Ursachen von Schuppen: Ein umfassender Überblick

Schuppen sind ein weit verbreitetes Problem, von dem viele Menschen betroffen sind. Sie können nicht nur unansehnlich sein, sondern auch Juckreiz und Reizungen der Kopfhaut verursachen. Um Schuppen effektiv zu behandeln, ist es wichtig, die Ursachen zu verstehen.

Was sind Schuppen?

Schuppen sind Ansammlungen abgestorbener Hautzellen auf der Kopfhaut. Jeder Mensch produziert Schuppen, aber sie werden erst dann sichtbar, wenn die Haut die Zellen zu schnell abstößt und diese verklumpen. Typisch ist eine juckende Kopfhaut, die darauf hindeutet, dass die Kopfhaut gereizt ist.

Es gibt zwei Arten von Schuppen:

  • Trockene Schuppen: Kleine, weiße Schuppen, die leicht vom Kopf rieseln. Sie entstehen meist durch trockene Kopfhaut, Heizungsluft, austrocknende Shampoos oder heißes Klima.
  • Fettige Schuppen: Größere, gelbliche Schuppen, die sich ölig anfühlen. Sie entstehen durch eine erhöhte Talgproduktion und haften am Haar.

Ursachen für Schuppen

Schuppen werden schlichtweg durch eine beschleunigte Zellerneuerung verursacht. Epidermiszellen werden normalerweise innerhalb von 21 bis 28 Tagen erneuert. Im Falle von Schuppen werden sie schneller erneuert, innerhalb von 5 bis 14 Tagen. Diese Zeit reicht nicht mehr aus, um die Zellen an der Oberfläche nach und nach zu eliminieren, stattdessen sammeln sie sich als eine Masse von Ablagerungen (Klumpen von abgestorbenen Epidermiszellen) an, die als Schuppen bezeichnet werden.

Die Beschleunigung der Zellerneuerung wird durch eine Störung der Kopfhaut verursacht, die durch zahlreiche Mechanismen ausgelöst werden kann:

1. Defekte oder übermäßige Talgsekretion der Talgdrüsen

Talg spielt eine wichtige Rolle bei der Hydratation von Haut und Kopfhaut und schützt vor äußeren Einflüssen. Wenn zu wenig Talg produziert wird, wird die Haut trocken. Wenn zu viel Talg produziert wird, fördert es das Wachstum eines Hefepilzes der Gattung Malassezia, der zur Entstehung von Schuppen beiträgt.

2. Proliferation von Malassezia-Hefen

Hefen der Gattung Malassezia sind von Natur aus auf der Oberfläche der Kopfhaut vorhanden. Bei Schuppen vermehren sie sich übermäßig. Sie sind lipophil und ernähren sich von Lipiden im Talg. Je mehr sie sich ernähren, desto mehr entwickeln sie sich, was zu Entzündungen und Irritationen der Haut führen und somit wiederum eine Abschuppung verursachen kann.

3. Individuelle Empfindlichkeit der Kopfhaut

Manche Menschen mit einer fettigen oder trockenen Kopfhaut entwickeln Schuppen, andere nicht. Diese Variabilität und Empfindlichkeit ist individuell für jeden Einzelnen und spiegelt eine Veranlagung zur Schuppenbildung wider.

Weitere Faktoren, die Schuppen verursachen können:

  • Äußere Faktoren: Zu häufiges Waschen der Haare, ungeeignete Pflegeprodukte, heißes Föhnen, Heizungsluft, trockenes Klima.
  • Hormonschwankungen: Pubertät, Wechseljahre, Schwangerschaft.
  • Stress: Psychische Belastungen können den Stoffwechsel der Hornhaut beeinflussen.
  • Erkrankungen: Schuppenflechte (Psoriasis), Neurodermitis (atopisches Ekzem), seborrhoisches Ekzem, Kontaktallergien.

Fünf individuelle Tipps gegen Schuppen I Die Techniker

Was tun gegen Schuppen?

In den meisten Fällen lassen sich Schuppen ohne ärztliche Behandlung mildern. Hier sind einige Tipps:

  • Wählen Sie das richtige Shampoo: Verwenden Sie ein Anti-Schuppen-Shampoo, das für Ihren Kopfhauttyp geeignet ist (trocken oder fettig).
  • Waschen Sie Ihre Haare nicht zu oft: Waschen Sie Ihre Haare nur jeden zweiten oder dritten Tag.
  • Verwenden Sie lauwarmes Wasser: Heißes Wasser kann die Kopfhaut zusätzlich beanspruchen.
  • Föhnen Sie Ihre Haare nicht zu heiß: Lassen Sie Ihre Haare nach Möglichkeit lufttrocknen oder verwenden Sie eine niedrige Temperaturstufe beim Föhnen.
  • Vermeiden Sie spitze Kämme und Bürsten: Verwenden Sie stattdessen Wildschweinborstenbürsten.
  • Schützen Sie Ihre Kopfhaut vor der Sonne: Tragen Sie bei Bedarf eine Kopfbedeckung oder ein Sonnenschutzmittel auf.

Bei hartnäckigen Schuppen können Sie auf spezielle apothekenpflichtige Wirkstoffe wie Selen-Disulfide zurückgreifen. Selen-Disulfide können zu einer Verringerung von Haarschuppen innerhalb von drei bis vier Wochen beitragen.

Hausmittel gegen Schuppen:

  • Olivenöl: Massieren Sie bei trockener Kopfhaut einmal wöchentlich einen Tropfen Olivenöl in Ihr Haar und lassen Sie es auf der Kopfhaut einziehen.
  • Apfelessig: Mischen Sie 60 ml Apfelessig mit 60 ml Wasser und verteilen Sie die Mischung auf der Kopfhaut. Wickeln Sie die Haare in ein Handtuch und lassen Sie die Tinktur 15 Minuten bis maximal einer Stunde einwirken.
  • Teebaumöl: Geben Sie ein paar Tropfen Teebaumöl in Ihr Shampoo und waschen Sie Ihre Haare wie gewohnt.

Nahrungsergänzungsmittel gegen Schuppen:

  • Leinsamenöl
  • Zink

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zwischen trockenen und fettigen Schuppen zusammen:

Merkmal Trockene Schuppen Fettige Schuppen
Aussehen Klein, weiß, rieselt leicht Größer, gelblich, ölig
Ursache Trockene Kopfhaut, äußere Faktoren Erhöhte Talgproduktion, Malassezia-Hefen
Behandlung Feuchtigkeitsspendende Shampoos, milde Pflege Anti-Schuppen-Shampoos, die gegen fettige Kopfhaut wirken

Wann sollte man zum Arzt gehen?

In folgenden Fällen ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen:

  • Schuppenbildung, die länger als einen Monat besteht oder immer wiederkehrt
  • Starker Juckreiz, Rötung oder Schwellung der Kopfhaut
  • Haarausfall
  • Brennen oder Entzündung der Kopfhaut
  • Nässende oder verkrustete Stellen auf der Kopfhaut

Der Arzt kann die Ursache der Schuppen feststellen und eine geeignete Therapie vorschlagen.

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