Gerätestecker sind ein wichtiger Bestandteil unserer modernen Welt, da sie die Verbindung von elektrischen Geräten mit der Stromversorgung ermöglichen. In diesem Artikel werden die verschiedenen Typen von Gerätesteckern und die relevanten Normen erläutert, um Ihnen ein umfassendes Verständnis dieses Themas zu vermitteln.
Umgangssprachlich werden Gerätestecker auch als Kabelstecker oder Kabelkupplungen bzw. Kabelbuchsen bezeichnet. Technisch korrekt werden Steckverbinder mit Buchsen als Kupplung und Steckverbinder mit Stiften als Stecker bezeichnet und sind international durch die IEC genormt.
Die Norm IEC 60320 legt die Gerätestecker in der einphasigen Ausführung fest. Durch die Norm IEC 60320 werden die Buchsen und Stecker mit einem Buchstaben C gefolgt von einer Zahl gekennzeichnet. Die Buchse beginnt mit ungeraden und der passende Stecker mit der darauf folgenden gerade Zahl.
Der Universal Serial Bus (USB) ist ein serielles Bussystem zur Verbindung mit externen Geräten im laufenden Betrieb, dem sogenannten „Hot Swapping“. Angeschlossene Geräte sowie deren Eigenschaften werden automatisch ergänzt. Der Vorteil liegt insbesondere darin, dass Systeme nicht neu gestartet werden müssen, wenn neue Geräte angeschlossen werden.
Waren früher noch viele Kabel und Adapter erforderlich, herrscht jetzt Ordnung auf dem Schreibtisch: Nur ein einziges USB-C-Kabel verbindet den Laptop mit einem externen Monitor. Gleichzeitig erfolgt über diesen Weg die Stromversorgung, die Ausgabe auf dem Display und sogar die Übertragung des Tons zu den Monitorlautsprechern. Ein Kabel, ein Standard, alle Möglichkeiten.
Die USB-C-Schnittstelle ist somit hinsichtlich ihrer Funktionalität vielfältig und bietet unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten. Darüber hinaus ist sie aufwärts- und abwärtskompatibel. Diese vorteilhaften Eigenschaften können unter Umständen und in seltenen Fällen aber auch zu Einschränkungen führen, denn Vielfalt geht in der Regel einher mit Komplexität.
Warum dies nicht so sein muss, lässt sich anhand der DisplayPort-Funktionsklasse beschreiben. Displayport ist ein Standard für die Übertragung digitaler Bild- und Tonsignale. Die Datenleitungen des USB-C-Anschlusses werden mit den DisplayPort-Signalen vom Grafikprozessor beschaltet. Für die gleichzeitige USB-Datenübertragung bleibt in dem Fall eine geringere Datenrate übrig.
Wird beispielsweise ein 4K-Monitor mit einer Bildrate von 60 Hertz über USB-C angeschlossen, bleibt für die Datenübertragung nur eine Datenrate von 480 Mbit/s übrig - das entspricht dem veralteten Standard USB 2.0.
Anwender*innen müssen sich heute dennoch wesentlich weniger Gedanken über die verschiedenen USB-Anschlüsse und deren Kompatibilität machen als vor einigen Jahren. Trotzdem, und das wird derzeit auch als Nachteil des USB-C-Standards gesehen, müssen sie sich darüber informieren, ob die miteinander zu verbindenden Geräte die für den Anwendungszweck erforderlichen Funktionalitäten mitbringen. Auskunft darüber geben in der Regel kleine Abbildungen neben dem USB-C-Anschluss am Gerät.
Die neue Universalschnittstelle USB-C ist alles andere als ein statisches Produkt, sondern fortwährend in der Weiterentwicklung. Das zeigen nicht zuletzt die jahrelangen Normungsarbeiten des USB Implementers Forum (USB-IF), einem Zusammenschluss von Unternehmen und Herstellern wie Intel, Microsoft und Hewlett-Packard.
