Vitamin D, auch bekannt als das "Sonnenschein-Vitamin", gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und wird im Fettgewebe des Körpers gespeichert. Der Körper produziert den Großteil des benötigten Vitamin D selbst, wenn er UVB-Strahlung aus Sonnenstrahlen erhält. Faktoren wie Sonneneinstrahlung, Hautpigmentierung, Kleidung und Jahreszeit beeinflussen den Vitamin-D-Spiegel. Über die Ernährung können nur etwa zehn bis 20 Prozent des Bedarfs gedeckt werden.
Eine Unterversorgung mit Vitamin D kann verschiedene gesundheitliche Probleme verursachen. Welche Rolle Vitamin D für einen gesunden Organismus spielt, wird spätestens bei einer Unterversorgung deutlich: Wir werden müde und antriebslos, leiden unter Muskelschmerzen und Haarausfall oder bekommen eine Erkältung nach der anderen. In diesem Artikel werden wir uns genauer mit den Auswirkungen eines Vitamin-D-Mangels auf Haarausfall und Gewichtszunahme beschäftigen.
Vitamin D ist besonders für seine Wirkung auf die Knochengesundheit bekannt. Es verbessert die Aufnahme von Kalzium und Phosphaten im Darm und stärkt dadurch die Knochen. Umgekehrt kann ein Mangel an Vitamin D Knochenschwund (Osteoporose) verursachen.
Vitamin D spielt bei verschiedenen Stoffwechselprozessen eine Rolle. Es beeinflusst nicht nur die Knochengesundheit, sondern auch den Fettstoffwechsel und die Blutzuckerregulation.
Haarausfall wird nicht zu den typischen Symptomen und Folgen eines Vitamin-D-Mangels gezählt. Dennoch kann eine Unterversorgung mit Vitamin D zu Haarausfall führen. Welche Rolle Vitamin D für einen gesunden Organismus spielt, wird spätestens bei einer Unterversorgung deutlich: Wir werden müde und antriebslos, leiden unter Muskelschmerzen und Haarausfall oder bekommen eine Erkältung nach der anderen.
Im Winter ist eine Gewichtszunahme nicht ungewöhnlich. Einer von vielen Einflussfaktoren könnte der Vitamin-D-Spiegel sein. Dabei besteht ein klarer Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Status und dem Körpergewicht - und dieser geht in beide Richtungen.
Ein höherer Körperfettanteil kann zu einem Vitamin-D-Mangel beitragen, wie eine US-amerikanische Studie zeigt. Bei einem hohen Körperfettanteil dauert es länger, einen Vitamin-D-Mangel auszugleichen. Wie lange es dauert, bis ein Vitamin-D-Mangel behoben ist, hängt tatsächlich vom Körpergewicht ab, bestätigt Keihan Ahmadi-Simab: „Menschen mit höherem Körperfettanteil benötigen oft höhere Dosierungen“, erklärt der Facharzt für innere Medizin am Medizinicum Hamburg.
Umgekehrt kann ein Mangel an Vitamin D dazu führen, dass wir zunehmen. Ahmadi-Simab erklärt: „Vitamin D spielt eine wichtige Rolle im Fettstoffwechsel und hat verschiedene Mechanismen, die auf das Gewicht und den Fettabbau einwirken können.“ Da Vitamin D die Bildung und Aktivität von Fettzellen reguliere, könne ein Mangel zu ihrer Vermehrung und zur Ansammlung von Bauchfett beitragen, so der Mediziner.
Auch die entzündungshemmende Wirkung von Vitamin D kann das Bauchfett beeinflussen, sagt Ahmadi-Simab. Besteht ein Mangel, neigt der Körper dazu, mehr Entzündungen zu entwickeln - und das kann eine Gewichtszunahme hervorrufen: „Entzündliche Prozesse führen oft zu einer erhöhten Fettablagerung, insbesondere am Bauch“, so der Mediziner. Eine gute Vitamin-D-Versorgung bewirkt hingegen, dass der Körper mehr Leptin bildet - ein Hormon, das unser Sättigungsgefühl steuert.
Das Körpergewicht wird unter anderem durch Vitamin D beeinflusst.
Das Gewicht beeinflussen kann Vitamin D auch, indem es dazu beiträgt, den Blutzuckerspiegel zu regulieren: „Vitamin D kann die Insulinempfindlichkeit verbessern, was den Zuckerstoffwechsel stabilisiert und die Fetteinlagerung reduziert“, so Ahmadi-Simab. Viele Menschen mit Diabetes - also einem Insulinmangel oder einer Insulinresistenz - neigen deshalb zu Übergewicht. Dabei übt es auch langfristig einen krankheitsschützenden Effekt aus, wenn der Körper mit ausreichend Vitamin D versorgt ist: Einer deutschen Studie zufolge kann ein normaler Vitamin-D-Spiegel das Risiko für Typ-2-Diabetes erheblich reduzieren.
Ein Mangel an Vitamin D kann aber auch auf indirekte Weise Gewichtsveränderungen provozieren: Wer in der dunklen Jahreszeit unter Müdigkeit, Energiemangel und Antriebslosigkeit leidet, weil ihm Vitamin D fehlt, tut sich mit körperlicher Betätigung schwer. Durch den Bewegungsmangel verliert der Körper nicht nur Muskeln, sondern setzt auch schneller Fett an.
Wenn ein Mangel ärztlich festgestellt wird, können Vitamin-D-Tabletten langfristig helfen, überschüssiges Fett zu verlieren. Dies gilt jedoch nur, wenn das zusätzliche Gewicht auf Bewegungsmangel zurückgeht - und dieser durch den Vitaminmangel verursacht wird. Ob Vitamin D zusätzlich beim Abnehmen hilft, ist jedoch fraglich, wie eine Studie von 2014 zeigt.
Auch Ahmadi-Simab gibt zu bedenken: Es gebe keine Studien, die belegen, dass Vitamin D als Abnehm-Beschleuniger wirken kann. Solange kein Mangel besteht, sollte Vitamin D also nicht zu Abnehmzwecken eingenommen werden.
Ein verlässliches Ergebnis kann nur durch eine ärztliche Blutuntersuchung ermittelt werden. Viele Praxen bieten eine Untersuchung an, für die man in der Regel selbst zahlen muss (20 bis 50 Euro). Empfohlen wird eine Testung allerdings nur, wenn man zur Risikogruppe gehört.
VIGANTOL® 500 I.E./1000 I.E. Vitamin D3 Tabletten. Wirkstoff: Colecalciferol. Anwendungsgebiete: Zur Vorbeugung gegen Rachitis (Verkalkungsstörungen des Skeletts im Wachstumsalter, auch bei Frühgeborenen) und Osteomalazie (Knochenerweichung bei Erwachsenen). Zur Vorbeugung bei erkennbarem Risiko einer Vitamin-D-Mangelerkrankung bei ansonsten Gesunden ohne Resorptionsstörung (Störung der Aufnahme von Vitamin D im Darm) bei Kindern und Erwachsenen. Zur unterstützenden Behandlung der Osteoporose (Abbau des Knochengewebes) bei Erwachsenen. Warnhinweise: enthält Sucrose (Zucker). Packungsbeilage beachten. Anbieter: Verla-Pharm Arzneimittel GmbH & Co.
| Vitamin D Spiegel | Empfohlene Massnahmen |
|---|---|
| Niedrig | Ärztliche Beratung und Einnahme von Vitamin D Präparaten nach Anweisung |
| Normal | Auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Sonnenlicht achten |
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