Tattoos sind ein beliebter Körperschmuck, aber nicht jeder ist dauerhaft glücklich mit der Tinte unter der Haut. Wenn das Motiv oder die Platzierung nicht mehr gefällt, kann man das Tattoo entfernen lassen.
Die Entscheidungen für ein Tattoo sind vielfältig: Oft lassen sich Menschen aus ästhetischen Gründen ein Tattoo stechen. Sie finden Tattoos schön und möchten ihre Persönlichkeit unterstreichen. Es kommt vor, dass Tattoos irgendwann nicht mehr gefallen. Wer mit dem Bild unter der Haut unzufrieden ist, kann es entfernen lassen.
Jedes Tattoo verblasst mit der Zeit. Wer die Tätowierung täglich eincremt und bestmöglich vor Sonne schützt, hat länger Freude an intensiven Farben. Nach einigen Jahren kann man das Tattoo auffrischen und neue Pigmente in die Haut einbringen lassen.
Die Tattooentfernung mit dem Laser ist die effektivste Behandlung. Viele Tätowierungen lassen sich mit moderner Lasertechnologie vollständig entfernen. Der Laser stellt die effektivste Methode dar. Moderne Lasertechnologien erfordern weniger Sitzungen als herkömmliche Verfahren.
Vor der Laserbehandlung wird die Haut gereinigt und betäubt. Das geschieht meist mit Hilfe einer anästhetisierenden Creme. Dann führt der behandelnde Hautarzt oder die Hautärztin den Laser über das Tattoo. Der Laser zersprengt die eingelagerten Farbpigmente in winzige Partikel.
Die Lichtimpulse können Farbpigmente in tieferen Hautschichten gezielt zertrümmern. Der Laser arbeitet präzise - was umliegendes Gewebe schont. Moderne Lasersysteme entfernen Tattoos schmerzarm. Das Risiko der Narbenbildung ist gering.
Die Behandlung ist schonender, effektiver und erfordert deutlich weniger Sitzungen als herkömmliche Verfahren. Die Anzahl der Sitzungen ist von der Größe des Tattoos und den Farben abhängig. Kleinere Tattoos brauchen oft 5 bis 10 Sitzungen. Jede Sitzung dauert um die 20 Minuten.
Zwischen den einzelnen Sitzungen benötigt die Haut eine gute Wundhygiene und Pflege, um sich regenerieren zu können. Zwischen den einzelnen Sitzungen benötigt die Haut ausreichend Zeit zur Regeneration.
Die Tattooentfernung ist bei großen, tief gestochenen und bunten Tattoos am schwierigsten. Schwarz ist recht leicht aus der Haut zu entfernen. Je dunkler die Farbe, desto besser. Schwarz nimmt den Laserstrahl am besten auf. Bei Blau-, Lila- und Grüntönen wird es deutlich schwieriger.
Während und nach der Behandlung per Laser können unter Umständen Schmerzen auftreten. Die Haut kann Rötungen und Schwellungen zeigen. Krusten- und Blasenbildung sind möglich. Bei fachgerechter Behandlung und sorgfältiger Nachsorge klingen die Symptome in der Regel vollständig wieder ab.
Grundsätzlich kann die Laserbehandlung bei jeder Tätowierung und Tattoo-Farbe auf gesunder Haut eingesetzt werden. Die Eignung für die Lasertherapie stellt der behandelnde Arzt im Rahmen des Vorgesprächs (Anamnese) fest. In Deutschland dürfen nur Mediziner Laserentfernungen durchführen.
Für die Behandlung werden intensive Bestrahlungsstärken eingesetzt, die für Augen und Haut gefährlich sein können. Laut dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz können bei bestimmten Lasern Schäden sowohl durch den direkten Strahl als auch durch reflektierte Strahlung entstehen.
Da die Tattoo-Entfernung ästhetisch motiviert ist, übernehmen die Krankenkassen die Kosten in der Regel nicht. Pro Sitzung berechnen Hautärzte zwischen 50 und 150 Euro für ein kleines Tattoo.
Wer sein Tattoo loswerden möchte, kann sich bei kleinen, schmalen Tattoos für die operative Entfernung entscheiden. Bei dem chirurgischen Eingriff entfernt der Facharzt oder die Fachärztin für Plastisch-Ästhetische Chirurgie das Tattoo. Dies geschieht unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose.
