Eine schöne glatte Haut im Intimbereich ist vielen Frauen und inzwischen auch immer mehr Männern sehr wichtig. Wenn diese ihre Schamhaare rasieren, kann das viele Gründe haben. Einige fühlen sich damit einfach besser, sie mögen das Gefühl des Nacktseins untenherum.
Die Entfernung der Körper- und insbesondere der Schamhaare ist kein neuer Trend. Schon in den antiken Hochkulturen schätzten die Menschen haarlose Haut. Im alten Ägypten galt ein haarloser Körper als gängiges Schönheitsideal. Insbesondere Frauen enthaarten sich - auch im Intimbereich. Dafür benutzten sie ein Messer aus Bronze oder Bienenwachs. Auch „Halawa“, das ist eine aus Zucker, Zitronensaft, Wasser und teilweise noch anderen Zutaten bestehende Enthaarungspaste, soll ihren Ursprung im Land der Pharaonen haben.
Im antiken Griechenland war die Schamhaarentfernung ebenfalls Usus. Davon zeugen Abbildungen und Skulpturen, die rasierte Menschen zeigen. Überbleibsel der römischen Bade- und Körperkultur kann man heute noch besuchen: Thermen und Badehäuser waren Zentren der Körperpflege. Im Mittelalter entfernten ebenfalls viele Menschen ihre Körperhaare. Rezepte zur Herstellung von Haarentfernungsmitteln aus dieser Zeit zeigen, dass zum Beispiel Fledermausblut, Kalbsurin und Schwalbengalle beliebte Zutaten waren!
Zu Zeiten der Hexenverfolgung wurden vermeintliche Hexen zwangsweise rasiert. So hat man versucht, Zeichen des Teufels auf ihrem Körper zu finden.
Im Islam gilt das Einsetzen der Schambehaarung als eines der Kriterien für religiöse Reife. Das Entfernen der Schamhaare wiederum gehört nach Vorstellung gläubiger Islame zum Konzept von der Natur des Menschen (Fitra). Dementsprechend heißt es in einer Überlieferung des Propheten Mohammed: „Ein Mann, der an Allah und den Tag der Auferstehung glaubt, wird das Entfernen der Schambehaarung nicht länger als vierzig Tage vernachlässigen.“
Zur Haarentfernung ist die Halawa, die auf den Körper gegossen und dann abgezogen wird, gang und gäbe. Ebenso ist die Haarentfernung mittels Fädeln üblich.
Während der NS-Zeit war die Intimrasur nicht gern gesehen. Propagiert wurde das Bild der „deutschen Frau“, die ihr Schamhaar lang zu tragen hatte. Auch nach Ende des zweiten Weltkriegs setzte sich die Rasur des Intimbereichs nicht wirklich durch. Und in den 1970er und 80er-Jahren war der „Busch“ zwischen den Beinen und unter den Armen nicht nur für die Hippies sehr angesagt.
Die Intim- und Körperrasur, wie sie etwa seit den 1990ern in westlichen Kulturkreisen üblich ist, stammt aus den USA. Eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ergab sogar, dass unter Jugendlichen (16 bis 19 Jahre) 94 Prozent der Mädchen und 81 Prozent der Jungen ihre Intimzonen enthaaren. In den älteren Altersgruppen nimmt die Zahl der rasierten Frauen und Männer ab, wobei die Tendenz zur Intimrasur ungebrochen ist.
Egal, welchen Look im Intimbereich Männer bevorzugen: Die Erfahrung zeigt, dass sie zum Styling des Schambereichs eher Rasierer als Enthaarungscremes, Epilierer oder Wachsbehandlungen (Waxing) nutzen. Wenn die Schamhaare oder Teile davon stehenbleiben sollen, ist für die meisten Männer der Elektrotrimmer das Mittel der Wahl. Steht eine komplette Rasur an, kommt überwiegend der Nassrasierer zum Einsatz.
