Ursachen für Schuppenbildung

Schuppen sind ein weit verbreitetes Problem, das viele Menschen betrifft. Die kleinen weißen oder gelben Flöckchen, die auf den Schultern landen oder im Haar kleben bleiben, können nicht nur unansehnlich sein, sondern auch juckende und gereizte Kopfhaut verursachen.

Was sind Schuppen?

Unter Schuppen verstehen Dermatologen eine Ansammlung abgestorbener Hautzellen an der Kopfhaut. Jeder Mensch verliert Hautschuppen, jeden Tag. Denn die Haut erneuert sich etwa alle vier Wochen und stößt dabei die alten, abgestorbenen Hautzellen ab. Die Schüppchen sind so winzig, dass man davon meist gar nichts merkt. Erst wenn sie sich durch ein gestörtes Hautklima im Zellverband ablösen, machen sie sich auf der Haut oder der Kleidung als Schuppen bemerkbar.

Es gibt zwei Arten von Schuppen:

  • Trockene Schuppen: Sie sind fein, weißlich und rieseln leicht vom Kopf.
  • Fettige Schuppen: Sie sind größer, gelblich und fühlen sich ölig an. Sie treten bei fettiger Kopfhaut auf, haften am Haar und an der Kopfhaut.

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Ursachen für Schuppenbildung

Schuppen werden schlichtweg durch eine beschleunigte Zellerneuerung verursacht. Epidermiszellen werden normalerweise innerhalb von 21 bis 28 Tagen erneuert. Im Falle von Schuppen werden sie schneller erneuert, innerhalb von 5 bis 14 Tagen. Diese Zeit reicht nicht mehr aus, um die Zellen an der Oberfläche nach und nach zu eliminieren, stattdessen sammeln sie sich als eine Masse von Ablagerungen (Klumpen von abgestorbenen Epidermiszellen) an, die als Schuppen bezeichnet werden.

Die Beschleunigung der Zellerneuerung wird durch eine Störung der Kopfhaut verursacht, die durch zahlreiche Mechanismen ausgelöst werden kann:

Trockene Kopfhaut

Eine trockene Kopfhaut kann zu trockenen, feinen Schuppen führen. Trockene Schuppen entstehen vornehmlich durch eine trockene Kopfhaut, u.a. durch trockene Heizungsluft im Winter, ein heißes Klima im Sommer, stark entfettende bzw. austrocknende Shampoos oder durch zu häufiges Haarewaschen und heißes Föhnen.

Fettige Kopfhaut

Fettige Kopfschuppen bilden sich dagegen eher, wenn jemand zu fettiger Kopfhaut neigt. Fettige Schuppen entstehen durch eine verstärkte Talgproduktion auf der Kopfhaut, können auch durch eine hormonelle Veränderung begünstigt werden und treten häufig in der Pubertät auf. Sie sind häufig größer als trockene Schuppen und fühlen sich ölig an. Bei fettiger Kopfhaut sind die Schuppen außerdem klebriger, weshalb sie sich verstärkt in den Haaren verfangen und dort länger verweilen.

Defekte oder übermäßige Talgsekretion der Talgdrüsen

Wird Talg in normalen Mengen produziert, spielt dieser nicht nur eine wichtige Rolle bei der Hydratation von Haut und Kopfhaut, sondern schützt auch vor äußeren Aggressoren. Wenn zu wenig produziert wird, wird die Haut trocken. Wenn zu viel produziert wird, fördert es das Wachstum eines Hefepilzes der Gattung Malassezia, der zur Entstehung von Schuppen beiträgt.

Proliferation von Malassezia-Hefen

Hefen der Gattung Malassezia sind von Natur aus auf der Oberfläche der Kopfhaut vorhanden. Bei Schuppen vermehren sie sich übermäßig. Sie sind lipophil, was bedeutet, dass sie sich von lipophilen Nährstoffen ernähren. Die im Talg enthaltenen Lipide können eine ausgezeichnete Nahrungsquelle für sie sein. Je mehr sie sich ernähren, desto mehr entwickeln sie sich, was zu Entzündungen und Irritationen der Haut führen und somit wiederum eine Abschuppung verursachen kann.

Äußere Einflüsse

So gerät das natürliche Gleichgewicht der Kopfhaut beispielsweise durcheinander, wenn die Haare zu häufig oder mit einem zu aggressiven Shampoo gewaschen werden. Auch zu heißes Wasser oder Föhnen auf der höchsten Stufe, aber auch die in den Herbst- und Wintermonaten häufige trockene Heizungsluft reizen sie. Zudem sind die Körperstellen, die weniger Talgdrüsen als die Kopfhaut besitzen, z.B. Neben diesen äußeren Einflüssen begünstigen auch biologische Faktoren Schuppen.

Weitere Faktoren

  • Überarbeitung, ein unausgewogener Lebensstil, die falsche Verwendung von kosmetischen Produkten und sogar Stress können die Entstehung von Schuppen verursachen.
  • Eine genetische Veranlagung als Ursache für die seborrhoische Dermatitis (ein entzündlicher Hautauschlag) steht zur Diskussion.
  • Stress oder eine übermäßige Vermehrung des natürlicherweise in der Hautflora vorkommenden Hefepilzes Malassezia kann eine gesteigerte Talgproduktion verursachen.

