Stechen im Auge ist für Betroffene oft sehr belastend. Zu den eigentlichen Beschwerden gesellt sich oft noch die Sorge darüber, was die Ursache für das Stechen oder den Druck im Auge sein könnte. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von stechenden Augenschmerzen.
Trockene Augen sind eine häufige Ursache für Augenschmerzen.
Treten Schmerzen im Auge auf, können sie sich unterschiedlich äußern. Möglich ist zum Beispiel ein Stechen im Auge. Das kann oberflächlich sein und sich anfühlen, als wäre ein Fremdkörper im Auge.
Mitunter haben Betroffene aber auch den Eindruck, als würde das Stechen im oder hinter dem Auge liegen. Ebenso unterscheidet sich von Fall zu Fall die Dauer der Symptome. Bei manchen treten sie akut (ganz plötzlich) auf, während sie bei anderen chronisch verlaufen.
Sowohl Schmerzen am als auch im Auge können mit Lichtempfindlichkeit und Kopfschmerzen einhergehen. Sie können auf schwerwiegendere Probleme hindeuten, wie zum Beispiel einer schlagartigen Erhöhung des Augeninnendrucks (Glaukomanfall) oder Blutung im Augeninneren. Kontaktieren Sie in solch einem Fall unverzüglich einen Augenarzt oder Notarzt.
Wo genau tut es weh, wenn von Augenschmerzen die Rede ist?
Bei stechenden oder drückenden Schmerzen im Auge ist die Liste der möglichen Ursachen sehr lang. Häufig ist die Ursache von Stechen oder Druck im Auge direkt beim Sehorgan zu finden.
Nicht immer muss eine Verletzung, Krankheit oder Allergie die Ursachen für Augenschmerzen sein.
Mitunter spüren Betroffene auch bei Kopfschmerzen Stechen oder Druck im Auge. Doch Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz: Die internationale Kopfschmerzgesellschaft klassifiziert deutlich über 200 verschiedene Kopfschmerzarten. Als vergleichsweise verbreitet gelten Spannungskopfschmerz, Migräne sowie Cluster-Kopfschmerz.
Ebenfalls eine mögliche Ursache für Druck und Schmerzen im Auge sowie im Gesicht allgemein ist eine Nasennebenhöhlenentzündung. Beschwerden im Bereich der Stirn und Augen deuten dabei auf eine Entzündung der Stirnhöhle hin. Möglich, wenn auch sehr selten, ist die Ursache für diese Art der Beschwerden, dass ein Tumor in der Nasennebenhöhle den Druck auf den Augen auslöst.
Über 40 Prozent der Menschen in Deutschland leiden in gewissen Abständen unter leichten bis mittelstarken Kopfschmerzen und kennen den damit verbundenen Druck hinter den Augen. Für den unangenehmen Druckschmerz können aber auch Entzündungen (beispielsweise der Bindehaut) oder andere Erkrankungen (etwa im Hals-Nasen-Ohren-Bereich) verantwortlich sein.
Aufgrund der vielfältigen möglichen Ursachen für Stechen oder Druck im Auge gestaltet sich die Suche nach dem persönlichen Grund häufig sehr langwierig. Der erste Ansprechpartner bei Beschwerden an den Augen sollte der Augenarzt sein.
Erbringt die Untersuchung beim Augenarzt keine Ergebnisse, können Betroffene zur weiteren Diagnose einen Neurologen oder HNO-Arzt aufsuchen. Per Kernspin- oder Computertomografie können die Ärzte beispielsweise einen Blick in den Kopf des Patienten werfen und so Hinweise auf die Ursache der Beschwerden erhalten.
Zur Behandlung des Stechens oder Drucks im Auge ist im Idealfall die Ursache bekannt. Soweit möglich, wird die Erkrankung mithilfe geeigneter Medikamente gelindert, beispielsweise trockene Augen durch die Anwendung von befeuchtenden Augentropfen. Ist die Ursache dagegen nicht zu beheben, wie bei vielen Kopfschmerz-Arten, kann der Arzt von Fall zu Fall schmerzlindernde Mittel verschreiben.
Zudem kann er Tipps dazu geben, wie Betroffene der Entstehung der Schmerzen vorbeugen können, zum Beispiel durch Entspannungstechniken.
Bei anhaltenden und starken Beschwerden sollte ein Besuch beim Augenarzt erfolgen.
Was hilft gegen Augenschmerzen?
Falls die Ursache der Augenschmerzen eine Allergie ist, gilt es die entsprechenden Auslöser zu meiden. Sollte eine Nasennebenhöhlenentzündung vorliegen, muss diese behandelt werden. Bei starken Kopfschmerzen und Migräne ist es ratsam, mit einem Arzt zu sprechen, um eine Lösung gegen die Spannungsgefühle und den Druck im Kopf und um die Augen zu finden.
Es gibt keine pauschale Therapie für Augenschmerzen. Denn sie können viele Gründe haben. Deshalb sollte eine Ärztin oder ein Arzt die Ursache feststellen - üblicherweise ein Augenarzt oder eine Augenärztin. So entscheidet sich, ob eine Behandlung nötig ist und wie sie gegebenenfalls aussieht.
Allgemein vorbeugen lässt sich nicht. Durch richtiges Händewaschen kann man das Risiko für Infektionen etwas senken. Wer Kontaktlinsen trägt, sollte auf eine besonders sorgfältige Hygiene achten und vereinbarte Kontrolluntersuchungen bei der Augenärztin oder beim Augenarzt wahrnehmen. Eine gesunde Lebensweise trägt generell dazu bei, die Augen möglichst lange gesund zu erhalten.
Der Lidschlag verteilt den Tränenfilm auf dem Auge und schützt gegen Austrocknen. Wer viel und konzentriert am Computer arbeitet oder lange aufs Smartphone starrt, neigt womöglich dazu, das Blinzeln zu vergessen. Außerdem müssen die Augen bei der Bildschirmarbeit pausenlos auf eine kurze Distanz scharf stellen. Das kann die Augen anstrengen.
Oft wird die 20-20-20-Regel empfohlen: Alle 20 Minuten für 20 Sekunden ein Objekt in 20 Fuß Entfernung betrachten. Das sind ungefähr sechs Meter. So stellen sich die Augen zwischendurch auf die Ferne ein, was Überlastungen vorbeugen soll. Und man wird an nötige Pausen und damit auch an das regelmäßige Blinzeln erinnert. Allerdings handelt es sich bei dieser Regel nur um eine grobe Faustregel. Eine exakte wissenschaftliche Grundlage haben diese Zahlen nicht.
Grundsätzlich sollte der Arbeitsplatz ergonomisch gestaltet sein. Das kann die Augen ebenfalls entlasten.
Vorsicht bei Hausmitteln: Auf selbst hergestellte Lösungen mit Kamille sollte man am Auge verzichten. Sie könnten Krankheitserreger enthalten, die den Augen schaden. Auf Kamille reagieren zudem einige Menschen allergisch. Wer Produkte am Auge anwenden möchte, sollte sich bei seiner Ärztin oder seinem Arzt erkundigen, welche individuell infrage kommen.
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