Verena Altenberger und die Kontroverse um ihren Kurzhaarschnitt als Buhlschaft

Verena Altenberger steht als Buhlschaft im "Jedermann" bei den Salzburger Festspielen mit kurzen Haaren auf der Bühne. Seitdem erlebt sie unzählige Anfeindungen in den sozialen Medien. Eine Schauspielerin mit fast stoppelkurzen Haaren - eigentlich keine Sache, die im Jahr 2021 berichtenswert erscheint.

Verena Altenberger bei den Salzburger Festspielen. Quelle: Salzburger Nachrichten

Der Ursprung der Kurzhaarfrisur

Für Verena Altenberger, deren kurze Haare gar nicht für den "Jedermann" entstanden, sondern das Überbleibsel einer Filmrolle als krebskranke Frau sind, ist der Brief allerdings nur die Spitze einer Lawine aus "hunderten" Zuschriften, die sie vor und nach der Salzburger Premiere erhalten habe - "zu 99 Prozent von Männern".

Reaktionen und Kritik

Das Ausmaß der Empörung habe sie dabei vollkommen überrascht, wie sie im Gespräch mit Deutschlandfunk Kultur sagt: "Ich habe überhaupt nicht darüber nachgedacht, dass das bedeutet, dass ich dann mit zwei Zentimeter langen Haaren die Buhlschaft spiele, weil ich dachte, es sei völlig egal. Und hätte man mich gefragt, ob ich mir für die Buhlschaft die Haare abrasiere, hätte ich gesagt: Come on! Damit kann man doch 2021 niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken! Lassen wir das!

Darunter ist zum Beispiel auch ein zweiseitiger Brief, der verlangt, dass die Buhlschaft "buhlen" solle und dass das eben nicht funktioniere, wenn der Körper einer Frau den Mann nicht "erotisiere".

In der Tageszeitung "Die Welt" schrieb Brug in seinen Anmerkungen zum "Jedermann" in Salzburg: "Jedermann und Jederfrau, also. Die Buhlschaft, dieses Jahr mit kaum Buhlschaftsbusen und noch weniger Haar, hat diesmal im teuersten Laienspiel der Welt ganz entschieden die Hosen an. Das war ein schleichender Prozess, über Jahre hinweg schon. Lange her, die Tage der üppig flamboyanten Senta Berger als Jedermanns Prachtweib".

Außerdem fügt er hinzu: Angesichts eines "greinenden Weichlings aus Berlin" in der Rolle des Jedermann (Lars Eidinger) sei die burschikose Buhlschaft Herr im Haus.

Den Vorwurf der Sexualisierung und dass er mit dem Text eine Steilvorlage für abwertende Tweets geschaffen habe, weist Brug im Gespräch in unserer Sendung "Fazit" zurück. Er habe vielmehr betont, dass die Frauen im Stück die starken Persönlichkeiten seien.

Brug sagt weiter: Die Rolle der Buhlschaft sei für jede Schauspielerin ein 'Riesen-PR-Coup'.

Altenbergers Sichtweise

Was ihr nun in den sozialen Medien widerfährt, empfindet Altenberger jedoch nicht als ein individuelles Phänomen, sondern als eine "Vorgehensweise von Männern, Frauen ihre Weiblichkeit abzusprechen und sich selbst dadurch zu erhöhen".

Deshalb lässt die Schauspielerin auch nicht gelten, dass ihre Buhlschaft stellvertretend für eine neue Gender-Fluidität in der Rollenbesetzung an Theatern gesehen werde, die manche als verwirrend empfinden könnten. "Ich fühle mich auf der Bühne als Buhlschaft so wahnsinnig voll in meinem Frausein. Ich fühle mich extrem weiblich, ich fühle mich extrem schön, ich fühle mich verführerisch, ich fühle mich auch verführt. Ich fühle mich wirklich sehr, sehr voll und allumfassend in diesem Frausein in dieser Rolle.

Ermutigend seien in diesem Zusammenhang die vielen Zuschriften von Frauen, die Altenberger in der letzten Zeit erhalten habe. Auch von Frauen, die zum Beispiel wegen einer Erkrankung keine oder sehr kurze Haare tragen.

