Haarausfall bei Männern: Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Lichtes Haar, Geheimratsecken, kahler Hinterkopf - für viele Männer ist der zunehmende Haarausfall eine echte Belastungsprobe. Viele Männer, die von Haarausfall betroffen sind, können darunter emotional leiden, ihr Selbstbewusstsein kann beeinträchtigt werden und sie können sogar mit Angstzuständen, Depressionen oder Unsicherheit zu kämpfen haben.

Es ist verständlich, dass man Fragen und Bedenken hat, wenn das Haar dünner wird, am Haaransatz zurückgeht oder ausfällt. Im Folgenden erfahren Sie Hintergründe zum Haarausfall bei Männern: Ursachen, Therapie, Behandlung und wie er gestoppt werden kann.

Von Haarausfall, den man auch als Effluvium bezeichnet, können prinzipiell beide Geschlechter betroffen sein. Bei Männern kommt er deutlich häufiger vor. Experten schätzen, dass bis zu 80 Prozent aller Männer von übermäßigem Haarverlust betroffen sind.

Lassen Sie uns die Ursachen betrachten und in Erfahrung bringen, was Sie gegen den Haarausfall tun können.

Viele Menschen erleben irgendwann in ihrem Leben Veränderungen an ihrem Haar. Während Frauen auch mit schütterem Haar und Haarausfall zu kämpfen haben, sind Männer in dieser Kategorie in der Überzahl: 70 % der Männer haben mit Haarausfall zu kämpfen, im Vergleich zu 40 % der Frauen.

Bei einem so hohen Prozentsatz ist es sehr wahrscheinlich, dass du jemanden kennst, der mit Haarausfall oder dünner werdendem Haar zu kämpfen hat, selbst wenn du selbst nicht darunter leidest. Die Ursachen sind jedoch von Person zu Person unterschiedlich.

Deine Lebensgewohnheiten, deine Umwelt, hormonelle Störungen, Schilddrüsenerkrankungen und genetische Veranlagungen können alle zu einer Verringerung der Haardichte beitragen, und deine Erfahrungen mit dünner werdendem Haar oder Haarausfall können sich von denen deines besten Freundes oder sogar deines Vaters unterscheiden.

Eine von Nioxin in Auftrag gegebene Umfrage hat ergeben, dass mehr als die Hälfte der Männer ihren Haarausfall leugnen und sich weigern, mit jemandem über das Problem zu sprechen.

Wir von Nioxin können dir helfen, zu verstehen, was passiert, und bieten Lösungen an, die dazu beitragen, dass das Haar dicker und voller aussieht.

Viele Ursachen für Haarausfall und schütteres Haar sind auf eine Unterbrechung des Haarwachstumszyklus zurückzuführen, der aus drei Phasen besteht: Anagenphase (Wachstumsphase), Katagenphase (Übergangsphase) und Telogenphase (Ruhephase).

Normalerweise fällt das Haar am Ende der Telogenphase aus, wenn ein neues Haar nachwächst. Ein gestörter Zyklus kann jedoch dazu führen, dass das Haar ausfällt, bevor das neue Haar vollständig nachgewachsen ist.

Genetische Veranlagung, zugrundeliegende Erkrankungen oder umweltbedingte Ursachen wie Stress und ungesunde Lebensgewohnheiten können Gründe für schütteres Haar sein und in manchen Fällen zu teilweisem Haarausfall (z. B. Geheimratsecken) oder sogar zu vollständigem Haarverlust führen.

Genetische Veranlagung ist einer der Hauptgründe für Haarausfall bei Männern. Wenn in deiner Familie Haarausfall vorkommt, ist es möglich, dass du auch davon betroffen bist, und das gilt sowohl für Männer als auch für Frauen.

