Vitamin-D-Mangel bei Erwachsenen: Symptome, Ursachen und Behandlung von Haarausfall

Ein Vitaminmangel (Hypovitaminose, Avitaminose) kommt bei gesunden Menschen in Deutschland nur selten vor. Meist sind es Krankheiten, eine einseitige Ernährung oder eine Schwangerschaft, die zu einer Unterversorgung führen. Vitamine sind für unseren Körper essenziell. Sie unterstützen den Körper dabei, Energie aus Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß zu gewinnen. Außerdem helfen sie beim Aufbau von Blutkörperchen, Enzymen und Hormonen. Das bedeutet: Ohne Vitamine wären wir weder leistungsfähig noch könnten wir überleben.

Es gibt insgesamt 13 Vitamine. Davon produziert der Körper nur ein einziges selbst: Vitamin D. Die anderen zwölf Vitamine müssen wir über die Nahrung zu uns nehmen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass Sie bei einer ausgewogenen Ernährung einen Vitaminmangel erleiden.

Ein Vitamin-Mangel kann sich jedoch einstellen - beispielsweise im Zuge einer chronischen Magen-Darm-Erkrankung, bei Alkoholismus, einseitiger Ernährung (auch Essstörungen), in der Schwangerschaft und der Stillzeit. Auch hohe körperliche Leistungen bei ambitionierten Sportlern, können an den Vitaminreserven zehren. Menschen, die sich vegan ernähren, müssen zudem auf eine ausreichende Versorgung mit dem Vitamin B12 achten.

Vitamin-D-Mangel entsteht meist dadurch, dass die Haut zu selten der Sonne ausgesetzt ist. Der Körper braucht nämlich UV-Licht für die körpereigene Produktion von Vitamin D3. Ein Mangel kann aber auch durch Krankheiten entstehen.

Vitamin D Mangel: So sinnvoll sind Nahrungsergänzungsmittel | Dr. Julia Fischer | ARD Gesund

Vitamin D und seine Bedeutung

Vitamin D wird manchmal auch als Sonnenscheinvitamin bezeichnet, weil der Körper es aus Cholesterin herstellt, wenn die Haut dem Sonnenlicht ausgesetzt ist. Es spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit des Immunsystems und ist auch entscheidend für die Gesundheit der Knochen und viele weitere, wichtige Funktionen im gesamten Körper. Spätestens zur kalten Jahreszeit erregt Vitamin D immer wieder Aufmerksamkeit.

Kein Wunder, denn in den drei offiziellen Wintermonaten Dezember, Januar und Februar erreichen wir in Deutschland im Schnitt insgesamt nur knapp 170 Sonnenstunden gerechnet auf die drei Monate. Verglichen mit den sonnenreichen Sommermonaten (ca. 652 Sonnenstunden) erreichen uns in Deutschland in den Wintermonaten nur knapp 27% der Sonnenstunden des Sommers. Durch das deutliche Defizit können die meisten Menschen nicht ausreichend Vitamin D produzieren. Schätzungen zufolge sind weltweit etwa eine Milliarde Menschen von einem Mangel betroffen.

Bei einem Mangel haben Sie eine unzureichende Menge des Sonnenvitamins im Blut. Wie bei jedem Mangel, macht sich dieser entweder schleichend oder schlagartig in Ihrer Gesundheit oder Ihrem allgemeinen Wohlbefinden bemerkbar. Vitamin D ist ein essenziell für die normale Entwicklung und Erhaltung der Knochen, für das Nervensystem, den Bewegungsapparat und das Immunsystem. Genauer gesagt benötigen Sie es, damit Ihr Körper Kalzium und Phosphat zum Aufbau von Knochen und gesundem Gewebe verwenden kann.

Ein kurzfristiger Mangel kann sich darin äußern, dass Sie sich müde und abgeschlagen fühlen oder vermehrt an Erkältungen und Grippe erkranken. Eine längerfristige Unterversorgung kann Osteomalazie (schmerzhafte Knochenerweichung) und Osteoporose (Knochenschwund) hervorrufen oder begünstigen. Grundsätzlich kann jeder an Vitamin-D-Mangel leiden, auch Säuglinge, Kinder und Erwachsene.

Die weitaus häufigste Ursache für einen Vitamin D-Mangel in unseren Breiten ist also zu wenig Sonnenlicht. Selbst im Sommer kommen die wenigsten von uns regelmäßig über Mittag bis zu einer halben Stunde leicht bekleidet an die Sonne. Aber nicht nur Menschen, die sich selten draußen aufhalten, haben ein erhöhtes Risiko für einen Vitamin D-Mangel.

