Wer anfängt, sich mit dem Thema Zero Waste im Badezimmer zu beschäftigen, stößt irgendwann unweigerlich auf festes Shampoo sowie Haarseifen als Alternative zu herkömmlicher Haarpflege in Plastikverpackungen. Diese kommen in den meisten Fällen nicht nur komplett ohne Verpackungsmaterial aus, sondern sind häufig auch noch deutlich ergiebiger als flüssige Varianten.
Aber auch wenn der Plastikverzicht der festen Shampoos diese zu einer nachhaltigeren Alternative macht, gibt es zudem Unterschiede: herkömmliche feste Shampoos, feste Naturkosmetik-Shampoos sowie Haarseifen. Hier ein Überblick:
Vorab: der Umstieg von flüssigem Haarshampoo zu festem ist problemlos & jederzeit möglich (d/w/m). Und es ist ein Umstieg ohne Frusterlebnisse, denn es klappt gleich beim 1. Mal!
Die Unterscheidung kann eigentlich schnell geklärt werden. Vorab: HaarSEIFE enthält Seifenmoleküle, feste HaarSHAMPOO hingegen nicht. Denn eine HaarSEIFE ist deutlich einfacher, schneller & kostengünstiger herzustellen als ein HaarSHAMPOO.
Ein festes HaarSHAMPOO enthält keine Seifenmoleküle! Richtig, eine HaarSEIFE & kein SHAMPOO.
Viele Hersteller von HaarSEIFEN stellen dies allerdings ganz anders dar. Sie bezeichnen es als Umgewöhnungsphase, die zwischen 4 Wochen & 4 Monaten dauern soll. Danach 'habe sich das Haar an die Seife gewöhnt'. Soweit zumindest die Behauptung.
Noch keinen Kunden (m/w) persönlich, der mit einer Seife für die Haare wirklich glücklich geworden ist. Das ist gleich & hat nichts mit Gewöhnung der Haare an die Seife zu tun. Die Kalkseife fällt immer an.
Falls Ihr kalkfreies oder kalkarmes Wasser habt, könnt Ihr ggf. wird.
Neben Seifenmolekülen gehören auch auch ganz viel andere Dinge nicht in ein HaarSHAMPOO. Allen voran Sulfate, die Salze der Schwefelsäure. Sie ätzen die Haarstruktur glatt & wirken deshalb so ähnlich wie die Silikone in den flüssigen Shampoos. Wer keine sehr robuste Kopfhaut hat, der wird schnell die Schattenseiten der Sulfate kennen lernen.
Die einzigen festen Haarshampoos, die wir anbieten sind auf der Basis von Kokosöl & Stärke. Selbstverständlich auch Tenside, denn ohne Tenside werden auch Haare nicht wirklich sauber.
Anfänglich fragt man sich oft, wie man feste Haarshampoos überhaupt anwendet. Viele nutzen z.B. machen, das trockene feste Shampoo durch die Haare ziehen, direkt in den Haaren aufschäumen, Haare waschen, gründlich mit klarem Wasser ausspülen, fertig!
Aus diesem Grund raten wir auch vom direkten Aufschäumen in der Handfläche ab. Denn dann einfach in den Abfluss.
Wichtig: Weniger ist hier mehr! Menge, denn oft denkt man es muss richtig viel genutzt werden, damit man sauber wird. Hier ist das Gegenteil der Fall. Je weniger man nimmt, desto besser ist das Ergebnis.
Je weniger ihr von diesem Produkt nutzt, desto effektiver ist es für die Haare.
Nach der Aussage oben, stelle ich es mir so vor: Jemand oder eine Maschine rührt ein flüssiges Shampoo oder Putzmittel an. Danach kommt es in eine Trocknungsanlage, damit ein Großteil des Wassers heraus getrocknet wird. Danach wird es in Form gepresst.
Wie es wirklich ist: Feste Shampoos bestehen aus einem pulverförmigen Tensid, welches mit pflegenden Ölen, Farben wie Tonerde und / oder Duftstoffen gemischt wird. In manchen Produkten befindet sich auch noch Stärke.