Individuelle Empfindlichkeit der Kopfhaut

Es gibt keine Erklärung dafür, warum manche Menschen mit einer fettigen oder trockenen Kopfhaut Schuppen entwickeln und andere nicht. Diese Variabilität und Empfindlichkeit ist individuell für jeden Einzelnen und spiegelt eine Veranlagung zur Schuppenbildung wider, die man leider nicht ändern kann.

Symptome schuppender Kopfhaut

  • Starker Juckreiz
  • Trockene Kopfhaut, die sich straff und unangenehm anfühlen kann
  • Fettige Kopfhaut, die ölig und glänzend aussieht
  • Rötungen in Form von Flecken auf der Kopfhaut

Wie Du gesehen hast, sind die meisten Gründe für einen Schuppenbefall harmlos, jedoch können auch Hautkrankheiten ursächlich sein. Am häufigsten sind hier die Schuppenflechte (Psoriasis) oder die Neurodermitis (atopisches Ekzem) zu nennen, die auf der Kopfhaut vorkommen und sich durch Schuppenbildung äußern.

Wann sollte man bei Schuppen ärztlichen Rat einholen?

Ist bereits bekannt, dass die eigene Kopf- oder Körperhaut zu Trockenheit und damit auch Schuppen neigt, hilft es oft bereits auf ein milderes, pH-hautneutrales (pH 5,5) Shampoo oder Duschgel zurückzugreifen. Sind die Schuppen eher auf eine fettige Kopfhaut zurückzuführen, könnte ein Anti-Schuppen-Shampoo Abhilfe schaffen. Verbessern sich die Beschwerden nicht und kommt ein starker Juckreiz hinzu, ist ein Arztbesuch ratsam: Denn durch heftiges und häufiges Kratzen können die eingetragenen Keime der natürlichen Hautflora Entzündungen auslösen.

Behandlung von Schuppen

Bei Beschwerden an der Haut ist die dermatologische Praxis/Hautarztpraxis in der Regel die erste Anlaufstelle. Zunächst erkundigt sich der Arzt oder die Ärztin bzw. der Hautarzt oder die Hausärztin, welche Hautareale betroffen sind und ob relevante Vorerkrankungen bestehen. Das können zum Beispiel Neurodermitis oder Allergien sein. Auch das Vorliegen weiterer Symptome und Informationen zur gewohnten Körperhygiene können Hinweise auf die Ursache der Schuppen geben. Oft lässt sich die Ursache bereits an der Art der Schuppen erkennen. Je nach Ursache der Hautschuppen kommen unterschiedliche Therapien infrage.

Was selbst tun bei Schuppen?

Oft lassen sich Schuppen an Körper oder Kopfhaut schnell in den Griff bekommen, wenn sie durch eine missverstandene Pflege verursacht sind. Sinnvoll ist es, auf zu langes und häufiges Duschen oder Haarewaschen zu verzichten. Auch ist es ratsam, weniger von dem Hygieneprodukt zu verwenden und Peelings zu vermeiden, um den von den Schweiß- und Talgdrüsen gebildeten Hydrolipidfilm und die obere Hornschicht nicht zu entfernen.

Dabei ist zu beachten, dass trockene Schuppen und fettige Schuppen aufgrund entsprechender Symptome unterschiedlich behandelt werden sollten:

  • Trockene Schuppen: Eine mögliche Behandlung umfasst die Verwendung von speziellen Haarpflegeprodukten (milde Shampoos und Conditioner) mit Inhaltsstoffen wie Glycerin oder Panthenol, die die Kopfhaut mit Feuchtigkeit versorgen und Schuppenbildung reduzieren. Es ist auch wichtig, regelmäßig eine milde Kopfhautpflege durchzuführen und nicht zu oft heißes Wasser zu verwenden, um die Kopfhaut nicht weiter auszutrocknen.
  • Fettige Schuppen: Eine mögliche Behandlung umfasst die Verwendung von Shampoos, die gegen Schuppen und fettige Kopfhaut wirken und Zutaten wie Salicylsäure, Schwefel oder Zinkpyrithion enthalten, um überschüssiges Öl und Schuppen zu entfernen. Es ist dazu auch wichtig, die Haare regelmäßig zu waschen. Shampoos, die sich auch gegen den Hefepilz richten, können zusätzlich helfen.

Shampoos gegen Schuppen können rezeptpflichtig oder freiverkäuflich sein.

Zusätzlich können folgende Maßnahmen helfen:

  • Massieren Deine Kopfhaut jeden Tag einige Minuten lang, um die Durchblutung anzuregen und abgestorbene Hautzellen zu lösen
  • Vermeide eine übermäßige Verwendung von Haarpflegeprodukten auf der Kopfhaut und wechsle das Shampoo, wenn Du das Gefühl hast, dass Du es nicht verträgst.
  • Zu den Nahrungsergänzungsmitteln, die gegen Schuppen helfen können, gehören Leinsamenöl und Zink
  • Es ist bekannt, dass Stress und negative Emotionen bei Hautkrankheiten wie Schuppen eine Rolle spielen, daher können Entspannungstechniken hilfreich sein

Einige Beispiele für Anti-Schuppen-Produkte:

Produkt Inhalt Preis
Shampoo 100 ml € 16,89
Shampoo 2x390 ml € 56,00
Shampoo 60 ml € 9,45
Lösung 60 ml € 18,27
Shampoo 2x250 ml € 40,50

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