Maybrit Illner ist seit vielen Jahren eine feste Größe im deutschen Fernsehen. Ihre gleichnamige Talkshow im ZDF läuft seit unglaublichen 18 1/2 Jahren jeden Donnerstag und hat im Laufe der Zeit viele politische Diskussionen angestoßen. Doch neben ihrer journalistischen Arbeit gibt es immer wieder Spekulationen über ihr Aussehen. Insbesondere die Frage, ob Maybrit Illner eine Perücke trägt, taucht immer wieder auf.
Maybrit Illner wurde am 12. Januar 1965 in Ost-Berlin geboren. Nach ihrem Abitur studierte sie an der Leipziger Karl-Marx-Universität. Nach dem Ende der DDR wechselte sie zum ZDF und moderierte dort unter anderem das "ZDF-Morgenmagazin" und "Frontal". Im Jahr 1999 übernahm sie schließlich die Sendung "Berlin Mitte", die später in "Maybrit Illner" umbenannt wurde.
Zu Beginn ihrer Karriere war Maybrit Illner Sportjournalistin im DDR-Fernsehen. In alten "Die Aktuelle Kamera"-Aufzeichnungen ist zu sehen, wie sie mit brauner Kurzhaarfrisur und etwas mehr Schminke im Gesicht von spannenden "FDGB-Pokal"-Ereignissen berichtet.
Einige Jahre später gestaltete Illner das "ZDF-Morgenmagazin" zusammen mit den Kollegen Cherno Jobatey und Carola Wedel. Das Make-up war nun wieder dezenter. Dafür präsentierte sie sich mit schulterlangen Haaren. Diese wurden in den Folgejahren immer länger und sollten erst später wieder gestutzt werden.
Bei der Verleihung des "Hans Joachim Friedrichs-Preis" posierte Maybrit Illner im Jahr 2000 mit glattem Haar und Seitenscheitel - noch immer schulterlang.
Ab den Nullerjahren etablierte sich die Kurzhaarfrisur endgültig bei Maybrit Illner, die sich bis zum heutigen Tage neben ihrem politischen TV-Engagement auch für viele soziale und gemeinnützige Projekte engagiert - Illner war Botschafterin für das Deutsche Rote Kreuz und unterstützt den Verein "Gesicht zeigen!".
Über das Privatleben von Maybrit Illner ist nicht allzu viel bekannt. Die erfolgreiche Moderatorin ist seit 2010 mit dem Manager René Obermann verheiratet. Es ist allerdings nicht ihre erste Ehe. Von 1988 bis 2007 war sie mit Michael Illner verheiratet.
Noch bevor die Trennung mit dem Drehbuchautor öffentlich bekannt war, lernte Maybrit Illner in ihrer Sendung René Obermann kennen, weshalb Gerüchte aufkamen, er sei der Grund für das Ehe-Aus.
Ein Besuch im Studio von "Maybrit Illner" vermittelt einen interessanten Eindruck vom Ablauf einer solchen Talkshow. Die Zuschauer werden platziert und es wird Wert darauf gelegt, dass niemand zum Klatschen gezwungen wird. Maybrit Illner selbst wirkt nett, aber distanziert. Ihre Gesichtsschminke und Frisur wirken perfektioniert, was den Eindruck erwecken kann, dass ihre Haare wie eine Perücke aussehen.
Nach und nach holt sie die Gäste rein, alle bekommen sie höflichen Applaus. Bevor es los geht, gibt es noch Smalltalk mit allen - als Mikrotest. Zwar ist man hautnah dabei, man sieht auch alle gut. Aber mit dem Hören hapert es.
Die Sendung verläuft sehr herkömmlich, mehr oder weniger überraschungsfrei, und die ganze Zeit überlege ich, ob man heute wirklich noch so Talkshows machen sollte. Die Elite unterhält sich, ansonsten kommt keiner zu Wort.
Im Studio kann man immerhin beobachten, was drumherum passiert. Sage und schreibe sechs Kameras nehmen das Geschehen auf, darunter eine Krankamera und eine Steady-Cam. Der junge Aufnahmeleiter wuselt auch immer mal von A nach B, am Ende zeigt er Maybrit Illner, die ihre Gäste weiter abfragt, wie viele Minuten sie noch talken darf.
Als die Zeit um ist, macht Illner aber weiter. Als die Sendung zu Ende ist, werden noch Fotos gemacht, Maybrit Illner verabschiedet sich erneut höflich, aber routiniert vom Publikum, und alle strömen raus.
Die Themen der Sendung sind vielfältig und reichen von aktuellen politischen Fragen bis hin zu gesellschaftlichen Problemen. So diskutierten beispielsweise Andrea Nahles (SPD) und Jens Spahn (CDU) in einer Spezialsendung über den "Arbeitsmarkt des Jahres 2017". Dabei kamen auch Arbeitnehmer zu Wort, die ihre persönlichen Erfahrungen schilderten.
Nahles und Spahn diskutierten nicht nur miteinander, sondern auch mit acht Arbeitnehmern. Den Anfang machten Ralf von Paradzinsky und Maik Sosnowsky, die beide mit dem Thema Leiharbeit zu kämpfen hatten. Paradzinsky, 58, seit kurzem arbeitslos, fürchtete, in seinem Alter keine Festanstellung mehr zu bekommen. Eine Stelle, so der Elektriker, sei wie ein "Lottogewinn". Sosnowsky arbeitet für eine Leiharbeitsfirma und muss zeitweise sein Gehalt aufstocken, weil er nicht genügend verdient. "Jeder Monat macht Angst", so Sosnowsky.
Mit dem nächsten Gast, Christel Wellmann kam das Thema Mindestlohn auf den Tisch. Trotz Vollzeitstelle als Putzfrau kommt Wellmann nur auf 1000 Euro netto pro Monat. Warum sie es trotzdem arbeiten gehe, wollte Illner wissen. "Ganz einfach, weil ich meinen Beruf liebe", konterte Wellmann.
Bei Mathias Becker, Elektroniker bei BASF, konnte dann vor allem Spahn punkten. Der Angestellte könnte bald den Spitzensteuersatz zahlen und beklagte "da läuft steuertechnisch etwas falsch". Spahn versicherte, Steuersenkungen seien bei der CDU gerade für jemanden wie Becker geplant.
Die beiden nächsten Gäste schilderten ihre schlechten Erfahrungen mit dem Jobcenter und Hartz IV. Thomas Heimerl fühlte sich nach seinem Jobverlust "alleine gelassen" und beklagte "exorbitanten Druck", der auf Arbeitslosen laste. Auch der 23-jährige Dennis von der Becke, der mit Hartz IV aufgewachsen ist, bemängelte, dass die "Beratung des Jobcenters" gefehlt habe.
Als letzte Bürgerin konfrontierte Christine Finke, freiberufliche Autorin und alleinerziehende Mutter, die beiden Politiker.
Ob Maybrit Illner eine Perücke trägt oder nicht, bleibt letztendlich Spekulation. Fakt ist, dass sie eine beeindruckende Karriere hingelegt hat und zu den bekanntesten und erfolgreichsten Talkshow-Moderatorinnen Deutschlands zählt. Ihre Sendung bietet eine Plattform für wichtige politische und gesellschaftliche Diskussionen.
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