besten mit sanften, aber klärenden Shampoos arbeiten und die Kopfhaut dabei sanft massieren. Auch eine Kopfhautbürste kann beim Shamponieren helfen und durch die mechanischen Bewegungen die Kopfhaut säubern.
Wollen die Haarschmerzen einfach nicht aufhören, ist ein Gang zum Dermatologen ratsam. Im Notfall helfen auch kleine Injektionen mit Botox. Davor sollten Sie sich aber ausgiebig beraten lassen.
Bessern sich die Beschwerden nicht innerhalb einiger Tage, sollten Sie sich an eine Ärztin bzw. einen Arzt zurate ziehen.
Der erste Gang bei Kopfhautschmerzen und Trichodynie sollte immer zum Hautarzt führen. Er sollte mögliche krankhafte Ursachen abklären, denn jedes "Selbsthilfeprogramm" sollte sich an der Ursache der Beschwerden ausrichten.
Die Therapie der Trichodynie richtet sich, soweit möglich, nach den Ursachen. Wir schauen uns immer zuerste genau das Aussehen von Haaren und Kopfhaut an. Danach sind unter Umständen verschiedene Untersuchungen notwendig. Nach deren Ergebnis richtet sich die Behandlung. Oft ist es nicht leicht, den richtigen Behandlungsweg zu finden.
Viele Menschen leiden unter einer gesteigerten Empfindlichkeit der Kopfhaut, Trichodynie genannt. Kopfhaut oder Haarwurzeln schmerzen, Berührungen werden als unangenehm oder schmerzhaft empfunden, auch schmerzhaftes Brennen der Kopfhaut wird uns in unserer Hautarztpraxis in München häufig geschildert.
Sehr oft wird auch das Kämmen der Haare und/oder jede Lageveränderung der Haare als sehr unangenehm empfunden. Allein die Tatsache, dass man seine Haare und Kopfhaut ständig spürt, ist schon belastend für die Patienten.
Die Ursachen der Trichodynie sind vielfältig, aber noch immer nicht gut genug erforscht. Wie immer steht vor der Behandlung die Ursachenklärung. Die Therapie richtet sich dann nach der Ursache. Oft kann man den Auslöser finden und dann ausschalten. Es gibt aber auch für schwierige Fälle viele gute Behandlungsmöglichkeiten, sodass wir fast immer eine gute Besserung der Beschwerden erzielen können.
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