Viele Menschen verwenden Shampoos, aber die Pflege der Haare kann schwierig sein, wenn man tiefer in die Materie eintaucht. Was unterscheidet eine Haarkur von einer Haarmaske, und wozu ist eigentlich ein Conditioner gut? Dieser Artikel gibt Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Haarpflegeprodukte und ihre Anwendung.
Bevor wir zu dem Hauptthema des Artikels kommen, hat dieses Produkt eine ehrenwerte Nennung verdient: Das Shampoo. Das Shampoo soll die Mähne von Dreck, Staub, Talg und Stylingrückständen befreien. Seine reinigende Wirkung erhält es dabei durch Tenside, waschaktive Substanzen, welche die Fett- und Schmutzpartikel im Haar lösen. Im Laufe des Waschvorgangs wird jedoch die empfindliche Oberfläche des Haars aufgeraut, es wirkt weniger glänzend und geschmeidig.
In der Regel wird die Spülung nach der Reinigung mit Shampoo in die feuchten Haarlängen aufgetragen. Der Haaransatz sollte dabei möglichst gemieden werden, denn die zusätzliche Pflege kann ihn beschweren und schneller ölig wirken lassen. Ein ähnliches Prinzip lässt sich im Gegenzug auf das Shampoo übertragen. Dieses sollte man nämlich nur in den Ansatz geben, da es ansonsten eine austrocknende Wirkung auf Haarlängen und Strähnen hat.
Dem Charakter der Spülung wird hauptsächlich eine Verbesserung der Kämmbarkeit zugeschrieben, besonders pflegend ist sie freilich nicht. Sie glättet die aufgerauten Haarschuppen und verhilft dem Haarschopf infolgedessen zu mehr Glanz und Geschmeidigkeit. Eng mit der Spülung verwandt ist ferner der Conditioner. Der (vermeintliche) Unterschied zwischen ihnen versteckt sich im Namen. Denn der Begriff „Conditioner“ stammt aus dem Englischen und wird grundsätzlich mit „Pflegespülung“ übersetzt, bezeichnet ergo dieselbe Produktkategorie. In der Realität werden sie aber nicht immer synonym verwendet. Manche Conditioner sind mit mehr Pflegestoffen versehen als herkömmliche Spülungen, dadurch dringt ihre pflegende Wirkung etwas tiefer in die Haarfaser ein. Auch die Konsistenz kann zwischen Spülung und Conditioner anders ausfallen, erstere ist gelegentlich etwas dünnflüssiger. Auf längere Zeit gesehen können Spülungen sowie Conditioner indes nur wenig ausrichten. Wer seine Frise wirklich verwöhnen möchte, muss deswegen schon härtere Geschütze auffahren.
Haarspülung und Haarkuren wirken beide gleich: Positiv geladene Substanzen mit Fettkette docken an den Haarschaft an und umhüllen ihn mit einer pflegenden Schicht. Sie verhindern, dass Feuchtigkeit in die Haare eindringen kann. Die Wirkung der positiv geladenen Ionen merkt man schnell, wenn die Haare zur statischer Aufladung neigen. Beispielsweise wenn man einen Acryl-Pulli überzieht oder beim Klassiker: Luftballonreiben.
Das Selbes-Produkt-unterschiedliche-Namen-Phänomen zwischen Spülung und Conditioner hätten wir insoweit geklärt. Doch es gibt ein weiteres Haarpflege-Duo, das allerlei Verwirrung stiftet. Die Rede ist von der Haarkur sowie der Haarmaske. Und auch hier sind kaum Unterschiede vorhanden, da die Haarpflegeprodukte eine Menge gemeinsamer Merkmale besitzen. Dazu gehören unter anderem ähnliche Inhaltsstoffe, die meist über extra-nährende Pflegestoffe verfügen.
Eine konkrete Angabe der verwendeten Substanzen ist nicht möglich, da der zugelassene Zutatenpool sehr groß ist und die Hersteller praktisch freie Hand bei der Zusammenstellung haben. Des Weiteren wird bei den Haarmitteln die regelmäßige Nutzung empfohlen, um ihr volles Potential auszuschöpfen. In manchen Fällen sind Haarmasken mit einer reichhaltigeren Rezeptur versehen, das lässt sich aber nicht auf jedes Unternehmen oder jedes Produkt anweden; wer es wirklich wissen möchte, sollte die Inhaltsstoffe auf der Rückseite prüfen. Zu guter Letzt sollte noch eine kleine Unterscheidung zwischen Haarkur sowie Haarmaske und Spülung sowie Conditioner getroffen werden. Letztere sind für eine kurzzeitige Pflege nach der Haarwäsche gedacht, in Sachen langfristige Pflegewirkung haben jedoch Haarkur und Haarpflege die Nase vorn.
