Für viele Männer kann Haarausfall eine psychisch belastende Erfahrung sein. Dünner werdende Haare, eine durchscheinende Kopfhaut, Geheimratsecken oder eine Glatzenbildung können das Selbstbewusstsein stark herabsetzen. Denn volles Haar spielt für viele eine wichtige Rolle und wird häufig mit Gesundheit und Erfolg assoziiert. Was viele nicht wissen: Etwa 8 von 10 Männern sind durchschnittlich im Laufe des Lebens von Haarausfall betroffen.
Emotional stark besetzt, stellt Haarausfall eines der wichtigsten und heikelsten Haarprobleme für Männer dar. Psychologische Untersuchungen belegen, dass Männer mit vollem Haar als attraktiver, jünger und erfolgreicher eingeschätzt werden. Umso verständlicher ist der Wunsch, das Kopfhaar zu erhalten.
Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall. Bei Männern wird vor allem zwischen zwei Formen unterschieden: Der erblich bedingte (androgenetische) und der diffuse Haarausfall (diffuse Alopezie).
Im Unterschied zum Haarausfall bei Frauen ist der erblich bedingte Haarausfall, auch androgenetische Alopezie genannt, die mit Abstand häufigste Form des Haarverlusts bei Männern. Hierbei wird der Haarausfall von Generation zu Generation weitergegeben. Man sieht oft ähnliche Muster des Haarverlusts bei Vätern und Großvätern.
Diese gesundheitlich völlig unbedenkliche Art des Haarverlusts läuft in der Regel immer in den gleichen drei Phasen ab: Zunächst lichtet sich das Haar am Haaransatz und bildet die bekannten Geheimratsecken. Dann fallen die Haare auch am Oberkopf aus und bilden nach einiger Zeit einen Haarkranz.
Geheimratsecken gelten als erste Anzeichen des erblichen bedingten Haarausfalls bei Männern, der schlussendlich zur Glatze führen kann. Bei Geheimratsecken fallen die Haare nach und nach an einer spitz zulaufenden kahlen Stelle oberhalb der Schläfen aus. Dieser Prozess ist meist genetisch bedingt und kann durch das Hormon Dihydrotestosteron (DHT) verstärkt werden, das die Haarfollikel schrumpfen lässt.
Der erblich bedingte Haarausfall (androgenetische Alopezie) ist die häufigste Form von Haarausfall bei Männern und betrifft diese auch deutlich häufiger als Frauen. Bei dieser Art des Haarverlusts besteht eine genetisch bedingte Überempfindlichkeit des Haarfollikels gegenüber dem männlichen Sexualhormon Dihydrotestosteron (DHT). Der erblich bedingte Haarausfall beginnt in der Regel an den Schläfen und verursacht die berühmten Geheimratsecken beim Mann.
Der Verlauf des erblich bedingten Haarausfalls bei Männern wird anhand der Norwood-Hamilton-Skala eingeordnet. Diese Art des Haarausfalls wird hauptsächlich über die Gene der Mutter weitergegeben.
Eine große Rolle spielt das körpereigene Hormon Dihydrotestosteron (DHT), welches in der Haarwurzel aus Testosteron gebildet wird. Die Haarwurzeln von Betroffenen reagieren besonders empfindlich auf DHT, und diese Überempfindlichkeit hat zur Folge, dass sich die Wachstumsphase der Haare verkürzt. Dadurch werden die Haare von Mal zu Mal dünner und fallen schlussendlich früher aus.
Beim diffusen Haarausfall kommt es zu einem schnellen und gleichmäßigen Haarverlust über den gesamten Kopf hinweg. Diese Art des Haarausfalls kann durch verschiedene Faktoren wie die Einnahme bestimmter Medikamente, Strahlentherapie, Stoffwechselstörungen, Nährstoffmangel oder Schilddrüsenprobleme ausgelöst werden.
Diffuser Haarausfall ist oft eine Reaktion des Körpers auf Stress oder gesundheitliche Probleme. Die Behandlung erfordert eine genaue Diagnosestellung durch einen Arzt. Oft reicht es, die zugrunde liegende Ursache zu beheben, um das Haarwachstum bei Männern wieder anzuregen.
Normalerweise verliert jeder Mensch täglich 80 bis 100 Haare, bedingt durch die natürlichen Wachstumsphasen des Haares. Sollten allerdings über einen längeren Zeitraum mehr als 100 Haare am Tag ausfallen, kann man von einem diffusen Haarausfall bei Männern sprechen. Dieser zeigt sich normalerweise durch eine gleichmäßige Ausdünnung der Haare auf dem gesamten Kopf, ohne bestimmte Muster oder Geheimratsecken zu bilden. An vielen Stellen ist die Kopfhaut sichtbar, vollständig kahle Stellen sind allerdings eher selten.
