Wenn die Haare stumpf und spröde sind, es ihnen an Glanz fehlt und sie zu Spliss neigen, dann schlägt sich das häufig auch auf das Gemüt der betroffenen Personen wider. Spliss, auch bekannt als kaputte Spitzen, ist genau das, wonach es klingt - Haare, die an den Enden (dem ältesten Teil des Haarschafts) beschädigt und so natürlich gespalten wurden. Spliss bezeichnet die Spaltung der Haarspitzen, bei der sich die Spitze und die Enden des Haares in zwei oder mehrere Teile aufteilen.
In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Spliss erkennen, welche Ursachen dahinterstecken und wie Sie ihn effektiv behandeln und vorbeugen können.
Haarspliss, auch bekannt als gespaltene Haarspitzen, bedeutet, dass das Haar an den Enden in zwei oder mehr Stränge aufgespalten ist. Spliss entsteht unglaublich schnell und häufig bleibt als einzige Möglichkeit das Abschneiden der kaputten Spitzen.
Spliss kann bei jedem Haartyp auftreten. Ob das Haar trocken oder strapaziert ist, ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen, denn in beiden Fällen sind die äußeren Folgen dieselben.
Die Haare:Die weitere Folge kann sogar Haarbruch sein.
Es gibt verschiedene Arten von Spliss, die auf unterschiedliche Schädigungen hinweisen:
Gespaltene Spitzen, die in einer Gabelung enden, gehören zu den häufigsten Arten von Spliss. Kaputte Spitzen in einem Baum oder einem verzweigten Muster weisen typischerweise darauf hin, dass eine Seite der Haarfaser stärker geschädigt ist als die andere. Manchmal kommt es bei Menschen mit lockigem Haartyp vor, dass sich an einzelnen Haarsträhnen kleine Knoten bilden.
Um die Ursachen für Spliss verstehen zu können, sollte man zunächst wissen, wie das Haar aufgebaut ist. Dein Haar wächst aus der Wurzel und ist in Schichten aufgebaut. Die Basis ist von einer Hülle, dem sogenannten Cortex umgeben. Das Haar besteht aus drei Schichten: der äußeren Schuppenschicht, der dicken Faserschicht und dem Mark. An der Haarwurzel befindet sich eine Talgdrüse.
Spliss entsteht, wenn die Haarstruktur beschädigt wird - meist durch Hitze, falsche Pflege oder Umweltfaktoren. Besonders die Haarspitzen leiden, weil sie älter, trockener und anfälliger für Reibung sind. Leidet die Schuppenschicht durch täglichen Feuchtigkeitsmangel, wird der Cortex freigelegt und Deine Haare fransen an den Spitzen aus.
Nun, alle kaputten Spitzen entstehen, weil das Haar auf irgendeine Art beschädigt wurde.
Bei eben diesen Talgdrüsen liegt die häufigste Ursache für trockenes Haar. Das Haar wird an dieser Stelle mit zu wenig Fett versorgt, wodurch die äußere Schuppenschicht nicht wie bei gesundem Haar glatt überlappt, sondern absteht. Der Grund für trockene Haare liegt also kurz gesagt bei einer nicht geschlossenen Schuppenschicht aufgrund fehlender Talgversorgung.
Lange Haare werden schneller trocken, denn je länger das Haar ist, desto weniger Talg gelangt von den Talgdrüsen bis in die Haarspitzen. Seltener können aber auch Krankheiten wie eine Schilddrüsenunterfunktion oder eine Mangelernährung sowie eine hormonelle Umstellung durch Schwangerschaft oder die Wechseljahre ursächlich sein.
Die Hauptursachen für strapaziertes Haar sind äußere Einflüsse und starke Belastung der Haare. Dies geschieht durch häufiges Färben (vor allem Blondieren), Dauerwelle oder chemisches Glätten. Auch falsche und zu häufig verwendete Stylingprodukte können der Grund für strapaziertes Haar sein.
Ebenfalls schädlich für die Haare sind UV-Strahlen, Chlorwasser und Salzwasser, sowie Heizungsluft und häufiges Tragen von Mützen. Das Haar wird durch Föhnen, Schaumfestiger und aggressives Shampoo gestresst und trocknet schnell aus. Während bei trockenem Haar aber nur die äußere Schuppenschicht betroffen ist, ist das strapazierte Haar deutlich mehr geschädigt, sodass auch die dicke Faserschicht betroffen sein kann.
Bereits scheinbar kleine Faktoren wie zu viel Zeit zwischen den Haarschnitten verstreichen zu lassen oder zu warmes Wasser können die Entstehung von Spliss begünstigen. Der ständige Kontakt der Haare mit bestimmten Stoffen bzw. Materialien wie Mützen, Schals oder Pullovern aus Wolle beschleunigt die Entwicklung von Spliss. Sogar Deine Ernährung beeinflusst die Stärke Deiner Haarenden.