Die genutzte Netzanschlussleitung besteht aus einer flexiblen Netzzuleitung und wird an der anderen Seite mit einer, berührungsgeschützten, Gerätekabelkupplung und auf der anderen Seite mit einem entsprechenden, 2 poligen (Euro-) oder 3 poligen (Schutzkontakt-/Schuko-) Stecker verbunden.
Durch die Bauweise wird der Austausch des Anschlusskabels, die Netztrennung des Gerätes oder die Auslieferung gleichartiger Geräte mit unterschiedlichen Geräte-Anschlussleitungen für Steckverbinder-Systeme verschiedener Länder ermöglicht bzw. gewährleistet.
Der Kleingerätestecker weist keine Taillierung und einen geringeren Kontaktabstand auf. Die maximal zulässige Stromstärke beträgt 2,5 Ampere. Er findet Anwendung in Haushaltsgeräten im Radio- und Videobereich.
Kaltgerätestecker werden an Geräte für den Stromanschluss verwendet, die im Betrieb keine nennenswerte Wärme entwickeln. Sie finden Anwendung in den Bereichen IT, Audio- und Video-Sektor und Bühnentechnik. Die maximal zulässige Stromstärke beträgt 10 Ampere.
Die Kaltgerätestecker C19/C20 sind etwas größer als die Kaltgerätestecker C13/C14 und die Anschlüsse sind um 90 Grad gedreht. Sie finden Anwendung in Bereichen der Informationstechnologie. Die maximal zulässige Stromstärke beträgt 16 Ampere.
Nicht in allen Ländern der Welt existiert ein und dasselbe Steckdosen-System. Ganz im Gegenteil: Stecker und Steckdosen gibt es in vielen unterschiedlichen Varianten. Wer in den Urlaub fährt und auf Geräte wie Smartphone oder Föhn nicht verzichten möchte, benötigt entsprechende Adapter.
In Deutschland sind Typ F und Typ C die gängigen Stecker. Typ C wird dabei auch als Eurostecker bezeichnet. Im CEE-System (Commission on the Rules for the Approval of the Electrical Equipment), das ein europaweit einheitliches System mit sich bringen sollte, wird er mit der Norm CEE 7/16 klassifiziert. Fast alle europäischen Steckdosen können diese Stromstecker aufnehmen. Ausnahmen bilden hierbei etwa das Vereinigte Königreich und Irland.
Typ F (CEE 7/4) nennt sich auch Schukostecker und ist ebenfalls nahezu in ganz Europa nutzbar. "Schuko" steht dabei für Schutzkontakt: Der Stromstecker verfügt neben den beiden Kontaktsteckern über einen dritten Pol (den Schutzkontakt). Der Schukostecker wird bei Elektrogeräten der Schutzklasse I (z.B. Waschmaschinen) genutzt, weil hier der Schutzkontaktstecker vorgeschrieben ist. Daneben gibt es auch noch den Konturenstecker. Er besitzt keinen Schutzkontakt und kann auch mit bis zu 16 Ampere belastet werden.
In einigen Ländern genügt der reine Reiseadapter nicht, weil Netzspannung und Netzfrequenzen von denen in Deutschland abweichen. Unter den beliebten Reisezielen der Deutschen betrifft das beispielsweise Kanada, die USA und einige Länder Südamerikas. Oftmals sind eher kleinere Geräte wie Haarföhne betroffen.
In der Produktbeschreibung oder auf dem Netzteil von Laptop und Co. sind meist Angaben zu den Toleranzbereichen zu sehen. In Europa beträgt die Netzspannung 230 Volt bei einer Netzfrequenz von 50 Hertz. Möglicherweise wird ein Spannungswandler benötigt, um das Gerät im Reiseland betreiben zu können. Hier sollte man aber unbedingt die Preise vergleichen. Oft kommt man mit einem neuen Gerät günstiger weg. Es gibt aber auch Reise-Adapter, die einen Transformator enthalten.