Conditioner und Spülung unterscheiden sich von Haarkuren in der Regel in einem wesentlichen Punkt: dem Anteil der pflegenden Substanzen. Haarkuren kennt man sicherlich auch als fester, reichhaltiger und meist auch fettiger. Bereits der Name „Haarmaske“ suggeriert einem ein eher verlängertes Ritual. Die Verpackung leitet an die Produkte viele Minuten einwirken zu lassen. Bei der Spülung meist an einer Hand abzählbar - bei Packungen ist zwischen 3 und 30 Minuten sicherlich alles dabei.
Wer das meiste aus seinen Produkten herausholen möchte, lässt sie über Nacht auf dem Haar oder gönnt sich an einem freien Tag einen Turban. Je länger die Pflegestoffe auf dem Haar verbleiben, umso tiefer können sie eindringen und tiefgreifender zum Schutz beitragen. Eine gute Formulierung vorausgesetzt. Das Gute: das geht im Prinzip auch mit Spülung!
Leave-on-Produkte, die in feuchte Haar einmassiert und nicht ausgespült werden, sind entsprechend eine sinnvolle Option. Da diese jedoch nicht beschweren sollen, ist die Formulierung ein Balanceakt. Insbesondere wenn man ausschließlich pflanzliche Öle in der Haarpflege verwenden möchte, erzielt man eine bessere Wirkung mit Leave-ons. Kokosöl ist hier besonders hervorzuheben und wird (ausnahmsweise) dem überschwänglichen Lob gerecht. Seine molekulare Struktur ermöglicht es wie bei keinem anderen Öl möglichst tief ins Haar einzudringen.
Unpraktisch und unsexy können die in Haarfarbe für den Hausgebracht beigelegten Haarkuren sein. Man sollte ihnen dennoch eine Chance geben! Sie sind in einigen Fällen noch einmal etwas saurer formuliert und machen nicht nur direkt nach frisch behandeltem Haar einen Sinn.
Wie hoch der Anteil pflegender Substanzen in einem Produkt tatsächlich ist, kann man an der Inhaltsstoffliste nicht entnehmen, weil die Konzentrationen nicht ausgewiesen werden. Dabei muss eine besonders reichhaltige Textur nicht zwangsläufig pflegender sein. Man kommt um das Testen und individuelle Einschätzen nicht herum.
Allein ein hoher Anteil an pflegenden Ölen, wie man es in beispielsweise meist in zertifizierter Naturkosmetik vorfindet, reicht für den „andockenden“ Effekt nicht aus. Die volle pflegende Drönung findet man hier seltener. Allerding lassen sich die Hersteller durchaus etwas einfallen.
Sind Shampoo und Spülung in einem Produkt vereint, wird die pflegende Substanz durch den hohen Gehalt an Tensid stabil gehalten. Erst bei Verdünnung mit dem Wasser und beim Ausspülen fällt die Substanz aus und kann sich an das Haar anlegen. Der mögliche Pflegeeffekt ist jedoch weitaus geringer als durch klassische Conditioner möglich ist - die geringe Menge, der Anteil der abgespült wird und die kurze Einwirkdauer bieten keine nennenswerte Alternative zu einem vollwertigen Conditioner.
Wie bereits oben beschrieben, sollte der Ansatz bei der Pflege ausgelassen werden. Die Haarkur oder Haarmaske nur in die Längen bis Spitzen geben und dann einwirken lassen. Menschen mit feinen Haaren sollten die Anwendung nicht übertreiben, da die Längen sonst schnell schlaff aussehen. Dickes und langes Haar wird hier indes wohl keine Probleme haben.
In Sachen Einwirkzeit haben Sie freies Spiel, ob Sie sich nach der Empfehlung des Herstellers richten oder das Produkt einige Stunden auf Ihren Kopf lassen, bleibt ganz Ihrem Ermessen überlassen. Spülungen und Conditionern in dieser Hinsicht ziemlich ähnlich, sollen auch Kur beziehungsweise Masken den Haaren Glanz und Geschmeidigkeit verleihen. Darüber hinaus wird zusätzliche Feuchtigkeit und eine Kräftigung versprochen.