Zu den Inhaltstoffen wird ein kleiner Wasseranteil hinzugegeben. Insgesamt weniger als 5%, damit die Masse formbarer wird. Danach werden die Kugeln in Kisten in den Regalen verstaut und lagern wenige Tage ein. In der Zeit verflüchtigt sich ein Teil des Wassers und die Kugeln werden fester.
Es wird als nichts in einer Trockenmaschine o.ä. getrocknet und auch deutlich weniger Wasser verbraucht, als bei der Herstellung von flüssigem Shampoo.
Dennoch hinter Euren eigenen (Haar-) Erwartungen zurück? Vermutlich ein Anwendungsfehler vor oder eine andere Sorte ist besser für Eure Haare geeignet. Nicht zu früh aufgeben, denn es lohnt sich.
Wichtig bei dem Kauf einer Haarseife ist es daher, auf den Grad der Verfettung zu achten. Dieser beschreibt die Menge an Ölen in der Haarseife, die nicht verseift sind, also rein der Pflegewirkung dienen.
Zusätzlich kann sehr kalkhaltiges Wasser die Wirkung von Haarseifen einschränken. Aus Kalk und Seife entsteht eine sogenannte “Kalkseife”, die sich nur schwer aus den Haaren auswaschen lässt und diese anschließend stumpf erscheinen lässt.
Daher ist es empfehlenswert, im Anschluss an die Haarwäsche eine sogenannte “Saure Rinse” zu verwenden. Hierfür einfach 1l Wasser mit 1EL Apfelessig mischen und die Haare damit auszuspülen.
Entscheidend für die Nachhaltigkeit der Produkte ist aber nicht nur die Verpackung, sondern vor allem auch die Inhaltsstoffe. In vielen Kosmetikprodukten finden sich nicht nur verschiedenste Öle, sondern auch feines Mikroplastik.
Es wird also vielmehr betont, welche kritischen Bestandteile nicht enthalten sind, beispielsweise umstrittene Stoffe wie Mikroplastik, Palmöl, Mineralöle oder Silikone.
Eine Orientierungshilfe beim Kauf nachhaltiger Produkte können offizielle Zertifizierungen darstellen. Allerdings gibt es mittlerweile so viele unterschiedliche Siegel, dass Verbraucher*innen auch hier schnell den Überblick verlieren können.
Bei nicht zertifizierter Kosmetik können Apps wie Code-Check die Suche nach dem passenden Produkt erleichtern. Dabei scannt man ganz entspannt den Barcode mit dem Handy ab und erhält Informationen und gleichzeitig Erklärungen zu den Inhaltsstoffen.
Hier sind einige Empfehlungen für feste Shampoos und Haarseifen, die im Test überzeugt haben:
Am Beispiel von festem Shampoo.Nach der Aussage oben, stelle ich es mir so vor: Jemand oder eine Maschine rührt ein flüssiges Shampoo oder Putzmittel an. Danach kommt es in eine Trocknungsanlage, damit ein Großteil des Wassers heraus getrocknet wird. Danach wird es in Form gepresst.
Wie es wirklich ist: Feste Shampoos bestehen aus einem pulverförmigen Tensid, welches mit pflegenden Ölen, Farben wie Tonerde und / oder Duftstoffen gemischt wird. In manchen Produkten befindet sich auch noch Stärke. Bei Waschkram, die selbst Shampoos herstellen, durfte ich bei der Herstellung zuschauen. Die oben genannten Inhaltstoffe werden dort noch per Hand vermischt. Zu den Inhaltstoffen wird ein kleiner Wasseranteil hinzugegeben. Insgesamt weniger als 5%, damit die Masse formbarer wird. Danach werden die Kugeln in Kisten in den Regalen verstaut und lagern wenige Tage ein. In der Zeit verflüchtigt sich ein Teil des Wassers und die Kugeln werden fester.
Es wird als nichts in einer Trockenmaschine o.ä. getrocknet und auch deutlich weniger Wasser verbraucht, als bei der Herstellung von flüssigem Shampoo.
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