Der Unterschied zwischen Shampoo und Spülung: Eine umfassende Anleitung zur Haarpflege

Viele Menschen verwenden sowohl Shampoo als auch Spülung, um ihr Haar zu pflegen. Doch was genau unterscheidet diese beiden Produkte, und warum sind sie beide wichtig für eine gesunde Haarpflege? Dieser Artikel beleuchtet die Unterschiede zwischen Shampoo und Spülung, erklärt ihre jeweiligen Funktionen und gibt Tipps zur optimalen Anwendung.

Was ist Shampoo?

Was ein Shampoo ist, wird sogar bei Wikipedia erklärt und Du wirst sicher schon mitbekommen haben, dass sich bei der Anwendung eines Shampoos Schaum bildet(?). Shampoos dienen hauptsächlich dazu, das Haar von Schmutz, Talg, Stylingrückständen und anderen Verunreinigungen zu befreien. Diese reinigende Wirkung wird durch Tenside erzielt, waschaktive Substanzen, die Fett- und Schmutzpartikel im Haar lösen. Ein kleiner Ausflug in die europäische Geschichte des Haarwaschmittels bringt uns zurück in das 19. Jahrhundert, in welchem englische Friseure Shampoo herstellten, indem sie geraspelte Seifenflocken mit Wasser aufkochten. Um den Haaren Glanz und Geschmeidigkeit zu verleihen, wurden zusätzlich noch Kräuter hinzugegeben.

Im Laufe des Waschvorgangs wird jedoch die empfindliche Oberfläche des Haars aufgeraut, es wirkt weniger glänzend und geschmeidig. Ebenso gehört ein Shampoo ausschließlich auf den Kopf und auch nur dort wird aktiv shampooniert/massiert .. die Haarlängen werden beim Ausspülen genügend mitgereinigt. Wer bei der Haarwäsche Schaum in den Haarlängen vermisst, streicht den einfach mal zwischendurch sachte und gradlinig vom Kopf aus durch die Haare ....

Anwendung von Shampoo

Massieren Sie eine kleine Menge Shampoo in die Kopfhaut ein. Geben Sie kein Shampoo in die Längen. Strapazieren Sie Ihre Haare nicht unnötig. Waschen Sie sie daher nicht über Kopf oder mit zu heißem Wasser.

Was ist eine Spülung (Conditioner)?

Ganz kurz und knapp gesagt: Conditioner ist ein anderes, beziehungsweise das englische Wort für Spülung. In Deutschland werden in der Regel beide Begriffe genutzt. Spülungen schäumen nicht und sollten eher einmassiert werden, danach einwenig einwirken lassen, bevor man sie wieder ausgespült.

Eine Spülung schließt nach der Haarwäsche die beim Waschen aufgeraute Schuppenschicht. Spülungen können durch das Versiegeln der Schuppenschicht für einen Oberflächenschutz gegen schädigende äußere Einflüsse wie UV-Licht, Hitze, Reibung und Wind sorgen.

Dem Charakter der Spülung wird hauptsächlich eine Verbesserung der Kämmbarkeit zugeschrieben, besonders pflegend ist sie freilich nicht. Sie glättet die aufgerauten Haarschuppen - eine Schicht des einzelnen Haares, nicht zu verwechseln mit den lästigen Kopfschuppen - und verhilft dem Haarschopf infolgedessen zu mehr Glanz und Geschmeidigkeit.

In der Realität werden sie aber nicht immer synonym verwendet. Manche Conditioner sind mit mehr Pflegestoffen versehen als herkömmliche Spülungen, dadurch dringt ihre pflegende Wirkung etwas tiefer in die Haarfaser ein. Auch die Konsistenz kann zwischen Spülung und Conditioner anders ausfallen, erstere ist gelegentlich etwas dünnflüssiger.

Anwendung von Spülung

Tragen Sie die Spülung nicht auf die Kopfhaut und den Haaransatz auf. In der Regel wird die Spülung nach der Reinigung mit Shampoo in die feuchten Haarlängen aufgetragen. Der Haaransatz sollte dabei möglichst gemieden werden, denn die zusätzliche Pflege kann ihn beschweren und schneller ölig wirken lassen. Lassen Sie den Conditioner ca. 1 Minuten einwirken. In der Zeit kann sich der hauchzarte Pflegefilm auf die aufgeraute Schuppenschicht des Haarschafts legen und sie glätten.

Die Vorteile der Verwendung von Spülung

  • Verbesserte Kämmbarkeit: Spülungen machen das Haar leichter kämmbar, wodurch Haarbruch und Spliss reduziert werden.
  • Glanz und Geschmeidigkeit: Durch das Glätten der Schuppenschicht erhält das Haar mehr Glanz und fühlt sich geschmeidiger an.
  • Schutz: Spülungen können das Haar vor schädlichen Umwelteinflüssen wie UV-Licht und Hitze schützen.

Co-Washing: Waschen mit Conditioner

Co-Washing ist in letzter Zeit immer beliebter geworden, vor allem bei lockigem, gewelltem oder krausem Haar. Co-Washing ist eine Methode, bei der du dein Haar nur mit Spülung statt mit Shampoo wäschst. Die Idee dahinter, Haare nur mit Conditioner zu waschen ist, dass die meisten Shampoos für die tägliche Anwendung bei trockenem Haar wie lockigem oder krausem Haar zu unsanft sind.

