Testosteron senken bei Frauen: Ursachen und Behandlung von Haarausfall

Haarausfall ist ein weitverbreitetes Problem, das sowohl Männer als auch Frauen betrifft. Oft wird Testosteron als der Hauptschuldige für den Verlust der Haare betrachtet. Doch wie viel Wahrheit steckt hinter dieser Annahme?

In diesem Artikel werden wir die Zusammenhänge zwischen Testosteron, Dihydrotestosteron (DHT) und Haarausfall bei Frauen untersuchen. Wir werden auch andere mögliche Ursachen für Haarausfall beleuchten und verschiedene Behandlungsansätze vorstellen.

Hormoneller Haarausfall kann verschiedene Ursachen haben.

Die Rolle von Testosteron und DHT beim Haarausfall

Testosteron, ein männliches Sexualhormon, spielt eine entscheidende Rolle bei vielen Körperfunktionen. Es beeinflusst das Wachstum von Muskeln, Knochen und sogar die Stimmung. Bei Männern und Frauen wird Testosteron in unterschiedlichen Mengen produziert, wobei Männer in der Regel höhere Spiegel aufweisen.

Dihydrotestosteron (DHT) ist ein Abbauprodukt des Hormons Testosteron. Durch das Enzym 5-Alpha-Reduktase erfolgt die Umwandlung von Testosteron in DHT. Dieses Hormon hat eine wichtige Funktion bei der Entwicklung männlicher Merkmale, kann aber in hohen Mengen negative Auswirkungen auf die Haarfollikel haben.

DHT ist ein Androgen, das aus Testosteron abgeleitet wird. Es spielt eine zentrale Rolle in der Entwicklung männlicher Merkmale und hat einen erheblichen Einfluss auf das Haarwachstum. Die Umwandlung von Testosteron in DHT erfolgt durch das Enzym 5-Alpha-Reduktase.

Wie DHT Haarausfall verursacht

In den Haarfollikeln bindet sich DHT an Androgenrezeptoren, was eine Verkürzung der Wachstumsphase (Anagenphase) der Haare zur Folge hat. Diese Phase ist normalerweise für das aktive Haarwachstum verantwortlich. Wenn DHT die Wachstumsphase verkürzt, führt dies zu einer Verlängerung der Ruhephase (Telogenphase), wodurch die Haarfollikel allmählich verkleinert werden. Dies bedeutet, dass die neuen Haare, die nach der Telogenphase wachsen, dünner und kürzer sind.

Die Anfälligkeit der Haarfollikel gegenüber DHT variiert je nach genetischer Veranlagung. Personen mit einer höheren Sensibilität gegenüber DHT sind stärker von androgenetischer Alopezie betroffen.

Androgenetische Alopezie bei Frauen

Androgenetische Alopezie, auch bekannt als erblich bedingter Haarausfall, betrifft auch Frauen - wenn auch seltener als Männer. Der Haarverlust beginnt bei Frauen meist zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr und ist durch eine zunehmende Ausdünnung des Haares gekennzeichnet. Ursache ist das Hormon Testosteron, genauer gesagt sein Abbauprodukt Dihydrotestosteron (DHT). Es lässt die Haarfollikel schrumpfen. Auf diese Weise wird das Haar dünner und wächst langsamer nach. Mit der Zeit können die betroffenen Haarfollikel so stark geschädigt werden, dass sie schließlich gar kein neues Haar mehr produzieren.

Bei Frauen kommt es meist primär zu einem Haarverlust im Bereich des Scheitels. Das Haar dünnt dort zunehmend aus und der Scheitel erscheint immer breiter.

Weitere Ursachen für Haarausfall bei Frauen

Neben DHT gibt es noch weitere Faktoren, die Haarausfall bei Frauen verursachen können:

  1. Hormonelle Veränderungen: Besonders häufig sind Veränderungen im Hormonhaushalt der Auslöser, wie sie etwa durch das Absetzen der Pille oder einer Schwangerschaft entstehen.
  2. Schilddrüsenerkrankungen: Erkrankungen wie Schilddrüsenprobleme oder Nebennierenstörungen können ebenfalls Haarausfall bei Frauen verursachen. Eine über- oder unteraktive Schilddrüse beeinflusst den Hormonhaushalt, was sich direkt auf den Haarzyklus auswirkt.
  3. Insulinresistenz und PCOS: Tatsächlich kann ein chronisch erhöhter Insulinspiegel aber auch als Ursache hinter Haarausfall stecken. Dieser steht nämlich in Zusammenhang mit dem polyzystischen Ovarialsyndrom (kurz PCOS) gebracht.
  4. Mechanische Belastung: Traktionsalopezie, also mechanisch bedingter Haarausfall, wird durch physische Belastungen der Haare verursacht. Das ständige Tragen enger Zopfgummis, übermäßiges Bürsten oder andere Frisuren, die starken Zug auf das Haar ausüben, können Haarausfall bei Frauen begünstigen.
  5. Krankheiten und Medikamente: Auch chronische Hauterkrankungen wie Ekzeme oder Pilzinfektionen auf der Kopfhaut schwächen die Haarfollikel und verlangsamen das Haarwachstum. Zudem können bestimmte Medikamente das Haarwachstum hemmen. Chemotherapeutische Mittel, die der Behandlung von Krebserkrankungen dienen, greifen schnell teilende Zellen an - wozu auch die Zellen in den Haarfollikeln gehören. Dies führt oft zu starkem Haarausfall, der jedoch in der Regel vorübergehend ist.