Hier ist eine Tabelle mit den häufigsten Ursachen für Spliss:
| Ursache | Beschreibung |
|---|---|
| Häufiges Färben und Blondieren | Chemische Prozesse schädigen die Haarstruktur. |
| Hitzestyling | Föhnen, Glätten und Lockenstab entziehen dem Haar Feuchtigkeit. |
| Falsche Pflegeprodukte | Produkte mit Silikonen und Sulfaten trocknen das Haar aus. |
| Umwelteinflüsse | UV-Strahlung, Chlor- und Salzwasser belasten das Haar. |
| Mechanische Belastung | Reibung durch Kämmen, Bürsten und Kleidung. |
| Mangelnde Feuchtigkeit | Trockene Luft und zu wenig Feuchtigkeitspflege. |
Die traurige Wahrheit ist: Der schon bestehende Schaden kann nie vollständig repariert werden. Wenn du einmal Haarspliss oder kaputte Spitzen hast, gibt es keine wirkliche Möglichkeit sie loszuwerden (außer sie abzuschneiden und so Spliss zu entfernen). Spliss wirkt sich irgendwann auf jeden aus, aber mit dem richtigen Haarpflegeprogramm kannst du Haarspliss den Garaus machen, bevor er überhand nimmt!
Es bringt nichts, Spliss nur optisch zu kaschieren - um Spliss zu entfernen, ist die tatsächliche Entfernung notwendig.
Regelmäßiges Schneiden ist die effektivste Methode, um Spliss zu entfernen. Regelmäßiges Haareschneiden ist der beste Weg, um ihre Haarlänge zu erhalten. Haben sich die Haarspitzen erstmal gespalten, wird dieser Spalt zwangsläufig immer größer werden.
Spliss, der durch besonders hohe Beanspruchung entsteht, beginnt oft an den Spitzen und kann sich entlang des Haarschafts nach oben ausbreiten, wenn er nicht behandelt wird. Unbehandelter Haarspliss kann dazu führen, dass sich das Haar von wenigen Millimetern bis hin zu mehreren Zentimetern weiter aufspaltet.
Einfach und effektiv: Spitzen schneiden hilft gegen Spliss - das ist soweit nichts Neues. Sind die Haarspitzen gespalten, verhindert diese Schnitttechnik, dass Haarspliss sich ausbreitet und das Haar weiter schädigt. Die Methode eignet sich besonders gut, wenn der Haarschaden noch nicht weit fortgeschritten ist und sich auf einige Millimeter beschränkt.
Es gibt verschiedene professionelle Schnitttechniken, die weitere Haarschäden verhindern und das Haar damit insgesamt kräftigen. Je nach Haartyp oder Schwere der Schädigung können auch ein Care Cut oder Twist Cut das Mittel der Wahl sein.
Wir empfehlen, den Splissschnitt professionell beim Friseur durchführen zu lassen. Besonders effektiv ist der Friseur Splissschnitt mit heißer Schere. Diese Methode versiegelt die Haarspitzen direkt nach dem Schnitt und verhindert so neue Schäden durch Reibung oder Hitze.
Mit der richtigen Pflege, feuchtigkeitsspendenden Produkten und schonender Behandlung kann die Haarstruktur gestärkt und Schäden wie Spliss vermieden werden. Die richtige Auswahl an Haarpflege-Produkten ist ein echter Gamechanger, wenn es darum geht, Spliss zu vermeiden oder zu behandeln.
Die meisten Pflegeprodukte sind sowohl für trockenes als auch strapaziertes Haar geeignet. In den sogenannten Repair-Produkten für strapaziertes Haar befinden sich dann die positiven Moleküle namens kationaktive Polymere, die das Haar an den geschädigten Stellen reparieren. Für trockenes Haar hingegen werden spezielle Friseurprodukte mit feuchtigkeitsbindenden Lipiden verwendet.
Es gibt eine Vielzahl an Shampoos, Conditionern, Haarmasken und Leave-in-Produkten, die speziell entwickelt wurden, um die Schuppenschicht zu stärken und die Haarstruktur zu schützen. Achte darauf, Produkte zu wählen, die zu deinem Haartyp passen, denn nur so können sie ihre volle Wirkung entfalten. Leave-in-Produkte sind ideal, um die Spitzen zwischendurch zu pflegen und die Haare vor neuen Schäden zu bewahren.
Hier sind einige Tipps für die richtige Haarpflege:
Neben der Verwendung der richtigen Pflegeprodukte kann auf einige Kleinigkeiten geachtet werden, die in Summe die Haare sehr schonen:
Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Eine Mangelversorgung von Eisen, Zink, Kupfer und Vitaminen kann zu trockenen und strapazierten Haaren führen. Achte auf eine ausgewogene Ernährung, setze auf nährstoffreiche Lebensmittel und versuche, anhaltenden Stress zu vermeiden.
Kokosöl ist ein echtes Allround-Talent und wird unter anderem auch in der Haarpflege eingesetzt. Kokosöl enthält verschiedene Vitamine und Mineralstoffe, die dabei helfen das Haar zu reparieren und die Haarstruktur neu aufzubauen. Natürlicher Antioxidantien wie Vitamin E schützen das Haar zusätzlich vor äußeren Umweltbelastungen. Das Kokosöl legt sich wie ein Film um die Haare und verhindert dadurch, dass Feuchtigkeit austreten kann.
Worauf bei Kokosöl zu achten ist: Ist das Kokosöl hingen nativ, kaltgepresst, ungebleicht und unraffiniert, ist es optimal zur Haarbehandlung geeignet.
Tipps zur Anwendung von Kokosöl:
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