Wahre Schätze Haarkur: Eine Analyse der Inhaltsstoffe

Die "Wahre Schätze" Haarkur von Garnier verspricht intensive Pflege und Glanz für strapaziertes Haar. Doch welche Inhaltsstoffe stecken tatsächlich in dieser Haarkur, und was bedeuten sie für unsere Haare und die Umwelt?

Hier ist eine detaillierte Auflistung und Analyse der Inhaltsstoffe, die in verschiedenen Varianten der "Wahre Schätze" Haarkur gefunden werden können.

Inhaltsstoffe und ihre Funktion

Einige der häufigsten Inhaltsstoffe in den "Wahre Schätze" Haarkuren sind:

  • Aqua / Water: Wasser, die Grundlage der meisten kosmetischen Formulierungen.
  • Cetearyl Alcohol: Ein Fettalkohol, der als Emulgator und Konsistenzgeber dient.
  • Behentrimonium Chloride: Ein Antistatikum und Conditioner, der das Haar leichter kämmbar macht.
  • Glycerin: Ein Feuchthaltemittel, das hilft, die Feuchtigkeit im Haar zu bewahren.
  • Parfum / Fragrance: Duftstoffe, die dem Produkt einen angenehmen Geruch verleihen.
  • Cocos Nucifera Oil: Kokosnussöl, bekannt für seine pflegenden und feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften.
  • Cetyl Esters: Ein Weichmacher, der das Haar geschmeidig macht.
  • Macadamia Integrifolia Seed Oil: Macadamiaöl, das reich an Fettsäuren ist und das Haar nährt.
  • Trideceth-6: Ein Emulgator und Tensid.
  • Amodimethicone: Ein Silikon, das das Haar glättet und ihm Glanz verleiht.
  • Cocos Nucifera Fruit Extract: Kokosnussextrakt, der zusätzliche Feuchtigkeit spendet.
  • Isopropyl Alcohol: Ein Lösungsmittel und Viskositätsregler.
  • Citric Acid: Zitronensäure, die den pH-Wert reguliert.
  • Xanthan Gum: Ein Verdickungsmittel.
  • Pentaerythrityl Tetra-Di-T-Butyl Hydroxyhydrocinnamate: Ein Antioxidans, das die Haltbarkeit des Produkts verlängert.
  • Potassium Sorbate: Ein Konservierungsmittel.
  • Phenoxyethanol: Ein Konservierungsmittel.
  • Chlorhexidine Digluconate: Ein antimikrobieller Wirkstoff.
  • Cetrimonium Chloride: Ein Antistatikum und Konservierungsmittel.
  • Linalool, Coumarin, Limonene, Citral, Benzyl Alcohol, Benzyl Salicylate: Duftstoffe, die potenziell allergische Reaktionen auslösen können.

Eine andere Variante der Haarkur enthält folgende Inhaltsstoffe:

  • Aqua: Wasser
  • Cetearyl Alcohol: Fettalkohol, Emulgator
  • Stearamidopropyl Dimethylamine: Emulgator, Antistatikum
  • Isopropyl Myristate: Weichmacher
  • Cetyl Esters: Filmbildner, Weichmacher
  • Helianthus Annuus Seed Oil: Sonnenblumenöl
  • Butyrospermum Parkii (Shea) Butter: Sheabutter
  • Mel (Honey): Honig
  • Cera Alba (Beeswax): Bienenwachs
  • Caprylyl Glycol: Feuchthaltemittel, Hautpflegend
  • Citric Acid: Zitronensäure, pH-Wert-Regler
  • Tartaric Acid: Weinsäure, pH-Wert-Regler
  • Benzoic Acid: Konservierungsmittel
  • Caramel: Farbstoff
  • Cumarin, Limonene, Benzyl Alcohol, Benzyl Salicylate: Duftstoffe
  • Parfum (Fragrance): Duftstoff

Bester Akazienhonig und natürliches Bienenwachs verleihen brüchigem, strapaziertem Haar wertvolle Feuchtigkeit und lassen es herrlich glänzen, ohne es zu beschweren. Bei regelmäßiger Anwendung kann dadurch Spliss und Haarbruch entgegengewirkt werden.

Arbeite die Maske sorgfältig ins feuchte Haar ein. Nach einigen Minuten Einwirkzeit kannst du die Maske wieder gründlich auswaschen.

