Die Entfernung von Körperhaar ist ein wichtiger Bestandteil unseres Schönheitsideals und eine persönliche Entscheidung. Um beim Rasieren oder anderen Methoden der Haarentfernung die richtigen Entscheidungen zu treffen, ist es wichtig, Fakten von Mythen zu unterscheiden.
Wusstest du, dass deine Haare pro Tag durchschnittlich um 0,35 Millimeter wachsen? Dieses Wachstum ist unabhängig davon, ob du sie rasierst, schneidest oder ganz in Ruhe lässt. Das Gleiche gilt für andere Haare, obwohl diese zum Teil in einem anderen Rhythmus wachsen. Jedes Haar auf dem Körper, egal ob die feinen Augenbrauenhärchen oder die Haare auf dem Kopf, durchläuft drei Phasen: die Wachstums-, die Übergangs- und die Ruhephase.
Während des Haarwachstums wird die Haarwurzel von winzigen Blutgefäßen umgeben und ernährt. In der ersten Phase wächst ein Haar täglich 0,3 Millimeter, im Monat kommt es so auf ungefähr einen Zentimeter. Wichtig: Das ist nur ein Normwert - natürlich variiert die Länge von Mensch zu Mensch.
In der nächsten Phase, der Übergangsphase, wird das Wachstum beendet und das Haar entfernt sich peu à peu von der Wurzel und wird schließlich der Haut, bei den Kopfhaaren natürlich der Kopfhaut, entgegengeschoben. Zuletzt trennt sich jedes Haar dann in der Ruhephase völlig von der Wurzel - die Nährstoffversorgung wird gekappt und das Haar fällt früher oder später aus.
Alle drei Phasen zusammen dauern circa zwei bis sechs Jahre.
Wenn wir unsere Körperhaare rasieren, haben wir oft das Gefühl, dass sie schneller nachwachsen. Das stimmt jedoch nicht. Zwar lässt sich durch Waxing beeinflussen, in welcher Dicke neue Haare sprießen, aber wenn du sie schneidest oder rasierst, wachsen sie ganz normal nach.
Ein weiterer Mythos der Haarentfernung besagt, dass unsere Haare schneller und dicker nachwachsen, wenn wir sie rasieren. Das gilt laut der Legende vor allem für die Oberlippe und die Beinhaare. Jedoch stimmt auch diese Annahme nicht.
Die Haare wachsen an der Haarwurzel, also im Körper, unterhalb der Hautoberfläche. Und was ich mit meinem Haar außerhalb des Körpers mache, interessiert die Haarwurzel nicht; sie bekommt davon auch nichts mit. Haare sind tote Materie. Daher fließt auch keine Information von der Haarspitze zurück in die Haarwurzel. Anders ist das etwa bei einem Grashalm: Ein Grashalm ist lebendes Material. Wenn ich ihn abschneide, wächst er zwar nicht unbedingt schneller, bildet aber unterirdisch mehr Seitentriebe; ein gemähter Rasen wächst dadurch dichter. Bei den Haaren ist das nicht so.
Warum sich das Gerücht von den nach der Rasur schneller wachsenden Haaren trotzdem so hartnäckig hält, hat vielleicht folgenden Hintergrund: Wenn Haare nach dem Rasieren nachwachsen, fühlen es sich oft rau an und die nachwachsenden Haare sind oft dicker und sehen dunkler aus als vorher, vor allem nach einer Erstrasur.
Das hat aber folgenden Hintergrund: Wenn sich ein junger Mann zum ersten Mal rasiert, sind die jungen Barthaare an der Spitze noch relativ dünn und weich. Wenn er dieses Haar aber an einer relativ dicken Stelle abschneidet, sieht das nachwachsende Haar kräftiger aus als vorher .
Falsch! Unsere Haare wachsen weder schneller noch dicker noch dunkler nach, wenn wir sie rasieren. Warum sich dieser Mythos so hartnäckig hält, hängt an der Art der Haarentfernung beim Rasieren. Normalerweise verjüngt sich ein Haar von der Wurzel aus zu seiner Spitze hin. Wenn wir es rasieren, schneiden wir es in der Mitte ab - also dort, wo es am dicksten ist. Wächst das Haar nun nach, fehlt die dünne Haarspitze. Die bekannten Stoppeln entstehen. Dem entgegenwirken kann man nur, wenn man das Haar mitsamt seiner Wurzel entfernt.
Wie schnell Haare wachsen, hängt von verschiedenen Dingen ab: Von der Stelle am Körper, der Ernährung, den Hormonen, den Genen einer Person und sogar von der Jahreszeit. Dabei wachsen Kopfhaare um 1 bis 2 Zentimeter pro Monat. Ob Kopfhaar, Bart oder Körperhaare - wie schnell sie nachwachsen, kann man durch Haarschnitt oder Rasur nicht beeinflussen.
Die Information, dass das Haar geschnitten wurde, erreicht die Haarwurzel als Ort des Wachstums also nicht, sodass gar kein kompensierender Wachstumsschub entstehen kann. Neben nicht zu beeinflussenden, genetischen Faktoren bzw. der ethnischen Herkunft sind Ernährungsweise, Hormonhaushalt, Jahreszeit, Lebensabschnitt und Körperregion beim Haarwachstum mitbestimmend.
