Unerwarteter Haarausfall bei Frauen: Ursachen und Behandlungen

Haarausfall ist nicht nur ein Problem für Männer. Auch Frauen leiden oft darunter, was ihr Selbstbewusstsein beeinträchtigen kann. Fast jede dritte Frau in Deutschland ist von Haarausfall betroffen.

Es gibt viele Ursachen für Haarausfall bei Frauen, darunter:

  • Genetische Veranlagung
  • Hormonelle Veränderungen
  • Nährstoffmangel
  • Stress
  • Krankheiten

Im Folgenden werden die verschiedenen Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten für Haarausfall bei Frauen näher erläutert.

Genetische Ursachen für Haarausfall bei Frauen

Die häufigste Form von Haarausfall ist der erblich bedingte Haarausfall, auch androgenetische Alopezie genannt. Typisch für diese Form des Haarausfalls sind schütter werdendes Haar vor allem im Bereich des Mittelscheitels sowie auch die Ausbildung von Geheimratsecken.

Ursächlich für den erblich bedingten Haarausfall ist eine genetisch bedingte Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber dem körpereigenen Hormon Dihydrotestosteron (DHT), welches ein Stoffwechselprodukt des männlichen Sexualhormons Testosteron darstellt und natürlicherweise auch im weiblichen Körper vorkommt.

Durch das DHT kommt es zu einer Schrumpfung der betroffenen Haarfollikel: Die gebildeten Haare wachsen immer weniger dick nach und fallen früher aus, da sich die Wachstumszyklen der Haare immer weiter verkürzen.

Hormonelle Ursachen für Haarausfall bei Frauen

Auch hormonell bedingter Haarausfall ist abzugrenzen vom erblich bedingten Haarausfall.

So kann auch die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel zu Haarausfall führen: Die meisten Anti-Baby Präparate enthalten Östrogene. Bei manchen Frauen kommt es nach dem Absetzen (durch den plötzlich abfallenden Östrogenspiegel), bei anderen Frauen aber auch durch die Einnahme der Antibabypille zu vermehrtem Haarausfall.

In beiden Fällen ist es die Veränderung des Hormonhaushaltes, die zu Haarausfall führt. In der Regel reguliert sich dieser mit der Zeit wieder von selbst.

Eine Veränderung des Hormonhaushaltes liegt auch in den Wechseljahren vor. Bis zu einem Drittel der Frauen in den Wechseljahren leiden unter Haarausfall. In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, was dünner werdende und vermehrt ausfallende Haare zur Folge haben kann.

Während der Menopause nimmt die körpereigene Produktion von Östrogenen und Progesteron ab, was zu Hormonschwankungen und Veränderungen im Körper führen kann. Auch das Haarwachstum kann davon betroffen sein, da Östrogene eine wichtige Rolle in der Regulierung des Haarwachstumszyklus spielen.

Die Haare werden aufgrund des sinkenden Östrogenspiegels nicht mehr so lange in der Wachstumsphase gehalten, wie es noch vor der Menopause der Fall war. Die Wachstumsphase der Haare verkürzt sich und sie fallen früher aus.

Als Folge kann sich bei Frauen in den Wechseljahren hormonell bedingter Haarausfall einstellen, der in Form eines sich lichtenden Scheitels oder von Geheimratsecken sichtbar werden kann. Bei einigen Frauen tritt der Haarausfall nur in bestimmten dafür prädestinierten Bereichen auf, während er sich bei anderen am gesamten Kopf ausbreitet.

Bei Frauen schwankt der Spiegel der Geschlechtshormone deutlich mehr als bei Männern. Grundsätzlich sorgt das weibliche Geschlechtshormon Östrogen dafür, dass die Haare lang wachsen und gesund aussehen. Insbesondere in Phasen eines verminderten oder abfallenden Östrogenspiegels kann es daher zu Haarausfall bei Frauen kommen.

Nach dem Absetzen der Anti-Baby-Pille kommt vermehrter Haarausfall häufiger vor. Ähnlich ist es im Rahmen einer Schwangerschaft. Schwangere Frauen wirken oft besonders attraktiv, da sie volles, gesund glänzendes und kräftig wachsendes Haar sowie frisch und rosig wirkende Haut haben.

Nach der Entbindung kommt es zu einer enormen Hormonumstellung, bei der unter anderem der Östrogenspiegel abfällt - es kann zu Haarausfall kommen. Teilweise kommt es bereits in der Schwangerschaft zu Haarausfall.

Später in den Wechseljahren nimmt die Östrogenproduktion der Eierstöcke ab. Meistens passiert das zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr. Als bekannteste Wirkungen dieses Hormonumschwungs zählen Hitzewallungen, Reizbarkeit oder Schlafstörungen.

Auch übermäßiger Stress kann Haarausfall verstärken oder begünstigen.