L'ORÉAL Deutschland GmbH Bereich Garnier, Johannstrasse 1, 40476, Düsseldorf, Deutschland, www.garnier.de

Bedenkliche Inhaltsstoffe und Kontroversen

Einige Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten stehen immer wieder in der Kritik. Dazu gehören:

  • Duftstoffe: Viele Duftstoffe können Allergien auslösen. Kontaktallergiker sollten besonders auf deklarationspflichtige Duftstoffe achten.
  • Palmöl: Inhaltsstoffe wie GLYCERIN, Cetearyl Alcohol und Caprylyl Glycol können aus Palmöl gewonnen werden. Der Anbau von Palmöl trägt zur Zerstörung von Regenwäldern und Torfgebieten bei, was massive Auswirkungen auf die Umwelt hat.
  • Konservierungsmittel: Einige Konservierungsmittel hemmen die Entwicklung von Mikroorganismen, können aber auch potenziell schädlich sein.

Folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der potenziell problematischen Inhaltsstoffe und ihre möglichen Auswirkungen:

Inhaltsstoff Mögliche Bedenken
Duftstoffe (Parfum, Linalool, Limonene, etc.) Allergiepotenzial
Palmöl-Derivate (Glycerin, Cetearyl Alcohol, etc.) Umweltbelastung durch Regenwaldzerstörung
Konservierungsmittel (Phenoxyethanol, Potassium Sorbate) Potenzielle Hautreizungen

Um Platz für Ölpalmplantagen zu schaffen, werden grosse Flächen von Regenwäldern gerodet. In Indonesien sind bereits über zwei Drittel der Regenwälder zerstört und zahllose Lebewesen vom Aussterben bedroht. Besonders der Orang-Utan, der weltweit nur in den Regenwäldern von Sumatra und Borneo vorkommt, ist in akuter Gefahr.

Durch die Waldzerstörung wird so viel Kohlendioxid freigesetzt, dass Indonesien zum drittgrössten Treibhausgasemittenten geworden ist - nach den USA und China. Dabei kommt ein grosser Teil des CO2 Ausstosses von der Zerstörung der Torfgebiete.

Die Ausdehnung der Palmölplantagen führt immer wieder zu sozialen Konflikten. Die einheimische Bevölkerung verliert ihr Land, welches ihnen als Lebensgrundlage dient, an die Palmölindustrie. Zusätzlich halten die Palmölfirmen dabei häufig ihre Versprechungen zur Kompensation gegenüber der Landbevölkerung nicht ein.

Deutschland verbraucht pro Jahr rund 1,8 Millionen Tonnen Palmöl. Der größte Anteil geht in Biodiesel (41 Prozent), dicht gefolgt von Nahrungs- und Futtermitteln (40 Prozent) sowie in die industrielle Verwendung etwa für Pharmazie oder Reinigungsmittel (17 Prozent). Palmöl findet sich in rund jedem zweiten Supermarktprodukt von Margarine, Pizzen und Süßwaren bis zu Kosmetika und Waschmitteln.

Palmöl kann als nachhaltig bezeichnet werden, wenn seine Produktion nicht zu Regenwald- und Torflandzerstörung und/oder zu sozialen Konflikten führt. Leider ist der Anteil an wirklich nachhaltigem Palmöl auf dem Markt aber noch sehr klein.

Fordere Hersteller aktiv dazu auf, kein Palmöl aus Regenwald- und Torflandzerstörung mehr zu verwenden. Das kannst Du über den jeweiligen Kundenservice oder über ein Kontaktformular tun. Je mehr KonsumentInnen wirklich nachhaltiges Palmöl verlangen, welches weder Regenwald- und Torflandzerstörung, Landkonflikte noch einen Verlust von Arten mit sich bringt, desto eher ist der Hersteller bereit etwas zu unternehmen.

Die Nachfrage nach Palmöl steigt weltweit stark. Doch die Palmölproduktion führt in Indonesien und Malaysia zur massiven Zerstörung von Regenwäldern und Torfgebieten.

Bewertung durch den Hautschutzengel

Damit ein Produkt vom Hautschutzengel bewertet und empfohlen werden kann, müssen die Inhaltsstoffe nachprüfbar sein und in der INCI-Tester Datenbank eingetragen sein. Der Hautschutzengel empfiehlt auch Produkte mit nicht ausschließlich unbedenklichen Inhaltsstoffen, wenn der Nutzen dem Risiko überwiegt und es keine wirkliche Alternative gibt. In der Bewertung der Zusammensetzung gibt es dafür natürlich einen Punktabzug. In der Hautschutzengel Datenbank kann jeder durch das gezielte Filtern selbst entscheiden, welche Faktoren ihm bei der Wahl seiner Kosmetikprodukte besonders wichtig sind.

Seit rund 10 Jahren hilft der Hautschutzengel seinen Usern, sich im Kosmetikdschungel besser zurecht zu finden und so ihre Hautprobleme zu besiegen! In Deutschland ist er der Einzige, der das 100% neutral und unabhängig von der Kosmetikindustrie tut.

#24 Palmöl in der Kosmetik: Vor- und Nachteile

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