Für alle, die sich schneller wachsende Haare wünschen, eignen sich Hausmittel wie etwa Salbei, Rosmarin, Brennnessel und Petersilie. Auch spezielle Öle kurbeln das Haarwachstum an.
Die Zellen an der Haarwurzel bilden Keratin - besser bekannt als Haarprotein. Die Haare bestehen zu 90 Prozent aus diesem. Isst du viele Proteine, also Eiweiß, kannst du den Bildungsprozess von Keratin unterstützen. Außerdem sind Nährstoffe wie Zink, Eisen, Selen und Folsäure essentiell für das Haarwachstum. Vorsicht: Die Haare wachsen nicht, solange ein Mangel vorliegt.
Wieviel Proteine dein Körper am Tag ungefähr braucht, hängt von deinem Körpergewicht ab. Pi mal Daumen sind circa 0,8 Gramm pro Kilo Körpergewicht angemessen. Die Klassiker sind klar: Eier, Magerquark, Joghurt, Milch, Käse (besonders Parmesan) und verschiedene Fischsorten, zum Beispiel Lachs oder Forelle. Doch: Eiweißreich muss nicht gleich heißen, dass die Lebensmittel einen tierischen Ursprung haben müssen.
Für die Haarentfernung gibt es neben Waxing und Lasern auch unzählige Rasierer, die für die meisten Menschen zu den bevorzugten Methoden der Haarentfernung gehören. Sie sind schmerzlos und unkompliziert anzuwenden. Mehr Klingen haben jedoch vor allem den Vorteil, dass die Druckverteilung beim Rasieren besser funktioniert. Die Klingen sollten im richtigen Abstand zueinander angeordnet sein, um ein angenehmes Rasurgefühl zu erzeugen. Sie sind jedoch nicht unbedingt gründlicher. Viel wichtiger beim Rasieren ist nämlich, dass die Klingen scharf sind.
Obwohl der Rasierer das bevorzugte Mittel der Haarentfernung in Deutschland ist, neigen immer mehr Menschen dazu, sich die Haare per Waxing entfernen zu lassen. Beim Wachsen werden alle Härchen an der Wurzel ausgerissen, was zu Schmerzen führt. Grundsätzlich kann auch Waxing das Haarwachstum nicht aufhalten. Da es jedoch das gesamte Haar entfernt, dauert es länger, bis neue Stoppeln auftauchen. Da der Prozess recht teuer ist, greifen die meisten Frauen im Alltag nach wie vor zum Rasierer und nutzen Sugaring und Co. vor allem für besondere Anlässe.
Rasieren führt nicht automatisch zu eingewachsenen Härchen, aber es handelt sich um eine Möglichkeit. Auch bei anderen Methoden der Haarentfernung besteht ein Risiko für eingewachsene Haare. Das Peeling hilft zudem dabei, Gefahren wie eine trockene Haut oder Reizungen durch das Rasieren zu vermeiden. Wir empfehlen dir, ein Peeling ganz einfach selbst zu machen, beispielsweise aus Honig und Meersalz.
Für dauerhafte Haarentfernung werden spezielle Lasergeräte verwendet, die nur für diesen Einsatzzweck hergestellt und penibel kontrolliert wurden. Die Laserstrahlen treffen dabei sehr gezielt auf die Haarfollikel und dringen nicht tiefer in die Haut vor. Alle unnötigen und potenziell gefährlichen Wellenlängen des Lichts (beispielsweise UV-Licht) werden dabei herausgefiltert.
Vor 20 Jahren war es noch riskant, dunkle Hauttypen zu lasern. Denn die damaligen Laser konnten nicht zwischen den Farbpigmenten der Haare und denen der Haut unterscheiden. Moderne Lasergenerationen aber sind darauf abgestimmt. Mit ihnen lassen sich nahezu alle Haar- und Hauttypen behandeln. Der Nd:YAG-Laser zum Beispiel steuert zielgerichtet das Melanin im Haarfollikel an, ohne umliegendes Gewebe oder Pigmente zu schädigen.
| Methode | Dauer | Schmerz | Kosten | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|---|---|
| Rasieren | Kurz | Schmerzlos | Gering | Schnell, einfach | Kurze Ergebnisse, Hautirritationen möglich |
| Waxing | Mittel | Mittel bis Stark | Mittel | Langanhaltend, feine Haare | Schmerzhaft, teuer |
| Laser | Lang | Gering bis Mittel | Hoch | Dauerhaft, präzise | Teuer, mehrere Sitzungen nötig |
| Sugaring | Mittel | Mittel | Mittel | Hautschonend, entfernt feine Haare | Teuer, nicht überall verfügbar |
Die gute Nachricht lautet, dass du trotz der Mythen rund um die Haarentfernung durch das Rasieren keinen Nachteil erzeugst. Für welche Art der Haarentfernung du dich entscheidest, ist letztendlich Geschmackssache!
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