Du greifst täglich zum Rasierer, um einen Dreitagebart zu vermeiden? Deine Haut ist davon aber leider alles andere als begeistert? Rötungen, Juckreiz und Ausschlag können dir regelmäßig deinen Look vermiesen. Wenn das der Fall ist, solltest du dringend aktiv werden! Besonders oft tritt der sogenannte Rasurbrand am Hals auf. Aber was kann man gegen den Ausschlag nach dem Rasieren machen?
Unter einem Rasurbrand sind die unangenehmen Begleiterscheinungen zu verstehen, die mit der regelmäßigen Rasur einhergehen. Typisch sind vor allem Rötungen, die direkt nach dem Rasieren an den betroffenen Hautstellen auftreten. Darüber hinaus kann die gereizte Haut nach der Rasur auch brennen oder jucken. Außerdem können einige Tage später weitere Hautirritationen wie etwa Pusteln oder kleine Pickel entstehen.
Rasurbrand kann generell überall dort auftreten, wo rasiert wird. Besonders anfällig dafür ist aber die Haut im Intimbereich, denn diese ist besonders empfindlich.
Ursache für diese Hautreaktionen sind kleine Mikroverletzungen, die durch die scharfe Klinge des Rasiermessers auf der Haut verursacht werden. Dort können Schmutz und Krankheitserreger besonders gut eindringen und so Entzündungen auslösen. Nach einer Rasur kann ein abgeschnittenes Haar außerdem wieder unter die Haut zurückwachsen und sich dort schmerzhaft einrollen. Man spricht dann von eingewachsenen Haaren.
Jedoch verläuft ein Rasurbrand in der Regel harmlos. Normalerweise beruhigt sich die Haut nach ein paar Tagen wieder und Rötungen oder Pickelchen klingen ab. Im schlimmsten Fall können daraus aber auch Entzündungen entstehen, die sehr groß und schmerzhaft sind.
Die gute Nachricht vorweg: In der Regel heilt die lästige Hautirritation von allein wieder ab. Leichte Rötungen verschwinden meist schon innerhalb von zwei Stunden. Ein ausgewachsener Ausschlag bleibt dir dagegen mindestens zwei bis drei Tage erhalten. In dieser Zeit solltest du deinen Rasierer ruhen lassen, um die Haut nicht noch weiter zu reizen.
Kühlen ist der Klassiker, wenn’s brennt - und hilft auch in diesem Fall. Lege einfach ein mit kaltem Wasser getränktes, sauberes Frotteetuch auf die gereizte Haut. In ein Handtuch gewickelte Eiswürfel tun es alternativ auch. So schließen sich die Poren wieder und die Haut beruhigt sich.
Ist die Haut lediglich gerötet und juckt, verwende einen milden, alkoholfreien (!) Aftershave-Balsam. Meist sind darin rückfettende oder feuchtigkeitsspende Inhaltsstoffe enthalten, zum Beispiel Sheabutter oder Aloe vera. Gegen Rasurbrand im Intimbereich sind für Mann und Frau gleichermaßen spezielle Intimpflege-Gele in der Apotheke erhältlich. Außerdem solltest du weite Kleidung tragen, solange es im Schritt brennt. So vermeidest du zusätzliche Reibung.
Ein bewährtes Hausmittel für den Rasurbrand im Gesicht kannst du dir von deiner besseren Hälfte abgucken: Eine Maske aus Quark und Honig. Die spendet Feuchtigkeit und kühlt angenehm. Der enthaltene Honig wirkt außerdem antibakteriell, sodass kleine Entzündungen besser abklingen.
