Sophie von Kessel: Eine vielseitige Schauspielerin zwischen Bühne und Leben

Sophie von Kessel ist eine Schauspielerin mit Leidenschaft, die es liebt, vor der Kamera oder auf der Theaterbühne zu stehen. Das Publikum liebt es, ihr dabei zuzusehen!

Sophie von Kessel (Quelle: Wikipedia)

Frühe Jahre und Ausbildung

Sophie von Kessel wurde 1968 in Mexico City als Diplomatentochter geboren und wuchs in Ländern wie Südamerika, Finnland, Österreich und den USA auf. Sie ist ein echtes Sprachgenie und spricht neben Englisch, Französisch und Spanisch auch ein wenig Finnisch. Ihre Schauspielausbildung begann Sophie von Kessel 1988 in Wien, danach studierte sie an der Juilliard School in New York und absolvierte einen Workshop bei Uta Hagen in Berlin.

Karriere im Film und Fernsehen

Zunächst spielte Sophie von Kessel am Theater, genauer gesagt auf den Bühnen des Stadttheaters Aachen oder des Kölner Schauspiels. In Film und Fernsehen war sie erst ein wenig später zu sehen. Dem Fernsehpublikum wurde sie vor allem durch ihre Rolle der Studentin Christine in "Schloss Hohenstein" bekannt, die sie von 1992 bis 1994 spielte. Danach war sie in Filmen wie "Amerika", "Alte Liebe, alte Sünde" oder "Der Tanz mit dem Teufel" zu sehen. 2003 wirkte sie als einzige deutsche Schauspielerin an der Seite von Alain Delon im französischen Dreiteiler "Frank Riva" mit. In den letzten Jahren spielte Sophie von Kessel zum größten Teil in einzelnen Folgen bekannter Krimireihen mit - darunter "Die Chefin", "Der Alte" oder auch "Ein starkes Team".

Sophie von Kessel als Phädra

Die Berliner Autorin Nino Haratischwili hat den Mythos der außerehelich verliebten Athener Königsgattin überschrieben. Ursprünglich begeht die von Aphrodite verhexte Phädra wegen unerwiderter Liebe zu ihrem Stiefsohn Hippolytos Selbstmord. Anders bei Haratischwili. Hippolytos tritt hier gar nicht auf, stattdessen kommt es, wie der Hohepriester Panopeus (Philipp Hauß) es geradeheraus nennt, zu "gleichgeschlechtlicher Unzucht" zwischen Phädra und Persea, der Verlobten ihres älteren Sohnes. Auch für den hierdurch ausgelösten Skandal stammt die traurige Inspiration aus Haratischwilis Geburtsland Georgien, wo die orthodoxe Kirche 2021 Ausschreitungen rechter Gruppen gegen friedliche LGBTQI-Demos unterstützte. Uraufgeführt wurde das Stück für sechs Personen bei den diesjährigen Ruhrfestspielen Recklinghausen in einer Produktion des Berliner Ensembles.

Phädra ist also in den Wechseljahren, frustriert von den Auswüchsen des Machismo im Reich - und Sophie von Kessel trägt ihren Unmut von Anfang an zur Schau: Der Ehemann, König Theseus, geht fremd, der Thronfolger Demophon bildet sich sonstwas auf die baldige Königswürde ein und demütigt seinen tierlieben Bruder Acamas. Die schlagfertig respektlose, ganzkörpertätowierte Persea, die Demophon heiraten soll, kommt ihr da gerade recht. Ein riesiger Blutmond tränkt das meiste davon in Rot. In diese Farbe gekleidet sind auch die sechs gesichtslosen Wachen, die aussehen wie von der Herzkönigin im Wunderland entsandt. Ebenso komplett rot die flammende Phädra. Ausstatter Stefan Hageneiner und Lichtler Michael Hofer scheinen sich ans Design der Kampagne für Martin Kušejs letzte Spielzeit als Burgtheater-Direktor anzupassen. Slogans, die ein Aufstehen gegen rechts beschwören, schreien einen da in schwarzen Lettern auf rotem Grund an.

An der Totalkatastrophe schrammt das nur deshalb vorbei, weil Sophie von Kessel den Seifenopernton souverän beherrscht.

Besetzung von "Phädra":

  • Regie: Tina Lanik
  • Bühne, Kostüme: Stefan Hageneier
  • Musik: Electric Indigo
  • Licht: Michael Hofer
  • Dramaturgie: Jeroen Versteele
  • Mit: Etienne Halsdorf, Julian von Hansemann, Ernest Allan Hausmann, Philipp Hauss, Sophie von Kessel, Dagna Litzenberger Vinet

Katharina Rustler schreibt in Der Standard (8.10.2023): "Obwohl die Geschichte in der ­Antike bleibt, sind die politischen Inhalte frappierend aktuell. Rollenzuschreibungen können durch die Umkehrung geschickt hinterfragt werden". Wolfgang Kralicek von der Süddeutschen Zeitung (9.10.2023) schreibt, in Haratischwilis Fassung verliere die Phädra deutlich an Fallhöhe. "Sie ist nicht mehr die Frau, die von ihrer Leidenschaft überwältigt wird und damit alle in den Abgrund reißt, sondern eine von chronischer Migräne geplagte Ehefrau und Mutter, deren Lebensgeister von einer jungen Liebhaberin aufgefrischt werden. Nino Haratischwilis "bestenfalls ambitionierte Überschreibung" wechsele andauernd zwischen antiquiert anmutendem Ausdruck und rüdem Gegenwartssprech. "Da passt vieles nicht", schreibt Thomas Trenkler vom Kurier (9.10.2023).

Making-of der BFFS Stummfilm-Kampagne

Beziehungen und Privatleben

Nach zehn Jahren Beziehung trennte sich Sophie von Kessel 2011 von ihrem Partner Stefan Hunstein, mit dem sie eine Tochter, Magdalena und einen Sohn, Jonathan hat. Kurze Zeit später kam sie mit dem Theaterregisseur Martin Kušej zusammen, mit dem sie bis 2021 liiert war.

Als Schauspielerin Sophie von Kessel (53) bei der gemeinsamen Arbeit am Münchner Residenztheater den damaligen Intendanten Martin Kušej (60) kennenlernte, war es die große Liebe. Der österreichische Theaterregisseur hatte Sophies Herz im Sturm erobert 2011 verließ sie ihren Lebensgefährten Stefan Hunstein (64) nach 13 gemeinsamen Jahren.

Sophie von Kessel und Martin Kušej (Quelle: Bunte.de)

Mit dem Wechsel Kušejs ans Wiener Burgtheater, dessen Leitung er 2019 übernahm, begann eine Fernbeziehung. Ihre Kinder brauchten sie, sie wollte noch ein Jahr in München bleiben, erzählt eine Schauspielkollegin. Also hieß es, eine Weile durchhalten. Kam es durch die Distanz zur Entfremdung?

Auf BUNTE-Anfrage wollten beide das Beziehungs-Aus nicht kommentieren. "Auf keinen Fall", sagt von Kessel mit Nachdruck. Sie wolle mit ihrer beruflichen Arbeit wahrgenommen werden, nicht mit ihrem Privatleben. Aus ihrem Umfeld erfuhr BUNTE, dass die Trennung eine Weile zurückliege, und es ihr gut gehe.

Wissenswertes über Sophie von Kessel

Eine Frage, die das TV-Publikum besonders zu interessieren scheint, ist, wie groß die Sophie von Kessel ist. Tatsächlich zählt sie mit 1,78 Meter zu den großen Schauspielerinnen Deutschlands. Geboren wurde sie übrigens am 12. Oktober 1968.

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