Die chirurgische Tattooentfernung wird oft genutzt, wenn die Laserbehandlung nicht möglich ist. Das kann bei Hauterkrankungen oder Allergien der Fall sein. Die chirurgische Tattooentfernung wird meist bei kleinen, hartnäckigen Tattoos durchgeführt.
Weitere Behandlungsmöglichkeiten zur dauerhaften Tattooentfernung sind die Dermabrasion sowie die chemische Tattooentfernung. Bei der Dermabrasion wird die Tätowierung mit einem medizinischen Schleifwerkzeug abgeschliffen. Die verletzte Haut braucht nach der Behandlung Zeit, um zu verheilen.
Bei der chemischen Entfernung eines Tattoos wird eine Lösung unter die Haut gespritzt. Diese Lösung soll das Tattoo zersetzen. Möglich ist auch der Einsatz eines chemischen Peelings, das die obere Hautschicht abträgt.
Methoden wie die Dermabrasion oder die chemische Tattooentfernung sind für die Haut belastend. Die Heilungszeit ist recht lang. Auffällige Narben können zurückbleiben.
Auf dem Markt sind verschiedene Cremes für die Tattooentfernung erhältlich. Sie werden als schonende und zugleich günstige Alternative zur Laserbehandlung beworben. Doch Hautexperten raten zur Vorsicht.
Die Folge können unter Umständen schwere Hautverletzungen mit Entzündungen und Narbenbildung sein. Die Anwendung einer Bleichcreme sollte daher nur unter dermatologischer Begleitung erfolgen. Bleichende Cremes für die Heimanwendung sind meist ineffektiv - besonders bei tief gestochenen Tattoos.
Zu viel erwarten sollte man nicht: Cremes zur Tattooentfernung sind für tiefer gestochene Tattoos ungeeignet. Die Inhaltsstoffe der Creme gelangen nicht in die tiefer gelegenen Hautschichten.
Hausmittel, die von außen auf die Haut aufgebracht werden, können nicht zur Tätowierfarbe vordringen. Sie sind unwirksam. Das gilt ebenso für Cremes, Peelings und Säuren für die Heimanwendung - auch wenn Hersteller etwas anderes versprechen.
Die Tattoo-Entfernung mit dem Laser ist die effektivste Behandlungsmethode. Der Laser gibt Lichtimpulse in die Farbpigmente des Tattoos ab. Bei professionell gestochenen, tiefen Tattoos sind Cremes zur Tattooentfernung unwirksam. Die Wirkstoffe gelangen nicht zu den Farbpigmenten.
Möglicherweise lässt sich bei sehr oberflächlich gestochenen Tattoos eine leichte Aufhellung erreichen. Die Entfernung eines Tattoos gehört in fachkundige Hände.
Lassen Sie sich vor der Tattooentfernung ausführlich beraten. Klären Sie, wie viele Sitzungen nötig sein werden, wie hoch die Kosten sind und welche Ergebnisse Sie erwarten dürfen.
Beschwerden, die mit einer Tätowierung einhergehen, sind von milder subjektiver oder objektiver Natur. Unter Komplikationen jedoch versteht man ernsthaftere Nebenwirkungen, die sich als objektivierbare pathologische Veränderungen, einhergehend mit klinischen Symptomen, äußern. Aufgrund der Ernsthaftigkeit und Schwere der Symptome können diese als Erkrankung gesehen werden.
Da beim Tätowieren die Hautbarriere verletzt wird, kann ein potenziell infektiöses Agens (Bakterien, Pilze und Viren) in die Haut eindringen. Obwohl in vielen Tattoostudios sauber gearbeitet wird, können durch unsachgemäße Vorbereitung des Hautareals, ungenügende Sterilisation des Equipments, Kontamination der Tätowierfarbe oder auch durch inadäquate Nachbehandlung und Hygiene nach dem Tätowieren Infektionen entstehen.
Neben bakteriellen Infektionen ist auch die Übertragung von Hepatitis B und C, humanem Immundefizienzvirus (HIV), humanem Papillomavirus (HPV), Molluscum-contagiosum-Virus und Herpes-simplex-Virus (HSV) beschrieben.