Hier eine Übersicht einiger Sofortmaßnahmen bei Rasurbrand:
| Maßnahme | Beschreibung |
|---|---|
| Kühlen | Kalte Umschläge oder ein feuchtes Tuch auf die betroffene Stelle legen. |
| Aftershave-Balsam | Mildes, alkoholfreies Aftershave mit Sheabutter oder Aloe Vera verwenden. |
| Intimpflege-Gel | Spezielle Gele für den Intimbereich aus der Apotheke verwenden. |
| Weite Kleidung | Tragen, um Reibung zu vermeiden. |
| Quark-Honig-Maske | Im Gesicht anwenden, um zu kühlen und Entzündungen zu lindern. |
Am liebsten wäre es dir, Hautirritationen im Gesicht nach dem Rasieren von vorneherein zu verhindern? Dann solltest du unbedingt auf die richtige Vorbereitung und - Achtung! - passende Rasur-Tools setzen! Das gilt vor allem dann, wenn du ohnehin zu empfindlicher Haut und Rötungen neigst. Wir empfehlen dir zum Beispiel den HYDRO 5 Skin Protection Sensitive von Wilkinson, denn in seinem Klingenkopf ist pflegendes Gel direkt integriert.
Rasurbrand wird meist von stumpfen Klingen hervorgerufen, die deine Barthaare eher „rupfen“, als sie sauber abzuschneiden. Zu allem Überfluss gleitet der Rasierer durch sie auch noch schlecht über die Haut.
Wenn die richtige Ausrüstung parat liegt, geht es an die Durchführung. Wasche Gesicht und Hals vor der Rasur mit warmem Wasser. Das öffnet nicht nur die Poren und macht die Barthaare weicher, sondern reinigt auch die Haut. Verwende bei der Nassrasur hochwertigen Rasierschaum oder eine Rasierseife. Schäume Haut und Bartstoppeln gründlich ein.
Rasiere in Wuchsrichtung der Haare, nicht gegen den Strich. Wechsle regelmäßig die Klingen an deinem Rasierer. Befreie deine Haut nach der Rasur mit kaltem Wasser von jeglichen Pflegemittelresten.
Sofern einige wichtige Punkte beachtet werden, können Sie einem Rasurbrand problemlos vorbeugen.
Wer zu Rasurbrand neigt und auf die Haarentfernung nicht verzichten möchte, kann auch andere Methoden ausprobieren.
Beliebt neben der Rasur mit Trocken- oder Nassrasierer sind spezielle Enthaarungscremes. Sie enthalten Stoffe, die über eine chemische Reaktion die Hornsubstanz der Haare über der Hautoberfläche aufweichen und dazu führen, dass sich die Haare leicht ablösen lassen.
Dazu trägt man die Creme auf die entsprechenden Hautbereiche auf und lässt sie einwirken. Anschließend kann man die Cremereste zusammen mit den Haaren einfach abwaschen oder mit einem Tuch abreiben. Manche Menschen reagieren allerdings empfindlich auf die enthaltenen Wirkstoffe. Daher ist es ratsam, die Creme zuvor an einer kleinen Stelle der Haut auf ihre Verträglichkeit zu testen.
Eine weitere Methode der Haarentfernung ist die sogenannte Epilation, bei der das Haar nicht gekürzt, sondern samt Wurzel ausgerissen wird. Das funktioniert entweder mit Wachs oder mit elektrischen Epiliergeräten. Epilieren muss man nur alle paar Wochen, denn bis die neuen Haare nachgewachsen sind, dauert es einige Zeit. Allerdings ist die Prozedur nur für Menschen geeignet, die nicht allzu schmerzempfindlich sind. Dafür bleibt Rasurbrand in der Regel aus. Bilden sich dennoch kleine Pickelchen oder Rötungen, beachten Sie folgende Tipps:
Wer Haare an bestimmten Körperstellen dauerhaft entfernen möchte, kann auf die Behandlung mit einem Lasergerät setzen. Dabei wird das Haar bis in die Wurzel zerstört, sodass es nicht mehr nachwachsen kann. Mehrere Sitzungen sind nötig, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen. Eine Laserbehandlung sollte allerdings nur von einem erfahrenen Dermatologen durchgeführt werden. Denn bei nicht fachkundiger Anwendung drohen Nebenwirkungen wie Pigmentflecken, Verbrennungen oder Narben.
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