Haarausfall ist ein häufiges Problem, das viele Menschen betrifft. Oftmals wird die Verbindung zwischen psychischer Belastung und Haarverlust nicht sofort erkannt. Stressbedingter Haarausfall kann eine Folge von Druck, Hektik und Überbelastung sein. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Ursachen, den Verlauf und die Behandlungsmöglichkeiten von stressbedingtem Haarausfall.
Zwischen 75.000 und 150.000 Haare haben wir auf dem Kopf. Sie schützen unsere Kopfhaut vor der UV-Strahlung und verhindern ein zu schnelles Abkühlen des Kopfes. Täglich verlieren wir bis zu 100 Haare beim Kämmen, Waschen oder Stylen. Das ist ganz normal und sie wachsen wieder nach.
Aber was ist, wenn viel mehr Haare ausfallen oder an einigen Stellen keine Haare nachwachsen? Ab wann man von einem krankhaften Haarausfall spricht und welche Ursachen sich dahinter verbergen, lesen Sie im Beitrag. Außerdem haben wir einige Tipps, was Sie gegen Haarausfall tun können.
Du hast gerade eine stressige Phase hinter Dir und merkst plötzlich, dass Du mehr Haare in der Bürste hast als sonst? Willkommen im Club der „Stress-bedingten Haarausfall-Erfahrenen“! Der Zusammenhang zwischen Stress und Haarausfall ist real - und gar nicht mal so selten.
Stress beeinflusst den gesamten Körper. Das Hormon Cortisol, das in Stresssituationen ausgeschüttet wird, wirkt sich negativ auf verschiedene Prozesse aus - darunter auch den Haarzyklus. In Phasen starker psychischer Belastungen kann das hormonelle Gleichgewicht gestört werden, sodass der Haarfollikel vorzeitig in die Ruhephase eintritt.
Wir wissen heute, dass Körper und Geist eng miteinander zusammenhängen und sich gegenseitig beeinflussen. Experten gehen davon aus, dass sich Stress begünstigend auf Entzündungen im Körper auswirken kann. Diese können auch die Haarwurzel betreffen.
Der Auslöser kann bei Jedem unterschiedlich sein. Viel Stress zuhause, chronischer Stress auf der Arbeit, ein belastendes Lebensereignis wie eine Scheidung oder der Tod eines Angehörigen sind mögliche Gründe. Auch Erfahrungen von körperlicher oder seelischer Gewalt können für Haarausfall sorgen.
Stress als Ursache des Haarausfalls zu erkennen, ist nicht immer einfach. Meist führt Stress zu diffusem Haarausfall. Das bedeutet, das Haar wird insgesamt ausgedünnt. Gelegentlich können auch einzelne Stellen der Kopfhaut verstärkt betroffen sein.
Durch Stresshormone wird die Wachstumsphase der Haare verkürzt. Dadurch geht die Haarwurzel vorzeitig in einen Ruhezustand über und das Haar wächst nicht weiter. Nach ungefähr zwei bis drei Monaten fällt es schließlich aus.
Bei vielen Erkrankungen hängen Körper und Psyche eng zusammen. So kann auch Stress zu körperlichen Symptomen wie Haarausfall führen. Man geht jedoch davon aus, dass eine Beeinflussung des Immunsystems und verschiedener Hormone eine Rolle spielen. Das sind Botenstoffe, die für die Kommunikation zwischen verschiedenen Zellen verantwortlich sind.
Länger andauernder negativer Stress kann über dabei ausgeschüttete Neurotransmitter und andere Botenstoffe die Haarfollikel schädigen - so bezeichnet man den Haarbalg, der die Haarwurzel umgibt. Eine mögliche Ursache für Haarausfall durch Stress liegt in der Tatsache, dass Haarfollikel durch sogenannte Stresshormone nachteilig beeinflusst werden.
Stressbedingter Haarausfall kann sich durch verschiedene Formen bzw. Muster äußern:
Stressbedingter Haarausfall ist gekennzeichnet durch immer dünner werdendes Haar, was gleichermaßen die gesamte Kopfhaut betrifft. Seltener ist bei stressbedingtem Haarausfall der kreisrunde Haarausfall. Dabei entstehen runde bis ovale, kahle Stellen. Zudem ist dieser von einem plötzlich sehr starken Haarausfall gekennzeichnet.
Der häufigste Effekt von Stress auf Dein Haar ist das diffuse Ausdünnen, insbesondere bei Telogenem Effluvium. Das bedeutet, dass Du gleichmäßig am ganzen Kopf Haare verlierst, ohne dass sich spezifische kahle Stellen bilden.
Es gibt auch verschiedene Arten von Alopezie:
Empfinden Sie Ihren Haarausfall als übermäßig viel, ist es ratsam ärztliches Fachpersonal aufzusuchen und Ihre Vermutung abklären zu lassen.
