Friseure sind Fachleute, die sich auf das Schneiden, Stylen und Pflegen von Haaren spezialisiert haben. Nach einem Friseurbesuch fühlen sich viele Leute direkt wie neugeboren. Friseurinnen und Friseure zaubern dir nämlich nicht nur deine Wunschfrisur, sondern schaffen auch ein Wohlfühlerlebnis.
Als Friseur gestaltest du nicht nur die Haare deiner Kunden, sondern auch deren Wohlbefinden. Du berätst sie, schneidest, stylst, färbst und pflegst ihre Haare, damit sie sich rundum wohlfühlen und perfekt gestylt aus dem Salon gehen. Du bist ein Allrounder in Sachen Haarschneidetechniken, Styling-Optionen und Haarpflege - und das immer mit viel Fingerspitzengefühl.
Die Aufgaben eines Friseurs sind vielfältig und umfassen:
Die Ausbildung zum Friseur dauert drei Jahre. Du kannst die Ausbildung aber auch verkürzen, z. B. bei sehr guten Leistungen. Auch eine Teilzeit-Ausbildung ist möglich. Hast du schon eine andere Ausbildung gemacht, kannst du die Friseur-Ausbildung auch in einer Abendschule machen - quasi als schulische Ausbildung.
Die Ausbildung zum Friseur oder zur Friseurin verläuft dual. Auszubildende besuchen - wie für duale Ausbildungen typisch - an festen Tagen in der Woche oder im Block die Berufsschule. Dort lernen sie etwa verschiedene Schnitttechniken oder auch kaufmännische Aspekte der Buchhaltung, um zu erfahren, wie man einen eigenen Laden führt. Nach erfolgreicher Gesellenprüfung können die Berufseinsteiger zusätzlich eine Meisterprüfung ablegen. Diese dauert dann nochmal zwischen drei Monaten und zwei Jahren - je nachdem, ob die Weiterbildung in Teilzeit neben der Arbeit oder in Vollzeit erfolgt.
In der Berufsschule lernst du unter anderem:
Im ersten Abschnitt der dualen Ausbildung - also dem ersten bis 18. Monat - lernen die Auszubildenden im praktischen Teil vor allem das Kundenmanagement und die klassischen Friseurdienstleistungen kennen. Dabei setzen sie das theoretische Wissen aus der Berufsschule direkt in die Praxis um. Außerdem erhalten sie bereits erste Einblicke in die Organisation des Betriebes.
Der zweite Ausbildungsabschnitt dient dazu, die Kenntnisse und Abläufe aus dem ersten Ausbildungsjahr zu vertiefen und zu festigen. Außerdem erfährst du etwas über das Marketing - wie du den Friseursalon am besten nach außen präsentierst und besonders viele Kunden anlockst. Hinzu kommen die Inhalte der gewählten Spezialisierung, wie zum Beispiel die Nagelmodellage oder die Kosmetik.
Für eine Ausbildung zum Friseur oder zur Friseurin solltest du vor allem kreativ und handwerklich geschickt sein. Da du täglich mit Kunden arbeitest, sind Freundlichkeit, Kommunikationsfähigkeiten und Geduld besonders wichtig. Du solltest außerdem ein gutes Gespür für aktuelle Trends und modische Entwicklungen haben, um deine Kunden typgerecht beraten zu können. Auch körperliche Ausdauer ist von Vorteil, da du oft lange im Stehen arbeitest.
Grundsätzlich kannst du die Ausbildung zum Friseur mit jedem Schulabschluss machen. Die meisten Bewerberinnen und Bewerber haben aber einen Hauptschulabschluss - es gibt sogar Azubis, die keinen Schulabschluss haben und trotzdem eine Friseur-Ausbildung beginnen.
Nach deiner Ausbildung hast du viele Möglichkeiten, dich weiterzuentwickeln und deine Karriere voranzutreiben.
Es gibt verschiedene Arten, dich während oder nach der Ausbildung zu spezialisieren: zum Beispiel als Stylist, Colorist, Hair Dresser oder Artist. Damit kannst du besonders gut bei Film, Fernsehen und Theater arbeiten, da das Styling in diesem Bereich oft spezieller oder ausgefallener ist als bei Alltagsfrisuren.
