Spliss durch stumpfe Schere: Ursachen und Lösungen

Wer träumt nicht von kräftigem, glänzendem und vor allem gesundem Haar? Haarspliss, auch bekannt als gespaltene Haarspitzen, bedeutet, dass das Haar an den Enden in zwei oder mehr Stränge aufgespalten ist. Gut zu wissen: Spliss kann grundsätzlich jede und jeden betreffen, ganz unabhängig von Geschlecht, Alter oder Haartyp. Es gibt jedoch bestimmte Haartypen, die eher zu Spliss neigen als andere. Kurzhaarfrisuren sind seltener betroffen.

Spliss ist gerade bei längeren Haaren etwas vollkommen Natürliches, trotzdem lassen die gespaltenen Spitzen die einst so schön gezüchtete Mähne trocken und struppig aussehen. Und das Schlimme daran ist: Er kann nicht rückgängig gemacht werden. Noch schlimmer ist jedoch, dass sich die gesplitterten Spitzen nach oben ausweiten können und Ihre Haare somit nachhaltig schädigen. Umso wichtiger ist, dass Sie den Spliss entfernen (lassen).

Wie entsteht Spliss?

Ursachen von Spliss

Haarspliss entsteht, wenn die äußere Schutzschicht der Haare (Kutikula) abgenutzt oder beschädigt wird. Die Kutikula besteht aus winzigen, überlappenden Schuppen, die die innere Haarfaser schützen. Wenn die Kutikula intakt ist, bleiben die Haare gesund, glatt und glänzend. Doch keine Sorge: Haarspliss lässt sich effektiv vorbeugen und behandeln.

Spliss, der durch besonders hohe Beanspruchung entsteht, beginnt oft an den Spitzen und kann sich entlang des Haarschafts nach oben ausbreiten, wenn er nicht behandelt wird. Unbehandelter Haarspliss kann dazu führen, dass sich das Haar von wenigen Millimetern bis hin zu mehreren Zentimetern weiter aufspaltet.

Der einfache Grund: Die Spitzen sind der älteste Teil des Haares und oft über Jahre gewachsen. In dieser langen Zeit macht unser Haar einiges durch und vieles mit: Wir glätten es, wir toupieren es, wir bürsten es, wir föhnen es, wir kämmen es und wir färben es.

Wenn Haare stark beschädigt sind, können sie brechen - nicht nur an den Spitzen, sondern an jeder Stelle. Spliss hingegen entsteht nur an den Haarenden, da diese Feuchtigkeit nicht gut speichern können und somit schneller austrocknen. Begünstigt wird dieser Vorgang durch häufiges Haare glätten, föhnen und das Verwenden eines Lockenstabs. Die Hitze entzieht den Spitzen ihre Feuchtigkeit und lässt sie spröde aussehen.

Aber auch zu viel Sonnenschein und mangelnde oder falsche Pflege (zum Beispiel durch ein zu aggressives Shampoo) kann Spliss fördern. Häufiges Bürsten, Kämmen oder Stylen, übermäßige Hitze, schädliche Umwelteinflüsse oder mangelnde Pflege: Spliss kann viele Ursachen haben.

Weitere Ursachen im Überblick:

  • Mechanische Schäden: Häufiges Bürsten oder Reiben der Haare, besonders im nassen Zustand.
  • Hitzeeinwirkung: Übermäßiges Verwenden von Föhn, Glätteisen oder Lockenstab.
  • Chemische Einflüsse: Färben, Blondieren oder Dauerwellen.
  • Umwelteinflüsse: Starke Sonneneinstrahlung oder kaltes Wetter.
  • Stumpfe Scheren: Eine stumpfe Schere schneidet die Haare nicht glatt ab, sondern hinterlässt eine ausgefranste und unsaubere Schnittkante, die die Entstehung von Spliss zusätzlich begünstigen kann.

Methoden zur Spliss-Entfernung

Sind die Haare erst einmal gespalten, wachsen sie nicht mehr zusammen. Jetzt sind Profis gefragt! Es gibt verschiedene professionelle Schnitttechniken, die weitere Haarschäden verhindern und das Haar damit insgesamt kräftigen. Wann Sie Ihre Friseurin oder Ihren Friseur aufsuchen sollten, hängt individuell von Ihrem Haar ab.

Beim Friseur werden die trockenen Spitzen meist durch das Abschneiden der Haare entfernt. Aus diesem Grund meiden viele Frauen den Besuch, um ihre Mähne vor dem Kürzen zu schützen. Dabei müssen ihre Haare gar nicht zwingend Länge lassen, um sie von Spliss zu befreien: Mit einem sogenannten Splisstrimmer können die kaputten Spitzen entfernt werden, ohne die Haare merklich zu kürzen. Da der Splisstrimmer nur die beschädigten Spitzen entfernt, bleibt Ihre Haarlänge weitestgehend unverändert. Ein großer Vorteil gegenüber dem klassischen Spitzenschnitt.