Die besten Tipps gegen Haarausfall | Dr. Johannes Wimmer

Nährstoffmangel als Ursache von Haarausfall

Im hektischen Alltag vernachlässigen wir oft eines unserer wichtigsten Grundbedürfnisse: eine ausgewogene Ernährung. Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen und Mineralstoffen kann nicht nur das Immunsystem schwächen, sondern auch zu Haarausfall führen, der sich dann z. B. im Auftreten von Geheimratsecken äußern kann.

Besonders Zink, Biotin und bestimmte Fettsäuren sowie Vitamin D sind dabei wichtig für gesundes Haar und tragen zu einem normalem Haarwachstum bei. Typisch sind vor allem lichter werdendes Haar im Bereich des Mittelscheitels sowie die Ausbildung der typischen Geheimratsecken, die entgegen der allgemein vorherrschenden Meinung kein typisch männliches Problem darstellen.

Sollten Sie bereits an Haarausfall leiden, kann eine ausgewogene Ernährung zu einem normalen Haarwachstum beitragen, sofern Mangelerscheinungen die Ursache des Haarverlustes sind.

Folgende Nährstoffe tragen zu einem normalen Haarwachstum bei:

  • Fisch: Enthält wertvolle Omega-3-Fettsäuren.
  • Eier: Reich an Biotin, das entscheidend für die Keratinproduktion ist.
  • Hülsenfrüchte: Liefern pflanzliches Protein, Eisen, Zink und Biotin.
  • Nüsse: Enthalten Zink und Vitamin E.
  • Grünes Blattgemüse: Reich an Vitamin C und Eisen, die wichtig für die Bildung von Kollagen sind. Das ist das wichtige Strukturprotein, das Haare, Haut und Nägel stärkt.
  • Süßkartoffeln: Reich an Beta-Carotin, das im Körper in Vitamin A umgewandelt wird - ein Nährstoff, der wichtig für die Produktion von Talg ist, der das Haar gesund hält.

Weitere Ursachen für Haarausfall bei Frauen

Neben den oben genannten Ursachen gibt es noch weitere Faktoren, die Haarausfall bei Frauen verursachen können:

  • Autoimmunerkrankungen: Frauen leiden deutlich häufiger als Männer unter Autoimmunerkrankungen, die mit Haarverlust einhergehen (wie der Alopecia areata).
  • Medikamente: Einige häufig verordnete Medikamente können Haarausfall als Nebenwirkung haben.
  • Schilddrüsenerkrankungen: Durch eine Unterfunktion der Schilddrüse und einen dadurch bedingten Mangel an Schilddrüsenhormonen kann es nicht nur zu Antriebsmangel, Kälteempfinden und Gewichtszunahme kommen.
  • Äußere Einflüsse: Bei der Trichotillomanie reißen sich Betroffene selbst die Haare aus. Dadurch entstehen unscharf begrenzte lichte Stellen auf dem Kopf.
  • Styling-Fehler: Eine starke Hitzeeinwirkung beim Föhnen, Glätten oder einer Dauerwelle macht das Haar trocken und spröde.

Behandlung von Haarausfall bei Frauen

Je nach Ursache und Form der zugrundeliegenden Haarausfallerkrankung unterscheiden sich die zur Verfügung stehenden Therapieoptionen stark voneinander.

Das Arzneimittel Regaine® mit dem Wirkstoff Minoxidil wurde speziell zur Behandlung des erblich bedingten Haarausfalls entwickelt, der in Form von Geheimratsecken oder einem sich lichtenden Mittelscheitel sichtbar werden kann.

Regaine® Frauen Schaum und Regaine® Frauen Lösung

Zur Behandlung des erblich bedingten Haarausfalls der Frau können die bewährten Arzneimittel Regaine® Frauen Schaum oder Regaine® Frauen Lösung angewendet werden. Der enthaltene Wirkstoff Minoxidil kann das Wachstum neuer Haare anregen und das Fortschreiten des erblich bedingten Haarausfalls stoppen. Die Wirksamkeit ist klinisch belegt.

Der speziell für Frauen entwickelte Regaine® Frauen Schaum wird direkt auf die betroffenen Stellen der Kopfhaut aufgetragen. Der in 5%iger Konzentration enthaltene Wirkstoff Minoxidil regt u. a. nachweislich die Durchblutung der Haarfollikel an und erhöht so die Versorgung der Haarwurzeln mit Nährstoffen.

Regaine® Frauen Schaum ist besonders einfach und unkompliziert anzuwenden. Er wird einfach 1 x täglich auf die betroffenen Stellen der Kopfhaut aufgetragen und einmassiert. Bei regelmäßiger und täglicher Anwendung kann Regaine® Frauen Schaum bereits binnen 12 Wochen zu sichtbaren Verbesserungen führen.

