Die Frage, ob man sich im Intimbereich rasieren sollte, ist eine sehr persönliche Entscheidung, die von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird. Dazu gehören Hygiene, Komfort, ästhetische Vorlieben und gesellschaftliche Trends. In diesem Artikel werden wir die Vor- und Nachteile der Intimrasur beleuchten, um Ihnen bei der Entscheidungsfindung zu helfen.
Sich den Intimbereich zu rasieren, gehört heutzutage fast zum Hygienestandard: Ganze zwei Drittel aller deutschen Männer und Frauen greifen regelmäßig zum Rasierer. Doch bevor Sie aus gesellschaftlichen Zwängen zum Rasierer greifen, sollten Sie auch die oben genannten Gründe für sich in Betracht ziehen.
Bevor man sich fragt, ob es schädlich ist, sich Intimbereich und unter den Achseln zu rasieren, sollte geklärt werden, warum wir überhaupt über Körperbehaarung verfügen. Bei unseren Vorfahren, den Urzeitmenschen, konnte man noch von einem regelrechten Fell sprechen. Im Laufe der Evolution hat sich unser Körper immer wieder an die äußeren (v. a. klimatischen) Bedingungen angepasst. Da der Mensch sich heute den Außentemperaturen entsprechend kleiden kann, hat die Kälte-Schutz-Funktion seit vielen, vielen Jahren ausgedient.
Forscher glauben, dass Schamhaare hauptsächlich dazu da sind, um diese drei Funktionen zu erfüllen:
Eine weitere Theorie über die Funktion der Schamhaare ist, dass an ihnen menschliche Duftstoffe, sogenannte Pheromone, gut haften bleiben, was möglicherweise für das Sexualverhalten vorteilhaft ist. Außerdem ist das Wachsen der Schamhaare in der Pubertät ein optisches Zeichen, dass ein Mensch nun geschlechtsreif ist.
Es ist grundsätzlich nicht schädlich, seine Haare an den Beinen, im Intimbereich oder unter den Armen zu rasieren. Dabei wird jedoch die Haut gereizt.
Hier ein paar mögliche Vorteile, warum viele sich für eine Rasur entscheiden:
Es gibt einige gute Gründe, die dafür sprechen, die Haare im Intimbereich natürlich wachsen zu lassen:
Trotz der Vorteile bringt die Rasur auch einige Risiken mit sich - vor allem, wenn sie nicht richtig durchgeführt wird. Einige dieser Risiken sind mitunter:
Beim Rasieren entstehen Mikroverletzungen, die Eintrittspforten für Erreger darstellen können. Aus Pickeln und kleineren Entzündungen können sich Furunkel und daraus Abszesse (Eiterbeulen) entwickeln, die schlimmstenfalls zur Blutvergiftung führen. Gleiches betrifft natürlich auch das sogenannte Waxing, also die Haarentfernung mit Wachs oder feiner Zuckerpaste.
Wenn Sie sich für eine Intimrasur entscheiden, ist die richtige Vorbereitung und Technik entscheidend, um Hautirritationen und Verletzungen zu vermeiden.
Haut vorbereiten:
Die richtige Ausrüstung:
So klappt die Intimrasur ohne Verletzungen:
Trage eine großzügige Menge Rasiercreme oder -schaum auf den zu rasierenden Bereich auf und setze deinen bevorzugten Rasierer an. Um Hautirritationen zu vermeiden, rasiere stets in Haarwuchsrichtung und gleite mit sanften, gleichmäßigen Bewegungen über die Haut. Spüle den Rasierer regelmäßig nach jedem zweiten Zug ab, um Haar- und Schaumreste zu entfernen. Lass dir Zeit und gehe vorsichtig vor - schließlich willst du Schnitte unbedingt vermeiden.
Pflege danach: Was tun nach Intimrasur?
Spüle den Bereich mit lauwarmem Wasser ab und tupfe die Haut vorsichtig mit einem sauberen Handtuch trocken. Trage anschließend eine parfümfreie, leichte Feuchtigkeitscreme oder ein beruhigendes Gel wie Aloe Vera auf, um die Haut zu beruhigen und Irritationen vorzubeugen. Für optimale Ergebnisse solltest du in den ersten Stunden nach der Rasur lockere Kleidung tragen, um Reibung und Reizungen zu vermeiden.
Wer es im Intimbereich glatt mag, der muss nicht unbedingt rasieren. Es gibt schonendere Optionen für die Haut:
Letztendlich sollten Sie sich aber bewusst machen, dass es ganz alleine Ihre Entscheidung ist, ob Sie Ihre Schamhaare wachsen lassen oder sie rasieren. Es ist eine Geschmacksfrage, doch das Wichtigste ist, dass Sie sich in Ihrem Körper wohlfühlen!
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