Mögliche Ursachen für den diffusen Haarausfall können Nährstoffmangel, Stress, Hormonschwankungen, die Einnahme bestimmter Medikamente oder das Vorliegen anderer Erkrankungen sein. In den meisten Fällen wachsen die Haare wieder nach, wenn die Ursache für den Haarausfall gefunden und beseitigt wird.
Kreisrunder Haarausfall, auch als Alopecia areata bekannt, wird nicht durch genetische Faktoren verursacht. Stattdessen entstehen bei den betroffenen Männern scharf begrenzte, kahle Stellen auf der Kopfhaut. Diese Art des Haarausfalls kann durch Autoimmunerkrankungen oder als Reaktion auf starken Stress ausgelöst werden. Dabei greift das Immunsystem fälschlicherweise die Haarfollikel an.
Obwohl der kreisrunde Haarausfall nicht gefährlich ist, beeinträchtigt er das Leben betroffener Männer durch das veränderte äußere Erscheinungsbild. In vielen Fällen wachsen die Haare nach einer Weile von selbst wieder nach, doch es gibt auch medikamentöse Behandlungen, die den Prozess unterstützen können. Eine genaue Diagnose und Behandlung sollte ein Arzt vornehmen.
Der kreisrunde Haarausfall sollte immer ärztlich abgeklärt und behandelt werden.
Neben dem erblich bedingten Haarausfall, Stress und Erkrankungen können auch weitere Ursachen für (vorübergehenden) Haarausfall bei Männern sorgen:
Diese vielfältigen Ursachen zeigen, dass Haarausfall bei Männern durch eine Kombination aus genetischen, körperlichen und emotionalen Faktoren ausgelöst werden kann.
Haare wachsen in drei Phasen: der Wachstumsphase, der Übergangsphase und der Ruhephase. Kommt es bei Ihnen zu übermäßigem Haarverlust, kann der Wachstumszyklus an verschiedenen Stellen gestört sein.
Haarausfall wird sichtbar, wenn mehr Haare ausfallen als nachwachsen.
Jeder Mensch hat ungefähr 80.000 bis 150.000 Haare auf dem Kopf. Jedes Haar durchläuft einen Zyklus, der aus einer Wachstumsphase, einer Übergangs- und einer Ruhephase besteht. In der Ruhephase wird die Stoffwechselaktivität des Haarfollikels eingestellt und das Haar verkümmert. Dann wird ein neues Haar gebildet, welches während des Wachsens das alte Haar aus dem Haarfollikel heraus schiebt. Es ist völlig normal, dass man jeden Tag bis zu 100 Haare verliert, bei vollem Haar.
Die schlechte Nachricht vorneweg: Erblich bedingter Haarausfall ist bei Männern weder heilbar noch umkehrbar. Die gute Nachricht ist aber: Männer, die frühzeitig mit einer Behandlung der restlichen Haare beginnen, können den Haarausfall stoppen oder zumindest verlangsamen und für mehr Volumen beim verbleibenden Haar sorgen.
Für die Behandlung von Haarausfall ist es wichtig, die genaue Ursache zu identifizieren, um geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.
Um den Haarausfall aufzuhalten, müssen Sie Ihre Haare sehr sorgfältig behandeln:
Je nach Ursache und Form des Haarverlusts gibt es verschiedene Inhaltsstoffe in Haarwuchsmitteln für Männer, die an ganz unterschiedlichen Punkten ansetzen. Diese Produkte können helfen, den Haarausfall zu verlangsamen und das Haarwachstum zu stimulieren.
"Viele Männer wissen nicht, dass eine Kombination aus verschiedenen Wirkstoffen und einer gesunden Lebensweise den Haarausfall deutlich verlangsamen kann. Insbesondere die Anwendung von Minoxidil und die Einnahme von Biotin haben in klinischen Studien positive Ergebnisse gezeigt." - Dr. Max Mustermann, Dermatologe und Spezialist für Haarerkrankungen.
