Die Frisur einer Politikerin ist mehr als nur eine Frage des persönlichen Geschmacks. Sie ist ein Statement, ein Teil des Images und kann sogar als Zeichen für Veränderungen und Ambitionen interpretiert werden. Das gilt auch für Ursula von der Leyen, deren Frisuren im Laufe ihrer politischen Karriere immer wieder für Gesprächsstoff sorgten.
Ursula von der Leyen: Frisuren im Wandel der Zeit
Viele erinnern sich noch an Ursula von der Leyens frühere Frisur, die stark an Fräulein Rottenmeier, die strenge Gouvernante aus Johanna Spyris Roman "Heidi", erinnerte. Fest zusammengesteckt und offenbar bombenfest mit Haarspray zementiert, wirkte dieser Look sehr konservativ. Doch damit war Schluss. Im April 2007 überraschte die damalige Bundesfamilienministerin ihre Kabinettskollegen mit einem neuen Haar-Look: offen, kürzer und wallend.
Ihre alte Steckfrisur, die sie jahrelang getragen hatte, gehörte nun der Vergangenheit an. Ihre blonden Haare wurden nicht mehr durch eine Spange zusammengehalten. Statt nach hinten frisiert trug sie die Haare nun schulterlang und offen.
Ursula von der Leyen früher und heute
Die Reaktionen auf die neue Frisur fielen gemischt aus. Star-Friseur Udo Walz gefiel der neue Look der CDU-Ministerin: „Viele Frauen tragen derzeit kürzere Haare. Das wirkt sportlicher. Bob ist in." Kanzler-Friseur Udo Walz gefiel der neue Look der CDU-Ministerin: "Viele Frauen tragen derzeit kürzere Haare. Das wirkt sportlicher.
Stylist Armin Morbach hingegen war weniger begeistert. Für stern.de bewertete er die neue Frisur der Ministerin kritisch und bot ihr sogar kostenlos einen neuen Haarschnitt an.
Was sie zu so einem Schnitt bewegt hat? „Es gab keinen besonderen Anlass, ich habe es einfach mal gewagt“, sagte sie. Gemeinhin ändern Frauen ihr Aussehen doch gerne nach Liebeskummer, als Zeichen des Neuanfangs. Da ist die neue Frisur wohl eher ein Zeichen für neues Machtstreben.
Vorbild für die modische Neuorientierung könnte die Bundeskanzlerin gewesen sein. Angela Merkel trat im Wahlkampf 2005 ebenfalls mit neuem Look an, das Ergebnis ist bekannt.
Tatsächlich ist es kein Geheimnis, dass Politikerfrisuren wichtig sind. Das ist spätestens klar, seit Angela Merkel ganz oben in der Politik angekommen ist und nun wirklich jeder weiß, zu welchem Friseur sie geht. Zu Udo Walz versteht sich.
Angela Merkel: Frisuren im Wandel der Zeit
Politikerinnenköpfe weltweit haben dieselbe Botschaft: Ich habe alles im Griff - auch meine Haare. Das führt zum Einheitslook aus Strähnchen und Betonpony.
Der Stil der Macht hat Regeln und die Politikerinnen, die sie beachten, sehen sich erstaunlich ähnlich. Sie tragen die Haare maximal kinnlang, gefärbt oder gesträhnt ... und meist so festtoupiert und eingesprayt, dass kein Härchen eine Chance hat, aus der Reihe zu tanzen.
Die folgende Tabelle zeigt einige Beispiele für den "Einheitslook" von Politikerinnen weltweit:
| Politikerin | Frisur | Beschreibung |
|---|---|---|
| Angela Merkel | Kinnlanger Bob | Gesträhnt, am Hinterkopf hochtoupiert, Ponyfransen mit Haarlack fixiert |
| Hillary Clinton | Kinnlanger Bob | Gesträhnt, am Hinterkopf hochtoupiert, Ponyfransen mit Haarlack fixiert |
| Nancy Pelosi | Bronzefarbener Helm | Festsitzende Frisur, die Stärke und Kontrolle vermittelt |
| Christine Lagarde | Kinnlanger Bob | Geschwungener Pony, vermittelt Femininität, aber auch Stabilität |
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