Es gibt jedoch auch andere Gründe, warum unser Haar dünner wird oder ausfällt, von denen wir einige kontrollieren können. Zu den weiteren Ursachen gehören:

  • Hormonelle Veränderungen, insbesondere ein Anstieg des Dihydrotestosterons (DHT), des männlichen Geschlechtshormons.
  • DHT wirkt sich auf die Haarfollikel aus und bewirkt, dass sie Haare produzieren, die kleiner und kürzer sind, bis sie vollständig schrumpfen und keine Haare mehr produzieren. Einige hormonelle Veränderungen können altersbedingt sein.
  • Ungleichgewicht in der Ernährung: Haare wachsen von innen heraus, wenn der Körper also nicht die richtigen Nährstoffe liefert, kann das Haarwachstum beeinträchtigt werden.
  • Medizinische und genetische Erkrankungen wie Alopezie und männlicher Haarausfall
  • Medikamente und Behandlungen für Krankheiten wie Arthritis und Herzprobleme sowie Bestrahlung bei Krebspatienten
  • Umweltfaktoren wie verschmutzte Luft oder Wasser
  • Stress
  • Schäden an den Haarfollikeln durch übermäßige Beanspruchung (wie bei bestimmten Frisuren) oder aggressive chemische Behandlungen

Verschiedene Arten von Haarausfall bei Männern

Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall. Bei Männern wird vor allem zwischen zwei Formen unterschieden: Der erblich bedingte (androgenetische) und der diffuse Haarausfall (diffuse Alopezie).

Erblich bedingter Haarausfall

Die häufigste Form des Haarausfalls bei Männern ist der erblich bedingte Haarausfall: 60 % aller Männer leiden an diesem anlagenbedingten Haarausfall, der durch die Gene vorherbestimmt ist.

Grundsätzlich äußert sich der erblich bedingte Haarausfall zunächst durch die Bildung von Geheimratsecken, also dem fortschreitenden Haarausfall an den Schläfen und der Stirn. Weiter kann sich eine Stirnglatze bilden und zu guter Letzt kann der gesamte Oberkopf von einer Glatzenbildung betroffen sein, sodass nur ein Haarkranz im unteren Bereich des Hinterkopfes stehen bleibt.

Die Ursache für den erblich bedingten Haarausfall findet sich im Erbgut - der Haarausfall wird den Betroffenen also in die Wiege gelegt. Eine große Rolle spielt das körpereigene Hormon Dihydrotestosteron (DHT), welches in der Haarwurzel aus Testosteron gebildet wird.

Die Haarwurzeln von Betroffenen reagieren besonders empfindlich auf DHT, und diese Überempfindlichkeit hat zur Folge, dass sich die Wachstumsphase der Haare verkürzt. Dadurch werden die Haare von Mal zu Mal dünner und fallen schlussendlich früher aus.

Diffuser Haarausfall

Normalerweise verliert jeder Mensch täglich 80 bis 100 Haare, bedingt durch die natürlichen Wachstumsphasen des Haares. Sollten allerdings über einen längeren Zeitraum mehr als 100 Haare am Tag ausfallen, kann man von einem diffusen Haarausfall bei Männern sprechen.

Dieser zeigt sich normalerweise durch eine gleichmäßige Ausdünnung der Haare auf dem gesamten Kopf, ohne bestimmte Muster oder Geheimratsecken zu bilden. An vielen Stellen ist die Kopfhaut sichtbar, vollständig kahle Stellen sind allerdings eher selten. Diese Form des Haarausfalls tritt oft als Symptom in Verbindung mit verschiedenen anderen Beschwerden auf.

Mögliche Ursachen für den diffusen Haarausfall können Nährstoffmangel, Stress, Hormonschwankungen, die Einnahme bestimmter Medikamente oder das Vorliegen anderer Erkrankungen sein. In den meisten Fällen wachsen die Haare wieder nach, wenn die Ursache für den Haarausfall gefunden und beseitigt wird.

Kreisrunder Haarausfall

Neben dem diffusen und dem erblich bedingten Haarausfall kann auch der seltener vorkommende kreisrunde Haarausfall bei Männern auftreten.

