Vorstellungsgespräch: Bart ja oder nein?

Ein Vorstellungsgespräch ist ein wichtiges Ereignis im Berufsleben eines Menschen. Es stellt die Weichen für die berufliche Zukunft und sollte daher mit besonderem Fokus angegangen werden. Neben den Qualifikationen und dem persönlichen Auftreten spielt auch das äußere Erscheinungsbild eine große Rolle.

Der erste Eindruck zählt, und wie ein Bewerber bei einem Vorstellungsgespräch gekleidet ist und wie er sich gegenüber seinem potenziellen zukünftigen Arbeitgeber verhält, sind extrem wichtige Faktoren. Neben den äußeren Erscheinungsfaktoren spielt aber auch das Selbstvertrauen eine ausschlaggebende Rolle, denn es hilft Dir dabei, den besten ersten Eindruck zu machen. Ein passendes Outfit und ein gepflegtes Äußeres können für die ersten Pluspunkte sorgen.

In diesem Zusammenhang stellt sich oft die Frage: Sollte man sich für ein Vorstellungsgespräch den Bart abrasieren oder nicht? Um diese Frage zu beantworten, ist es wichtig, verschiedene Aspekte zu berücksichtigen.

Der Bart im Wandel der Zeit

Bärte unterliegen wie jede andere Modeerscheinung dem Geschmack des Zeitgeistes, dessen Geheimnisse nicht zu ergründen sind. Während der Rauschebart vor hundert Jahren die Autorität seines Trägers demonstrierte, wurde er Dekaden später zum Symbol revolutionärer Gesinnung. Heute erlebt das von der Kulturwelt totgesagte Accessoire der Männlichkeit eine Renaissance.

Waren es anfangs nur Schauspieler und Highsociety-Größen, die ihre Gesichtsbehaarung auf dem roten Teppich oder in Hochglanzmagazinen präsentierten, haben Bärte den Mainstream erobert und sind omnipräsent.

Bärte und Karriere

Grundsätzlich ist zu beobachten, dass der Bart im Business angekommen ist. Anstelle einer glatt rasierten Gesichtshaut signalisiert der Bart positive maskuline Tugenden wie Selbstbewusstsein, Tatkraft und Durchsetzungsvermögen. Der Bart ist daher das perfekte Attribut für das Erklimmen der Karriereleiter. Natürlich sprechen wir hier von gepflegten und gestylten Bärten und nicht jenen, die als Zeichen der Vernachlässigung zu deuten sind.

Aller Vorurteile zum Trotz hat sich in der modernen Geschäftswelt herumgesprochen, dass Bartträger keine suspekten Charaktere sind, sondern Männer, die ihren eigenen Stil haben und stolz das Attribut der Maskulinität tragen. So lange die Pflege des Barts nicht vernachlässigt wird und sein Träger dazu einen guten Job macht, werden Bärte toleriert.

Die Branche als wichtiger Faktor

Die positiven Assoziationen, die mit beispielsweise gepflegten drei Tage Bärten verbunden werden, finden aber nicht in allen Bereichen des Business die gleiche Akzeptanz. In konservativen Kreisen der Wirtschaft verstoßen Bärte gegen Stylingregeln. Im Consulting, in der Finanzbranche oder in der gehobenen Gastronomie entsprechen Bartträger in vielen Fällen noch immer nicht den Vorstellungen der Geschäftsleitung.

Wer eine Karriere in der Unternehmensberatung anstrebt oder die obersten Sprossen der Karriereleiter erklimmen möchte, sollte laut Studien führender Experten für Business Behaviour auf die tägliche Rasur nicht verzichten.

Die Position im Unternehmen

Die Außenwirkung des Bartes hängt nicht ausschließlich von der Branche ab, sondern auch von der Position, die der Bartträger innehat, beziehungsweise einnehmen möchte. Die Bartfrage korreliert hier mit der Stellung im Unternehmen. Wenn auch Molière einst meinte: Macht ist da, wo die Bärte sind - sind sie heute im höheren Management schon häufiger zu sehen, aber spätestens in den Vorstandsetagen noch immer eine Rarität.