Andere seltene Ursachen für einen Vitamin D-Mangel können chronischen Magen-Darm-, Leber- oder Nierenerkrankungen sein, sowie die Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Die bekannteste Funktion von Vitamin D liegt in seiner Beteiligung am Knochenstoffwechsel. Vitamin D ist jedoch mehr als ein reines „Knochenvitamin“.

Ursachen für einen Vitamin D Mangel

Für Vitamin-D-Mangel gibt es zwar keine einzelne Ursache, doch können zahlreiche Umwelt-, Lebensstil-, genetische, medizinische und Ernährungsfaktoren eine Rolle spielen. Es gibt zwar keine einzelne Ursache für einen Mangel, aber das Risiko kann aufgrund bestimmter Grunderkrankungen oder Lebensstilfaktoren höher sein. Einige der häufigsten Risikofaktoren für einen Vitamin-D-Mangel sind:

  • Chronische Erkrankungen, die die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen (dazu zählen Nieren- oder Lebererkrankungen, Hyperparathyreoidismus, Morbus Crohn, Mukoviszidose oder Zöliakie)
  • Übergewicht oder Fettleibigkeit
  • generelle Mangelernährung
  • Leben in Regionen, in denen es ganzjährig zu wenig Sonnenlicht gibt
  • Sonnenstunden nicht wahrnehmen, da Sie sich viel in geschlossenen Räumen aufhalten oder in Nachtschichten arbeiten
  • Einnahme bestimmter Medikamente, die den Vitamin-Stoffwechsel beeinflussen (dazu zählen Statine, cholesterinsenkende Medikamente (wie Cholestyramin und Colestipol), anfallskontrollierende Medikamente (wie Phenobarbital und Phenytoin), Rifampin (ein Tuberkulosemittel), Orlistat (ein Medikament zur Gewichtsreduktion) oder Steroide)

Auch Menschen mit einer gesunden Ernährung, Lebensweise und ausreichend Sonnenstunden können in einigen Fällen Symptome eines Vitamin D Mangels zeigen. Die Verwendung von Sonnenschutzmittel kann die Aufnahme des Sonnenvitamins behindern oder gänzlich unmöglich machen. Da Sonnenschutzmittel jedoch unbedingt verwendet werden sollte, um Hautschäden und das Krebsrisiko durch Sonneneinstrahlung vorzubeugen, kann die Supplementierung eine gute Alternative sein, um das Defizit auszugleichen.

Vitamin D Mangel: Symptome

Vitaminmangel ist oft schwer zu erkennen. Ein Mangel an Vitaminen ist ein ernstzunehmender Zustand. Das vollständige Fehlen eines Vitamins über einen längeren Zeitraum hinweg, hat oft schwerwiegende Folgen und ist in manchen Fällen sogar lebensbedrohlich. Je nach Ausmaß und Dauer des Mangels macht sich eine Vitamin-Unterversorgung durch unterschiedliche Anzeichen bemerkbar.

Im Allgemeinen sind Vitaminmangelzustände vor allem in frühen Stadien (latenter Vitaminmangel) relativ schwer zu erkennen, da sie zunächst sehr unspezifische Symptome verursachen. Es kommt zu psychischen Veränderungen wie:

  • Müdigkeit
  • depressiver Verstimmung
  • emotionaler Labilität
  • Konzentrationsschwäche
  • Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses

Ein häufiges Symptom bei Vitaminmangel ist die Anämie (Blutarmut), der ein Mangel an Vitamin B2, B6, B12 oder Folsäure zugrunde liegen kann. Auch eine Schwächung des Immunsystems und eine erhöhte Infektanfälligkeit sind typische Vitaminmangelerscheinungen und werden durch ein Zuwenig an Folsäure, Vitamin A, B6 oder C verursacht.

Symptome bei Vitamin-D-Mangel gibt es viele, denn der Körper braucht Vitamin D für verschiedenste Vorgänge. Eine seiner Hauptaufgaben ist die Knochengesundheit. Vitamin D unterstützt aber beispielsweise auch das Immunsystem, die Muskulatur und die Haare.

Ein Vitamin-D-Mangel zeichnet sich häufig schleichend ab und ist daher schwer zu erkennen. Einige Symptome des Vitamin D Mangels möglicherweise erst nach mehreren Monaten oder Jahren auftreten. Manchmal treten auch keine Symptome auf.