Der kreisrunde Haarausfall, auch bekannt als Alopecia areata, ist eine entzündliche Form des Haarausfalls. Dabei treten schubweise oder schlagartig scharf abgegrenzte kahle Stellen auf dem Kopf oder im Bereich der Gesichtsbehaarung auf.

Die Ursachen für das Auftreten des kreisrunden Haarausfalls sind noch nicht vollständig geklärt. Vermutet wird eine fehlgeleitete entzündliche Immunreaktion des Körpers auf eigene, gesunde Zellen.

Der kreisrunde Haarausfall sollte immer ärztlich abgeklärt und behandelt werden.

Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) ist eine eher seltenere Form des Haarverlusts, bei dem auf dem Kopf (seltener auch im Bartbereich oder anderen Stellen des Körpers) kleinere, anfangs nur münzgroße runde kahle Stellen entstehen.

Die Haut zeichnet sich durch eine ungewöhnliche Elfenbeinfarbe aus. Im Randbereich dieser kahlen Stellen findet man häufig sogenannte Kolbenhaare, die wegen ihres Aussehens auch „Ausrufezeichen-Haare“ genannt werden.

Da die unregelmäßig auftretenden kahlen Stellen des kreisrunden Haarausfalls deutlich sichtbar sind, belastet er die Psyche und das Wohlbefinden der Betroffenen stark. Viele Patienten schildern uns, dass sie subjektiv mit jedem Haar an Attraktivität und damit an Selbstvertrauen einbüßen.

Viele Patienten ziehen sich aus ihrem sozialen Umfeld zurück und erleben psychisches Leiden bis hin zu einer Depression, bevor sie sich in eine professionelle Behandlung trauen. Oft handelt es sich dabei um jüngere Menschen, denn der kreisrunde Haarausfall, der in der Regel schon vor dem 40.

Alopecia circumscripta. Sie ist mit einem Anteil von 80 % die häufigste Form des kreisrunden Haarausfalls.

Alopecia totalis. Wie der Name schon andeutet, ist diese Art des kreisrunden Haarausfalls dadurch gekennzeichnet, dass die Betroffenen ihr gesamtes Kopfhaar einschließlich der Gesichtsbehaarung verlieren.

Alopecia universalis. Sie kennzeichnet den schwersten Verlauf der Krankheit, bei dem die Haare am gesamten Körper ausfallen.

Der kreisrunde Haarausfall tritt selten allein, sondern meistens zusammen mit anderen Grunderkrankungen auf. Zudem erkrankt jeder 10.

Dadurch kommt das Haarwachstum zum Stillstand und die Haare fallen aus, ohne allerdings zu vernarben. Das bedeutet, dass die Haarfollikel prinzipiell erhalten bleiben, weshalb für viele Betroffene eine gute Prognose besteht.

In ca. 80 % der Fälle kommt das Haar nach ca.

Trotzdem ist es notwendig, sich in die Hände von Haarexperten zu begeben, die die Betroffenen über die am besten geeigneten Produkte oder Therapien beraten, um die Erkrankung zu behandeln und die Heilung zu fördern.

3 Tipps gegen Haarausfall: Das können Sie tun (erstaunlich!)

Wie erkennen Sie Haarausfall?

Wer ist am häufigsten von Haarausfall betroffen? Besonders häufig trifft Haarausfall Männer im mittleren Alter. Frauen sind zumindest von der häufigsten Form des erblich bedingten Haarausfalls eher weniger betroffen. Nur die wenigsten Männer weisen selbst im hohen Alter noch eine stattliche Frisur auf. In diesem Fall oft mit kräftigem grauen Haar.

Für die meisten Betroffenen beginnt der Haarausfall bereits in den frühen Jahren zwischen 30 und 40, manchmal aber auch schon wesentlich früher. Dann wechseln vor allem viele junge Männer direkt auf die Glatze als Alltagsfrisur.