In jedem Fall erfordert die Intimrasur beim Mann Aufmerksamkeit und Sorgfalt, um Verletzungen vorzubeugen. Hier sind einige Tipps:
Tipp: Lieber abends vor dem Schlafengehen als morgens rasieren. Der Grund: Wer nach der Rasur ins Bett geht, riskiert weniger Reibung auf der frisch rasierten Haut - und damit weniger Reizung. Das schützt vor lästigem Rasurbrand.
Zwischen jeder Intimrasur sollten einige Tage liegen, damit sich die empfindliche Haut beruhigen und regenerieren kann. Eine Gefahr, die die Intimrasur mit sich bringt, besteht darin, dass nachwachsendes Haar seinen Austrittskanal nicht mehr findet und in die Haut einwächst. Dies kann größere Infektionen und andere Probleme zur Folge haben. Bei entsprechenden Symptomen ist der Hautarzt aufzusuchen.
Ob kurz oder lang, gestutzt, mit Dreieck oder „Landing-Strip“: Im Endeffekt ist das Styling eine Frage des Geschmacks. Die totale Rasur der Lenden und des Gehänges bleibt Trend Nummer eins. Männer, die sich mit einem solchen Kahlschlag nicht anfreunden mögen, es aber doch etwas ordentlicher haben wollen, rasieren einfach die Ränder sauber ab. Alternativ dazu bieten sich folgende Stylings an:
Bei der Intimrasur hast du zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Die Nassrasur und die Trockenrasur.
Bei der Nassrasur werden die Schamhaare mit einer Klinge an der Oberfläche abgeschnitten. Das geschieht völlig schmerzfrei, indem der Rasierer über die zuvor angefeuchtete Haut fährt, z.B. beim Duschen.
Das benötigst du für die Nassrasur:
Vorbereitung:
Die richtige Technik:
Nach der Nassrasur: Pflege deinen Schambereich!
Bei der Trockenrasur mit einem elektrischen Rasierer können die Schamhaare schmerzfrei entfernt werden. Während der Rasierer über die Haut fährt, bewegen sich die Klingen seitwärts, die die Härchen über der Wurzel sanft entfernen. Für Jungs mit sensibler Haut ist diese Methode besonders schonend.
Tipp: Benutze für die Trockenrasur am besten einen Akku-Rasierer speziell für Frauen. Denn Griff, Scherkopf und Langhaarschneider des Rasierers eignen sich von der Form her besser für die Rasur im Intimbereich als Rasierapparate für Männer. Alternativ kannst du auch den Rasierer nehmen, den du für deinen Bart benutzt. Wichtig ist, dass der Scherkopf und die Scherfolie nicht alt sind, sonst wird die Rasur nicht gründlich und reizt leichter deine Haut!
Wichtig: Egal, welche Art von Elektrorasierer du benutzt: Er sollte unbedingt mit einem Langhaarschneider ausgestattet sein, da du lange Haare allein mit dem Scherkopf nicht abrasieren kannst.
Vorbereitung:
Die richtige Technik:
Nach der Rasur:
Wenn’s nur noch juckt und brennt: Nicht jede Haut gewöhnt sich an eine regelmäßige Intimrasur. Falls sich bei dir auch noch nach ein paar Wochen trotz guter Pflege nach der Rasur immer wieder Hautentzündungen oder Pickel bilden, verzichte erst einmal auf eine komplette Glatt-Rasur. Alternativ kannst du deine Haare mit einer Haarschere oder einem elektrischen Haar- und Bartschneider trimmen.
Wer es im Intimbereich glatt mag, der muss nicht unbedingt rasieren. Hier sind einige Alternativen:
Hier ist eine Tabelle, die die Vor- und Nachteile der Intimrasur zusammenfasst:
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
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Letztendlich ist die Entscheidung für oder gegen die Intimrasur eine persönliche. Es ist wichtig, die Vor- und Nachteile abzuwägen und die Methode zu wählen, die am besten zu den eigenen Bedürfnissen und Vorlieben passt.
Hinweis: Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung. Bei Fragen oder Bedenken bezüglich der Intimrasur oder anderer Gesundheitsthemen sollten Sie immer einen Arzt oder eine andere qualifizierte Fachkraft konsultieren.
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