Hier sind einige der bekanntesten Wirkstoffe, die Männern bei der Behandlung von Haarausfall helfen können:
Die Forschung bedient sich gern auch bei Heilkräutern und anderen natürlichen Inhaltsstoffen, die seit Jahrhunderten gegen den Haarausfall bei Männern eingesetzt werden:
Ducray hat einige Produkte entwickelt, um Männer beim Kampf gegen den Haarausfall zu unterstützen:
Es gibt kein universelles „bestes Mittel“ gegen Haarausfall, da die Effektivität stark von der Ursache des Haarausfalls abhängt. Allgemein haben sich einige Mittel und Methoden als wirksam erwiesen. Medikamente wie Finasterid und Minoxidil sind weit verbreitet und können Männern bei erblich bedingtem Haarausfall helfen, indem sie den Haarwachstumszyklus beeinflussen und die Haarausfallrate reduzieren. Eine ausgewogene Ernährung und spezielle Nahrungsergänzungsmittel, die Vitamine und Mineralstoffe enthalten, können ebenfalls zur Verbesserung der Haargesundheit beitragen.
Wenn Sie vermuten, unter vermehrtem Haarausfall zu leiden, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Aber zu welchem Arzt geht man bei Haarausfall? Sinnvoll ist es, als erstes den Hausarzt aufzusuchen. Manchmal stellt er bereits die Ursache fest, etwa einen Eisenmangel anhand einer Blutuntersuchung. Bei Bedarf überweist er Sie an einen Facharzt. Das ist zum Beispiel ein Dermatologe (etwa bei Verdacht auf eine Hauterkrankung) oder ein Endokrinologe (bei Verdacht auf eine hormonelle Ursache).
Von einem verstärkten Haarausfall spricht man übrigens, wenn man am Tag mehr als 100 Haare verliert. Dann droht Kahlheit.
Um den Haarausfall zu diagnostizieren und die möglichen Ursachen abzuklären, führt der Arzt neben einem Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese) verschiedene Untersuchungen durch. Dazu zählen eine körperliche Untersuchung, eine Blutuntersuchung und je nach Bedarf weitere Verfahren wie beispielsweise ein Epilationstest, ein Trichogramm oder die Untersuchung einer behaarten Kopfhautprobe.
Hier ist eine Tabelle, die die verschiedenen Untersuchungsmethoden zur Diagnose von Haarausfall zusammenfasst:
| Untersuchungsmethode | Beschreibung | Zweck |
|---|---|---|
| Anamnese | Arzt-Patienten-Gespräch zur Erhebung der Krankengeschichte | Ermittlung von Auslösern, Medikamenteneinnahme, Grunderkrankungen |
| Körperliche Untersuchung | Untersuchung der Kopfhaut und des Verteilungsmusters der Haare | Feststellung der Art des Haarausfalls und der Symptome |
| Blutuntersuchung | Analyse der Eisen-, Zink-, Schilddrüsen- und Entzündungswerte | Hinweise auf Mangelerscheinungen, Schilddrüsenstörungen oder Entzündungen |
| Epilationstest | Auszupfen eines kleinen Büschels Haare | Bestätigung von verstärktem Haarausfall |
| Trichogramm | Mikroskopische Untersuchung der Haarwurzeln | Bestimmung des Anteils der Haare in den verschiedenen Phasen des Haarzyklus |
| Computergestützte Haaranalyse | Digitale Erstellung eines Trichogramms ohne Ausreißen der Haare | Hinweise auf Haardichte und Aktivität der Haarfollikel |
| Biopsie | Entnahme einer behaarten Kopfhautprobe | Untersuchung bei vernarbender Alopezie oder ungeklärtem diffusem Haarausfall |
| Haartagebuch | Tägliche Aufzeichnung der Anzahl der verlorenen Haare | Dokumentation des Haarausfalls über einen längeren Zeitraum |
Am besten lässt sich Haarausfall vorbeugen, der mechanisch bedingt oder durch eine Mangelernährung verursacht ist. Tragen Sie lange Haare also öfter locker gebunden oder offen und versorgen Sie Ihren Körper regelmäßig mit allen wichtigen Nährstoffen und Mineralstoffen (Eiweiß, Eisen, B-Vitamine et cetera), um einen Haarausfall durch Mangelernährung zu vermeiden!
Ein wichtiger Baustein für gesunde Haare ist eine ausgewogene Ernährung. Unser Körper braucht viele verschiedene Nährstoffe, damit alle Stoffwechselprozesse reibungslos ablaufen. Für kräftiges und gesundes Haar benötigt der Körper:
Generell sollten Sie viel frisches Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte zu sich nehmen. Mageres Fleisch und Fisch sind ebenfalls wichtig, sollten aber in Maßen verzehrt werden. Haferflocken, Leinsamen und Nüsse eignen sich als gesunder Snack.
Ein gesunder Lebensstil ist ein gutes Mittel, um Haarausfall vorzubeugen. Wenn es Ihnen gut geht, zeigt sich das auch an Ihren Haaren!
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