Man könnte fast meinen, es sei normal, dass Männer mit zunehmendem Alter Geheimratsecken bekommen und sich der obere Hinterkopf lichtet. Tatsächlich sind bis zu acht von zehn Männern von Haarausfall betroffen.

In diesem kurzen Video erklärt Kerstin Neumann von Kenvue die Symptome von erblich bedingtem Haarausfall bei Männern. Ihr Großvater hatte schon schütteres Haar, Ihr Vater ebenfalls und bei Ihnen entwickeln sich die Geheimratsecken? Fallen Ihnen jetzt noch mehr als 100 Haare täglich aus, weist dies höchstwahrscheinlich auf die vererbbare Form des Haarausfalls, der so genannten androgenetischen Alopezie, hin.

Stadien des männlichen Haarausfalls

Veränderungen am Haar können schnell oder allmählich im Laufe der Jahre auftreten. Auch wenn Haarausfall mit dem Alter in Verbindung gebracht wird, kann er früher beginnen - in einigen Fällen bereits im Alter von 21 Jahren.

Das erste, was dir auffallen könnte, ist, dass mehr Haare ausfallen oder dass dein Haar an manchen Stellen dünner aussieht als früher:

  • Dein Haar ist dünner. Wenn du dünnere Haarpartien bemerkst, befindest du dich möglicherweise im Anfangsstadium des Haarausfalls - obwohl dünner werdendes Haar eine beunruhigende Veränderung sein kann, selbst wenn es nicht zu Haarausfall kommt. Der Bereich des Haaransatzes ist einer der ersten Bereiche, in denen das Haar dünner wird.
  • Du bemerkst einen zurückweichenden Haaransatz. Eine Veränderung des Haaransatzes, ob leicht oder stark, kann ein Zeichen für Haarausfall sein. Das Haar beginnt in der Regel an der Stirn oder den Schläfen dünner zu werden und wandert mit der Zeit zum Hinterkopf.
  • Du siehst kreisrunde und fleckige kahle Stellen auf deiner Kopfhaut. Münzgroße kahle Stellen (oder größer) sind eine weitere Art, wie Männer Haarausfall erleben. Wenn du auch unter juckender Kopfhaut leidest, könnte dies ein Zeichen für Psoriasis, Dermatitis oder eine andere Hauterkrankung sein.
  • Du siehst große Haarbüschel ausfallen. Du kannst große Haarbüschel auf deinem Kissen bemerken, wenn du aufwachst, beim Bürsten oder beim Duschen.

Der Verlauf des Haarausfalls beim Mann Die folgende, vereinfachte Darstellung auf Basis der sog. Hamilton-Skala verdeutlicht, wo Haarverlust beginnt und wie er fortschreitet Beim Mann beginnt der genetisch bedingte Haarverlust meisteins zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr im Bereich der Schläfen und der Scheitelregion.

Es kommt zur Ausbildung der typischen Geheimratsecken. Mit zunehmendem Alter prägt sich der Haarausfall immer stärker aus und das Haar lichtet sich auch am hinteren Oberkopf (Tonsur).

Im späten Stadium verbinden sich die haarfreien Zonen allmählich miteinander, sodass eine Halbglatze entsteht. Schließlich wachsen die Haare nur noch hufeisenförmig als Haarkranz.

Bei dem einen schneller, beim anderen eher schleichend. Je jünger man ist, desto unpassender und belastender wird der lichte Kopf empfunden. Jedenfalls kommt es im Laufe der Jahre durch den eingeschränkten Haarwuchs zunächst zur Ausbildung der typischen Geheimratsecken (Darstellung). Das Haar lichtet sich nun auch am hinteren Oberkopf (Tonsur).

Im späten Stadium verbinden sich dann die beiden großen haarfreien Zonen miteinander, sodass eine großflächige Glatze entsteht. Schließlich wachsen die Haare nur noch hufeisenförmig als Haarkranz.