Die typischen Vitamin D Mangel Symptome bei einer leichten bis mittelstarken Mangelversorgung:

  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit: Ein Mangel kann sich durch eine verschlechterte Schlafqualität, eine kürzerer Schlafdauer, verminderte Konzentration und einem gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus bemerkbar machen, der den Körper schwächt.
  • Depressionen, Stimmungsschwankungen und ein verstärktes Angstgefühl: Ein niedriger Calcidiol-Spiegel, kann bei Menschen Stimmungsschwankungen, Angstzustände und Depressionen hervorrufen und verstärken. Eine deutlich niedergeschlagene Stimmung in den Wintermonaten wird häufig auch als Winterblues, bzw. als Winterdepression bezeichnet.
  • geschwächtes Immunsystem: Häufige Krankheiten oder Infekte und eine verschlechterte Wundheilung.
  • Haarausfall & Hautprobleme: Wie auch bei einem anderen Nährstoffmangel, können Haarausfall und Hautprobleme Symptome eines Vitamin D Mangels sein.
  • Gewichtszunahme: Das Sonnenvitamin hat indirekten Einfluss auf eine Gewichtszunahme, da es den Hormonhaushalt beeinflusst. Damit kann sich durch einen verlangsamten Energiestoffwechsel und ein verstärktes Hungergefühl letztlich das Körpergewicht verändern.

Wichtige Symptome für einen schwerwiegenden Vitamin D Mangel:

  • Typ-2-Diabetes: Eine ausgeprägte Unterversorgung erhöht die Insulinresistenz und verringert die Insulinsekretion der Betazellen im Pankreas.
  • Herzkrankheiten: Eine anhaltende Unterversorgung aktiviert Signalwege im Organismus, die bei anhaltender Mangelversorgung zu Bluthochdruck und einer Verhärtung und Verdickung der Blutgefäße führen können.
  • Muskelschwäche, Muskelschmerzen oder Muskelkrämpfe: Eine ausgeprägte Hypokalzämie und fortgeschrittener Hyperparathyreoidismus begünstigen eine geringe Muskelkraft, Muskelschmerzen und Krämpfe.
  • Hypokalzämie (niedriger Kalziumspiegel im Blut): Eine anhaltende Hypokalzämie kann zu sekundärem Hyperparathyreoidismus (überaktive Nebenschilddrüsen) führen, da die Nebenschilddrüsen versuchen den Kalziumspiegel im Blut trotz Unterversorgung aufrecht zu erhalten.
  • Mangelnde Knochengesundheit: Bei dem Versuch den niedrigen Kalziumspiegel trotz des Mangels aufrecht zu erhalten, entzieht den Knochen Kalzium. Durch die einhergehende Demineralisierung und dem verschlechterten Knochenstoffwechsel kann sich die Knochendichte reduzieren. Die Anfälligkeit für Knochenschmerzen, Knochenbrüche, Osteoporose, Osteomalazie und Rachitis (gestörter Knochenstoffwechsel bei Kindern) steigt.
  • Hypophosphatanämie (niedriger Phosphatspiegel im Blut durch schlechten Phosphatstoffwechsel): Der verschlechterte Phosphatstoffwechsel kann zu einer niedrigen Serum-Phosphatkonzentration im Blut führen. Als ernstes Symptom eines chronischen Vitamin D Mangels resultiert die Hypophosphatanämie in Beschwerden wie Muskelschwäche, Ateminsuffizienz, Herzinsuffizienz, Krampfanfälle bis hin zum Koma.

Hier einige mögliche Auswirkungen von Vitamin-D-Mangel:

  • Haarausfall
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Muskelschwäche, Muskelschmerzen, Gliederschmerzen
  • gestörte Knochenmineralisation (Rachitis bei Kindern, Osteomalazie bei Erwachsenen) mit Knochenschmerzen und -verformungen
  • neuromuskuläre Übererregbarkeit (Tetanie) durch Kalziummangel als Folge von Vitamin-D-Mangel mit Missempfindungen (etwa der Lippen und Finger), Muskelkrämpfe, Migräne etc.

Vitamin D Mangel Symptome bei Kindern

Die Symptome eines akuten Vitamin D Mangels können auch bei Kindern unspezifisch sein. Kinder mit leichtem Vitaminmangel haben oftmals nur schwache oder leicht schmerzende und/oder schmerzhafte Muskeln. Eine anhaltende Unterversorgung des Sonnenvitamins kann jedoch ernsthafte Schäden im Knochenaufbau hinterlassen.

