Unbewusstes Augenbrauen Hochziehen: Ursachen und Bedeutung

Die Augenbrauen sind ein ausdrucksstarker Teil unseres Gesichts und spielen eine wichtige Rolle in der nonverbalen Kommunikation. Sie verstärken unsere Mimik, beeinflussen die Attraktivität und schützen die Augen vor Schweiß und anderen Einflüssen. Aber was bedeutet es, wenn wir unbewusst die Augenbrauen hochziehen? Dieser Artikel untersucht die verschiedenen Ursachen und Bedeutungen dieses Phänomens.

Die Rolle der Augenbrauen in der Kommunikation

"Brauen sagen mehr als 1000 Worte", heißt es in der Forschung. Ob Erstaunen, Skepsis, Angst, Verwirrung, Ekel, Ärger, Trauer oder Freude: Augenbrauen reflektieren genau, was sich gerade im Kopf eines Menschen abspielt. Sie sind neben dem menschlichen Auge der ausdrucksvollste Teil unseres Gesichts und helfen uns dabei, eine ganze Bandbreite von Emotionen im Gesichtsausdruck unserer Mitmenschen zu entschlüsseln.

Tatsächlich vollzieht sich unsere soziale Wahrnehmung meistens in einer ungeheuren Geschwindigkeit. Wir registrieren zum Beispiel im Mienenspiel unseres Gegenübers winzige flüchtige Gesichtsausdrücke, die wir innerhalb von Sekundenbruchteilen verarbeiten. Die Augenbrauen spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Die Augenbrauen helfen auch bei der Identifikation von Gesichtern. Prominente Personen sind auf Fotos schwerer zu erkennen, wenn darauf statt der Augen die Augenbrauen mit einem schwarzen Balken unkenntlich gemacht werden. Das liegt daran, dass die Augenbrauen einen bedeutenden Anteil daran haben, unserem Gesicht seinen Charakter zu verleihen.

Faktoren, die das Aussehen der Augenbrauen beeinflussen

Vier Faktoren beeinflussen den Wuchs und somit das Aussehen unserer Augenbrauen: Hormone, Alter, Gene und Geschlecht. So führt das männliche Geschlechtshormon Testosteron zu besonders buschigen Augenbrauen, das weibliche Pendant Östrogen zu schmalen, stark gewölbten Augenbrauen. Hat der Vater ausgeprägte Augenbrauen, so vererbt er diese häufig an den Sohn.

An den Augenbrauen lässt sich ablesen, ob wir männlich oder weiblich sind. Sie geben Aufschluss über die gesundheitliche Verfassung eines Menschen und sein Alter. Sie sind ein Produkt aus einer Mischung von Faktoren. Gene entscheiden über ihren Wuchs, Hormone, Alter und Geschlecht.

Unbewusstes Hochziehen der Augenbrauen als Ausdruck von Emotionen

Wenn jemand überrascht ist, hebt er die Augenbrauen ein wenig, Ungläubigkeit und Überraschung sieht ähnlich aus. Interessant am Mienenspiel unserer Augenbrauen ist, wir machen es unbewusst, aber wir können es auch sehr stark kontrollieren.

Augenbrauen reflektieren die mentalen Aktivitäten jedes Menschen. Sie zeigen vor allem Gefühle wie Angst, Ekel, Verwirrung, Ärger. Man erkennt an den Augenbrauen ziemlich genau, ob jemand irritiert ist, nachdenklich oder nicht einverstanden ist, mit dem, was man sagt.

Es gibt ein berühmtes Foto aus dem Weißen Haus in Washington. Aufgenommen am 18. Oktober 1962, damals saßen US-Präsident John F. Kennedy mit dem Botschafter der Sowjetunion, Anatoli Dobrynin und seinem Außenminister Andrej Gromyko zusammen. Man sieht entspannte Gesichter, fröhliches Gelächter, gute Laune, die Lage scheint bestens. Politikwissenschaftler wissen, dass Kennedy damals schon von den sowjetischen Raketen auf Kuba gewusst hat. Und wenn man sich das Foto genau ansieht, ist das auf dem Gesicht Kennedys auch zu sehen. Sein Lächeln ist nicht echt. Seine hochgezogenen Augenbrauen verraten, dass er die Situation alles andere als komisch fand. Tatsächlich spiegelt sein Gesicht Ärger und sogar Angst.