Es ist wichtig zu wissen, dass nicht alle Conditioner als Co-Washing Produkte geeignet sind. Einige Spülungen enthalten Inhaltsstoffe, wie z. B. Silikone, die zu Ablagerungen auf dem Haar führen können. Diese Produkte sind speziell für Co-Washing formuliert. Sie sind leichter als Spülungen und enthalten Inhaltsstoffe, die den Reinigungsprozess verbessern können, was sie zu einer super und einfachen Wahl für alle macht, die Co-Wash ausprobieren möchten.

Vorteile von Co-Washing

  • Sanfte Reinigung: Co-Washing reinigt das Haar, ohne ihm seine natürlichen Öle zu entziehen.
  • Feuchtigkeit: Es spendet dem Haar Feuchtigkeit und macht es weich und geschmeidig.
  • Reduzierung von Frizz: Besonders für lockiges Haar kann Co-Washing Frizz reduzieren und die Locken definieren.

Nachteile von Co-Washing

  • Ablagerungen: Die Haare nur mit einem Conditioner zu waschen, kann mit der Zeit zu Ablagerungen im Haar führen. Vor allem, wenn du nicht ab und zu ein klärendes Shampoo verwendest.
  • Nicht für jeden Haartyp geeignet: Während Co-Washing für lockiges, trockenes oder kaputtes Haar sehr gut geeignet ist, gibt es für fettiges oder feines Haar möglicherweise bessere Optionen.

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Low-Poo Shampoo vs. Co-Washing

Beide Produkte sind auch von der Curly Girl Methode anerkannt. Low-Poo-Shampoos enthalten mehr Reinigungsmittel und Tenside (wenn auch sehr sanfte) als Co-Washing Produkte. Co-Washing Produkte sind hingegen so formuliert, dass sie das Haar pflegen und mit Feuchtigkeit versorgen und es gleichzeitig sanft reinigen.

Inhaltsstoffe in Co-Washing Produkten

  • Sanfte Tenside: Co-Wash Locken Produkte verwenden milde Tenside, die das Haar weniger stark angreifen als herkömmliche Shampoos.
  • Feuchthaltemittel: Feuchthaltemittel sind Inhaltsstoffe, die Feuchtigkeit anziehen und binden. Glycerin ist ein gängiges pflanzliches Feuchthaltemittel, das in Co-Wash Locken Produkten verwendet wird.
  • Feuchtigkeitsspendende und nährende Inhaltsstoffe: Co-Wash Locken Produkte sollten auch Inhaltsstoffe enthalten, die das Haar mit Feuchtigkeit versorgen und nähren. Avocadoöl ist ein beliebter Inhaltsstoff, da es reich an Fettsäuren ist, die dem Haar Feuchtigkeit spenden und es stärken.

Inhaltsstoffe, die vermieden werden sollten

Wenn es darum geht, Co-Wash Locken Produkte zu kaufen, solltest du bestimmte Inhaltsstoffe vermeiden, die zu Ablagerungen führen und die richtige Reinigung von Haar und Kopfhaut verhindern können.

  • Silikone: Silikone sind häufig in Haarpflege enthalten, da sie eine Barriere auf dem Haar bilden, die den Feuchtigkeitsverlust verhindert und für Glanz sorgt. Allerdings können sie mit der Zeit auch zu Ablagerungen führen, die es anderen Produkten erschweren, in den Haarschaft einzudringen. Deshalb ist es wichtig, ein Produkt zu wählen, das keine Silikone oder andere Inhaltsstoffe enthält, die auf -cone, -conol oder -siloxane enden.
  • Schwere Produkte mit einem hohen Ölgehalt: Öle können trockenem Haar zwar gut tun, aber schwere Produkte mit hohem Ölgehalt eignen sich nicht als Co-Washing Produkte. Sie können das Haar beschweren und es schwierig machen, es richtig zu reinigen.

Tabelle: Unterschiede zwischen Shampoo, Spülung und Haarkur

Produkt Hauptfunktion Anwendung Häufigkeit Vorteile
Shampoo Reinigung von Schmutz und Talg Auf die Kopfhaut auftragen und einmassieren Je nach Bedarf (2-3 Mal pro Woche) Entfernt Verunreinigungen, bereitet das Haar auf die Pflege vor
Spülung (Conditioner) Glättung der Schuppenschicht, Verbesserung der Kämmbarkeit Auf die Haarlängen auftragen, Haaransatz vermeiden Nach jeder Haarwäsche Macht das Haar geschmeidig, glänzend und leichter kämmbar
Haarkur/Haarmaske Intensive Pflege und Reparatur Auf das handtuchtrockene Haar auftragen, einwirken lassen 1-2 Mal pro Woche Stärkt das Haar von innen, beugt Haarbruch und Spliss vor

Weitere Haarpflegeprodukte

  • Haaröl: Schon eine kleine Menge genügt, um das Haar tiefgehend zu pflegen. In den Ansatz sollte es möglichst nicht gelangen, da es zu reichhaltig ist. Personen mit kurzen Haaren sollte daher lieber auf dieses Produkt verzichten. Wer hingegen mit seinen langen und kräftigen Haaren gar Rapunzel Konkurrenz machen könnte, kann getrost zum Haaröl greifen und es in Haarlängen und Spitzen anwenden.
  • Haarbutter: Um das Verteilen im Haar angenehmer zu gestalten, kann das Pflegeprodukt samt Behältnis ebenfalls im Wärmebad aufgewärmt werden. Je nachdem, wie der Gebrauch der Haarbutter durch den Hersteller vorgeschrieben wird, können Sie sie entweder vor der Haarwäsche einziehen lassen oder sie als Leave-In in die noch feuchten Längen geben.

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