Ein schwerer Mangel kann bei Kindern Rachitis verursachen. Rachitis wird auch „englische Krankheit“ genannt und bezeichnet die Erweichung der Knochen (Demineralisierung) in der Kindheit. Zu den Symptomen einer Rachitis gehören falsche Wachstumsmuster aufgrund verbogener oder verkrümmter Knochen, Muskelschwäche, Knochenschmerzen sowie Deformierungen der Gelenke. Obwohl Rachitis eine behandelbare und oft heilbare Krankheit ist, ist es wichtig, sie so bald wie möglich zu behandeln.

Diagnostik: Vitamin D Unterversorgung erkennen

Mit einem einfachen Bluttest lässt sich feststellen, ob Sie an einem Vitamin-D-Mangel leiden. Dieses Vitamin kommt in Ihrem Blut in zwei Formen vor:

  • 25-Hydroxy-Vitamin D (25-OH D) oder Calcidiol
  • 1,25-Dihydroxy-Vitamin D oder Calcitriol

Der häufigste Test zum Nachweis eines Vitamin-D-Mangels ist der 25-Hydroxy-Vitamin-D-Test. Der Grund dafür ist, dass 25-Hydroxy oder Calcidiol höhere Konzentrationen aufweist und länger im Blut verbleibt, wodurch es leichter nachweisbar ist.

Wissenschaftler:innen empfehlen, einen Vitamin-D-Spiegel von ≥ 20 bis 50 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter) im Blut. Von einem Mangel wird in der Regel dann gesprochen, wenn der Gehalt im Blut unter 12 Nanogramm pro Milliliter beträgt, erste Vitamin D Mangel Symptome können sich jedoch schon ab einem Spiegel von 12 - < 20 Nanogramm pro Milliliter bemerkbar machen.

Vitamin D Mangel Symptome: Behandlung & Prävention

Bei leichten Mangelerscheinungen kann es schon ausreichend sein, auf gesunde Lebensmittel mit einem erhöhten Vitamin-D-Gehalt zu achten und während der Sonnenstunden mehr Zeit draußen zu verbringen. Reicht das nicht aus, das ist insbesondere während der Wintermonate der Fall, so werden die Symptome eines Vitamin D Mangels mit Nahrungsergänzungsmitteln behandelt. Sie können diese Präparate problemlos rezeptfrei kaufen, sollten aber einen Arzt nach Dosierungsempfehlungen fragen. Für die Dosierung wird die internationale Einheit IE angegeben. Dabei entspricht 1 Mikrogramm (µg) gleich 40 IE bzw. 1 IE entspricht 0,025 µg.

Magnesium trägt zur Aktivierung von Vitamin D bei und kann damit zu einer verbesserten Aufnahme beitragen. In Kombination mit Vitamin K2 können Sie Ablagerungen in der Niere vorbeugen und ebenfalls zu einer verbesserten Aufnahme beitragen.

Der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) und der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zufolge, ist für Erwachsene und für Kinder ab einem Alter von 11 Lebensjahren maximale Tagesdosis von 4000 IE bzw. 100 Mikrogramm täglich tolerierbar. Für Kinder bis zu zehn Jahren sind es 2000 IE bzw. 50 Mikrogramm täglich.

Bei schwerem Mangel kann ein:e Mediziner:in verschreibungspflichtiges Vitamin D empfehlen, das in viel höheren Dosen von bis zu 50.000 IE erhältlich ist oder dieses über Injektionen verabreichen. Diese Dosierungen können schneller zu einer Überdosierung führen und sollten daher ärztlich kontrolliert werden.

Da Vitamin D ein fettlösliches Vitamin ist, ist eine Überdosierung möglich. Anders als bei wasserlöslichen Vitaminen wie Vitamin B, die über den Urin ausgeschieden werden können, bevor es zu einer Überdosierung kommt, wird Vitamin D im Körper gespeichert und deutlich langsamer abgebaut. Eine Überdosierung des Vitamins über die Sonneneinstrahlung ist hingegen nicht möglich.

Die Aufnahme von Vitamin D aus der Nahrung deckt zwar nur einen kleinen Teil unseres Vitamin-D-Bedarfs. Dennoch sollte man regelmäßig Lebensmittel, die das Sonnenvitamin enthalten, zu sich nehmen.

Kann ein Vitamin-D-Mangel nicht durch Sonnenexposition und die Ernährung ausgeglichen werden, helfen Vitamin-D-Präparate. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob solche Präparate in Ihrem Fall sinnvoll sind und welche Dosierung ratsam ist. Diese sollte hoch genug sein, um den Vitamin-D-Mangel auszugleichen, aber nicht zu hoch, um auf Dauer keine Überdosierung zu riskieren.