Am zweithäufigsten nach Infektionen treten entzündliche Reaktionen auf das eingebrachte Pigment auf. Das Einbringen von Fremdpartikeln in die Haut während des Tätowierens kann eine toxische oder Immunantwort auslösen. Eine verzögerte Immunantwort kann sich kurz nach dem Tätowieren bis einige Jahre danach zeigen und kann durch eine erneute Tätowierung getriggert werden.
An malignen Tumoren sind Basalzellkarzinome, Keratoakanthome, spinozelluläre Karzinome, maligne Melanome und das Dermatofibrosarcoma protuberans beschrieben. Bei der geringen Anzahl an beschriebenen Fällen im Vergleich zur Tattooprävalenz in der Bevölkerung mag es sich möglicherweise lediglich um eine Koinzidenz handeln.
Aufgrund des Phänomens des „isomorphen Reizeffektes“ kann es zur Manifestation oder Exazerbation einer Psoriasis, eines Lichen planus und einer Vitiligo kommen. Darüber hinaus können sich bei Patienten mit einem vorbekannten atopischen Ekzem ekzematöse Hautreaktionen im Tattoobereich zeigen.
Manche Laserbehandlungen können schmerzhaft sein. Während und nach der Behandlung kann das Tattoo gerötet und geschwollen sein. Auch Bildung von feinen Krusten ist möglich, bei sehr starker Reaktion der Haut auch Blasenbildung.
Selten sind Dunkel- oder Hellfärbung der Laserareale oder Infektionen (z.B. mit Herpesviren und Bakterien). Im Normalfall ist die Laserbehandlung narbenlos.
Vor allem Sonne und Solarium sollte man vor und nach dem Lasereingriff meiden, um unschöner Fleckbildung vorzubeugen. Aspirin, Acetylsalicylsäure und andere blutverdünnende Medikamente müssen 1 Woche vorher abgesetzt werden, um Blutergüsse zu vermeiden.
In den Tagen nach der Laserbehandlung sollte man die behandelten Stellen trocken und sauber halten. Duschen ist möglich, aber Schwimmen und Saunen unerwünscht. Die Haut ist zwar meist unverletzt, aber die Infektionsgefahr ist erhöht. Infektionen könnten zur Narbenbildung führen.
Nach einer vollständigen Tattooentfernung kann die Tätowierung manchmal als helles Nachbild (Hypopigmentierung) angedeutet bleiben. Das kommt dadurch zustande, dass neben dem Tattoo-Pigment auch das braune Farbpigment der Haut ungewollt entfernt worden ist. Aus diesem Grund sollte man - wie bei jeder Laserbehandlung - die Haut bis zum Ende sämtlicher Laserbehandlungen vor Sonne und Solariumlicht schützen.
Pflaster oder Kleidung sind idealer UV-Schutz. Bei gebräunter Haut ist das Risiko einer unerwünschten Aufhellung viel größer. Sollten sich trotz aller Vorsicht doch helle Flecken unter dem Tattoo bilden, so benötigt man nur etwas Geduld. Ausgehend von den Haarwurzeln im gelaserten Bezirk, sollte sich die normale Hautfarbe im Laufe einiger Jahre wieder bilden.
Vorbeugung ist auch hier der bessere Rat: lieber erst dann mit dem Lasern beginnen, wenn eine Sommerbräune völlig blass geworden ist, als später auf die Rückkehr entfernter natürlicher Pigmente zu warten.
| Risiko | Beschreibung |
|---|---|
| Infektiöse Komplikationen | Eindringen von Bakterien, Pilzen oder Viren durch Verletzung der Hautbarriere |
| Immunologische und inflammatorische Reaktionen | Entzündliche Reaktionen auf eingebrachte Pigmente, toxische oder Immunantworten |
| Neoplasien | Auftreten gutartiger oder bösartiger Hautveränderungen |
| Verschiedenes | Manifestation oder Exazerbation von Psoriasis, Lichen planus, Vitiligo, atopischem Ekzem |
Dank der neueren Microblading-Technik sollen dicke, unnatürliche Augenbrauen endlich der Vergangenheit angehören. Doch immer häufiger sind Kunden unzufrieden mit dem Ergebnis, das gar nichts mehr mit “Beauty” zu tun hat. Grund dafür kann sein, dass technisch nicht sauber gearbeitet wurde, weil der Kosmetikerin die notwendige Expertise fehlt. So kommt es vor, dass diese mit dem Gerät abrutscht. Oder aber die Haut reagiert mit anhaltend allergischen Symptomen auf die Farbe.
