Schätzungsweise fünf Millionen Haare hat ein Mensch insgesamt, etwa 100.000 davon befinden sich auf dem Kopf und tragen zum äußeren Erscheinungsbild bei. Haare bestehen aus Keratin - einem Stoff, der auch Hornhaut und Nägel aufbaut. Durchschnittlich wachsen Haare rund 0,3 Millimeter pro Tag. Gleichzeitig fallen jeden Tag etwa 50 bis 100 Haare aus. Das ist völlig normal.
Dicke, glänzende und volle Haare sind der Traum vieler Frauen und Männer. Doch leider ist nicht jeder von Natur aus mit einer Haarpracht gesegnet. Auch äußere Einflüsse wie Umweltverschmutzung, falsche Pflege oder Stress können das Haarwachstum beeinträchtigen und zu dünnerem oder brüchigem Haar führen.
Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen kann sich negativ auf das Haarwachstum auswirken. Insbesondere die Vitamine A, Biotin (B7), C, D und E sowie das Spurenelement Zink sind für die Haargesundheit von Bedeutung. Aber auch eine unzureichende Versorgung mit wichtigen Mikronährstoffen wird oft übersehen und kann die Haargesundheit stark beeinträchtigen.
Welche Vitamine sind gut für die Haare? Neben Mineralstoffen wie Zink sind vor allem verschiedene Vitamine für die Haare sehr wichtig: Eine ausreichende Versorgung mit diesen Substanzen trägt dazu bei, dass die Haare kräftig und gesund aussehen und gut nachwachsen. Auf einen Mangel reagieren sie sehr sensibel - ebenso wie auf Stress und Rauchen, also Situationen, die den Vitaminbedarf erhöhen können.
Vitamine spielen eine wichtige Rolle für die Gesundheit des Haares. Ein Mangel an bestimmten Vitaminen kann das Haarwachstum beeinträchtigen, da die Haarfollikel ausreichend Nährstoffe benötigen. Hier sind einige der wichtigsten Vitamine, die für gesundes Haarwachstum unerlässlich sind:
Vitamin D spielt eine entscheidende Rolle im Haarzyklus. Es hilft, neue Haarfollikel zu stimulieren und bestehende zu erhalten. Das ist wesentlich für das Wachstum und die Regeneration von Haaren.
Laut einer wissenschaftlichen Übersichtsarbeit, die im International Journal of Molecular Sciences erschienen ist, konnten Studien außerdem zeigen, dass ein Mangel an Vitamin D zu Störungen im Haarfollikelzyklus führen kann, was zu vermehrtem Haarausfall und dünner werdendem Haar führt.
Der Haarfollikelzyklus wird in drei Phasen aufgeteilt: Während der Anagen-Phase wächst das Haar, in der Katagen-Phase stoppt das Wachstum, bis das Haar schließlich in der Telogenphase abstirbt und ausfällt. Der gesamte Zyklus kann bis zu sieben Jahre andauern. Bei einem Vitamin-D-Mangel verkürzen sich die einzelnen Phasen und es kann zu Haarausfall kommen.
Haarausfall wird diagnostiziert, wenn täglich über einen längeren Zeitraum mehr als 100 Haare ausfallen, was auf Störungen im Haarwachstumszyklus hinweisen kann. Wie das Forschungsnetzwerk Cochrane berichtet, ist die "häufigste Art von Haarausfall bei Frauen (...) FPHL, auch bekannt als androgenetische Alopezie (anlagebedingter Haarausfall)." Englisch heißt die Art "female pattern hair loss", deshalb auch die Abkürzung FPHL.
Probleme mit Haarausfall können jeden treffen. Es gibt viele verschiedene Faktoren, die zu geschwächten Haarfollikeln beitragen - manchmal sind es gesundheitliche Gründe, manchmal genügt eine Änderung der Haarpflege. Die Liste der Gründe, warum wir uns nicht an schönem, dichtem Haar erfreuen können, ist wirklich lang.
Bei Verdacht auf Vitaminmangel sollten Sie einen Arzt aufsuchen, mithilfe einer Blutanalyse haben Sie rasch Klarheit. In den meisten Fällen erholen sich die Haarwurzeln und nehmen ihre normale Funktion wieder auf, sobald der Mangelzustand behoben ist. In manchen Fällen ist es jedoch möglich, dass die Haarfollikel geschädigt sind und sich nicht mehr erholen können. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn der Mangelzustand über einen längeren Zeitraum bestanden hat oder andere Ursachen hinzukommen.
Bei Patienten, die unter anlagebedingtem Haarausfall leiden, wird häufig ein Vitamin-D-Mangel festgestellt.
Weitere Ursachen für Haarausfall können der kreisrunde Haarausfall, eine Autoimmunerkrankung, oder die androgenetische Alopezie sein.
