Schuppen sind ein weit verbreitetes Problem, von dem viele Menschen betroffen sind. Sie können nicht nur unansehnlich sein, sondern auch Juckreiz und Reizungen der Kopfhaut verursachen. Um Schuppen effektiv zu behandeln, ist es wichtig, die Ursachen zu verstehen.
Schuppen sind Ansammlungen abgestorbener Hautzellen auf der Kopfhaut. Jeder Mensch produziert Schuppen, aber sie werden erst dann sichtbar, wenn die Haut die Zellen zu schnell abstößt und diese verklumpen. Typisch ist eine juckende Kopfhaut, die darauf hindeutet, dass die Kopfhaut gereizt ist.
Es gibt zwei Arten von Schuppen:
Schuppen werden schlichtweg durch eine beschleunigte Zellerneuerung verursacht. Epidermiszellen werden normalerweise innerhalb von 21 bis 28 Tagen erneuert. Im Falle von Schuppen werden sie schneller erneuert, innerhalb von 5 bis 14 Tagen. Diese Zeit reicht nicht mehr aus, um die Zellen an der Oberfläche nach und nach zu eliminieren, stattdessen sammeln sie sich als eine Masse von Ablagerungen (Klumpen von abgestorbenen Epidermiszellen) an, die als Schuppen bezeichnet werden.
Die Beschleunigung der Zellerneuerung wird durch eine Störung der Kopfhaut verursacht, die durch zahlreiche Mechanismen ausgelöst werden kann:
Talg spielt eine wichtige Rolle bei der Hydratation von Haut und Kopfhaut und schützt vor äußeren Einflüssen. Wenn zu wenig Talg produziert wird, wird die Haut trocken. Wenn zu viel Talg produziert wird, fördert es das Wachstum eines Hefepilzes der Gattung Malassezia, der zur Entstehung von Schuppen beiträgt.
Hefen der Gattung Malassezia sind von Natur aus auf der Oberfläche der Kopfhaut vorhanden. Bei Schuppen vermehren sie sich übermäßig. Sie sind lipophil und ernähren sich von Lipiden im Talg. Je mehr sie sich ernähren, desto mehr entwickeln sie sich, was zu Entzündungen und Irritationen der Haut führen und somit wiederum eine Abschuppung verursachen kann.
Manche Menschen mit einer fettigen oder trockenen Kopfhaut entwickeln Schuppen, andere nicht. Diese Variabilität und Empfindlichkeit ist individuell für jeden Einzelnen und spiegelt eine Veranlagung zur Schuppenbildung wider.
In den meisten Fällen lassen sich Schuppen ohne ärztliche Behandlung mildern. Hier sind einige Tipps:
Bei hartnäckigen Schuppen können Sie auf spezielle apothekenpflichtige Wirkstoffe wie Selen-Disulfide zurückgreifen. Selen-Disulfide können zu einer Verringerung von Haarschuppen innerhalb von drei bis vier Wochen beitragen.
Hausmittel gegen Schuppen:
Nahrungsergänzungsmittel gegen Schuppen:
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zwischen trockenen und fettigen Schuppen zusammen:
| Merkmal | Trockene Schuppen | Fettige Schuppen |
|---|---|---|
| Aussehen | Klein, weiß, rieselt leicht | Größer, gelblich, ölig |
| Ursache | Trockene Kopfhaut, äußere Faktoren | Erhöhte Talgproduktion, Malassezia-Hefen |
| Behandlung | Feuchtigkeitsspendende Shampoos, milde Pflege | Anti-Schuppen-Shampoos, die gegen fettige Kopfhaut wirken |
In folgenden Fällen ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen:
Der Arzt kann die Ursache der Schuppen feststellen und eine geeignete Therapie vorschlagen.
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