Behandlungsmöglichkeiten bei Haarausfall

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, schütteres Haar und Haarausfall zu behandeln, aber leider gibt es keine Heilung und keine Behandlung ist zu 100 % wirksam.

Wenn du unter Haarausfall leidest, solltest du zunächst mit deinem Arzt oder Trichologen sprechen, um herauszufinden, ob eine Erkrankung die Ursache sein könnte. Bei deinem Arztbesuch solltest du auch die Liste der Medikamente, die du einnimmst, durchgehen, um zu sehen, ob eines davon ein Faktor sein könnte - dein Arzt kann dir möglicherweise alternative Medikamente empfehlen.

Vielleicht möchtest du einen anderen Haarschnitt oder eine andere Frisur für dünnes Haar ausprobieren, um die Belastung der Haarwurzeln zu verringern und eine leichte Ausdünnung zu kaschieren.

Hilf deinem Haar, mit NIOXIN dicker auszusehen. Unsere Haarverdichtungsbehandlungen sind so konzipiert, dass sie dem Haarausfall entgegenwirken, indem sie das Haar so voll wie möglich wachsen lassen, indem sie der Haut (Kopfhaut und Umgebung), der Dichte (Haarfollikel, die Haare produzieren) und dem Durchmesser (Haarwachstum durch volle und maximale Dicke, ohne häufiges Brechen) Aufmerksamkeit schenken.

Um zu wissen, wie man am besten gegen den Haarausfall bei Männern vorgeht, muss klar sein, welche Form des Haarausfalls vorliegt. Um die richtige Diagnose zu stellen, gehört die Behandlung in ärztliche Hände. Ist die Form des Haarausfalls bestimmt, können entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.

Zur Behandlung des erblich bedingten Haarausfalls eignen sich besonders Kopfhautlösungen zur äußeren Anwendung, wie z. B. das nicht rezeptpflichtige Arzneimittel Pantostin® aus der Apotheke. Der enthaltene Wirkstoff Alfatradiol sorgt für eine Reduzierung des Haarausfalls, indem er die Bildung des haarwurzelschädigendenDihydrotestosteron (DHT) hemmt. Die Wirksamkeit und gute Verträglichkeit von Alfatradiol wurde in wissenschaftlichen Studien1,2 nachgewiesen. Die Anwendung ist denkbar einfach. Nur 1 x täglich (vorzugsweise abends) wird die Lösung auf die Kopfhaut aufgetragen und leicht einmassiert. Der spezielle Applikator unterstützt eine exakte Dosierung der Lösung ohne Nachlaufen der Flüssigkeit.

Handelt es sich um diffusen Haarausfall bei Männern, kann eine Zufuhr von wichtigen Nährstoffen für die Versorgung der Haarwurzeln hilfreich sein, z. B. über eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit B-Vitaminen, Aminosäuren und Mineralstoffen.

Die Ursachen für diffusen Haarausfall bei Männern können vielfältig sein. Zum einen kann, wie bereits erwähnt, ein Mangel an Nährstoffen für den Haarausfall verantwortlich sein, zum anderen können bestimmte Krankheiten, Stress oder die Einnahme mancher Medikamente diffusen Haarausfall begünstigen.

Medizinische Eingriffe wie Steroidinjektionen oder Finasterid

Chirurgische Eingriffe wie Haartransplantationen

Was können Männer gegen den Haarausfall tun?

Richtige Ansprechperson bei Haarausfall ist Ihr Hautarzt oder Ihre Hautärztin. Verständigen Sie sich vor dem Therapiestart über realistische Therapieziele und führen Sie eine regelmäßige Erfolgskontrolle durch.

Für die Therapie der AGA beim Mann sind momentan nach der Leitlinie zwei Wirkstoffe empfohlen: Minoxidil (in der Regel frei verkäuflich in der Apotheke) sowie Finasterid 1 mg (verschreibungspflichtig).