Vitamin D und Haarausfall

Du hast vom Zusammenhang zwischen Vitamin D und Haarausfall gehört - und fragst dich nun, ob ein Vitamin-D-Mangel vielleicht hinter deinen Bad-Hair-Days stecken könnte? In diesem Artikel erfährst du, warum dein Haar das Sonnenvitamin braucht, wie sich ein Mangel auf deine Haare auswirken kann und was du aktiv tun kannst, um dein Haar wieder zu stärken.

  • Vitamin D reguliert 3 % unseres gesamten genetischen Materials [1] - dazu gehören Gene, die dein Haarwachstum managen. Das heißt: Ein Vitamin-D-Mangel kann Haarausfall verursachen.
  • Vitamin D unterstützt die Zellen der Haarfollikel dabei, neue Haare zu bilden und zu wachsen. Bei Mangel bleiben Haare im Ruhemodus und das Haarwachstum wird gehemmt. Fallen deine Haare diffus am ganzen Kopf aus, ohne kahle Stellen oder Narben zu hinterlassen, kann das auf Haarausfall durch Vitamin-D-Mangel hinweisen.
  • Ein Vitamin-D-Mangel kann verschiedene Arten von Haarausfall verschlimmern, darunter diffuser, kreisrunder und hormonell bedingter Haarausfall vor allem bei Frauen.

Wenn deinem Körper Vitamin D fehlt, kann das den gesamten Haarzyklus stören. Genauer gesagt: Das Haarwachstum geht dann in den Pause-Modus - letztlich kann Haarausfall die Folge sein. Daran liegt’s: Vitamin D ist ein Kraftstoff für das Haarwachstum. Im Körper hilft Vitamin D bei der Zellneubildung und -differenzierung [2]. Das gilt auch für Keratinozyten, also die Zellen in den Haarfollikeln, die für das Haarwachstum verantwortlich sind. Ohne Vitamin D fehlt den Haaren die Power.

Ist bei Haarausfall ein Vitamin-D-Mangel mit im Spiel, gibt es ein paar typische Hinweise. Ist der Vitamin-D-Mangel die Hauptursache für den Haarverlust, sind folgende Anzeichen möglich:

  • die Haare fallen gleichmäßig am ganzen Kopf aus
  • der Haarverlust hinterlässt keine kahlen Stellen
  • du findest ungewöhnlich viele Haare in der Bürste, Dusche oder auf dem Kopfkissen
  • deine Haare fühlen sich dünner und kraftloser an
  • du bemerkst keinen Juckreiz oder Entzündungen auf der Kopfhaut

Übrigens: Bei einem Vitamin-D-Mangel fallen die Haare nicht sofort einfach aus. Es dauert meist zwei bis drei Monate, bis sich ein sinkender Vitamin-D-Spiegel in Form von Haarausfall bemerkbar macht. Auch bei Haarausfall, der nicht hauptsächlich vitaminbedingt ist, spielt eine unzureichende Vitamin-D-Zufuhr oft eine Rolle. Dazu gehören hormonell bedingter und kreisrunder Haarausfall. Das fehlende Vitamin D ist dann aber nicht alleiniger Auslöser, sondern einer von vielen Faktoren für den Haarverlust siehe weiter unten.

Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel kann ein verstärkender Faktor für mehrere Formen von Haarverlust sein. Wie sich Haarausfall bei Vitamin-D-Mangel äußert, kann deshalb variieren.

Das sagt die Forschung:

  • Kreisrunder Haarausfall geht oft mit Vitamin-D-Mangel einher. Menschen mit kreisrundem Haarausfall (Alopecia Areata) haben eine 2,8-mal höhere Wahrscheinlichkeit für einen Vitamin-D-Mangel [4], als Menschen ohne diese Erkrankung.
  • Bei diffusem Haarausfall hilft Vitamin D. Diffusen Haarausfall (Telogen Effluvium) erkennst du an gleichmäßigem Haarverlust, der über den Kopf verteilt ist. Die Haare sind insgesamt dünner.
  • Vitamin D beeinflusst hormonell bedingten Haarausfall. Anlagebedingter bzw. hormoneller Haarausfall bei Männern und Frauen scheint laut Studien ebenfalls mit Vitamin D in Verbindung zu stehen.

