Die Behandlung von Stirnfalten mit Botulinumtoxin Typ A gehört zu den klassischen und am häufigsten durchgeführten Anwendungen in der ästhetischen Medizin. So effektiv die Behandlung sein kann, so wichtig ist es auch, die anatomischen, funktionellen und ästhetischen Zusammenhänge zu kennen.
Nach der Injektion von Botox können verschiedene unerwünschte Effekte auftreten. Ein nicht selten berichteter Effekt nach der Behandlung der Stirnfalten ist die Verstärkung bereits vorhandener Schlupflider. Der Grund dafür liegt in der reduzierten Aktivität des Stirnmuskels, der im Alltag - oft unbewusst - genutzt wird, um das obere Lid leicht anzuheben und so das Sichtfeld zu vergrößern.
Die sogenannte Oberlid-Ptosis ist eine der bekannteren Nebenwirkungen bei Stirn- oder Glabellabehandlungen mit Botox. In fast allen Fällen bildet sich die Ptosis innerhalb von 4 bis 8 Wochen vollständig zurück.
Beim sogenannten „chemischen Brauenlifting“ mit Botulinumtoxin wird gezielt die muskuläre Balance zwischen Zugmuskeln (z. B. M. frontalis) und Senkern (z. B. M. orbicularis oculi, M. depressor supercilii, M. corrugator supercilii) verändert. Geringfügige Unterschiede in der Wirkung können dazu führen, dass eine Braue stärker angehoben wird als die andere.
Das Spock-Phänomen (auch Mephisto-Augenbraue) wird durch eine kompensatorische Überaktivierung der seitlichen Fasern des Musculus frontalis verursacht. Es ist ein Zeichen, dass der laterale Anteil des M. frontalis nicht ausreichend behandelt wurde. Meist wurden die Injektionen zu medial gesetzt.
Eine Korrektur ist prinzipiell möglich. Einerseits durch Nachspritzen an Muskeln, die noch zu weit nach oben ziehen (dadurch den Mephisto Blick verursachen). Andererseits können Sie durch punktuelle gezielte Hyaluron Unterspritzung die Brauen heben. Zusätzlich könnte man auch mit Fäden die Brauen liften.
Man kann versuchen die Muskulatur, die die Augenbrauen nach unten zieht zu schwächen. Das ist aber etwas für Ärzte / innen mit Erfahrung in diesem Bereich.
7 Tage später kann man schon als kleine Korrektur den Eye-opener-point mit Botox einspritzen, aber versprechen Sie sich davon keine vollständige "Neutralisierung".
Abwarten und ggf. Korrektur durch gezielte, vorsichtige Injektionen in den oberen Rand des Augenschließmuskels bei Ihrer Ärztin. Dadurch kann Besserung und Korrektur erfolgen, weil so auch der Muskeanteil geschwächt wird, der die Augenbrauen herunterzieht, da der Stirnmuskel zur Zeit als Gegenspieler geschwächt wird bzw. ausfällt.
Um den Prozess zu unterstützen, kann die Augenpartie mit den Fingerspitzen oder der Rückseite einer elektrischen Zahnbürste massiert werden. Zur Unterstützung kommen Augentropfen mit Apraclonidin in Frage (Iopidine 5 mg/ml).
Um das Risiko solcher Nebenwirkungen von vornherein zu reduzieren, sollten Sie auf Folgendes achten:
Bei Botox-Behandlungen der Stirn setze ich grundsätzlich auf eine niedrige Dosierung. Das gängige Standardschema für Botox gegen Stirnfalten umfasst eine einzige Injektionslinie. Davon weiche ich nur in Ausnahmefällen ab, etwa bei einer besonders hohen Stirn, die eine zweite Injektionsreihe erfordert.
Eine gute Alternative zu klassischem Botox in die Stirn ist, wie oben erwähnt, ein Verfahren namens Baby-Botox. Dabei wird der Wirkstoff in stärkerer Verdünnung in die Haut injiziert und nicht in den Muskel. Die Mimik wird dabei nicht beeinträchtigt.
Die periorbitale Region erfordert bei der Botoxbehandlung maximale Präzision und Erfahrung. Schon kleinste Dosisveränderungen oder Injektionsabweichungen können das subtile Gleichgewicht der Mimik beeinflussen. Deshalb gilt: Weniger ist oft mehr.
Eine ästhetische Behandlung lebt von der perfekten Dosierung der zu verwendenden Substanzen und gehört immer in die Hände eines sehr geschulten Behandlers.
Die Injektionen sollten daher stets über der tiefsten Stirnfalte appliziert werden.
| Problem | Mögliche Ursachen | Korrekturmaßnahmen | Vorbeugung |
|---|---|---|---|
| Spock-Augenbrauen | Überaktivierung seitlicher Fasern des M. frontalis, Injektionen zu medial gesetzt | Nachspritzen, Hyaluron Unterspritzung, Fadenlifting | Erfahrene Praxis wählen, gründliche Beratung, niedrige Dosierung |
| Herabhängende Augenlider (Ptosis) | Reduzierte Aktivität des Stirnmuskels, Diffusion des Toxins | Augentropfen, gezielte Injektionen | Präzise Injektionstechnik, geringe Volumina |
| Asymmetrie | Ungleichmäßige Wirkung, unterschiedliche Injektionstiefen | Nachkorrektur mit Botox | Genaue Befunderhebung, individuelle Beratung |
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