Die PRP-Behandlung (Platelet-Rich Plasma), auch bekannt als Eigenbluttherapie, ist eine minimal-invasive, nicht-chirurgische Methode, die in der ästhetischen Dermatologie und zur Förderung des Haarwachstums eingesetzt wird. Bei dieser Behandlung werden die körpereigenen regenerativen Kräfte genutzt, um das Haarwachstum anzuregen und die Haardichte zu verbessern. Das Verfahren findet Anwendung bei verschiedenen Arten von Haarausfall, insbesondere bei androgenetischer Alopezie.
Viele Patienten setzen große Hoffnungen in diese Therapie. Doch einige erleben nach der Behandlung zunächst einen verstärkten Haarausfall. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen dieses Phänomens und gibt Ratschläge, wie man damit umgehen kann.
Bei der PRP-Behandlung wird dem Patienten eine kleine Menge Blut entnommen, ähnlich einer normalen Blutentnahme. Anschließend wird das Blut zentrifugiert, um die verschiedenen Blutbestandteile zu trennen und das plättchenreiche Plasma zu gewinnen. Dieses Plasma ist reich an Wachstumsfaktoren und anderen bioaktiven Substanzen, die die Haarfollikel stimulieren und das Haarwachstum fördern können. Das gewonnene Plasma wird dann in die Kopfhaut injiziert.
Die in PRP enthaltenen Wachstumsfaktoren sollen die Haarfollikel stimulieren, das Wachstum neuer Haare fördern und die Dicke und Qualität der vorhandenen Haare verbessern. Die PRP-Haarbehandlung wird häufig bei androgenetischer Alopezie (männlicher und weiblicher Haarausfall) und anderen Arten von Haarausfall eingesetzt.
Nach einer PRP-Behandlung berichten einige Patienten von einem erhöhten Haarausfall. Dies kann beunruhigend sein, besonders kurz nach Beginn der Behandlung. Dieser sogenannte "Shedding-Effekt" ist jedoch ein bekanntes Phänomen und oft ein Zeichen dafür, dass die Behandlung wirkt.
Shedding tritt auf, wenn Haare, die sich am Ende ihres Lebenszyklus befinden, ausfallen, um Platz für neue Haare zu schaffen. Normalerweise durchläuft das Haar drei Phasen: Wachstum (Anagen), Übergang (Katagen) und Ruhe (Telogen). Die PRP-Behandlung kann diesen Zyklus beschleunigen, was zu einem vorübergehenden verstärkten Haarausfall führt.
Es gibt keine spezifische "Behandlung" für den Shedding-Effekt, da es sich um eine normale Reaktion des Körpers handelt. Patienten wird geraten, geduldig zu sein und den natürlichen Prozess zu durchlaufen. Die Fortsetzung der PRP-Sitzungen gemäß den Empfehlungen des Arztes ist entscheidend, um die Langzeitwirkung der Therapie sicherzustellen.
Verstärkter Haarausfall nach einer PRP-Behandlung kann verschiedene Ursachen haben:
Wenn Sie nach einer PRP-Behandlung verstärkten Haarausfall feststellen, sollten Sie folgende Maßnahmen ergreifen:
Das richtige Verhalten vor und nach der PRP-Haarbehandlung kann dazu beitragen, das bestmögliche Ergebnis und einen reibungslosen Heilungsprozess zu gewährleisten.
Vor der Behandlung:
Nach der Behandlung:
Die überaus erfolgreichen Behandlungsergebnisse mit Hilfe der speziellen PRP-Technik sprechen für sich. Bei über 90 % der behandelten Patienten stellte sich nach bereits einmaliger PRP-Eigenblutbehandlung der betroffenen Kopfhaarpartien ein deutlich sichtbares und nachweisbares Ergebnis verstärkter Haarwachstumaktivitäten ein.
Die Wirkung einer abgeschlossenen PRP-Behandlung hält etwa sechs bis zwölf Monate an. Für optimale Ergebnisse empfehlen die meisten Experten fünf bis acht PRP-Behandlungen, die mit einem Abstand von ca. vier Wochen durchgeführt werden.
Die Kosten für eine PRP-Behandlung können je nach Art und Umfang der einzelnen Therapiesitzungen variieren. Hier eine beispielhafte Übersicht:
| Behandlung | Kosten pro Sitzung |
|---|---|
| Einzelne Eigenbluttherapie | ca. 300 € |
| Paket mit 4 Behandlungen | ca. 250 € pro Behandlung |
| Paket mit 6 Behandlungen | ca. 200 € pro Behandlung |
Je nach Befund werden in der Regel 4-6 Injektionen im Abstand von jeweils 4 Wochen empfohlen.
Die PRP-Therapie ist eine vielversprechende Option zur Behandlung von Haarausfall. Auch als Ergänzung zur chirurgischen Haartransplantation wird die PRP-Therapie empfohlen und eingesetzt.
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