Für deine Meisterprüfung besteht entweder die Möglichkeit sie in Teilzeit neben dem Beruf oder in Vollzeit an einem Bildungszentrum der Handwerkskammern zu absolvieren.
Friseurinnen sind nicht nur in klassischen Friseursalons anzutreffen, sondern arbeiten auch oft in kosmetischen Abteilungen von Hotels oder bei Film- und Theaterproduktionen - es gibt also verschiedenste Einsatzorte und dementsprechend gute Aussichten, eine Stelle zu finden.
Du kannst dich also auf ein bestimmtes Gebiet spezialisieren und bereits während der Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben - so verbesserst du auch deine Berufschancen und dein Gehalt.
Der Friseurberuf kann auf eine mehrtausendjährige Geschichte zurückblicken. Nicht erst mit den Badern und Barbieren des frühen Mittelalters begannen Menschen anderen Menschen die Haare zu schneiden, zu pflegen und zu frisieren. Es sollte aber noch viele Jahrhunderte dauern, bis der Beruf als ehrenwert anerkannt war. Dieser Weg führt uns vom alten Ägypten über das Mittelalter in Europa und die Neuzeit mit vielen Erfindungen und Professionalisierungsschritten im Friseurhandwerk bis in die heutige Zeit der Star-Coiffeure und Meister der täglichen Haarkunst.
Schon 6000 v. Chr. förderten archäologische Funde Rasiermesser zutage und 3000 Jahre v. Chr. soll es schon die ersten professionellen Friseure in Ägypten gegeben haben. Die Mutter des ägyptischen Königs Teti, Schech, hinterließ eine umfangreiche Sammlung mit kosmetischen und medizinischen Rezepten, die auch Haarfarben, Haarwuchs- und Haarentfernungsmittel beinhalteten. Eine weitere solche Rezeptsammlung entdeckte der Archäologe Georg Ebers auf Papyrus.
Im Jahr 1800 v. Chr. gab es die erste überlieferte berufsständische Organisation der Barbiere in Mesopotamien und die ersten Berichte über Klatsch in Friseurläden.
Im alten Rom wurde vor allem die Badekultur besonders hochgeschätzt und zelebriert. Luxuriöse Badestuben entstanden, in denen sich die reichen Herren massieren und salben ließen. Auch die Behandlung des Kopfhaares fand hier statt. Aus dieser Tradition heraus entwickelten sich dann im frühen Mittelalter um 900 herum die ersten öffentlichen Badestuben. Sie wurden von sogenannten Badern betrieben.
Mit fortschreitender Entwicklung der Wissenschaft und der Professionalisierung der Ärzte im 19. Jahrhundert suchten die Barbiere nach weiteren Möglichkeiten, um sich zu spezialisieren. Der Zweig der Perückenmacher entstand. Im 19. Jahrhundert wurde dann der Rasierhobel erfunden, der es vielen Männern einfacher machte, sich selbst zu rasieren.
Im 19. Jahrhundert bildet sich dann der eigentliche Berufsstand des Friseurs heraus, der damals noch nicht im eigenen Salon die Kunden bediente, sondern zu ihnen nach Hause kam. Im Jahr 1888 wurden Zwangsinnungen, Gesellen- und Meisterprüfungen eingeführt und erste Handwerkskammern gegründet. Ein Jahr später etablierte sich der Verband der Barbier-, Friseur- und Perückenmacher. 1907 wird der erste Salon eröffnet und ab 1916 kam es zu ersten Modenschauen speziell für Frisuren.
Heute arbeiten Friseure in ganz unterschiedlichen Salons. Vom kleinen Friseurladen um die Ecke bis zum eleganten Nobelsalon des angesagten Hairstylisten ist alles dabei. Die kreative und äußerst vielfältige Arbeit der Friseure möchte kaum jemand mehr missen.
tags: #Stylist #Barbier #Haarpfleger #Aufgaben
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