Tipps für das Vorstellungsgespräch mit Bart

Wer mit seinem geliebten Bart zum Vorstellungsgespräch kommen möchte, sollte zuvor mit Bartöl, Kamm und Co. arbeiten, um den bestmöglichen Eindruck zu hinterlassen. Beim kleinsten Zweifel im Gefühl, empfiehlt es sich allerding den Bart zu rasieren und ihn, wie bereits beschrieben, später wieder neu wachsen zu lassen.

Ganz vorne steht die Pflege von Haut, Haar und Bart. Ebenso wie die passende Frisur, sollte auch die Bartform gut gewählt werden - was passt ins Business und was steht mir? Wenn das Erscheinungsbild nach täglicher Pflege und nicht nach Verwahrlosung aussieht, kann so viel nicht mehr schief gehen.

Sollte Sie einen extrem dichten Bartwuchs mit sehr dunklen Haaren besitzen, sollten Sie ebenfalls über eine Rasur nachdenken. Alternativ kann ein helles Hemd die Wirkung verbessern. Wenn Gesicht und Kleidung durchgängig dunkel gefärbt sind, gleitet der Eindruck leicht ins Negative ab.

Barttypen und ihre Wirkung

Im Job sollten Bartformen aber mit Bedacht gewählt werden. Exotische Bärte sind etwas für Individualisten, nicht für Karrieristen. Wie auch immer der Zeitgeist tickt, es gibt auch für Bärte ein No-Go im Business. Ein dünnes Oberlippenbärtchen könnte in der Chefetage sehr schnell kratzen.

Bartformen, die in moderater Länge bis zu drei Zentimetern Kinn und Wangen bedecken wie der „Rap Industry Standard“ oder die “Schifferkrause“, sind im Business tragbar. Sie statten ihre Träger mit den positiven Eigenschaften wie Dynamik, Durchsetzungskraft und Autorität aus. Attribute, die in der Geschäftswelt gefragt sind.

Klare Kante zeigen: Wer mit Bart oben ankommen möchte, muss ihn pflegen. Oberste Regel bei der Bartpflege ist die klare Kante. Da Barthaare nicht gleichmäßig wachsen, sollte auch das Trimmen zur täglichen Bartpflege gehören.

Bart wachsen lassen? · Die 5 wichtigsten Tipps! · Brooklyn Soap Company

Hier ist eine Tabelle, die verschiedene Barttypen und ihre Eignung für das Vorstellungsgespräch zusammenfasst:

Barttyp Beschreibung Eignung für Vorstellungsgespräch
Glatt rasiert Kein Bart vorhanden Immer geeignet, besonders in konservativen Branchen
Drei-Tage-Bart Kurzer, gepflegter Bart Geeignet, wenn gepflegt und zur Branche passend
Vollbart Längerer, voller Bart Kann geeignet sein, wenn gepflegt und gestylt, aber in konservativen Branchen eher ungeeignet
Schnurrbart Bart oberhalb der Oberlippe Geeignet, wenn kurz gehalten und gepflegt
Goatee (Ziegenbart) Bart nur am Kinn Eher ungeeignet, da oft negativ assoziiert
Chin Puff Kleiner Bartstreifen unterhalb der Unterlippe Eher ungeeignet, da lässig und verrucht wirkend

Letztlich geht es darum, an vielen kleinen Stellschrauben die Bewerbungschancen zu Ihren Gunsten zu beeinflussen. Als Faustregel können Sie sich merken: Je konservativer die Branche, desto klassischer sollte auch die Bewerbungsfrisur sein.

Selbstvertrauen kommt von innen. Du weißt selbst am besten, was das Richtige für Dich ist - ob glattrasiert oder mit einem gut getrimmten Bart. Allerdings gibt es einige besondere Aspekte, die Du bei einem Bewerbungsgespräch zu achten.

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