Günstige Produkte aus dem Ausland tragen häufig keine CE-Kennzeichnung und werden ohne Gebrauchsanweisung geliefert. Die Bundesnetzagentur warnt vor den möglichen Gefahren bei solchen Produkten. Neben der CE- oder GS-Kennzeichnung gibt es aber noch andere Merkmale, auf die man achten kann. Bei den Stromsteckern an den Geräten sollten die Stifte beispielsweise nicht zu dünn sein. Der Stecker muss ohne zu wackeln in der Steckdose sitzen. Außerdem sollte das Kabel gut isoliert sein, sonst kann es einreißen oder schmelzen. Wie dick die Kabel sind, ist übrigens auch von Bedeutung. Elektrogeräte mit einer hohen Wattzahl (z.B. Mikrowellen) benötigen ein dickeres Kabel als solche mit einer geringen Wattzahl (Rasierer).
Tatsächlich passieren die meisten Stromunfälle im Haushalt. Und oft sind es Reparaturarbeiten, bei denen Menschen unvorsichtig handeln, indem sie beispielsweise mit der Gabel an den Toaster gehen oder Mehrfachsteckdosen unsachgemäß nutzen. Daneben kommt es auch wegen altersschwachen Stromleitungen zu Unfällen. Dann kann es sogar zu einem Brand kommen.
Steckdosen sind gefährlich, weil sie Stromschläge abgeben können. Durch einen Stromschlag kann es so zu Herzrhythmusstörungen und zu Kammerflimmern kommen. Der Körper wird dann nicht mehr mit ausreichend Blut versorgt. Grundsätzlich gilt: Nach einem Stromschlag sollte ein Arzt aufgesucht werden, auch wenn man sich zunächst gesund fühlt.
Auch Steckdosen sind nicht vor Gebrauchsspuren gefeit. Mit der Zeit setzt sich Staub und in der Küche auch Fettspritzer auf dem Plastik ab. Die Steckdose einfach mit einem feuchten Tuch abzuwischen, ist aber gefährlich und kann sogar lebensbedrohlich sein.
Zuerst muss die Sicherung für die Steckdose ausgeschaltet werden. Im Anschluss kann mit einem Spannungsprüfer kontrolliert werden, ob noch Spannung auf der Steckdose liegt. Dann kann das Gehäuse abgeschraubt und mit einem Allzweckreiniger oder Fettlöser gesäubert werden. Eine andere Möglichkeit wäre es, die Gehäuse in den Geschirrspüler zu stellen. Erst wenn das Plastikgehäuse vollständig getrocknet ist, kann die Steckdose wieder angeschraubt werden.
Die folgende Tabelle bietet eine Übersicht über die in verschiedenen Regionen der Welt verwendeten Stecker-Typen, Netzspannungen und Frequenzen. Bitte beachten Sie, dass diese Angaben allgemeiner Natur sind und lokale Abweichungen möglich sind.
| Region | Stecker-Typen | Netzspannung (Volt) | Frequenz (Hertz) | Hinweise |
|---|---|---|---|---|
| Europa (Deutschland, Österreich) | Typ C, F | 230 | 50 | Standard in den meisten europäischen Ländern |
| Nordamerika (USA, Kanada) | Typ A, B | 120 | 60 | Adapter für europäische Geräte erforderlich |
| Japan | Typ A, B | 100 | 50/60 | Je nach Region unterschiedliche Frequenz |
| Australien, Neuseeland | Typ I | 230 | 50 | Eigener Stecker-Typ |
| Großbritannien, Irland | Typ G | 230 | 50 | Eigener Stecker-Typ |
Mit einem USB-Kabel sämtliche Geräte aller Hersteller laden? Das wird ab Ende 2024 Wirklichkeit. Dann tritt eine Gesetzesänderung in Kraft, die vor allem zukünftige Apple-Benutzer freuen dürfte. Ab Ende 2024 müssen damit alle in der EU bzw. in Deutschland verkauften elektronischen Kleingeräte über einen USB-C-Anschluss für Ladekabelund Netzteile verfügen.