Die Bedeutung von Haaren im Wandel der Zeit. Quelle: Pinterest

Haare im Wandel der Zeit

In vielen Kulturen sind Haare symbolisch aufgeladen. Erotisches Lockmittel, Gruppenzugehörigkeit oder Ausdruck einer politischen Haltung: Wie man sein Haar trägt, ist mehr als eine Frage der Mode. Schon in der Antike waren mit Haaren soziale und kulturelle Zuschreibungen verbunden. Und das gilt bis heute.

Der Mensch ist ein behaartes Lebewesen. Den Großteil der besonderen Schutzschicht zur Wärmeregulierung hat er im Laufe der Evolution zwar verloren, aber jeder besitzt immer noch etwa fünf Millionen dieser Hornfäden überall am Körper.

„Der behaarte Körper wurde immer wieder in die Nähe des Tierischen gerückt, also auch des Unzivilisierten.

„Haare sind ein ganz wichtiges Mittel der Selbstgestaltung. Man kann mit ihnen Gruppenzugehörigkeiten oder auch Protest signalisieren.

"Lehrt euch nicht selbst die Natur, dass wenn ein Mann langes Haar hat, es eine Schande für ihn ist, aber der Frau eine Ehre, so sie langes Haar hat?" So steht es schon im Paulusbrief an die Korinther, in der Bibel.

Aber da finden sich auch andere haarige Geschichten:„Lange Männerhaare sind ein Symbol der Stärke, der männlichen Kraft“, sagt Karentzos. Seit der griechisch-römischen Antike gehört die Formel „Männer kurz - Frauen lang“ zur abendländischen Kultur.

Vor allem die langen wilden Mähnen der Germanen und ihre Bärte haben dafür gesorgt, dass diese Haartracht bei Männern als „barbarisch“, unzivilisiert, galt.

Nachdem Delila Samson die Haare abgeschnitten hat, verliert er seine Kraft. Frauen dagegen mussten lange Haare tragen, als Zeichen ihrer Weiblichkeit.

„Frauenhaare wurden ja sehr häufig diszipliniert, also indem sie eben geflochten wurden, indem sie hochgesteckt oder bedeckt wurden“, so Alexandra Karentzos. „Das Zeichen der Ehefrau war das bedeckte Haar.

Vor allem nach der islamischen Lehre sollen Frauen bis heute ihre Haare vor den Blicken anderer Männer unter Tüchern und Schleiern verbergen.

„Man kann an den Haarfarben auch sehen, wie Diskriminierungen stattfinden. Die dumme Blondine ist ja auch so ein Stereotyp, die mit dieser Sexualisierung ja auch einhergeht, quasi die Reduktion auf den Körper.

Umso mehr, wenn die Farbe selten ist: „Die roten Haare wurden ja sehr stark mit dem Teufel assoziiert, also im christlichen Kontext: das Höllenfeuer, das sichtbar wird auf dem Kopf der Person.

In den 1920er-Jahren haben sich Frauen gegen die haarigen Geschlechts- und damit Rollenzuschreibungen gewehrt: mit einer Frisur im „Garçon-Stil“, dem „Bubikopf“.

Helga Lüdtke hat 2021 ein Buch dazu geschrieben. „Es gab Frauen, die sich untereinander die Haare geschnitten haben - die Nachbarin, die Mutter, die Schwester, die Freundin, und manche haben auch selbst zur Schere gegriffen. Er war preiswert und er war modern. Und Frauen hatten nach dem Ersten Weltkrieg dieses unglaubliche Bedürfnis, in der Öffentlichkeit gesehen zu werden und eine moderne Form des Lebens zu finden.

„Gutes Beispiel ist Ludwig XIV. mit seiner langhaarigen Lockenperücke“, sagt Alexandra Karentzos. „Er selbst litt wohl unter schütterem Haar, durch die Perücke wurde aber seine Haarpracht in den Vordergrund gerückt. Die bis weit auf die Schultern reichende "Allongeperücke“ erinnert nicht zufällig an eine Löwenmähne. Sie wurde zur „Staatsperücke“ erklärt, ein offizielles Herrschaftszeichen.

