Verstärkter Haarausfall nach PRP-Behandlung: Ursachen und Lösungen

Die PRP-Behandlung (Platelet-Rich Plasma), auch bekannt als Eigenbluttherapie, ist eine minimal-invasive, nicht-chirurgische Methode, die in der ästhetischen Dermatologie und zur Förderung des Haarwachstums eingesetzt wird. Bei dieser Behandlung werden die körpereigenen regenerativen Kräfte genutzt, um das Haarwachstum anzuregen und die Haardichte zu verbessern. Das Verfahren findet Anwendung bei verschiedenen Arten von Haarausfall, insbesondere bei androgenetischer Alopezie.

Viele Patienten setzen große Hoffnungen in diese Therapie. Doch einige erleben nach der Behandlung zunächst einen verstärkten Haarausfall. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen dieses Phänomens und gibt Ratschläge, wie man damit umgehen kann.

Was ist PRP und wie funktioniert es?

Bei der PRP-Behandlung wird dem Patienten eine kleine Menge Blut entnommen, ähnlich einer normalen Blutentnahme. Anschließend wird das Blut zentrifugiert, um die verschiedenen Blutbestandteile zu trennen und das plättchenreiche Plasma zu gewinnen. Dieses Plasma ist reich an Wachstumsfaktoren und anderen bioaktiven Substanzen, die die Haarfollikel stimulieren und das Haarwachstum fördern können. Das gewonnene Plasma wird dann in die Kopfhaut injiziert.

Die in PRP enthaltenen Wachstumsfaktoren sollen die Haarfollikel stimulieren, das Wachstum neuer Haare fördern und die Dicke und Qualität der vorhandenen Haare verbessern. Die PRP-Haarbehandlung wird häufig bei androgenetischer Alopezie (männlicher und weiblicher Haarausfall) und anderen Arten von Haarausfall eingesetzt.

Der Shedding-Effekt nach PRP-Behandlung

Nach einer PRP-Behandlung berichten einige Patienten von einem erhöhten Haarausfall. Dies kann beunruhigend sein, besonders kurz nach Beginn der Behandlung. Dieser sogenannte "Shedding-Effekt" ist jedoch ein bekanntes Phänomen und oft ein Zeichen dafür, dass die Behandlung wirkt.

Shedding tritt auf, wenn Haare, die sich am Ende ihres Lebenszyklus befinden, ausfallen, um Platz für neue Haare zu schaffen. Normalerweise durchläuft das Haar drei Phasen: Wachstum (Anagen), Übergang (Katagen) und Ruhe (Telogen). Die PRP-Behandlung kann diesen Zyklus beschleunigen, was zu einem vorübergehenden verstärkten Haarausfall führt.

Es gibt keine spezifische "Behandlung" für den Shedding-Effekt, da es sich um eine normale Reaktion des Körpers handelt. Patienten wird geraten, geduldig zu sein und den natürlichen Prozess zu durchlaufen. Die Fortsetzung der PRP-Sitzungen gemäß den Empfehlungen des Arztes ist entscheidend, um die Langzeitwirkung der Therapie sicherzustellen.

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Ursachen für verstärkten Haarausfall nach PRP

Verstärkter Haarausfall nach einer PRP-Behandlung kann verschiedene Ursachen haben:

  • Beschleunigter Haarzyklus: Die PRP-Behandlung stimuliert die Haarfollikel, wodurch der Haarzyklus beschleunigt wird. Dies führt dazu, dass Haare in der Telogenphase schneller ausfallen, um Platz für neue, gesunde Haare zu machen.
  • Entzündungsreaktion: Die Injektionen in die Kopfhaut können eine leichte Entzündungsreaktion hervorrufen, die vorübergehend zu Haarausfall führen kann.
  • Individuelle Reaktion: Jeder Mensch reagiert anders auf die PRP-Behandlung. Einige Patienten erleben keinen Shedding-Effekt, während andere stärker betroffen sind.

Was tun bei verstärktem Haarausfall nach PRP?

Wenn Sie nach einer PRP-Behandlung verstärkten Haarausfall feststellen, sollten Sie folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Ruhe bewahren: Der Shedding-Effekt ist in der Regel vorübergehend und ein Zeichen dafür, dass die Behandlung wirkt.
  • Arzt konsultieren: Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt über Ihre Bedenken. Er kann Ihnen helfen, die Ursache des Haarausfalls zu identifizieren und gegebenenfalls Anpassungen an der Behandlung vorzunehmen.
  • Geduld haben: Es kann einige Wochen oder Monate dauern, bis die positiven Effekte der PRP-Behandlung sichtbar werden. Bleiben Sie geduldig und setzen Sie die Behandlung gemäß den Empfehlungen fort.
  • Schonende Haarpflege: Vermeiden Sie aggressive Shampoos, Hitzebehandlungen und chemische Behandlungen, die die Kopfhaut reizen können.

Vorbereitung und Nachsorge bei der PRP-Haarbehandlung

Das richtige Verhalten vor und nach der PRP-Haarbehandlung kann dazu beitragen, das bestmögliche Ergebnis und einen reibungslosen Heilungsprozess zu gewährleisten.

Vor der Behandlung:

  • Verzichten Sie etwa eine Woche vor der PRP-Behandlung auf die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten.
  • Achten Sie in den Tagen vor der Behandlung auf eine gesunde Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
  • Verzichten Sie am Tag der Behandlung auf Nikotin, Alkohol und Koffein.

Nach der Behandlung:

  • Schonen Sie Ihre Kopfhaut und vermeiden Sie starkes Bürsten oder Kämmen, straffe Frisuren oder chemische Behandlungen.
  • Befolgen Sie die spezifischen Anweisungen Ihres Arztes, die auf Ihre individuelle Situation zugeschnitten sind.

Erfolgsraten und langfristige Ergebnisse

Die überaus erfolgreichen Behandlungsergebnisse mit Hilfe der speziellen PRP-Technik sprechen für sich. Bei über 90 % der behandelten Patienten stellte sich nach bereits einmaliger PRP-Eigenblutbehandlung der betroffenen Kopfhaarpartien ein deutlich sichtbares und nachweisbares Ergebnis verstärkter Haarwachstumaktivitäten ein.

Die Wirkung einer abgeschlossenen PRP-Behandlung hält etwa sechs bis zwölf Monate an. Für optimale Ergebnisse empfehlen die meisten Experten fünf bis acht PRP-Behandlungen, die mit einem Abstand von ca. vier Wochen durchgeführt werden.

PRP-Therapie: Kostenübersicht

Die Kosten für eine PRP-Behandlung können je nach Art und Umfang der einzelnen Therapiesitzungen variieren. Hier eine beispielhafte Übersicht:

Behandlung Kosten pro Sitzung
Einzelne Eigenbluttherapie ca. 300 €
Paket mit 4 Behandlungen ca. 250 € pro Behandlung
Paket mit 6 Behandlungen ca. 200 € pro Behandlung

Je nach Befund werden in der Regel 4-6 Injektionen im Abstand von jeweils 4 Wochen empfohlen.

Die PRP-Therapie ist eine vielversprechende Option zur Behandlung von Haarausfall. Auch als Ergänzung zur chirurgischen Haartransplantation wird die PRP-Therapie empfohlen und eingesetzt.

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