Wenn deine Vitamin-D-Spiegel zu niedrig sind und deine Haare darunter leiden, kann es sinnvoll sein, über eine gezielte Nahrungsergänzung nachzudenken. Wir verraten, auf was es im Fall von Haarausfall bei Vitamin-D-Mangel dabei ankommt.

Die optimale Dosierung.

Die Kombination mit Vitamin K2.

Der richtige Einnahmezeitpunkt.

Gleichzeitige Fettaufnahme.

Für Erwachsene gilt eine tägliche Erhaltungsdosis von bis zu 4.000 IE (Internationale Einheiten) als sicher und effektiv, um die Vitamin-D-Level im grünen Bereich zu halten [7]. Das entspricht 100 Mikrogramm Vitamin D.

Vitamin D fördert im Körper unter anderem die Aufnahme von Kalzium. Damit dieses aber auch in Knochen und Zähne gelangt (und sich nicht etwa in den Blutgefäßen ablagert und diese verkalkt), brauchen wir Vitamin K2. Vitamin K2 lenkt das Kalzium dorthin, wo es benötigt wird. Gleichzeitig mindert es das Risiko von Kalkablagerungen in den Arterien. Expert*innen empfehlen deshalb die gemeinsame Einnahme von Vitamin D und K2.

Ob morgens oder abends - generell gilt die Empfehlung, Vitamin D zu einer Mahlzeit einzunehmen. Das hat einen simplen Grund: Vitamin D ist fettlöslich. Es braucht also Fett, damit es der Körper optimal verwerten kann.

Tipps, um deine Haare wieder zu stärken

Neben der Einnahme einer gezielten Nahrungsergänzung, die deinen Vitamin-D-Mangel behebt, kannst du auch im Alltag einiges tun, um Haarausfall aktiv entgegenzuwirken.

  • Sei sanft zu deinem Haar: Vermeide aggressives Hitzestyling, straffe Frisuren und starkes Rubbeln beim Trocknen.
  • Reduziere Stress: Chronischer Stress kann Haarausfall begünstigen. Finde Entspannungstechniken, die dir guttun.
  • Schlafe ausreichend: Ein gesunder Schlaf-Wach-Rhythmus ist wichtig für alle Körperfunktionen, auch dein Haarwachstum.
  • Bewegung tut gut: Regelmäßige Bewegung fördert die Durchblutung der Kopfhaut, was sich positiv auf die Haarfollikel auswirken kann.
  • Geheimtipp Kopfhautmassage: Massiere täglich sanft deine Kopfhaut, um die Durchblutung anzuregen.

Auch wenn eine gesunde, nährstoffreiche Ernährung wichtig ist, kann sie solo nicht alle Ursachen von Haarausfall bekämpfen. Ist dein Haarausfall Vitamin-D-bedingt, besteht der Mangel wahrscheinlich schon länger. Denn: Bis sich ein Vitamin-D-Mangel als Haarausfall zeigt, vergehen in der Regel zwei bis drei Monate. Dann sind deine Vitamin-D-Spiegel bereits deutlich zu niedrig - das lässt sich nicht allein durch Vitamin-D-reiche Lebensmittel kompensieren.

Besonders wichtig für den Erhalt gesunder, kräftiger Haar sind Zink, Biotin und Selen [10]. Studien zeigen auch: Der Vitamin-B-Komplex sowie Eisen und Vitamin E, A und C sind entscheidend, um den Beginn von genetisch bedingtem Haarausfall zu verzögern und seinen Schweregrad zu verringern [3]. Neben einer ausgewogenen Ernährung und gesunden Lebensweise kann eine hochwertige Nahrungsergänzung einen Beitrag zum Erhalt gesunder Haare leisten.

Wann Sie ärztlichen Rat in Anspruch nehmen sollten

Wenn Sie die Vermutung haben, dass Ihre Symptome auf einen Vitamin D Mangel hindeuten könnten, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden und Ihre Blutwerte über einen Bluttest überprüfen lassen. Sie sollten sich in jedem Fall ärztlichen Rat einholen, sobald Sie eine deutliche Verschlechterung Ihres Wohlbefindens erleben, die Symptome über längere Zeit andauern oder Sie anderweitig in Ihrem Alltag einschränken. Auch leichte Symptome können die Vorstufe einer ernsthaften Erkrankung sein, die Sie abklären sollten. Wir empfehlen Ihnen vor der Einnahme von Präparaten Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin zu halten, um anderweitige Ursachen auszuschließen und die Höhe der täglichen Dosierung abzustimmen.

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