Was die Augen eines Menschen wirklich über ihn verraten!

Tic-Störungen und unwillkürliche Bewegungen

Ein Tic ist die plötzliche und schnelle Bewegung einzelner Muskeln oder ganzer Muskelgruppen (motorischer Tic) oder aber unwillkürliche Lautäußerungen (vokaler Tic). Beide Tics haben keine erkennbare Funktion. Sie laufen zudem völlig unwillkürlich ab, die Betroffenen beabsichtigen sie also nicht. Allerdings können Betroffene ihre Tics oftmals kurzzeitig unterdrücken, wenn sie extremste Konzentration aufbieten - dauerhaft gelingt das aber nicht.

Einfache motorische Tics manifestieren sich in den meisten Fällen im Gesicht. Beispiele hierfür sind: Blinzeln, Stirnrunzeln und/oder Hochziehen der Augenbrauen, Augenrollen, Grimassieren, Kopfwerfen/Kopfnicken, Mundöffnen.

Etwa zehn bis 15 Prozent der Grundschüler ent­wickeln Tic-Störungen: immer wieder­kehrende, meist motorische Ab­läufe wie Blinzeln oder Augen­rollen, komplexere wie Hüpfen, Stampfen oder Beißen, oder vokale Tics wie Räus­pern, Hüsteln oder Pfeifen. Manche Kinder haben verschiedene Tics, die entweder gleichzeitig oder in Phasen auftauchen. Die größte Gruppe der Betroffenen ist zwischen sechs und acht Jahre alt, doch immer wieder tauchen Tics auch schon bei Zwei- bis Dreijährigen auf.

Ursachen von Tics

Welche Ursachen den Tics zugrunde liegen, ist bislang nicht klar. Hat schon ein Familienmitglied einen Tic, steigt beim Kind die Wahrscheinlichkeit, ebenfalls einen zu entwickeln. Welche Gene da aber wie zusammenspielen, haben wir noch so gut wie gar nicht verstanden.

Auslöser für die Tics können Ruhephasen sein: beim Vorlesen, Fernsehschauen oder wenn das Kind müde ist. Der Alltag vieler Kindergartenkinder ist oft voll mit Aktivitäten, manchmal haben sie wenig Zeit, sich einfach auf sich selbst zu konzentrieren, in einem Spiel zu versinken oder zu faulenzen. Andere Betroffene reagieren auf Reizüberflutung und Stress mit Tics. Gerade dann ist es wichtig, die Situation zu durchbrechen.

Die meisten Tics dauern bei Kleinkindern zwischen sechs und zwölf Wochen an und verschwinden dann wieder von selbst. Ihr Auftreten ist völlig harmlos. Wenn sich das Kind sonst gut entwickelt, heißt es einfach: abwarten. Den Tic absolut ignorieren und aushalten! Selbst für ältere Betroffene, die ihre Tics steuern können, ist es wenig motivierend, wenn man sie darauf an­spricht.

Was tun bei Tics?

Einen Termin beim Kinderarzt vereinbaren Eltern, wenn der Tic andauert, nicht mehr durchbrechbar ist oder weitere Tics hinzukommen. Eventuell gehört dann ein EEG zur Diagnostik, eine Elektroenzephalografie, mit der die Aktivität des Gehirns gemessen wird und die Hinweise auf eine Epilepsie liefern kann.

Auch wenn das Kind in der Kita wegen des Tics gehänselt oder ausgeschlossen wird und der Leidensdruck dadurch steigt, ist das Gespräch mit dem Kinderarzt oder -neuro­logen ein erster Schritt. Für jüngere Kinder kommt eine Spiel­therapie infrage, bei älteren eine Verhaltenstherapie beim Kinder- und Jugendpsychiater. Wissenschaftlich gibt es allerdings keinerlei Hinweise darauf, dass eine frühe Therapie den Verlauf einer Tic-Störung verbessert.