Der Verlauf und die Symptome von stressbedingtem Haarausfall sind individuell verschieden und hängen u. a. von der Dauer sowie Intensität des Stressfaktors ab. Viele Betroffene empfinden den Haarverlust zusätzlich als belastend, was den Stress weiter verstärken und so zu einem Teufelskreis führen kann.
Stressbedingter Haarausfall tritt häufig erst zwei bis vier Monate nach der Stressphase auf. Die meisten Menschen mit dieser Art von stressbedingtem Haarausfall bemerken den plötzlichen Haarausfall zwei oder drei Monate nach dem stressigen Ereignis.
Das Fortschreiten kann über Wochen oder Monate andauern, bis die Haarwurzeln in die Ruhephase übergehen und kein neues Haar nachproduzieren. Die gute Nachricht ist, dass sich stressbedingter Haarausfall meist rückgängig machen lässt, sofern die Haarfollikel nicht dauerhaft beschädigt wurden.
Haarausfall durch Stress ist reversibel - nach Bewältigung der Stressphase wachsen die Haare meist innerhalb von sechs Monaten wieder nach. Die Erholung der Haare dauert oft mehrere Monate und ist individuell verschieden.
Nach dem Haarausfall beginnt der Nachwuchsprozess oft erst nach drei bis sechs Monaten. Dieser Zeitraum kann sich jedoch verlängern, wenn der Haarausfall stärker oder andauernd war.
Es dauert meist mehrere Wochen bis Monate, bis sich das Haarwachstum wieder normalisiert. Es kann bis zu einem Jahr dauern, bis die Haare nach stressbedingtem Haarausfall wieder nachwachsen.
Der wichtigste Schritt: den Auslöser erkennen und handeln. Bei stressbedingtem Haarausfall kann schnell ein Teufelskreis entstehen. Stress führt zu Haarausfall, der wiederum noch mehr Stress auslöst und infolgedessen den Haarausfall weiter vorantreibt.
Um das Haar natürlich zu stärken, helfen einfache Tipps:
Dass jeden Tag bis zu 100 Haare ausfallen, ist völlig normal. Ist es über einen längeren Zeitraum deutlich mehr, spricht man von Haarausfall.
Um den Haarausfall nicht immer weiter zu verstärken, muss dieser Kreislauf durchbrochen werden. Wer Stress nicht ganz vermeiden kann, sollte zumindest an seinem Umgang mit stressigen Situationen arbeiten. Nur wer sich zwischendurch Pausen gönnt, für Entspannung sorgt und Körper und Geist mal runterfährt, hat eine Chance, den Haarausfall zu stoppen.
Stress vermeiden ist leicht gesagt - dennoch gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, Körper und Geist Pausen zu gönnen. Stress bedeutet für jeden Menschen etwas anderes. Ein guter Tipp ist es, individuelle Hobbys weiterzuführen, auch wenn man viel zu tun hat.
Die intensive Beschäftigung mit den eigenen Interessen macht Spaß, wirkt depressiver Stimmung entgegen und hilft abzuschalten. Viele bekommen durch Sport, Bewegung oder Spazierengehen an der frischen Luft den Kopf frei.
Manchmal kommt es zu einem Teufelskreis: Der stressbedingte Haarausfall führt erneut zu Stress, was wiederum noch mehr Haare ausfallen lässt. Zudem begünstigt Stress weitere Verhaltensweisen, die Haarausfall zur Folge haben können. Man achtet weniger auf seine Ernährung.
Der effektivste Weg, um stressbedingten Haarausfall zu stoppen, ist das aktive Stressmanagement. Techniken wie Meditation, Yoga, progressive Muskelentspannung oder Spaziergänge in der Natur helfen nachweislich, den Cortisolspiegel zu senken.
Um das Haarwachstum wieder zu fördern, können bio-regenerative Methoden zusätzlich helfen.
Oft hilft es nicht, nur Stressfaktoren zu reduzieren. Zusätzlich ist eine ausreichende Nährstoffversorgung und Pflege der Haare notwendig. Die Ernährung sollte ausgewogen sein, die empfohlenen Mengen an Vitaminen und Spurenelementen enthalten.
Die Haarpflege sollte möglichst schonend sein. Zusätzliche Strapazen für die Haare sollten vermieden werden. Häufiges Färben oder Tönen kann das Haar austrocknen. Heißes Föhnen, Glätteisen oder Lockenstab setzen dem Haar ebenfalls stark zu.
Regelmäßige Schlafenszeiten, eine entspannende Abendroutine ohne Bildschirme und ein schlafförderndes Umfeld unterstützen die Regeneration des Körpers und damit auch der Haare. Bei Haarausfall durch psychische Probleme ist ein guter und erholsamer Schlaf essenziell.
Sport und Bewegung tun nicht nur Ihrem Körper etwas Gutes, sondern v. a. auch Ihrer Psyche. Regelmäßige Bewegung kann Ihnen helfen, Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin abzubauen und gleichzeitig Glückshormone wie Endorphine freizusetzen.