Als Pendant dazu gibt es auch die Regaine® Frauen Lösung, in der der Wirkstoff Minoxidil in 2%iger Konzentration enthalten ist. Regaine® Frauen Lösung wird 2 x täglich, bevorzugt morgens und abends, mit einem Applikator auf die betroffenen Stellen der trockenen Kopfhaut aufgetragen.

Die Wirksamkeit von Schaum und Lösung sind vergleichbar, so dass sie einfach selbst auswählen können, welche Darreichungsform Sie in der Anwendung als angenehmer empfinden.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten

  • Minoxidil: Gegen erblich bedingten Haarausfall hat sich der Wirkstoff Minoxidil bewährt. Das Medikament ist eigentlich zur Behandlung von Bluthochdruck zugelassen, kann aber lokal als Lösung oder Shampoo (unter dem Namen Regaine) auf der Kopfhaut angewandt einem Haarverlust entgegenwirken.
  • Anti-Androgene: Gegen hormonbedingten Haarausfall verschreiben Dermatologinnen und Dermatologen Tabletten, die Anti-Androgene enthalten.
  • Haartransplantation: Dafür werden Haare am Hinterkopf entnommen. An den kahlen Stellen setzt der Arzt Mikroschlitze und verpflanzt die Transplantate.

Hausmittel und Shampoos

Es gibt eine Reihe von Hausmitteln, die Frauen bei der Behandlung von Haarausfall helfen können. Henna: Natürliches Henna-Pulver enthält Gerbstoffe, die die Kopfhaut straffen, das Haar kräftigen und Haarausfall reduzieren können. Basilikum: Basilikumblätter haben antimikrobielle und entzündungshemmende Eigenschaften.

Shampoos können bei der Behandlung von Haarausfall bei Frauen helfen. Entscheidend ist, dass die Inhaltsstoffe des Shampoos auf die Ursache des Haarausfalls abgestimmt sind. Wirkstoffe: Einige Shampoos enthalten spezifische Wirkstoffe, die bei der Behandlung von Haarausfall helfen können. Beispiele hierfür sind Minoxidil, Koffein, Ketoconazol und Biotin.

Allgemeine Tipps zur Vorbeugung von Haarausfall

  • Milde Haarpflegeprodukte verwenden
  • Übermäßige Hitzeeinwirkung vermeiden
  • Regelmäßige Kopfhautmassage
  • Zugbelastungen vermeiden
  • Stress reduzieren

Wichtiger Hinweis

Jedes Medikament kann verschiedene Nebenwirkungen haben. Sie müssen nicht auftreten und jeder Mensch reagiert anders. Bitte besprechen Sie dieses Thema unbedingt auch mit dem behandelnden Arzt, in Bezug auf Ihre Situation.

Geheimtipps zum Kaschieren von Geheimratsecken

Ein Umstyling ist oftmals die einfachste Möglichkeit, die zunehmend kahlen Stellen am Kopf zu verdecken. So kann ein Seitenscheitel oder eine Frisur mit mehr Volumen das Haar auf der Stirnpartie geschickt verteilen und die Geheimratsecken bei Frauen effektiv verdecken.

Neben einer gekonnt angepassten Frisur kann auch die Verwendung von speziellen Haarprodukten helfen. Volumen-Shampoos, Haarsprays oder Schaumfestiger können das Haar optisch dichter wirken lassen und die Geheimratsecken kaschieren.

Auch spezielles Schütthaar, das sich auf die kahlen Stellen streuen lässt, kann für mehr Fülle und Volumen sorgen.

4 Frisuren, die den Haaransatz geschickt verdecken

  • Pony: Er kann den Haaransatz sehr effektiv verdecken.
  • Seitenscheitel: Hierbei wird das Haar auf eine Seite frisiert und ein tiefer Scheitel gezogen, der den Haaransatz verdeckt.
  • Mittelscheitel: Ideal bei kahlen Schläfen.
  • Bob: Aufgrund der kürzeren Länge um den Haaransatz herum und des Hinzufügens von Stufen oder einem seitlichen Pony, kann der Bob dazu beitragen, den Haaransatz geschickt zu kaschieren.
Ursache Behandlungsmöglichkeiten
Erbliche Veranlagung Minoxidil (Regaine®), Anti-Androgene, Haartransplantation
Hormonelle Veränderungen Hormontherapie, Behandlung der Grunderkrankung (z.B. PCO-Syndrom)
Nährstoffmangel Ausgewogene Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel (Zink, Biotin, Eisen, Vitamin D)
Autoimmunerkrankungen Kortison, Immuntherapie
Äußere Einflüsse (z.B. Styling-Fehler) Milde Haarpflegeprodukte, Vermeidung von Hitzeeinwirkung und Zugbelastungen

tags: #ubermabiger #haarausfall #frau #ursachen #behandlung

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen