Kosmetikprodukte wie Cremes, Shampoos und Lotionen stehen nahezu in jedem Badezimmer. Sie sollen Haut und Haare pflegen. Doch viele Shampoos enthalten Inhaltsstoffe, die mehr schaden als nutzen. Hier sind die Top 10 der schlimmsten Shampoo-Inhaltsstoffe, die Sie meiden sollten:
Haben Sie auch das tief verwurzelte Gefühl, dass ein stark schäumendes Shampoo das Haar besser reinigt als ein wenig schäumendes Shampoo? Sulfate sind für den üppigen Schaum verantwortlich, der den Eindruck erweckt, dass das Haar nach der Haarwäsche perfekt rein ist. Sulfate binden alle Unreinheiten und Hauttalg auf sich, aber genug ist genug. Hauttalgmangel verhindert die natürliche Haarhydratation, das Haar sowie die Kopfhaut sind ausgetrocknet und überdies stellen Sulfate einen der reizvollsten Inhaltsstoffe dar. Sie schwächen die Haarfollikel. Sulfate können einfach ihre ungünstigen Einflüsse auf die Kopfhaut durch den tollen dichten Schaum bei weitem nicht ausgleichen.
Sodium Laureth Sulfate und Sodium Lauryl Sulfate sind synthetische Tenside, die in vielen herkömmlichen Shampoos enthalten sind. Durch ihre stark entfettende, schaumbildende Wirkung und ihre günstige Herstellung sind sie bei vielen Herstellern sehr beliebt und in fast jedem herkömmlichen Shampoo oder Conditioner zu finden. Diese Tenside können sogar Rückstände von Dioxan und Nitraten enthalten, welche als Auslöser vieler Krebserkrankungen unter Verdacht stehen. Sie sind unter anderem auch deshalb heftig umstritten, da sie für Organschäden an Herz, Leber, Augen (grauer Star) und Gehirn mitverantwortlich sein sollen.
Es gibt heute bereits häufig verwendeten natürlichen schäumenden Komponenten und eine davon ist gewöhnliches Seifenkraut.
Das Haar ist unmittelbar nach der Anwendung der Haarkosmetik mit Silikonen wunderschön, voller Glanz, Geschmeidigkeit und es sieht scheinbar gesünder aus und lässt sich einfach kämmen. Ja, aber der Anschein täuscht. Silikone, die Sie zumeist in Shampoos, Conditionern, Styling-Produkten entdecken, hüllen Ihr Haar in einen unsichtbaren Film ein, der die Haarfasern daran hindert, feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe zu absorbieren. Das Haar sowie die Kopfhaut leiden unter der Schwere des Ansatzes von Silikonen, fetten schnell und entbehren die optimalen Bedingungen für das gesunde Wachstum.
Keine echte Pflege: Der Pflegeeffekt von Silikonen ist gleich null. Zwar sorgen sie zum Beispiel in Shampoos und Spülungen für glänzendes und leicht kämmbares Haar, da sie es mit einem Film umhüllen und brüchige Stellen ausgleichen. Doch Silikone wirken nur auf der Oberfläche; auf Dauer können sie die Haare beschweren und verhindern, dass echte Pflegestoffe ins Haarinnere gelangen.
Umweltbelastung: Silikone sind biologisch schwer abbaubar. Sie gehören zur großen Gruppe der synthetischen Polymere. Zudem wurde der Einsatz der Silikonverbindungen D5 (Decamethylcyclopentasiloxan) und D6 (Dodecamethylcyclohexasiloxan) in abwaschbarer Kosmetik auf eine Konzentration von 0,1 Prozent beschränkt. Beide Stoffe sind nur schwer abbaubar und "bioakkumulierend", sie reichern sich also in lebenden Organismen an.
Silikone verstecken sich oft hinter Begriffen wie „Dimethicone“, „Cyclopentasiloxane“ oder „-cone/-xane“-Endungen.
Welche Inhaltsstoffe verlängern die Haltbarkeit Ihrer Kosmetik und verhindern die Mehrung von Bakterien? Das sind doch Konservierungsstoffe. Einige der häufigsten davon sind Parabene. Parabene finden Sie neben Haarkosmetik auch in diversen Präparaten der Körperpflege. Gut möglich, kommen sie in Körpermilch, Deos oder z. B. Zahnpasten vor. Trotzt dem häufigen Anteil an den Produkten der alltäglichen Hygiene ist es besser um die Parabene einen Bogen zu machen.
Laut machen Studien können Parabene Anteil an der Entwicklung von Brustkrebs haben und obwohl dieser Einfluss nicht 100%ig nachgewiesen wurde, gibt es keinen Grund das Schicksal zu versuchen.
Längerkettige Parabene wie Butyl- und Propylparaben stehen im Verdacht wie ein Hormon zu wirken und waren im Tierversuch fortpflanzungsgefährdend. Inzwischen sind sie zumindest in Cremes oder Salben verboten, die im Windelbereich von Kindern unter drei Jahren eingesetzt werden und dort auf der Haut verbleiben. Für alle restlichen Kosmetika gelten Höchstkonzentrationen.
Verträgt Ihre Kopfhaut irgendein Haarpräparat nicht, ist dafür sehr wahrscheinlich seine synthetische Parfümierung verantwortlich. Die synthetische Parfümierung kann vor allem empfindliche Haut übermäßig reizen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Ihr Shampoo, Conditioner oder Ihre Haarmaske nicht schön duftet kann. Setzen Sie lieber auf Kosmetik mit natürlichen Duftstoffen wie ätherische Öle und Pflanzenextrakte.
Hinter der Bezeichnung "Parfum" können sich hunderte verschiedener Duftstoffe verbergen. Immerhin 24 davon muss die Industrie nach derzeitigem Stand streng auf der Verpackung angeben, wenn sie bestimmte Konzentrationen überschreiten. Dabei ist es egal, ob sie synthetisch hergestellt wurden oder aus natürlichen ätherischen Ölen stammen. Deshalb betrifft diese Regelung auch Naturkosmetik.
Zu den Duftstoffen, vor denen ÖKO-TEST seit Jahren warnt, gehören auch Nitromoschus-Verbindungen, die nur noch eingeschränkt zugelassen sind, sowie die polyzyklischen Moschusverbindungen. Sie reichern sich im menschlichen Fettgewebe an, bauen sich in der Umwelt schlecht ab und gelten als gewässergefährdend.
Unter den Inhaltsstoffen der Kosmetik wird Sie Alkohol wohl nicht überraschen. Er spielt in der Kosmetik die Rolle eines wirkungsvollen Stabilisators und hilft zugleich bei der gleichmäßigen Verteilung des kosmetischen Präparats auf dem Haar. Versuchen Sie jedoch den Inhaltsstoff Isopropyl Alkohol zu meiden. Aus der Perspektive der Gesundheitsrisiken stellt dieser Inhaltsstoff zwar kein großes Risiko dar, jedoch er kann die Austrocknung des Haars und der Kopfhaut verursachen. Isopropyl Alkohol saugt buchstäblich vom Haar Feuchtigkeit aus und nicht einmal der empfindlichen Haut tut er gute Dienste.
Zu den weiteren häufig verwendeten Konservierungsstoffen zählen der anrüchig bekannte Formaldehyd. Obwohl die Europäische Union Ihr Einsatz strikt reguliert und Präparate für chemische Haarglättung ausgesprochen verbietet, kommt dieser Inhaltsstoff in machen Produkten weiterhin vor. Dabei kann das Vorhandensein des Formaldehyds nachweislich zu einer Hautirritation und zu allergischen Reaktionen führen.
Inzwischen wurde der Stoff aus der Körperpflege verbannt. Das Verbot gilt aber leider nicht für Formaldehydabspalter wie DMDM-Hydantoin oder Imidazolidinyl-Urea, die wir immer wieder finden und abwerten. Denn: Sie enthalten Formaldehyd in gebundener Form und können es nach und nach freisetzen. Der Stoff kann bereits in geringen Mengen die Schleimhäute reizen und Allergien auslösen.
Interessieren Sie sich eingehender für Phthalate, stellen Sie fest, dass es mehr als 10 Phthalatarten gibt. Als die gesundheitsschädlichsten Phthalate werden 2-Diethylhexylphthalat (DEHP) und Dibutylphthalat (DBP) betrachtet. Da sie sich auf den menschlichen Organismus schädlich auswirken können, hat die Europäische Union ihre Verwendung längst verboten. Die Wissenschaftler untersuchen weiterhin ihren Einfluss auf die Testosteronproduktion, jedoch auch werdende Mütter sollten vor diesem Inhaltsstoff auf der Hut sein. Phthalate können zur Entstehung von angeborenen Fehlern der Reproduktionsorgane führen.
Ein großes Risiko entsteht auch dadurch, dass das Vorhandensein der Phthalate oft hinter der Bezeichnung synthetische Parfümierung versteckt ist. In der Liste der enthaltener Inhaltsstoffe erfahren Sie, dass die Kosmetik parfümiert ist, jedoch können Sie aus der Liste nicht ablesen, ob Phthalate eine Komponente der Parfümierung sind. Am sichersten ist es, wenn Sie auf die Produkte mit Phthalaten und synthetischer Parfümierung oder künstlicher Beduftung ganz und gar verzichten.
In vielen Kosmetikprodukten werden Polyethylenglykole und deren Abkömmlinge (PEG-Verbindungen) eingesetzt, zum Beispiel Sodium Laureth Sulfate. Wir sind jedoch der Meinung, dass PEG-Verbindungen in Kosmetik verzichtbar ist. Denn viele von ihnen können die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen. Hautfreundlichere Alternativen sind etwa milde Zuckertenside. In der Naturkosmetik sind PEG-Verbindungen verboten.
PEGs sind in der Herstellung besonders günstige und vielseitig einsetzbare Tenside. Daher sind sie in herkömmlichen Shampoos auch weit verbreitet. Aus Verbrauchersicht haben PEGs allerdings wenig Vorteile. PEGs weichen die Zellwände auf und begünstigen so das Eindringen schädlicher chemischer Stoffe in unseren Körper. Außerdem können Shampoos, die PEGs enthalten, Rückstände des krebserregenden Stoffes Dioxan enthalten.
PEGs sind anders als die Formaldehyde in der INCI-Liste recht einfach zu sehen, weil sie meist die Großbuchstaben PEG und eine Zahl im Namen tragen, also beispielsweise PEG-9 oder PEG-14 Glyceryl Oleate. Zudem solltest Du auf die Silbe „eth“ achten, da Soffe mit dieser Silbe ebenfalls zu dieser Stoffgruppe gehören. Wusstest Du das Sodium Laureth Sulfat (SLS) zu den bekanntesten Polyethylenglykolen gehört?
Manche Kosmetikanbieter setzen in ihren Rezepturen auf künstliche Fette und Wachse, die aus Erdöl hergestellt wurden. Dazu zählen insbesondere Paraffine. Wir sehen diese Stoffe jedoch kritisch. Denn einerseits fügen sie sich wie Silikone nicht so gut ins Gleichgewicht der Haut ein wie natürliche Alternativen. Auf der anderen Seite können Paraffine mit aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen (MOAH) verunreinigt sein.
Wir empfehlen, Paraffine - wie auch andere mineralölbasierte Fette und Wachse wie Ceresin - zu meiden.
Titandioxid ist ein sehr kontrovers disktutierter Inhaltsstoff. Im August 2022 wurde das Weißpigment in Lebensmitteln verboten, weil sich eine erbgut verändernde Wirkung nicht ausschließen lässt. In Kosmetik ist Titandioxid noch erlaubt und wird vor allem in Naturkosmetik-Sonnenschutzmitteln gern als UV- Filter, aber auch in Zahncreme und dekorativer Kosmetik eingesetzt. Denn nach aktuellem Kenntnisstand kann TiO₂ nicht über gesunde Haut in den Körper gelangen.
Wer Titandioxid meiden will, muss also auf die Liste der Inhaltsstoffe schauen.
Um sicherzustellen, dass Ihr Shampoo keine schädlichen Inhaltsstoffe enthält, beachten Sie folgende Tipps:
Einige der im Öko-Test am schlechtesten bewerteten Shampoos sind:
Naturkosmetik-Shampoos sind oft eine gute Wahl, da sie auf viele der oben genannten schädlichen Inhaltsstoffe verzichten. Achten Sie auf Zertifizierungen wie BDIH, Natrue oder Ecocert, um sicherzustellen, dass es sich tatsächlich um Naturkosmetik handelt.
Die Wahl des richtigen Shampoos kann einen großen Unterschied für die Gesundheit Ihrer Haare und Kopfhaut machen. Indem Sie die oben genannten schädlichen Inhaltsstoffe meiden und stattdessen auf Naturkosmetik setzen, können Sie sicherstellen, dass Sie Ihrem Haar nur das Beste geben.
Tabelle: Schädliche Inhaltsstoffe und ihre potenziellen Auswirkungen
| Inhaltsstoff | Potenzielle Auswirkungen |
|---|---|
| Sulfate (SLS, SLES) | Austrocknung der Kopfhaut, Irritationen, Haarschäden |
| Silikone | Beschwerung des Haares, Verhinderung der Aufnahme von Pflegestoffen, Umweltbelastung |
| Parabene | Hormonelle Wirkung, mögliche Verbindung zu Brustkrebs |
| Synthetische Duftstoffe | Allergische Reaktionen, Anreicherung im Fettgewebe, Gewässergefährdung |
| Isopropyl Alkohol | Austrocknung von Haar und Kopfhaut |
| Formaldehydabspalter | Hautreizungen, allergische Reaktionen, mögliche krebserregende Wirkung |
| Phthalate | Mögliche Auswirkungen auf die Testosteronproduktion, Risiko von Geburtsfehlern |
| PEGs | Erhöhte Durchlässigkeit der Haut für Fremdstoffe, mögliche Rückstände von Dioxan |
| Paraffine | Störung des Hautgleichgewichts, mögliche Verunreinigung mit MOAH |
| Titandioxid | Mögliche erbgutverändernde Wirkung bei oraler Aufnahme |
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