Äußerst selten muss eine Tic-Störung behandelt werden. Vier bis fünf Prozent der Erwachsenen haben eine Tic-Störung, der größte Teil bemerkt es gar nicht. Nur ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland leidet übrigens am Tourette-Syndrom, bei dem Betroffene zum Beispiel den Drang haben, laut zu schimpfen.

Kurzübersicht: Was ist ein Tic?

  • Eine plötzliche Bewegung oder Lautäußerung, die keinen Zweck erfüllt und vom Betroffene nicht kontrolliert werden kann.
  • Es gibt motorische Tics (Zucken, Blinzeln, Grimassieren, Stampfen etc.) und vokale Tics (Räuspern, Grunzen, Schnalzen, Wiederholen von Wörtern etc.) in unterschiedlichen Kombinationen. Die komplexeste Variante ist das Tourette-Syndrom.
  • Ursachen: Beim primären Tic bleibt die Ursache unbekannt (Verdacht: Störung des Botenstoffwechsels im Gehirn, genetische Veranlagung, Infektionen). Sekundäre Tics treten in Verbindung mit anderen Erkrankungen (z.B. Gehirnentzündung) oder mit Medikamenten oder Drogen auf.
  • Behandlung: Beim sekundären Tic Behandlung der Grunderkrankung. Beim primären Tic zum Beispiel Methoden der Verhaltenstherapie (HRT, ERPT), Entspannungsverfahren, evtl. Medikamente. Betroffene sollten zudem Stress reduzieren bzw. vermeiden (er kann Tics verstärken).

Muskuläre Ursachen und Triggerpunkte

Myogelosen und Triggerpunkte sind kleinste Knötchen in der Muskulatur, die unter anderem zu Schmerzen führen können. Fast jeder Mensch hat Triggerpunkte. Werden diese Beschwerden durch Triggerpunkte ausgelöst, dann kannst du sie mit einer Triggerpunkt-Selbstmassage lindern bis lösen. Um deine Schmerzen ganz und nachhaltig zu lösen, empfehle ich zusätzlich, für deine Beschwerden passende Dehn- und Kräftigungsübungen auszuführen.

Du kannst den Frontalis und Occipitalis am besten ertasten, wenn du sie anspannst. Als Massagetechnik kannst du die Ischämische Kompression, die Präzisen Massagestriche oder die Druck-Bewegungstechnik anwenden.

Vorne verbindet sich der Frontalis mit der Haut über der Augenbraue und mit den Fasern des Orbicularis oculi. Ein Gesichtsausdruck, der auftritt, wenn etwas auf dich zukommt, vor dem du große Angst hast. Ständig sind sie vor etwas auf der Flucht, haben vor etwas Angst oder machen sich Sorgen. Wenn jemand etwas nicht gut sehen kann, runzelt er oft seine Stirn und versucht seine Augen zu öffnen, indem er die Augenbrauen nach oben zieht.

Die Selbstmassage ist wunderbar und der einzige Weg Triggerpunkte selbst zu lösen, aber sie hat ihre Grenzen. Durch zu viel Fahrrad fahren waren meine Nackenmuskeln seit 2 Jahren so verspannt, dass die Schmerzen nicht verschwinden wollten und ich auch immer wieder unter Kopfschmerzen litt.

Zusammenfassung

Das unbewusste Hochziehen der Augenbrauen kann viele Ursachen haben, von emotionalen Reaktionen bis hin zu Tic-Störungen oder muskulären Problemen. Es ist wichtig, die Begleitumstände zu berücksichtigen und gegebenenfalls einen Arzt oder Therapeuten zu konsultieren, um die genaue Ursache zu ermitteln und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Disclaimer: Alle hier erwähnten Beschwerden können nicht auf den Frontalis und Occipitalis reduziert werden. Die Selbstmassage kann die erneute Entstehung von Triggerpunkten im Frontalis und Occipitalis und allen anderen Muskeln nicht verhindern. Mit den richtigen Kräftigungsübungen werden all diese Muskeln stärker und belastbarer. Das heißt, dass sie nicht mehr so schnell überlasten.

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