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Behandlungsmöglichkeiten bei Haarausfall durch Testosteron und DHT

Die Behandlung der androgenetischen Alopezie zielt in erster Linie darauf ab, die Wirkung von Dihydrotestosteron (DHT) auf die Haarfollikel zu reduzieren und somit den Haarausfall zu verlangsamen oder sogar zu stoppen. Es gibt verschiedene Ansätze, die in der medizinischen Praxis angewendet werden, um dieses Ziel zu erreichen.

Medikamentöse Behandlungen

Als medikamentöse Alternative kommt Alfatradiol in Betracht. Es hemmt die 5-alpha-Reduktase, die Testosteron in DHT umwandelt. Ein weiterer 5-alpha-Reduktase-Hemmer ist Finasterid. Es wird systemisch als Tablette eingenommen und eigentlich zur Behandlung einer benignen Prostatahyperplasie (BPH) eingesetzt. Aus derselben Wirkstoffklasse kommt Dutasterid. Er ist jedoch in Deutschland nicht zur Behandlung von Haarausfall zugelassen und kann nur off-label verwendet werden.

Natürliche DHT-Blocker

Viele Menschen bevorzugen natürliche DHT Blocker, da sie weniger Nebenwirkungen haben. Die meisten unserer Kunden berichten von positiven Ergebnissen mit natürlichen DHT Blockern. Natürliche DHT Blocker für Frauen sind besonders gefragt, da herkömmliche Medikamente oft starke hormonelle Nebenwirkungen haben können.

Optimal sind etwa Leinsamen, denn sie enthalten pflanzliche Stoffe, die eine östrogenähnliche Wirkung auf den Körper haben. Eine Studie bestätigt etwa, dass Frauen, die täglich 30 Gramm Leinsamen aßen, ihre Testosteronwerte um 70 Prozent senken konnten. Auch Sojaprodukte haben einen ähnlichen Effekt. US-Forscher fanden heraus, dass ein in Soja enthaltener Stoff namens Equol die Aktivität von DHT fast vollständig unterbinden kann.

Weitere Tipps zur Senkung des Testosteronspiegels

  • Ernährung: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Gemüse, leichten Proteinen und Ballaststoffen. Vermeiden Sie einfache Kohlenhydrate und stark zuckerhaltige Lebensmittel.
  • Heilpflanzen: Pflanzen wie Yamswurzeln, Mönchspfeffer, Bockshornklee, Nachtkerze, Schafgarbe, Frauenmantel, Rotklee, Passionsblume, Hopfen und Traubensilberkerze sind hier besonders gefragt, denn sie enthalten pflanzliche Hormone, die auch als Phytohormone bezeichnet werden.
  • Stressreduktion: Chronischer Stress kann den Hormonhaushalt negativ beeinflussen. Entspannungsübungen wie Yoga oder Meditation können helfen, den Stresslevel zu senken.

Redensyl als innovative Lösung

Redensyl ist ein innovativer Wirkstoff, der sich in der Bekämpfung von Haarausfall durch DHT zunehmend als vielversprechend erweist. Redensyl besteht aus pflanzlichen Wirkstoffen, synergistisch wirken, um die Haarfollikel zu revitalisieren und das Haarwachstum zu fördern. Redensyl zielt darauf ab, die Wachstumsphase (Anagenphase) der Haare zu verlängern und die Zellteilung der Haarfollikel zu fördern. Im Gegensatz zu DHT, das die Haarfollikel schrumpfen lässt, stärkt Redensyl die Follikel, erhöht die Haardichte und reduziert den Haarausfall.

Haartransplantation bei fortgeschrittenem Haarausfall

Bei fortgeschrittenem Haarausfall kann eine Haartransplantation eine effektive Lösung sein. Eine Haartransplantation ist ein chirurgisches Verfahren zur Behandlung von Haarausfall, bei dem Haarfollikel von einem Spenderbereich des Körpers, in der Regel vom Hinterkopf oder den Seiten des Kopfes, in die kahlen oder dünner werdenden Bereiche transplantiert werden.

Behandlungsmethode Wirkung Hinweise
Alfatradiol Hemmt die Umwandlung von Testosteron in DHT Medikamentöse Behandlung
Finasterid Hemmt die 5-alpha-Reduktase Medikamentöse Behandlung, eigentlich zur Behandlung von BPH
Leinsamen Senkt den Testosteronspiegel Natürlicher DHT-Blocker
Sojaprodukte Unterbindet die Aktivität von DHT Natürlicher DHT-Blocker
Redensyl Revitalisiert die Haarfollikel und fördert das Haarwachstum Innovativer Wirkstoff
Haartransplantation Transplantiert Haarfollikel in kahle Bereiche Chirurgischer Eingriff bei fortgeschrittenem Haarausfall

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