Die Welt der Vögel ist reich an Vielfalt, und einige Arten zeichnen sich durch besondere Merkmale aus. Dazu gehören die Bartvögel, der Bartgeier und die Rohrammer, die alle auf ihre Weise einzigartig sind.
Die Bartvögel zählen zu der Familie der Spechtvögel. Ihren Namen erhielten die Bartvögel durch die am Schnabelgrund der Vögel wachsenden sehr harten Borsten.
Weltweit wurden bisher 82 Bartvogel-Arten festgestellt, die sich in 13 verschiedene Gattungen untergliedern. In Afrika sind 42 Bartvogel-Arten festgestellt worden, in den asiatischen Wäldern 26 Arten. In Europa kommen keine Bartvögel vor. Dafür sind sie auf dem amerikanischen Kontinent mit 14 Arten vertreten.
Ein Bartvogel im Kruger National Park
Bartvögel treten nicht in Gruppen oder Schwärmen auf, sie sind Einzelgänger. Nur während der Brutzeit treten Bartvögel paarweise auf. Bartvögel sind ausnahmslos Höhlenbrüter. Mit ihren kräftigen Schnäbeln zimmern sie ihre Bruthöhlen in meist morsches Holz. Leerstehende Spechthöhlen werden gerne zur Brut angenommen.
Eine Sonderstellung innerhalb der Gruppe der Bartvögel stellen die Tukan-Bartvögel (Zinkenschnäbel) dar. Die Familie der Tukan-Bartvögel umfasst zwei Arten, den Tukan-Bartvogel und den Azteken-Bartvogel.
Der Bartgeier verdankt seinen Namen dem auffälligen Kinnbart, den sowohl Männchen als auch Weibchen tragen.
Ein junger Bartgeier
Die großen Greife wiegen maximal 7 Kilogramm und können auch mit wenig Aufwind weite Strecken segeln. Ihre Horste legen sie in Felsnischen an. Diese sind bis zu 3 Meter breit und 2 Meter hoch und werden mit Fell, Federn, Papier und Lappen weich gepolstert. Bartgeier bevorzugen das felsige Gelände der Gebirge, oberhalb der Baumgrenze. In Landschaften mit großen Höhenunterschieden, Schluchten und guter Thermik fühlen sie sich wohl. Bartgeier bleiben ihrem Standort treu.
Diese majestätischen Vögel ernähren sich ausschließlich von Aas und Knochen. Ihre Magensäure ist die sauerste im ganzen Tierreich. So können sie die Knochen fast komplett verdauen und sich die Nährstoffe erschließen. Außerhalb der Balz sind Bartgeier überwiegend stumm. Zur Balzzeit stößt das Männchen laute Triller aus.
Der König der Lüfte wurde aufgrund seines unberechtigt schlechten Rufes als Lämmer- und Kindergeier 1913 im Alpenraum ausgerottet. Erfolgreiche Wiederansiedlungsprojekte konnten diesen imposanten Greifvogel zurückholen. Bartgeier können Sie bei uns in den gesamten Alpen sporadisch beobachten. Im Allgäu werden aktuell die meisten Sichtungen vermeldet.
Der Bartgeier ist vom Steinadler durch seine Größe, die langgestreckte Gestalt und die hellorange Unterseite zu unterscheiden.
Der NABU setzt sich dafür ein, die Vielfalt unserer Tierwelt für unsere Kinder und Enkelkinder zu bewahren. Dabei brauchen wir Ihre Hilfe!
Die auffällig gezeichnete Rohrammer ist ein kleiner vorwitziger Vogel, der sich wunderbar beobachten lässt. An seinem dunklen Kopf mit dem weißen Schnurrbart erkennet man ihn schnell. Seine Scheu hat er weitestgehend verloren und sucht sich mittlerweile immer häufiger auch in der Nähe des Menschen geeignete Brutplätze.
Eine Rohrammer
Das Männchen hat im Prachtkleid einen charakteristisch schwarz gefärbten Kopf mit weißen schnurrbartähnlichen Streifen. Auch der Nacken ist deutlich weiß. Der Bauch ist hell, die Oberseite braun und beige mit dunklen Streifen. Zur Balzzeit singt das Männchen gerne hoch an einem Schilfrohr sitzend.
Das Weibchen baut das Nest tief im Schilf, dicht über dem Boden oder Wasser. Die Rohrammer ist flink und geschäftig. Sie fliegt bei Störungen hüpfend auf und verschwindet schnell im Schilf. Rohrammern sind typische Bewohner von Schilf- und Seggengebieten in der Nähe von Gewässern und Feuchtwiesen. Rohrammern sieht man überwiegend das ganze Jahr bei uns.
Der Ruf der Rohrammer ist ein langgezogenes sanft abfallendes „psüüü“. Auch kurze, scharfe „zi zi“-Laute hört man hin und wieder von ihr. Von April bis Mai können Sie den Männchen bei der Balz zugucken.
Das kommt nicht zuletzt durch den Rückgang seines natürlichen Lebensraumes. Helfen Sie unseren Zugvögeln, in ihren Brutgebieten und auf ihrer gefährlichen Reise zu überleben. Der NABU setzt sich dafür ein, die Vielfalt unserer Tierwelt für unsere Kinder und Enkelkinder zu bewahren. Dabei brauchen wir Ihre Hilfe!