Generell fallen sämtliche mobilen Geräte unter diese Pflicht, die über einen Akku verfügen, der sich über ein passendes Netzteil aufladen lässt. Smartwatches oder etwa elektrische Zahnbürsten sind in der offiziellen Richtlinie nicht aufgeführt, sie betont insbesondere Smartphones. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass sämtliche Geräte darunterfallen - es sein denn, sie müssen aus zwingenden baulichen Gründen anders geladen werden.
Neben der USB-C-Schnittstelle wird auch das Schnellladen harmonisiert. So dürfen Hersteller die Ladegeschwindigkeit nicht mehr ohne Grund begrenzen. Ladetechnik und elektronische Geräte werden nicht mehr zusammen verkauft.
In der Gesetzesänderung der Bundesregierung wird festgehalten, dass die Vereinheitlichung „eine Fragmentierung des Marktes in Bezug auf Ladeschnittstellen und Ladeprotokolle von elektronischen Geräten mit Funkschnittstellen (v.a. Smartphones) […] verhindern bzw. […] reduzieren soll. Viel wichtiger ist jedoch das Nachhaltigkeits- und Einsparpotenzial.
Auch Platzhirsch Apple wird auf dem europäischen Markt nicht um USB-C herumkommen. So wird gemunkelt, dass es beim Schnellladen von iPhones und Co. immer noch am schnellsten mit den markeneigenen Kabeln gehen wird. Ob dies so kommen wird, ist fraglich - ganz unwahrscheinlich ist es aber nicht. Die EU-Richtlinie scheint in dieser Hinsicht trotz aller Vereinheitlichung noch Spielraum zu bieten.
USB-Ladetechnik mit Schnellladefähigkeiten ist bisher kein Standard. Mit der Einführung des neuen Gesetzes ändert sich das. Sämtliche neuen Ladekabel müssen dann über den Standard USB Power Delivery (PD) verfügen. Diese Technik eignet sich für Geräte bzw. Akkus bis 100 Watt.
Einige Beobachter warnen, dass das neue Gesetz gegenteilige Effekte haben kann. Dabei steht Apple einmal mehr im Mittelpunkt: So könnte der Wechsel auf USB-C-Kabel dazu führen, dass mit einem Mal viel Lightning-Ladetechnik auf dem Müll landet.
Tatsächlich ist die Gesetzesänderung aber nicht so revolutionär, wie sie auf den ersten Blick scheint. Schließlich ist Typ USB-C längst Standard, etwa 90 Prozent aller Kleingeräte arbeiten damit. Der Markt für Akkus und Ladetechnik verändert sich ständig, entwickelt sich weiter und folgt neuen Ideen.
Bei RS finden Sie ein umfangreiches Sortiment an AC/DC Leistungssteckverbindern sowie an entsprechendem Zubehör. Alle diese Produkte kommen von führenden Herstellern wie Bulgin, Schurter, Schaffner, Brennenstuhl. Auch unsere eigene RS PRO-Serie ist erhältlich.
Netzsteckverbinder ermöglichen den Anschluss von elektrischen Geräten an die in einem Gebäude installierte primäre Stromversorgung (AC) anhand von an oder in die Wand installierter Anschlussstellen oder Steckdosen.
IEC steht für "International Electrotechnical Commission". Es handelt sich hierbei um eine internationale Normungsorganisation für Normen im Bereich der elektrischen und elektronischen Systeme, zusammengefasst unter dem Überbegriff "Elektrotechnik".
Smart Steckdosenadapter: hiermit können Haushaltsgeräte aus Ferne gesteuert werden.
IEC-Steckverbinder: ein international standardisiertes Netzkabel oder Netzspannungsanschluss an Haushalts- und sonstigen elektrischen Geräte, bei denen die Spannung 250 V oder die Stromstärke 16 A nicht übersteigt. Solche Kabel und Anschlüsse gibt es in vielfältigen Formen, Größen und Farben. Das berühmteste davon ist wohl das weit verbreitete 3-polige Kaltgerätekabel C13. Ein Sortiment an IEC-Typen, von C1 für Elektrorasierer bis hin zu C20 für USV-Einheiten
tags: #Stecker #für #Rasierer #Typen #und #Normen
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