Im 17. und 18. Jahrhundert trug der Adel in Frankreich und bald in ganz Europa unterschiedlich lange, teils kunstvoll geflochtene Perücken als Standessymbol.

„Zöpfe ab!“ war deshalb eine der Parolen der Französischen Revolution. Natürliche Haartracht galt als Zierde des Bürgertums.

Aber die Perücke kam bald zurück - nun als Kennzeichen verschiedener Berufsstände und Institutionen:„Etwa bei Richtern“, sagt Karentzos. „Es ist ja in England bis heute noch so, dass vor Gericht Perücken getragen werden.

Auch eine Machtdemonstration, freilich ganz anderer Art, ist das Kahlscheren. Das eindrücklichste Beispiel sind die kahlgeschorenen KZ-Häftlinge.

Aber auch schon in der Antike wurde den Sklaven ihr Haar als Zeichen ihrer Freiheit und Individualität genommen.

„Man kann das analogisieren mit diesen Beschämungspraktiken, die wir schon in der frühen Neuzeit gut dokumentiert finden, in kleineren Ortschaften, in denen sich die Dorfgemeinschaft Leute vorgenommen hat, die sich aus ihrer Sicht gegen die Regeln verhalten haben.

Demütigung und Beschämung: Einer jungen Frau, die von einem deutschen Soldaten ein Kind hat, und ihrer Mutter werden nach der Befreiung Frankreichs 1944 als "Kollaborateurinnen" die Haare geschoren.

Bekanntestes Beispiel aus neuerer Zeit ist das Kahlscheren französischer Frauen nach 1945 als Strafe für die „horizontale Kollaboration“ mit dem Feind.

„Wenn Frauen sich als Verräterinnen an der nationalen Sache geoutet haben, indem sie - meistens freiwillig eine Beziehung mit einem Besatzungssoldaten eingegangen sind, wurden sie anschließend dafür von ihrer eigenen Gruppe zur Rechenschaft gezogen“, so Frevert.

Haare signalisieren auch die Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Das gilt für einheitliche Schnitte, etwa beim Militär.

Im europäisch-kolonialistischen Blick war das dunkle krause Haar „schlecht“ - „gutes Haar“ musste blond und glatt sein. Also versuchten vor allem in den USA immer mehr Schwarze, es zu glätten, zum Teil sogar zu färben.

Das fällt zusammen mit einer Kommerzialisierung der Schönheitskultur Anfang des 20. „Viele, die diese Produkte benutzt haben, also primär auch Frauen, haben das aber nicht so verstanden, dass sie das tun, weil sie eigentlich weiß sein möchten, sondern dass man sich das leisten kann, solche Produkte zu kaufen.

Noch heute haben Afroamerikanerinnen und -amerikaner mit natürlich krausem Haar in den USA schlechtere Chancen im Beruf.

"Ich kann mich an einen Vortrag der Schriftstellerin Chimamanda Adichie erinnern, die gesagt hat, wenn Michelle Obama ‚natural hair‘ gehabt hätte, wäre Barack Obama nicht Präsident der USA geworden. Worauf sie hinweist, dass geglättetes Haar nach wie vor als respektabel, als gepflegt, als attraktiv gilt und andere Hairstyles mit ganz vielen Vorurteilen belegt sind.

„Der Afro wurde zunehmend zum Symbol für schwarzen Stolz und schwarze Schönheit“, unterstreicht Hackenesch. Angela Davis, eine Schlüsselfigur der Schwarzen Bürgerrechts- und Frauenbewegung, trägt ihren voluminösen Afro bis heute als Zeichen ihres Kampfes.

Auch die unterschiedlichen Zopffrisuren haben eine Protestgeschichte, sie weisen zum Beispiel zurück in die Zeit der Sklaverei.

In vielen Kulturen gehört das Haareschneiden zu den Initiationsritualen: In Japan etwa wird dem Kind nach 30 Tagen der Kopf rasiert, um es anschließend im Tempel segnen zu lassen und dann allen Verwandten zu präsentieren.