Der Rotohrbülbül wird 18-20.5 cm lang und 25-31 g schwer. Seine Oberseite ist braun, die Unterseite weiß. Oberkopf und Haube sind schwarz, die Wangen sind weiß mit rotem Ohrfleck. Der lange Schwanz ist dunkelbraun mit weißen Federspitzen. Der Bürzel ist orange.
Rotohrbülbüls gehören in ihrem Verbreitungsgebiet zu den häufigsten Bewohnern von Gärten im Siedlungsraum, wo sie auf den Zweigspitzen von Gebüschen sitzend durch ihre lärmenden Stimmen auf sich aufmerksam machen. Sie ernähren sich von Früchten, Nektar, Knospen und Insekten, nehmen aber auch Küchenabfälle.
Das napfförmige Nest wird meist im Geäst von Bäumen oder Sträuchern errichtet, bisweilen aber auch am Boden, an Gebäuden oder anderen Orten. Das Gelege von 1-3 Eiern wird während 11-14 Tagen bebrütet. Die Jungen werden mit 11-14 Tagen flügge.
Der Rotohrbülbül wurde 1758 von Carl von LINNÉ als "Lanius jocosus", also als Würger, erstmals wissenschaftlich beschrieben. Die heute gültige Gattungsbezeichnung Pycnonotus wurde 1826 von dem holsteinischen Naturkundler Friedrich BOIE eingeführt.
Der Rotohrbülbül ist zwar nicht gefährdet, aber seine Bestände nehmen ab. Nicht zuletzt deshalb, weil er in Süd- und Südostasien ein beliebter Käfigvogel ist und für diesen Zweck häufig, oft illegal, der Natur entnommen wird. Er ist daher ein guter Aufhänger für Aufrufe und Maßnahmen zum Schutz der Singvögel, wie sie z.B. 2017-2019 im Rahmen der "Silent Forest"-Kampagne der EAZA getätigt wurden.
Der internationale Handel ist unter CITES nicht geregelt. Der Rotohrbülbül wird gebietsweise zur Gewinnung von Fleisch gejagt und für den lokalen oder nationalen Heimtierhandel gefangen. In Thailand ist er vermutlich der am häufigsten gehaltene Käfigvogel. Es gibt dort rund 50'000 in Vereinen organisierte Halter, von denen jeder mindestens 5-10 Vögel besitzt, manche 30 und mehr.
Erwerb und Abgabe, Haltung, Zucht, Aufzucht, Transport und Freilassen von Rotohr-Bülbüls sind nach Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Oktober 2014 betreffend invasive Arten seit Juli 2025 verboten.
Der Rotohrbülbül kann mit dem nahe verwandten Weißohrbülbül und anderen Bülbüls hybridisieren, die Arten sollten daher getrennt gehalten werden. Bülbüls können gemeinsam mit Fasanen, anderen Hühnervögeln und Tauben vergesellschaftet werden und schreiten dabei auch zur Brut.
Die 2. Tierhaltungsverordnung Österreichs (Stand 2024) schreibt für ein Paar Bülbüls einen Käfig mit den Mindestmaßen 200x100x100 cm (LxBxH) vor. Bei der Haltung in Außenvolieren muss ein Schutzraum mit einer Grundfläche von 1 m² vorhanden sein. Die Voliere ist dicht mit Sträuchern, Laubgehölzen oder Koniferen auszustatten.
Südostasien: Bangladesch, Bhutan, China, Indien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Burma, Nepal, Thailand, Vietnam.
Die Art wird in über 60 Zoos gezeigt, die sich zu etwa 40% im deutschsprachigen Raum befinden.
Die Vögel in den Allgäuer Hochalpen und im Karwendelgebirge richtig bestimmen. Im LBV-Wiki finden Sie alle Informationen, die Sie dafür benötigen. Wir haben Ihnen die Steckbriefe der 21 häufigsten Alpenvögel zusammengestellt. Zählen Sie auch bei Faszination Alpenvögel mit. Und nun viel Spaß beim Erforschen der heimischen Alpenvogelwelt!
„Vögel in Deutschland - Alpenvögel“ informiert auf über 80 Seiten über die Beteiligungsmöglichkeiten im neu aufgestellten Alpenvogelmonitoring und stellt aktuelle Forschungsergebnisse zur Ökologie von Alpenvögeln vor. Praktische Tipps zur Kartierung in den Alpen sowie übersichtliche Informationen zu dem Bestand der vulnerablen Arten und den aktuellen Erfassungsmöglichkeiten runden das Heft ab.
Meist ist man beim Wandern sehr auf den vor einem liegenden Weg konzentriert, so dass Vogelbeobachtungen oft nur möglich sind, wenn man seine Wanderung unterbricht. Rufende Birkhähne im Tageseinstang sind weit hin zu hören. Beim Anblick von Raufußhühnern (z.B. Beim Übergang von Lebensräumen, z.B. Es gilt außerdem generell: Bitte konzentrieren Sie sich auf den vor Ihnen liegenden Weg - wenn Ihnen während der Wanderung Vögel auffallen, bleiben Sie bitte stehen. Bitte beachten Sie die alpinen Gefahren!
tags: #Vogel #mit #Schnurrbart #Arten
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.