Vitamin D stellt eine Besonderheit unter den Vitaminen dar. Zwar kann es über die Nahrung aufgenommen werden. Die Zufuhr über Lebensmittel reicht aber nicht aus. Allerdings wird Vitamin D auch durch Sonnenbestrahlung gebildet. Halten Sie sich also ausreichend im Freien auf, ist ein Mangel nicht zu befürchten. Ein täglicher Spaziergang ist deshalb vor allem im Winter wichtig.
Vitamin D ist das einzige Vitamin, das der Körper selbst herstellen kann. Dafür braucht er aber genügend Sonnenstrahlen am Tag. Ein Aufenthalt im Freien ist notwendig, um den täglichen Bedarf an Vitamin D zu decken, wie das Robert Koch-Institut (RKI) betont. Der Körper benötigt UV-B-Strahlung in einer spezifischen Wellenlänge - nämlich zwischen 290 und 315 Nanometern - um ausreichend Vitamin D zu produzieren.
In Deutschland müssen Menschen mit heller Haut laut dem Schweizer Bundesamt für Gesundheit im Winter teilweise bis zu 2,5 Stunden täglich im Freien verbringen, um genug Vitamin D zu synthetisieren. Personen mit dunklerer Haut können im Winter hierzulande kaum oder gar nicht die benötigten Werte erreichen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren eine tägliche Zufuhr von Vitamin A von 700 bis 850 Mikrogramm pro Tag. In Industrieländern lässt sich der Bedarf an Vitamin A problemlos über die Ernährung decken. Süßkartoffeln, Karotten, Leberwurst, Spinat und Grünkohl sind beispielsweise gute Lieferanten.
Die empfohlene Tagesmenge laut DGE liegt für Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene bei 40 Mikrogramm Biotin und 11 bis 17 Milligramm Niacin pro Tag. Für Pantothensäure (B5) empfiehlt die DGE fünf Gramm pro Tag. Beim Vitamin B6 sollten es täglich 1,4 Milligramm (Frauen) bzw. 1,6 Milligramm (Männer) sein. Von Folsäure sollten Jugendliche und Erwachsene pro Tag 300 Mikrogramm, Schwangere 550 Mikrogramm zu sich nehmen.
Die empfohlene Tagesmenge an Vitamin C liegt bei Erwachsenen durchschnittlich bei 95 bis 110 Milligramm. Sie können den Bedarf über die Ernährung decken: Vitamin C ist beispielsweise enthalten in Hagebutten, Zitronen, Brokkoli, Paprika und Orangen.
Die empfohlene Zufuhr für Vitamin E bei Jugendlichen ab 15 Jahren und Erwachsenen liegt laut DGE zwischen 11 und 15 Milligramm pro Tag. Es ist beispielsweise in Weizenkeimöl, Himbeeren, Wirsing, Tomaten und Mandeln enthalten.
| Vitamin | Empfohlene Tagesdosis (Erwachsene) | Lebensmittelquellen |
|---|---|---|
| Vitamin A | 700-850 Mikrogramm | Süßkartoffeln, Karotten, Leberwurst, Spinat, Grünkohl |
| Biotin (B7) | 40 Mikrogramm | Leber, Hülsenfrüchte, Nüsse, Pilze, Spinat |
| Niacin (B3) | 11-17 Milligramm | Fisch, Milchprodukte, Geflügel, Eier |
| Vitamin C | 95-110 Milligramm | Hagebutten, Zitronen, Brokkoli, Paprika, Orangen |
| Vitamin D | Variiert (abhängig von Sonnenexposition) | Fetter Fisch (Lachs, Hering), Eier, angereicherte Lebensmittel |
| Vitamin E | 11-15 Milligramm | Weizenkeimöl, Himbeeren, Wirsing, Tomaten, Mandeln |
Haarausfall ist bis zu einem bestimmten Maße völlig normal. Sind es mehr als 100 Haare täglich oder fallen mehr Haare aus als nachwachsen, sprechen Mediziner jedoch von krankhaftem Haarausfall.
Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Neben einer erblichen Veranlagung, können beispielsweise auch Stress und eine ungesunde Lebensweise den Haarausfall begünstigen. So benötigt der menschliche Organismus eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung, um die Zellbildung aufrecht zu erhalten. Diese ist auch beim Haarwachstum wichtig.
Damit die Zellen also schnell wachsen können, brauchen sie bestimmte Nährstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Wichtig für den Haarwachstum sind folgende Vitamine:
Außerdem sind Zink, Selen, Magnesium. Eisen und L-Cystein wichtig.
Wenn Sie einen verstärkten Haarausfall durch Vitaminmangel bei sich selbst feststellen, ist die frühzeitige Kontaktaufnahme mit einem Experten wichtig. Am besten wenden Sie sich direkt an einen Experten für Haarausfallbehandlungen. Hier lassen sich nicht nur verschiedene Ursachen von Haarausfall abklären.
Lassen Sie sich bei FEMNA gerne bei der Ursachensuche und einer individuellen Herangehensweise unterstützen. Vereinbaren Sie dafür gerne einen Beratungstermin mit unseren auf die Frauengesundheit spezialisierten Heilpraktiker:innen.
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