Jugendliche tragen die Haare plötzlich raspelkurz oder lassen sie einfach wachsen. Auch eine neue schrille Farbe macht dem Umfeld klar: „Ich habe jetzt meinen eigenen Kopf“!

„Wenn man nach einer Trennung zum Beispiel sagt: Der stand auf meine Haare, die schneid ich jetzt erstmal kurz, damit schneide ich mir diesen Menschen aus dem Herzen - klar, das passiert“, so Claire.

Frisuren hängen von den unterschiedlichen Schönheitsvorstellungen der jeweiligen Zeit und Kultur ab: Vor 5000 Jahren, im alten Ägypten, wurden Haare schon gefärbt: Rotorange war besonders beliebt, die Hennapflanze von den Ufern des Nil machte es möglich.

Später ließ man die Häupter auch in Blau und Grün erstrahlen. „Haarmacher“ gingen von Tür zu Tür, schnitten Frisuren oder knüpften Perücken. Auch die Griechen und Römer hatten eine ausgeprägte „Haarkultur“, für die spezielle Sklavinnen zuständig waren. Die mussten auch ihre eigenen langen Haare für die Perücken der Herrschaften hergeben - am liebsten blonde.

Nach dem Untergang des Römischen Reiches spielte die Haartracht noch einmal eine besondere Rolle: Die Merowinger, die ersten fränkischen Könige, ritten mit langer wallender Mähne durch die Geschichte: als Zeichen ihrer Herrscherwürde. Das schulterlange Haar demonstrierte Freiheit und Macht des Herrschergeschlechts. Bis die Karolinger sie im 7.

Auch in Filmen werden "Barbaren" gern als Langhaarige gezeigt.

Tausend Jahre und ein Zeitalter später, in der frühen Neuzeit, hätten sich Pippin, Karl der Große und Ludwig der Fromme wohl kringelig gelacht, wenn sie gesehen hätten, wie in der vornehmen Gesellschaft aufwendige Perücken zum Statussymbol wurden.

„Das ist ein anspruchsvoller Beruf“, sagt Friseurin Claire.

Claire Lachky darf vielleicht darauf hoffen, dass mit dem Lockdown auch das Bewusstsein für die Bedeutung des Friseurhandwerks wächst.

„Ich habe 89 mit der Ausbildung begonnen, die 90er-Jahre in einer Kleinstadt gearbeitet, und die Leute kamen teilweise wöchentlich zum Friseur, ließen sich die Haare waschen und legen und wollten wirklich immer gleich aussehen. Das hat bei mir einen absoluten Widerwillen erzeugt, weil ich so was nicht verstehen kann.

Deswegen ist Claire Lachky nach Berlin gegangen, wo sie auf den Köpfen ihrer Stammkunden in Prenzlauer Berg die neue Haarfreiheit unserer Zeit ausleben kann.

Hippies und sogenannte Gammler 1967 am Georgsplatz in Hannover lösten zum Teil heftige Reaktionen in der Bevölkerung aus. „Dass man solche Frechheit besitzt und sich an die Öffentlichkeit wagt, in dieser Aufmachung - ist ja eine Sünde und Schande für uns“, hieß es da. „Die sollen arbeiten gehen.“ Oder: „Wenn ich einen Sohn hätte, der so rumlief, dem würde ich selbst die Haare schneiden. Und wenn ich eine Tochter hätte, die mit so einem Jungen ging, die würde ich halb lahm schlagen, glauben Sie mir das.

Frisuren sind schon bald nach dem Zweiten Weltkrieg das Hauptkampfmittel im Generationenkonflikt: Spießer gegen Jugendkultur, gestern gegen heute. In den 1950er-Jahren schocken die „Halbstarken“ nicht nur mit Lederjacke, Jeans und Rock‘n‘Roll, sondern tragen spezielle Frisuren als Zeichen: den „Duck Ass“, zu Deutsch: „Entenarsch“ - etwas längere Haare mit Pomade von beiden Seiten nach hinten gelegt. Auch Elvis-Tolle und die „Pilzköpfe“ der Beatles sind Kampfansagen - oder einfach „lange Haare“.

