Steel Panther, die Glam-Metal-Band aus Los Angeles, ist bekannt für ihre energiegeladenen Bühnenshows, die von aufwendigen Kostümen, Perücken und Make-up geprägt sind. Doch was steckt hinter dieser Fassade? Wer sind die Musiker, wenn sie nicht in ihre Rollen als Michael Starr, Satchel, Lexxi Foxxx und Stix Zadinia schlüpfen? Dieser Artikel wirft einen Blick auf die Mitglieder von Steel Panther ohne Perücke und beleuchtet ihre musikalische Reise, ihre Einflüsse und den Mythos, der die Band umgibt.
Die Geschichte von Steel Panther beginnt in den 1980er Jahren auf dem Sunset Strip in Los Angeles, dem Epizentrum der aufkeimenden Heavy-Metal-Szene. Die Band, damals noch unter wechselnden Namen wie Metal Shop, Metal Skool und Danger Kitty, tingelte jahrelang durch die Clubs und erarbeitete sich eine treue Fangemeinde. Der Erfolg und prominente Konzertbesucher stellten sich jedoch erst mit dem Namenswechsel zu Steel Panther ein, ebenso wie programmatische Hits wie »Party All Day (Fuck All Night)« oder »Death To All But Metal«.
»Die meisten anderen Musiker waren einfach nur neidisch, weil wir so viele Bräute flachgelegt haben”, sagt Michael Starr. “Und sie fragten sich andauernd, wie es uns bloß gelang, in so fetten Hallen zu spielen. Unterm Strich muss man sagen: Wir waren Pioniere. Punkt. Poison haben alles bei mir geklaut: Ich war der erste Typ, der blonde Haare und enge Hosen und ein Kopftuch um hatte, und dann kam irgendwann einer wie Vince Neil an, der plötzlich auch ein Kopftuch trug - du weißt schon, wovon ich spreche.”
Steel Panther besteht aus vier talentierten Musikern, die ihre Rollen mit viel Humor und Selbstironie verkörpern:
Forscht man ein wenig nach, stößt man bald auf einen anderen Lebenslauf, der sich allerdings in der Bewerbungsmappe für die Ruhmeshalle des Rock weniger gut macht: Hervorgegangen aus einer Van-Halen-Coverband tingelte das Quartett jahrelang unter den wechselnden Namen Metal Shop, Metal Skool und Danger Kitty über den Sunset Strip.
Steel Panther kultivieren ein Image, das von Sex, Drogen und Rock'n'Roll geprägt ist. Die Bandmitglieder erzählen gerne Anekdoten aus ihrem angeblichen wilden Leben, die oft an der Grenze zur Realität liegen. Ob diese Geschichten wahr sind oder nur Teil der Inszenierung, bleibt oft im Dunkeln.
»Der beste Ratschlag, den ich jungen Bands geben kann: Zu warten, bis wir nicht mehr da sind, denn so lange habe sie eh keine Chance. Aber lang wird es eh nicht mehr dauern, bis einer von uns an einer Überdosis krepiert.«»Sie sollten es nicht Oktoberfest nennen, sondern Koks-und-Blowjob-Fest - denn das war es zumindest für uns.«»Das beste Mittel gegen Geschlechtskrankheiten ist, sich die Schamhaare wachsen zu lassen, dann sehen die Groupies nicht, was man da so zwischen den Beinen hat.«
Im Februar 2014 kamen »Steel Panther« auf Deutschlandtour. Gerade ist Steel Panthers neue Single »Party Like Tomorrow Is the End of the World« erschienen.
Viele Fans und Musiker diskutieren, ob lange Haare und ein bestimmtes Aussehen zur Rockmusik dazugehören. Einige argumentieren, dass es auf die Musik ankommt, während andere der Meinung sind, dass Rock'n'Roll mehr als nur Musik ist - es ist eine Lebenseinstellung, eine Attitüde und ein bestimmter Look.
»Keine Ahnung. Ich weiß nicht, woran es liegt. Aber es fällt mir schwer, kurzhaarige Rockbands ernst zu nehmen. Es hat für mich irgendwie schon immer zum Lifestyle und auch zur Musik gehört. Und für mich war Rock n Roll auch schon immer mehr als eben nur Musik, sondern eben auch Attitüde, Lifestyle und eben auch Look. Ich glaube ich bin da wie Brian May.«
Die Band selbst spielt mit ihrem femininen Image, das an den ursprünglichen Glam Rock erinnert, in dem Künstler Make-up, lange Haare und manchmal auch Frauenkleider trugen, um die konservative Gesellschaft zu provozieren.
»Das wir feminin wirken ist auch so gewollt. Im ursprünglichen Glam Rock, in dem die Künstler oft Makeup, lange Haare und manchmal auch Frauenkleider getragen haben gings teilweise auch darum, die damals (im Vergleich zu heute) sehr konservative Gesellschaft zu provozieren. Das wurde sehr erfolgreich, hatte in den 80ern eine Renaissance...und wir greifen das eben auch auf. Bzw. wir haben das auch aufgegriffen.«
Letztendlich sollte jeder so herumlaufen, wie es ihm oder ihr gefällt, egal ob Frau, Mann oder Rocksänger. Es geht darum, gesellschaftliche Konventionen zu brechen und sich selbst treu zu bleiben.
Im Jahr 2021 gab Steel Panther den Ausstieg ihres Bassisten Lexxi Foxx bekannt. Die Band begründete die Trennung damit, dass Lexxi sich seiner neu gefundenen Leidenschaft für die Tierpflege widmen wolle. Mittlerweile ist Travis Haley mit seiner neuen Band Hollywood Gods N‘ Monsters aktiv.
Steel Panther mussten allem Anschein nach nicht mehr nach einem Nachfolger für Lexxi Foxx aka Travis Haley suchen. Denn bei ihren jüngsten Auftritten in den Vereinigten Staaten von Amerika stand bereits ein neuer Mann gemeinsam mit Sänger Michael Starr, Gitarrist Satchel und Schlagzeuger Stix Zadinia auf der Bühne.
Die Suche nach einem Nachfolger gestaltete sich jedoch schwierig. Frontmann Michael Starr dementierte Gerüchte, dass Rikki Dazzle der neue feste Bassist sei, und betonte, dass sich die Band noch im Vorspielprozess befinde.
»Nachdem ich diesen Morgen 432 Textnachrichten bezüglich meines letzten Posts darüber bekommen habe, dass Rikki Dazzle unser dauerhafter Bassist ist, bin ich hingegangen und habe mir von meinem Assistent die tatsächliche Überschrift vorlesen lassen. Ich muss total zugedröhnt gewesen sein, aber um es klarstellen: Wir befinden uns immer noch im Prozess des Vorspielens. Rikki hat krass abgeliefert, und es wird schwer, ihn zu schlagen.«
Steel Panther sind mehr als nur eine Glam-Metal-Band. Sie sind ein Phänomen, das von ihrem einzigartigen Image, ihrer energiegeladenen Musik und ihrem humorvollen Auftreten lebt. Auch wenn die Bandmitglieder ohne Perücke und Make-up anders aussehen, bleibt ihre musikalische Qualität und ihr Talent unbestritten.
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