Das Mittel Minoxidil (zugelassen für Erwachsene von 18 bis 49 Jahren) wird äußerlich angewendet. Es kann den Haarausfall stoppen und auch ein Wiederwachstum kräftiger Kopfhaare auslösen.

Sie können Minoxidil in der am besten wirksamen Wirkstärke von fünf Prozent als Lösung oder Schaum bis zu zweimal täglich auf die behaarte, gesunde Kopfhaut und auf die trockenen Haare auftragen.

Darüber hinaus kann das verschreibungspflichtige orale Medikament Finasterid (zugelassen für Erwachsene von 18 bis 41 Jahren in Wirkstärke 1 mg) den Haarausfall über längere Zeit stabilisieren.

Was kann man sonst noch selber tun?

Für Pflegeprodukte ohne den oben besprochenen Wirkstoff Minoxidil gibt es keine wissenschaftliche Evidenz, d. h. Eine gesunde und ausgeglichene Ernährung ist für alle Funktionen in unserem Körper wichtig und notwendig.

Die psychische Gesundheit dürfen wir trotz der Herausforderungen, die wir jeden Tag in unserem Leben meistern müssen, nicht aus den Augen verlieren.

Haartransplantation

Eine weitere Möglichkeit der Therapie ist die Haartransplantation. Hierbei werden Haarfollikel vom Hinterkopf, die nicht androgen sensitiv sind, entfernt und in die kahlen Areale transplantiert.

Der Erfolg dieser Therapie hängt von sehr vielen Faktoren ab, wie z. B. der Haarqualität, der Anzahl der transplantierten Haare und der Qualität der Empfängerregion. Die Kosten müssen selbst getragen werden, da es sich um einen kosmetischen Eingriff handelt.

Wie können Männer Haarausfall vorbeugen?

Ein gesunder Lebensstil kann Haarausfall vorbeugen und gesundes Haarwachstum fördern. Ernähre dich reichhaltig und ausgewogen mit vielen Vitaminen und Nährstoffen wie Biotin, Eisen, Zink und Vitamin A.

Vermeide das Rauchen von Zigaretten - einige Wissenschaftler glauben, dass Zigarettenrauch die Haarfollikel schädigen und Hormone beeinträchtigen kann. Gönne dir viel Ruhe und trinke Alkohol in Maßen.

Versuche, deinen Stresspegel niedrig zu halten, da Stress den Haarwuchszyklus stören kann. Sport, Meditation oder Entspannung mit einem guten Buch sind einige gute Möglichkeiten, um Stress abzubauen.

Am besten lässt sich Haarausfall vorbeugen, der mechanisch bedingt oder durch eine Mangelernährung verursacht ist. Tragen Sie lange Haare also öfter locker gebunden oder offen und versorgen Sie Ihren Körper regelmäßig mit allen wichtigen Nährstoffen und Mineralstoffen (Eiweiß, Eisen, B-Vitamine et cetera), um einen Haarausfall durch Mangelernährung zu vermeiden!

Ein wichtiger Baustein für gesunde Haare ist eine ausgewogene Ernährung. Unser Körper braucht viele verschiedene Nährstoffe, damit alle Stoffwechselprozesse reibungslos ablaufen.

Generell sollten Sie viel frisches Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte zu sich nehmen. Mageres Fleisch und Fisch sind ebenfalls wichtig, sollten aber in Maßen verzehrt werden. Haferflocken, Leinsamen und Nüsse eignen sich als gesunder Snack.