Hier sind die Schritte zur richtigen Anwendung einer Haarkur:
Grundsätzlich empfiehlt es sich etwa ein- bis zweimal pro Woche eine Maske zu verwenden, um Schäden zu reparieren und vorzubeugen und das Haar mit Feuchtigkeit zu versorgen, die lange anhält. Wichtig ist aber, ein gesundes Mittelmaß zu finden. Natürlich ist auch Ihre Haarstruktur entscheidend für die Häufigkeit der Anwendung.
Lockiges Haar braucht zudem extra viel Feuchtigkeit und verträgt daher intensive Pflegeprodukte zum Beispiel mit Aloe vera oder reichhaltigen Ölen. Feines Haar hingegen fettet schnell, deshalb solltest du die Pflege eher auf die Haarlängen und -spitzen konzentrieren. Wer gefärbte Haare hat, sollte zu Colorations-Conditionern greifen. Sie enthalten Stoffe, die die Farbpigmente länger haltbar machen und schützen. Um Haarbruch zu reduzieren, sollte zudem je nach Bedarf ein- bis zweimal pro Woche eine Haarmaske benutzt werden.
Ein weiterer Vertreter in Sachen Haarpflegeprodukte ist das Haaröl. Von den anderen vorgestellten Pflegemitteln unterscheidet es hinsichtlich seiner Konsistenz. So wie Speisefette, die man aus der Küche kennt, ist auch das Haaröl überaus dünnflüssig. Schon eine kleine Menge genügt, um das Haar tiefgehend zu pflegen. In den Ansatz sollte es möglichst nicht gelangen, da es zu reichhaltig ist. Personen mit kurzen Haaren sollte daher lieber auf dieses Produkt verzichten. Wer hingegen mit seinen langen und kräftigen Haaren gar Rapunzel Konkurrenz machen könnte, kann getrost zum Haaröl greifen und es in Haarlängen und Spitzen anwenden. Und hier gilt das gleiche, was sicherlich schon bei der Haarkur und Haarmaske durchgeklungen ist: Weniger ist mehr.
Insbesondere dann, wenn Sie das Haaröl als Leave-in nach der Haarwäsche einwirken lassen, reichen ein paar Tropfen. Haaröle sind eigentlich weitgehend natürlichen Ursprungs, auf dem Markt erscheinen indessen seit Jahren immer mehr konventionelle Öle. Bei ihnen handelt es sich um Pflegeprodukte, die aus synthetisch hergestellen Silikonölen bestehen. Beliebte Naturfette sind beispielsweise Kokosöl oder Arganöl. Die Ölarten unterscheiden sich unter anderem in dem Grad ihrer Reichhaltigkeit, denn während Naturprodukte genau in diesem Punkt glänzen und intensivere Pflege leisten, sind konventionelle Öle leichter und beschweren die Haare nicht.
Die Haarbutter steht bei vielen Verbrauchern nicht so hoch im Kurs wie andere Haarpflegeprodukte. Vermutlich liegt dies an ihrer ungewohnten Konsistenz, denn während Spülung und Co. grundsätzlich cremig sind, liegt Haarbutter meist fest vor. Bei Zimmertemperatur wird jedoch auch sie mit der Zeit flüssig. Um das Verteilen im Haar angenehmer zu gestalten, kann das Pflegeprodukt samt Behältnis ebenfalls im Wärmebad aufgewärmt werden.
Je nachdem, wie der Gebrauch der Haarbutter durch den Hersteller vorgeschrieben wird, können Sie sie entweder vor der Haarwäsche einziehen lassen oder sie als Leave-In in die noch feuchten Längen geben. Achten Sie darauf, dass Sie dieses Pflegemittel nicht im Überfluss verwenden, sonst wird ihre Mähne schnell ölig und strähnig. Besonders weit verbreitet auf dem Kosmetikmarkt sind Sheabutter, Kakaobutter, Kokosbutter, Avocadobutter sowie Macadamiabutter. Ein Nachteil dieser Produktkategorie ist unter anderem, dass es sich nur schlecht wieder aus den Haaren herauswaschen lässt.
Ähnlich wie bei anderen pflegenden und reichhaltigen Produkten sind vor allem Personen mit langem, trockenem oder lockigem Haar mit der Haarbutter gut beraten.