Aber auch viele Friseurmeister*innen wenden inzwischen andere Methoden an. Heutzutage werden in vielen Friseursalons unterschiedliche Schnitttechniken zum Spliss entfernen angewendet, ohne die Haare dabei stark zu kürzen.

Professionelle Schnitttechniken gegen Spliss:

  • Twist Cut: Bei dieser Technik werden die Haare strähnchenweise bis zur Kopfhaut gezwirbelt, sodass nur noch die kaputten Haare abstehen und mit einer Friseurschere abgeschnitten werden können.
  • Hair Dusting: Zuerst müssen die Haare geglättet werden. Im Anschluss wird Strähne für Strähne vom Friseur straff gezogen, sodass die beschädigten Spitzen abstehen und gekappt werden können.
  • Care Cut: Hierbei wird die Friseurschere vor dem eigentlichen Spitzenschnitt auf bis zu 140 Grad erhitzt. Danach werden die Spitzen mit der heißen Schere geschnitten, sodass diese quasi versiegelt werden.
  • Candle Cutting: Diese Methode ist äußerst radikal, denn hier werden die gesplitterten Haarenden mithilfe einer brennenden Kerze Strähne für Strähne entfernt.

Spliss selbst entfernen

Mittlerweile sind auch Lösungen erhältlich, mit denen man Spliss selbst entfernen kann. Dabei werden einzelne Strähnen in den Splissschneider eingelegt und straff gespannt. Die Idee dahinter: Durch die Spannung sollen die kaputten Teile des Haares abstehen und durch die kleinen integrierten Schneidwerkzeuge abgeschnitten werden. Aber Vorsicht: Die Anwendung erfordert Knowhow und Übung.

Die Schneidemaschine kann nicht zwischen gesundem und geschädigtem Haar unterscheiden - hier fehlt definitiv ein geschultes Auge und die menschliche Komponente. Gerade wenn es auf die Spitzen zugeht, kann es tricky werden, die Spannung im Haar zu behalten. Als Ergebnis können die Enden stark ausgefranst und die Haare am Ende nicht mehr auf einer Länge sein - und Sie müssen doch für einen sauberen Haarschnitt zum Friseur.

Vorbeugung von Spliss

Die gute Nachricht: Spliss lässt sich wunderbar vorbeugen! Wer sein Haar gut pflegt, darf sich nicht nur über weniger Spliss, sondern auch über Glanz und Geschmeidigkeit freuen. Die Produkte sollten mit wertvollen Inhaltsstoffen angereichert und auf den persönlichen Haartyp abgestimmt sein.

Tipps zur Vorbeugung:

  • Feuchtigkeitsspendende Haarpflege: Mit der Nutri Shine Serie von ALCINA schenken Sie Ihrem Haar die nötige Pflege und machen es wunderbar geschmeidig, damit Spliss gar nicht erst entsteht.
  • Anti-Spliss Serum: Das Anti-Spliss Serum ist dafür ein echtes Allround-Talent. Durch die Formulierung ohne Silikon ist das Anti-Spliss Serum für jeden Haartyp geeignet. Selbst feines Haar wird nicht beschwert.
  • Conditioning Shine-Cream: Wenn Sie Ihr trockenes, strapaziertes Haar schützen und pflegen möchten, empfehlen wir die Conditioning Shine-Cream mit Weizenextrakt und Panthenol.
  • Nutriöle: Besonders reichhaltig und intensiv pflegen wertvolle Nutriöle kaputte, glanzlose Haare. Arganöl und Traubenkernöl enthalten Antioxidantien und ungesättigte Fettsäuren.
  • Sanftes Trocknen: Rubbeln Sie nach dem Waschen die Haare nicht mit dem Handtuch durch, sondern tupfen und kneten Sie diese behutsam trocken.
  • Professionelle Färbung: Färben Sie Ihre Haare nicht selbst, sondern lassen Sie den Profi ran.
  • Hitzeschutz: Verzichten Sie vor dem Föhnen und Glätten nie auf einen Hitzeschutz fürs Haar.
  • Naturbürsten: Verwenden Sie Haarbürsten aus Naturmaterialien.

Bei der täglichen Hygiene sollten Sie nur Shampoos und Pflegespülungen benutzen, die speziell für trockenes oder strapazierte Haare entwickelt wurden. Sie versorgen Ihre Haare mit ausreichend Feuchtigkeit und verleihen Ihren Spitzen mehr Glanz und Geschmeidigkeit. Damit Ihre Spitzen erst gar nicht austrocknen und Spliss bekommen, müssen Sie Ihre Mähne fortwährend pflegen.