Nährstoffe für gesunde Haare

Für kräftiges und gesundes Haar benötigt der Körper:

  • Biotin
  • Zink
  • Selen
  • Kupfer
  • Eisen
  • Magnesium
  • L-Cystein
  • Vitamin A
  • Vitamin D

Vollkornprodukte und tierische Lebensmittel wie Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch liefern viel Zink. Auch Milchprodukte enthalten das Spurenelement. Selen steckt vor allem in Fleisch, Fisch, Nüssen und Pilzen. Kupfer nehmen Sie zu sich, wenn Innereien, Getreide, Hülsenfrüchte und Nüsse auf dem Speiseplan stehen.

Biotin ist ein wasserlösliches Vitamin der B-Gruppe. Es ist an etlichen Stoffwechselprozessen und beim Abbau bestimmter Fett- und Aminosäuren beteiligt. Bekommt der Körper zu wenig Biotin über die Nahrung zugeführt, kommt es unter anderem zu Hautveränderungen und Haarausfall. Eine Unterversorgung mit Biotin ist allerdings extrem selten.

Wer sehr viel rohe Eier isst, kann beispielsweise einen Biotinmangel entwickeln. Ein im Eiklar enthaltener Stoff, das Avidin, bindet Biotin und verhindert so dessen Aufnahme im Körper.

Biotin steckt außerdem ist verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln, zum Beispiel in Bierhefe-Tabletten. Bei regelmäßiger Einnahme können diese Mittel dazu beitragen, gesunde Haare zu erhalten. Nehmen Sie aber keine Nahrungsergänzungsmittel auf Verdacht ein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, ob tatsächlich ein Mangel vorliegt.

Fazit

Es gibt unterschiedliche Arten von Haarausfall, die verschiedene Ursachen haben können. Doch bis zu 100 Haare am Tag zu verlieren, ist noch normal. Erst wenn es mehr werden, spricht man in der Medizin von krankhaftem Haarausfall (Effluvium). Er sollte behandelt werden, bevor noch mehr Haare verloren gehen.

Denn Haarausfall, dessen Ursache in einer anderen Krankheit, Medikamenten oder etwa Stress liegt, ist relativ gut therapierbar. Allgemein belastend am Verlust der Haare ist, dass fehlende Haare oft mit Alt sein, fehlender Dynamik und Energie gleichgesetzt werden.

Viele Formen des Haarverlusts lassen sich nur mit durchwachsenem Erfolg behandeln. Aber auch dann ist eine Stärkung der vorhandenen Haare möglich. Neben einer gesunden Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Spurenelementen sollte vor allem auf eine gute Haarpflege geachtet werden.

Wenn der Haarausfall anhält, suchen Sie sich einen geeigneten Experten zur Hilfe. Zunächst kann für die Basisdiagnostik und Ursachenforschung ein Hausarzt oder Dermatologe aufgesucht werden. Denken Sie aber auch frühzeitig daran, einen Experten für Haarausfallbehandlungen hinzuziehen.

Der wichtigste Punkt in der Behandlung von Haarausfall bei Männern ist die Ursachenforschung. Nur wenn die Ursache gefunden ist, kann man sie auch gezielt behandeln. Welche Ursache Ihrem Haarverlust auch zugrunde liegt: Wenden Sie sich frühzeitig an einen Experten für Haarausfallbehandlung.

In einem persönlichen Beratungsgespräch können wir Sie sich über die für Sie beste Therapieoption informieren. Auch wenn Haarausfall keine schwerwiegende Erkrankung ist, kann sie Betroffene stark beeinträchtigen. Hält der Haarausfall an, ist es daher wichtig, frühzeitig einen Haarspezialisten zu kontaktieren.

Es gibt Ärzte, die sich speziell auf eine Haarausfalltherapie spezialisiert haben. Als haarerhaltend bezeichnet man regenerative Therapien wie die Eigenbluttherapie oder eine Laserbehandlung. Wenn auch das nicht hilft, ist vielleicht die Haartransplantation eine Möglichkeit.

Falls Sie unsicher sind, welche Optionen für Sie infrage kommen, kontaktieren Sie gerne unsere Spezialisten und lassen Sie sich in der Haarsprechstunde beraten.

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