Die Vitamine A, C und D spielen eine wichtige Rolle für gesunde und schöne Haare. Auch Nährstoffe wie Biotin, Eisen, Zink und Folsäure fördern das Wachstum der Haare.
Stress abzubauen ist der Schlüssel, aber das weißt Du sicher schon. Bewegung: Sport ist eine natürliche Stressbremse. Ernährung anpassen: Dein Haar benötigt Nährstoffe wie Biotin, Zink, und Vitamin D, um gesund zu bleiben. Schlaf: Dein Körper regeneriert sich im Schlaf.
Um Bewegung und Entspannung zu kombinieren, bieten sich Sportarten wie Yoga oder Tai Chi an. Oft unterschätzt, aber enorm wichtig ist ausreichender Schlaf. In dieser Zeit kommt der Körper zur Ruhe und regeneriert sich.
Viele Menschen haben das Problem, wenn sie in diesen Ruhephasen überhaupt nichts machen, dass die Gedanken kreisen, man nicht zur Ruhe kommt, nicht abschalten kann. Helfen können entspannende Aktivitäten, die einen beschäftigen, aber trotzdem gut abschalten lassen.
Liegt eine Grunderkrankung wie die Alopecia areata vor, die durch Stress verstärkt wird, sollte die übliche Behandlung des kreisrunden Haarausfalls fortgeführt werden.
Zudem begünstigt Stress weitere Verhaltensweisen, die Haarausfall zur Folge haben können. Man achtet weniger auf seine Ernährung. Für eine sorgfältige Haarpflege ist weniger Zeit, schon gar nicht für eine Kopfhautmassage oder das Auftragen eines hochwertigen Öls.
Helfen können entspannende Aktivitäten, die einen beschäftigen, aber trotzdem gut abschalten lassen. Manche hören gerne Musik und versinken völlig darin, anderen hilft ein Termin zur Massage, um sich selbst und dem Körper etwas Gutes zu tun.
Wenn Du merkst, dass Du mehr Haare verlierst als sonst, ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass Dein Körper dringend Ruhe braucht.
Durch ein persönliches Gespräch und Untersuchungen kann Ihr Arzt eine gesicherte Diagnose stellen und eine geeignete Behandlung vorschlagen. Eine einheitliche Behandlung bei Haarausfall gibt es nicht. Sie richtet sich immer nach den Ursachen.
In einigen Fällen setzt auch ohne Behandlung das Wachstum der Haare wieder ein. Liegt beispielsweise ein Mangel an Vitaminen vor, kann eine gezielte Einnahme der fehlenden Mineralstoffe den Haarausfall stoppen. Es gibt auch verschiedene Haarwasser oder Medikamente, die bei einigen Ursachen angewendet werden können, um den Haarverlust zu verlangsamen.
Zu den bio-regenerativen Therapien zählt die PRP-Therapie (PRP= Platelet Rich Plasma). Es handelt sich um eine Eigenbluttherapie. Dem Patienten wird Blut entnommen und in einem speziellen Verfahren aufbereitet. Dadurch entsteht konzentriertes Blutplasma, was zusätzlich viele Blutplättchen enthält.
Dieses Serum ist reich an Zytokinen und Wachstumsfaktoren. Es kann die ruhende Haarwurzel wieder reaktivieren, für ein Wiedereinsetzen des Haarwachstums und eine Kräftigung der Haare sorgen. Kombiniert mit einer Low-Level-Laser-Therapie wirkt die Therapie noch besser.
Bei der LLL-Therapie erfolgt eine gezielte Behandlung der Kopfhaut mit einem medizinischen Laser, dadurch wird die Durchblutung der Haarfollikel angeregt und das Haarwachstum beschleunigt.
Als Methode aus der Alternativmedizin kommt eine Mesotherapie infrage, bei der spezielle Medikamente, homöopathische Stoffe, Vitamine, Nährstoffe oder Hyaluronsäure in die Kopfhaut injiziert werden, um das Haarwachstum anzuregen.
Minoxidil ist ein topisches Medikament, das häufig bei diffusem Haarausfall eingesetzt wird. Es wird direkt auf die Kopfhaut aufgetragen und fördert die Durchblutung der Kopfhaut. Minoxidil erhalten Sie rezeptfrei in der Apotheke.
Bei einer extremen Alopezie bedeckt oftmals nur ein künstlicher Haarersatz beispielsweise eine Perücke oder Toupet die betroffenen Stellen.
Stressbedingter Haarausfall ist ein häufiges Problem, das viele Menschen betrifft. Durch das Erkennen der Ursachen, das Anwenden von Stressbewältigungstechniken und die richtige Haarpflege können Sie den Haarausfall stoppen und das Haarwachstum wieder anregen.
tags: #stressbedingter #haarausfall #dauer
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.