Wenden Sie einmal pro Woche eine Haarkur an: Sie spendet Feuchtigkeit und versorgt Ihre Spitzen mit wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen. Zudem enthalten die meisten Produkte wertvolle Öle, Sheabutter und Aloe vera. Dadurch werden Ihre Haare nicht nur schön weich und geschmeidig, sondern sie werden vor Spliss geschützt.

Auch ein sogenanntes Haarserum oder Haaröl soll dafür Sorge tragen, dass sich trockene und stumpfe Haare wieder glatt und gesund anfühlen. Das darin enthaltene Arganöl versorgt Ihre Spitzen mit wichtigen Nährstoffen, zudem hinterlässt es einen weichen Film auf Ihren Haaren - allerdings nur bis zur nächsten Haarwäsche. Achten Sie jedoch bei der Anwendung darauf, nicht zu viel Öl in die Haarenden einzumassieren.

Zu guter Letzt können Sie durch Ihre eigenen Verhaltensweisen Spliss vorbeugen, indem Sie Ihre Haare nicht zu oft und erst recht nicht nass bürsten oder mit dem Handtuch trocken rubbeln. Auch sollten Sie auf regelmäßige Hitzesessions durch Föhn und Glätteisen verzichten.

Spliss erkennen

Die Erkennung von Spliss kann wichtig sein, um die Gesundheit deiner Haare zu erhalten. Mit einigen einfachen Schritten und etwas Aufmerksamkeit kannst du problemlos feststellen, ob deine Haare Spliss haben. Das Wissen darüber kann dir helfen, rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen.

Wie erkenne ich Spliss?

Um Spliss zu erkennen, gibt es mehrere Anzeichen, auf die du achten solltest. Zunächst ist es ratsam, die Haarspitzen genau zu betrachten. Spliss tritt oft zuerst dort auf, weil die Enden der Haare am anfälligsten für Schäden sind.

Folgende Schritte können dir helfen, Spliss zu identifizieren:

  • Hebe eine Strähne deiner Haare ab und ziehe sie durch deine Finger.
  • Untersuche das Ende der Haarsträhne. Weist die Spitze mehr als eine Faser auf? Das könnte ein Zeichen für Spliss sein.
  • Schaue, ob die Spitzen deiner Haare stumpf oder ungleichmäßig aussehen.
  • Fühle, ob sich die Haarspitzen rau oder spröde anfühlen.

Es ist eine gute Idee, deine Haare im natürlichen Licht zu untersuchen, um kleinere Details besser zu erkennen.

Woran erkenne ich Spliss?

Es gibt verschiedene visuelle und haptische Indikatoren, die dir helfen können, Spliss zu erkennen:

  • Sichtbare Aufspaltung: Dies ist das häufigste Zeichen. Die Haarspitze teilt sich in zwei oder mehr Spitzen auf.
  • Weißliche Punkte: Oftmals befinden sich winzige weiße Punkte an den Spitzen, die auf brüchige Haare hindeuten.
  • Strohige Struktur: Spliss lässt das Haar häufig trocken und strohig aussehen.
  • Veränderter Glanz: Gespaltene Haare reflektieren weniger Licht, wodurch sie glanzlos erscheinen.

Wenn du merkst, dass deine Haarspitzen mehrere Fasern haben oder weißliche Punkte zu sehen sind, dann hast du wahrscheinlich Spliss. In diesem Fall können regelmäßiges Schneiden und geeignete Haarpflegeprodukte helfen, den Schaden zu minimieren.

Spliss erkennen Technik

Die richtige Technik ist entscheidend, um Spliss als solches zu erkennen und rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen. Verschiedene Methoden können dir helfen, Anzeichen von Spliss zu identifizieren und zu überprüfen, ob deine Haare betroffen sind.

Spliss erkennen durch Führung

Mit geschickter Führung deiner Hände und eines geeigneten Werkzeugs kannst du Spliss gut erkennen und untersuchen. Das Nutzen eines Spiegels und guter Beleuchtung sind dabei essentiell.

Folge diesen Schritten, um sicherzugehen, dass du nichts übersiehst:

  • Gute Beleuchtung: Wähle einen gut beleuchteten Bereich, idealerweise Tageslicht.
  • Spiegel: Verwende einen Spiegel, um einen klaren Blick auf die Haarspitzen zu erhalten.
  • Sanfte Handführung: Hebe eine Haarsträhne leicht an und ziehe sie durch deine Finger.
  • Vergrößerung: Nutze bei Bedarf eine Lupe, um kleinste Details zu erkennen.