Kaum ein anderer Stoff polarisiert in der Welt der Haarpflege so sehr wie das Silikon, die Meinungen gehen weit auseinander. Während manche Leute auf die Weichmacher, die aus synthetischen Polymeren aus Erdöl gewonnen werden, schwören, werden sie von anderen hingegen als reines Gift bezeichnet und weitgehend geächtet. Doch so schwarz-weiß lässt sich ein wirklichkeitsentsprechendes Bild der Silikone leider nicht zeichnen. Fakt ist zuallererst, dass Silikone nicht nur in Haarprodukten Anwendung finden, sondern sie auch in anderen alltäglichen Bereichen heimisch sind.
Silikon wird unter anderem zum Abdichten von Fugen verwendet, Autolacke und Anti-Aging-Cremes stellen weitere geläufige Einsatzorte dar. Zu den häufigsten Vertretern, die dem Verbraucher auf der Liste der Inhaltsstoffe begegnen, gehören Dimethicone, Methicone, Polysiolaxe und Cyclomethicone. Silikone erkennt man oftmals an ihren Namen, sie enden meist in -icone oder -iloxane.
Silikon ist dabei nicht gleich Silikon, denn an dieser Stelle muss eine feine Unterscheidung getroffen werden. Generell werden sie in zwei unterschiedliche Arten eingeteilt: wasserlösliche und wasserunlösliche Silikone. Wie sich aus diesen Bezeichnungen bereits ableiten lässt, legen sich die wasserlöslichen Weichmacher nicht langfristig um das Haar, sondern werden während des Ausspülens mit Wasser herausgewaschen. Ihre Pendants bilden hingegen ein Film, der auch nach der Haarwäsche bleibt. Genau diese Schicht soll den Haaren den gewünschten Glanz verleihen und die Spitzen versiegeln.
So werden die Haarenden zwar vor strapazierenden Umwelteinflüssen oder Stylingschäden durch Föhn, Glätteisen und Co. geschützt, allerdings können dann auch keine pflegenden Stoffe zu ihnen gelangen. Dies hat zur Folge, dass die Spitzen vertrocknen und mit der Zeit immer mehr in Mitleidenschaft gezogen werden, obwohl sie einen gesunden Anschein machen. Weiter oben erweisen Ihnen Silikone auf lange Sicht hin ebenfalls keinen guten Dienst, denn mit jeder Anwendung lagern sich die Polymere an der Kopfhaut fest und beschweren den Ansatz.
Hier das gleiche Spiel: Die Haut und das Haar können nicht atmen, es drohen Trockenheit, Schuppen und eine volumenlose, beschwerte Mähne. Ein weiterer großer Kritikpunkt stellt die Umweltbilanz von Silikonen dar. Als Kunststoffe lösen sie sich nicht im Wasser auf und werden mit jeder Haarwäsche in Gewässer wie Seen oder Flüsse gespült. Dort können sie nicht biologisch abgebaut werden und infolgedessen besteht sogar die Möglichkeit, dass sie ins Grundwasser gelangen.
Vorsicht ist geboten bei Produkten, welche versprechen, jahrelange Schäden auszumerzen. Wenn das Haar nämlich erstmal kaputt ist, dann ist es kaputt. Selbst das beste Shampoo - mit oder ohne Silikonen - kann da nicht nur wenig, sondern nichts ausrichten.
Hier ist eine Tabelle, die die wichtigsten Unterschiede zwischen Haarspülung und Haarkur zusammenfasst:
| Merkmal | Haarspülung (Conditioner) | Haarkur (Haarmaske) |
|---|---|---|
| Zweck | Verbessert Kämmbarkeit, glättet die Haaroberfläche | Nährt und repariert das Haar von innen |
| Anwendungshäufigkeit | Nach jeder Haarwäsche | 1-2 Mal pro Woche |
| Einwirkzeit | Kurz (1-3 Minuten) | Länger (5-30 Minuten oder über Nacht) |
| Inhaltsstoffe | Leichtere Pflegestoffe | Reichhaltigere, nährende Inhaltsstoffe |
| Wirkung | Kurzfristige Glättung und Glanz | Langfristige Stärkung und Reparatur |
| Haartypen | Für alle Haartypen geeignet | Besonders geeignet für trockenes, strapaziertes oder geschädigtes Haar |
Denken Sie daran, dass die richtige Haarpflege von Ihren individuellen Bedürfnissen und Ihrem Haartyp abhängt. Experimentieren Sie mit verschiedenen Produkten und Techniken, um herauszufinden, was für Sie am besten funktioniert.
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