„Langes Haar bei Männern in den 1960er-Jahren wurde ja auch als Protest gegen den Vietnamkrieg gesehen, gegen diese militärischen Kurzhaarfrisuren“, sagt Alexandra Karentzos. „Die langen Männerhaare sind ja auch Zeichen der sozialen Unordnung. Man wendet sich gegen die Bürgerlichkeit der eigenen Eltern, und gleichzeitig geraten auch Geschlechtergrenzen in Bewegung mit dem langen Haar.

In Deutschland wecken die „Langhaarigen“ oder „Gammler“ bei manchen Älteren eine sehr spezielle Vergangenheitssehnsucht: „Die gehören ins Arbeitshaus beziehungsweise mit Knüppeln hier runterjagen. Bei Adolf hätte es so was nicht gegeben“, hieß es in einer Umfrage. Oder: „Ich würde Insektenmittel vorschlagen, dass die hier restlos ausgeräuchert werden.“ Und wieder ein anderer sagte: “Können Sie kein Benzin besorgen und das Zeug verbrennen?

Auch den Altvorderen in der DDR sind die Langhaarigen zuwider: "Sie waschen sich nicht und stinken, ihre zottelige Mähne ist verfilzt und verdreckt, sie gehen der Arbeit und dem Lernen aus dem Wege." So war es 1966 im Neuen Deutschland zu lesen, damals Zentralorgan der SED.

Aber die Zeiten ändern sich, in West und Ost. In den 70er- und 80er-Jahren werden die verschieden langen Haare selbstverständlicher Teil der Jugendkultur, jetzt kommt es auf den „Style“ an: Punks mit bunt gefärbtem „Irokesen-Schnitt“, „Popper“ mit extra-langem, fein geföntem Pony.

Ursprünglich waren es Angehörige der englischen Arbeiterjugend. Die wollten sich von den Hippies und anderen Bürgerkindern absetzen, außerdem brachte es Vorteile in einer Schlägerei - der Gegner konnte einem nicht in die Haare greifen. So verbreitete sich der blanke Schädel in der Hooliganszene auch als Signal der Gewaltbereitschaft.

Glatzen sind zum Synonym für rechtsradikale Protestszenen geworden. Durch Actionstars aus Hollywood wie Bruce Willis oder Dwayne Johnson hat die Glatze auch für Otto Normalverbraucher einen eigenen Glanz.

Verena Altenberger wird in diesem Sommer die Rolle der Buhlschaft im im "Jedermann" bei den Salzburger Festspielen übernehmen.

Mit kahlrasiertem Kopf? Eine Glatze wäre wohl eine Premiere für die Darstellerin der "Buhlschaft": Die österreichische Schauspielerin Verena Altenberger, bekannt unter anderem aus den Münchner "Polizeiruf 110"-Krimis, wird erstmals die renommierte Rolle im "Jedermann" bei den diesjährigen Salzburger Festspielen übernehmen.

"Es ist auf jeden Fall ein Kindheitstraum, der in Erfüllung geht", verriet die 33-Jährige jetzt dem Kultur-Magazin "Bühne". Erst vor einigen Tagen hatte Altenberger mit ihrem kahlrasierten Schädel auf Social Media für Aufsehen gesorgt.

Der Hintergrund: Für die Darstellung einer krebskranken Frau in Chris Raibers Debütfilm "Unter der Haut der Stadt", ließ sie sich eine Glatze schneiden. "Ich fände die Buhlschaft mit Glatze auch interessant", erklärte sie nun gegenüber "Bühne" lachend. Wie der Auftritt letztlich aussehen wird, ist noch offen. Kostümproben fanden bislang nicht statt.

Für Altenberger, die sich für feministische und soziale Themen einsetzt, ist die Buhlschaft eine interessante und wichtige Frauenfigur.

Wie politisch ihre Rolle als schwerkranke Caro in "Unter der Haut der Stadt" geprägt sein wird, ist noch offen. "Ja, es geht um Krebs, aber vor allem geht es um das Wunder Liebe, wie Märchen heilen können und, dass sich verlieben immer die beste Lösung ist", beschreibt Verena Altenberger die Geschichte zu ihrem vielfach positiv kommentierten Post in den Sozialen Medien.

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