Verwende eine weiße oder helle Oberfläche als Hintergrund, um die Haarspitzen besser zu sehen.

Spliss erkennen im Handwerk

In handwerklichen Berufen, besonders in der Friseurbranche, ist das Erkennen von Spliss eine alltägliche und wichtige Aufgabe. Profis verwenden verschiedene Techniken und Werkzeuge, um Spliss bei ihren Kunden schnell und effektiv zu identifizieren:

  • Schneidwerkzeuge: Profi-Friseure nutzen qualitativ hochwertige Scheren, um beschädigte Haarspitzen präzise abzuschneiden und weiteren Spliss zu verhindern.
  • Trenngeräte: Mit speziellen Trenngeräten können Haarpartien genau separiert und untersucht werden.
  • Vergrößerungsgläser: Einige Friseure verwenden Vergrößerungsgläser, um kleinere Haarschäden besser sichtbar zu machen.
  • Pflegeprodukte: Einsatz von professionellen Pflegeprodukten, um die Haarstruktur zu verbessern und Spliss vorzubeugen.

Praktische Tipps zum Spliss erkennen

Die Erkennung von Spliss hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Routine und den spezifischen Haartypen. Hier findest du einige praxisnahe Tipps und Ratschläge, um Spliss frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Spliss erkennen bei unterschiedlichen Haartypen

Dein Haartyp spielt eine wesentliche Rolle dabei, wie du Spliss erkennst und verhinderst. Verschiedene Haartypen erfordern unterschiedliche Vorgehensweisen:

Haartyp Tipps zur Spliss-Erkennung
Feines Haar Feines Haar neigt dazu, leichter zu brechen. Achte auf geringe Anzeichen von Aufspaltung und fühle regelmäßig nach Strohigkeit.
Dickes Haar Teile das Haar in kleinere Abschnitte, um jede Haarsträhne gründlich zu untersuchen.
Krauses Haar Krauses Haar zeigt Spliss häufiger in Form von weißen Punkten. Verwende spezielle Produkte, um die Haarstruktur zu glätten.
Glattes Haar Bei glattem Haar ist Spliss einfacher zu erkennen. Achte auf stumpfe und ungleichmäßige Enden.

Häufige Fehler beim Spliss erkennen

Es gibt einige häufige Fehler, die du beim Erkennen von Spliss vermeiden solltest. Diese Fehler können dazu führen, dass Spliss übersehen oder schlimmer gemacht wird:

  • Unzureichende Beleuchtung: Untersuche dein Haar immer bei guter Beleuchtung, idealerweise im Tageslicht.
  • Nicht regelmäßige Kontrolle: Überprüfe deine Haarspitzen regelmäßig auf Anzeichen von Spliss.
  • Falsches Werkzeug: Verwende keine stumpfen oder minderwertigen Scheren, da diese den Spliss verschlimmern können.
  • Übersehen von Haarschäden: Vernachlässige keine kleinen Schäden oder weißlichen Punkte an den Haarspitzen.
  • Falsches Bürsten: Vermeide grobes Bürsten oder Kämmen, besonders im nassen Zustand, um mechanische Schäden zu verhindern.

Ein regelmäßiger Haarschnitt alle 6 bis 8 Wochen kann helfen, Spliss effektiv vorzubeugen.

Fallbeispiele: Spliss erkennen in der Praxis

Realistische Fallbeispiele können dir helfen, das Erkennen von Spliss in verschiedenen Alltagssituationen zu üben. Hier sind einige Szenarien, die aufzeigen, wie Spliss identifiziert werden kann:

  • Fallbeispiel 1: Anna bemerkt, dass ihre Haare nach dem Bürsten weniger glänzend und geschmeidig wirken. Sie entscheidet sich, ihre Spitzen genauer zu untersuchen. Unter einer Lampe sieht sie kleine Aufspaltungen und weiße Punkte an den Haarenden. Anna weiß nun, dass sie Spliss hat und vereinbart einen Termin beim Friseur.
  • Fallbeispiel 2: Markus, ein Friseur, hat eine neue Kundin, die über trockenes und brüchiges Haar klagt. Durch die genaue Untersuchung der Haarsträhnen mit einer Lupe entdeckt Markus, dass viele Haarspitzen aufgespalten sind. Er empfiehlt regelmäßige Schnitte und eine feuchtigkeitsspendende Pflegeroutine.

Du kannst Spliss frühzeitig erkennen, indem Du die Haarspitzen regelmäßig untersuchst. Achte auf gespaltene Enden, raue oder fransige Stellen. Verwende eine gute Beleuchtung, um kleine Schäden besser zu sehen.

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