Die Microblading-Methode stammt ursprünglich aus Asien und ist dort schon seit längerem ein großer Trend der Körper-Kunst. Sie wird angewandt, um Augenbrauen voller und dichter aussehen zu lassen und Lücken aufzufüllen. Die Methode soll die Augenbrauen deutlich natürlicher modellieren können als es mit klassischem Permanent Make-up möglich ist.
Während beim herkömmlichen Permanent Make-up die Farbe mit einer Akkupunkturnadel in die Haut „pigmentiert“ (das gesamte Verfahren nennt sich “Pigmentierung”) wird, werden beim Microblading einzelne dünne Härchen mithilfe von aneinandergereihten Nadeln - den sogenannten Blades - in die Haut „geritzt“.
Bei der hautschonenden und effektiven Entfernung mittels Laser werden die Farbpartikel erhitzt und so zerstört, dass sie sich in kleine Pigmente zerteilen. Die zersetzten Partikel werden dann über das Lymphsystem ausgeschieden, weil sie Fremdkörper im menschlichen Körper sind.
Die Microblading-Entfernung funktioniert im Grunde genommen wie eine Tattooentfernung. Es wird der gleiche Laser verwendet, mit dem die Farbpigmente zerstört werden. Aufgrund der geringen Behandlungsfläche dauert es in der Regel an sich nur wenige Minuten, die Augenbrauen zu lasern. Die Dauer hängt natürlich auch davon ab, wie tief gebladed wurde, welche Farben genutzt wurden und ob ein Farbumschwung stattgefunden hat.
Nach ca. 2 - 5 Behandlungen ist das Permanent Make-up in der Regel entfernt. Microblading zu entfernen kostet ca. 100 Euro. Je nach Aufwand, d.h. verwendeter Farbe und Tiefe, können die Kosten jedoch leicht variieren.
Wer schön sein will… sollte also nicht zu sparsam sein, sondern besser ein erfahrenes Studio aufsuchen, in dem man auch eine professionelle Beratung erhält. Eigentlich selbstverständlich, aber oft erscheinen die günstigen Angebote bestimmter Anbieter doch verlockender. Microblading ist allerdings nichts, was jemand schnell in einem drei-tägigen Workshop lernen kann - es braucht viel Erfahrung und Feingefühl, um Microblading-Fehler zu vermeiden.
Außerdem solltest Du immer beachten, dass sich das Ergebnis mit der Zeit verändert und es mehr als eine Sitzung benötigt, da eventuell nachgebessert werden muss. Falls Du Dein Microblading entfernen lassen willst, weil Du unzufrieden bist, helfen die Fachärzte aus unserem tattoolos-Netzwerk gerne weiter. Sie können Dich ausführlich zu einer Permanent Make-up Entfernung beraten.
Bei einem Permanent Make-Up sind im Durchschnitt 1 - 4 Behandlungen erforderlich. Bei einer Entfernung von Permanent Make-up an den Augenbrauen, die ca. 3x behandelt wurden, liegen die Kosten bei ca. 300 Euro inkl. Pflegeprodukte.
Ein Tattoo was wesentlich größer als 3x3 cm ist, wird wie ein Schachbrettmuster aufgeteilt, dass dann in zwei Etappen gelasert wird. Die Folgebehandlungen dementsprechend auch in mehreren Etappen.
Hier eine Preisübersicht:
Lassen Sie sich ausführlich zu den Behandlungsoptionen beraten. Die Methode zur Tattooentfernung hängt von der Größe, Farbe und Tiefe Ihres Tattoos ab. Auch Ihre Wünsche spielen eine Rolle. Für jedes Tattoo gibt es eine Lösung. Lassen Sie sich von erfahrenen Fachärzten beraten.
tags: #tattooentfernung #augenbrauen #methoden #risiken
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