Trockene Kopfhaut ist ein weit verbreitetes Problem, von dem viele Menschen im Laufe ihres Lebens zumindest zeitweise betroffen sind. Besonders im Winter kann die trockene Heizungsluft und die kalte Aussenluft die Kopfhaut zusätzlich belasten. Ist die Kopfhaut gereizt, gerötet oder juckt, kann das sehr unangenehm sein. Manchmal sind falsche Haarpflegeprodukte die Ursache, aber es gibt auch viele andere mögliche Gründe. Eine spezielle Pflege kann die Folgen einer trockenen Kopfhaut oft beheben.
Die Kopfhaut ist eine besonders empfindliche Körperregion. Ist sie gesund, macht sich das auch am Zustand und am Aussehen unserer Haare bemerkbar. Die Kopfhaut erfüllt einige wichtige Funktionen: Sie schützt den Kopf vor äußeren Einflüssen und trägt dazu bei, unsere Körpertemperatur und den Wasserhaushalt zu regulieren.
Dafür erweitern und verengen sich ihre Blutgefäße und Schweißdrüsen geben bei Wärme Schweiß zur Kühlung ab. Zudem ist sie an der Sinneswahrnehmung beteiligt. Ein ausgeglichener Feuchtigkeitshaushalt der Kopfhaut ist die beste Voraussetzung für gesundes und schönes Haar.
Zusätzlich geben die Talgdrüsen Talg (Sebum) ab. Der hält die Kopfhaut geschmeidig und dient gleichzeitig als Wärmeisolierung. Sind Fett- und Feuchtigkeitshaushalt im Gleichgewicht, ist die Kopfhaut weder zu trocken noch zu fettig. Das ist eine Voraussetzung für schönes, glänzendes Haar, außerdem juckt die Kopfhaut dann in der Regel nicht.
Bei einer trockenen Kopfhaut ist die Produktion von Fett und Feuchtigkeit in der Haut gestört. Auch der Erneuerungsprozess der Zellen kann aus dem Takt geraten sein. Dafür kann es verschiedene Gründe geben: Sowohl äußere als auch innere Ursachen kommen für die Entstehung infrage.
Eine gesunde Kopfhaut produziert ein öliges Sekret, das sie vor dem Austrocknen bewahrt und geschmeidig erhält. Geschieht das nicht in ausreichendem Maß, trocknet die Kopfhaut aus: Juckreiz, Rötungen und Schuppen können die Folge sein. Für die Entwicklung einer trockenen Kopfhaut spielen auch erbliche Faktoren eine Rolle: Wer genetisch bedingt an trockener Haut leidet, zeigt oft auch eine trockene Kopfhaut.
Häufige Ursachen für trockene Kopfhaut:
Auch der Kopfhauttyp wird einerseits durch erbliche Faktoren bestimmt. Das heißt, wenn Sie genetisch bedingt beispielsweise zu trockener Haut neigen, zeigt sich das auch an der Kopfhaut. Andererseits können äußere Einflüsse wie eine falsche Pflege das Gleichgewicht der Kopfhaut stören. Auch verschiedene Erkrankungen äußern sich mitunter über Probleme mit der Kopfhaut. Dazu zählen die Schuppenflechte oder das Seborrhoische Kopfhautekzem. Stress oder hormonelle Veränderungen können ebenfalls Beschwerden auslösen. Die Kopfhaut spannt in solchen Fällen meistens, oft brennt oder juckt sie auch. Eventuell bilden sich Schuppen oder rote Flecken.
Eine trockene Kopfhaut macht sich an verschiedenen Symptomen bemerkbar. Ein sichtbares Anzeichen sind weiße oder gräuliche Schuppen, die vor allem beim Kämmen vom Kopf fallen und sich dann auf den Schultern dunklerer Kleidung zeigen. Betroffenen ist das meistens sehr unangenehm.
Schuppen können wiederum auch die Voraussetzungen für die Entwicklung einer trockenen Kopfhaut schaffen. Weil durch ihren Verlust die Oberfläche von Hautzellen geschädigt wird, verliert die Haut mehr und mehr ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern. Durch Trockenheit können Spannungsgefühle und Juckreiz verursacht werden - ein Problem, das durch häufiges Kratzen oft zu Irritationen wie Rötungen oder sogar offenen Stellen führt. Schließlich kann auch das Erscheinungsbild der Haare auf eine trockene Kopfhaut hinweisen.
Gereizte, trockene und juckende Kopfhaut braucht Schutz und die richtige Pflege. Vermeiden Sie alles, was für die Haut eine zusätzliche Belastung darstellen könnte. Bei akutem Juckreiz gilt: Nicht kratzen! Wenn Sie es nicht aushalten, klopfen Sie leicht mit den Fingern auf die Kopfhaut. Außerdem trägt Kälte dazu bei, den Juckreiz auf der Kopfhaut zu lindern. Legen Sie sich ein feuchtes Handtuch oder ein in ein Geschirrtuch gewickeltes Kühlpad auf den Kopf.
Um trockener Kopfhaut vorzubeugen, sollten die Auslöser reduziert werden. Gerade bei extrem trockener, zu Neurodermitis oder Schuppenflechte neigender Haut kommt es darauf an, dass für die Reinigung der Kopfhaut und der Haare geeignete Pflegeprodukte zum Einsatz kommen.
Ein weiterer Tipp: Spezielle medizinische Shampoos können helfen, die Beschwerden zu lindern. Sie enthalten Inhaltsstoffe, die antimykotisch, juckreizlindernd oder entzündungshemmend wirken. Idealerweise lassen Sie sich vor dem Einsatz eines solchen Shampoos ärztlich beraten.
Es gibt auch verschiedene Hausmittel, die bei juckender Kopfhaut helfen können:
Wichtig zu wissen: Sowohl Teebaumöl als auch Apfelessig und Pfefferminzöl können die Haut allerdings auch reizen. Seien Sie also vorsichtig bei der Anwendung.
Ärztliche Hilfe bei juckender Kopfhaut ist notwendig, wenn der Juckreiz Ihr tägliches Leben beeinträchtigt, länger anhält (über mehrere Tage bis Wochen) oder immer wieder auftritt und Sie die Beschwerden nicht selbständig beherrschen können. Abhängig von der jeweiligen Ursache wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie beraten oder eine Behandlung mit Ihnen besprechen.
Außerdem gut zu wissen: Auch Parasiten und viele andere Krankheiten können hinter den Symptomen stecken, zum Beispiel:
Die meisten Ursachen für eine juckende Kopfhaut sind harmlos und können mit Hausmitteln und einer angemessenen Pflege behandelt werden.
| Ursache | Symptome | Behandlung |
|---|---|---|
| Trockene Kopfhaut | Rötungen, Spannungsgefühl, Jucken, Schuppen | Feuchtigkeitsspendende Shampoos, Hausmittel, weniger Haarwäschen |
| Fettige Kopfhaut | Übermäßige Talgproduktion, Juckreiz | Shampoos für fettige Kopfhaut, Vermeidung von fettigen Produkten |
| Kontaktdermatitis | Ausschlag, Juckreiz nach Verwendung bestimmter Produkte | Vermeidung der auslösenden Produkte, antiallergische Shampoos |
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