Shampoo selber herstellen spart Geld und natürliche Produkte sind eine Wohltat für Ihre Haare. Denn in herkömmlichen Shampoos befinden sich oftmals viele unnatürliche Stoffe, die der Gesundheit und Umwelt schaden können. Außerdem entsteht durch gekaufte Shampoos viel Plastikmüll, der unsere Weltmeere verschmutzt.
Nachhaltigkeit liegt im Trend! So spielt auch der Wunsch, Kosmetikprodukte selbst herzustellen und Verpackungsmüll zu reduzieren, eine zunehmend wichtige Rolle.
Viele im Handel erhältliche Haarpflege-Produkte enthalten unnötige Zusatzstoffe. Außerdem finden Sie meistens in Kunststoffflaschen ihren Weg ins heimische Bad. Stellen Sie Ihr individuelles Shampoo doch einfach selbst her. Mit nur wenigen natürlichen Zutaten können Sie Ihr DIY-Projekt umsetzen - flüssiges oder festes Shampoo für Ihren Haartyp! Wir stellen Ihnen die besten Rezepte vor.
Ein entscheidender Vorteil selbstgemachter Kosmetik: Du kannst genau die Inhaltsstoffe für Deine DIY Haarpflege verwenden, die Du darin auch haben möchtest. Bonus Nummer Eins: Du bestimmst, was drin ist!
Wer seinem Haar etwas Gutes tun will, greift am besten zu natürlichen Zutaten. Bei industriell hergestellten Shampoos ist das jedoch nicht unbedingt gegeben. Silikone, Parabene, Mikroplastik, Duftstoffe - die Liste der Inhaltsstoffe ist lang. Die Lösung: Shampoo selber machen!
Denn die Pflege der Haare sollte auch wirklich Haarpflege sein. Das Wort „Shampoo“ in sich ist schon die absolute Aufforderung dazu, denn ursprünglich stammt es aus dem Indischen und bedeutet: Kopfmassage. Wer sich sein Shampoo selber macht, tut nicht nur seinem Haar und seiner Kopfhaut etwas Gutes, sondern auch der Umwelt. Schadstoffe wie Silikon oder Paraben und auch Mikroplastik werden reduziert. Das gilt ebenso für die Menge des Plastikmülls, denn die Verpackung des Industrie-Shampoos fällt weg.
Bei der Wahl der Zutaten für Ihr individuelles Shampoo sind den Möglichkeiten der Naturkosmetik keine Grenzen gesetzt und auch zu jedem Haartyp gibt es unterschiedliche Rezepte für natürliche und selbst gemachte Shampoos.
Als Basis für Ihr selbst gemachtes Shampoo dient eine einfache Seifenlauge, die Sie mit nur zwei Zutaten schnell und einfach herstellen können.
Als Zutaten für die Basis brauchen Sie lediglich Naturseife - am besten in Bioqualität - und destilliertes Wasser. Die Seife finden Sie problemlos in Drogerien, Biomärkten oder auf Wochenmärkten. Ein Tipp für Veganer: Generell auf die Inhaltstoffe gucken.
Sie benötigen folgende Zutaten für das Grundrezept:
So geht’s:
Tipp: Kernseife mit einem hohen Anteil pflanzlicher Öle wirkt besonders sanft auf die Haut.
Um flüssiges DIY-Haarshampoo herzustellen, benötigen Sie im Grundrezept Seifenlauge in Bio-Qualität. So wird sichergestellt, dass das Shampoo schadstofffrei ist. Alternativ zur selbst hergestellten Seife gibt es Bio-Seifen auch klassisch überall zu kaufen. Für die Grundmasse, also die Seifenlauge, lösen Sie 15 Gramm neutrale Seifenflocken in 250 Milliliter destilliertem und kochendem Wasser auf.
Falls die Seife nicht schon in Flockenform vorliegt, wird sie im Stück ganz einfach mit der Küchenreibe über einer Schale geraspelt. Hier reichen oft schon 15 Gramm aus. Sobald das destillierte Wasser je nach Rezeptmenge im Topf auf dem Herd kocht, einfach die Seife ins Wasser mischen und auflösen. Fertig ist die Flüssigseife als Grundlage für das eigene Shampoo.
Shampoo-Basis nach Wunsch mit weiteren Zutaten individualisieren.
Schnell fettendes Haar kann sehr störend sein, da die Haare häufiger gewaschen werden müssen. Brennnessel-Shampoo befreit die Kopfhaut von überschüssigem Fett und trägt durch seine Inhaltsstoffe dazu bei, dass Ihre Haare langsamer nachfetten und länger frisch aussehen.
Für schnell fettendes oder fettiges Haar eignet sich ein selbst gemachtes Shampoo mit Brennnessel.
Sie benötigen folgende Zutaten:
So geht’s:
Alternativ:
Sie benötigen folgende Zutaten:
Für die zweite Variante brauchen Sie 4 Esslöffel Heilerde und 3 Esslöffel Obstessig, die Sie mit einem Esslöffel Rosmarinblättern und ein paar Spritzern Zitronensaft zu einer cremigen Paste vermengen.
Egal ob Sie trockenes, empfindliches oder fettiges Haar haben, dieses natürliche Shampoo mit grüner Tonerde ist für jeden Haartyp geeignet. Die Mineralerde besitzt eine hohe Bindefähigkeit, weshalb Schmutz und Fette auf natürliche Weise dem Haar entzogen werden, ohne die Schutzschicht des Haares sowie der Kopfhaut anzugreifen. Grüne Tonerde ist sehr mineralstoffreich.
Zum Selbermachen des Shampoo vermengen Sie 1 bis 4 EL Tonerde mit Wasser und massieren Sie das Tonerde-Shampoo in das feuchte Haar. Waschen Sie dieses entweder direkt aus oder lassen Sie es einige Minuten einwirken. Bei fettigem Haar kann zusätzlich 1 EL Zitronensaft beigefügt werden.
Benutzen Sie bei der Verarbeitung von Tonerde keine metallischen Gegenstände, wie Löffel, Schüsseln oder Pinsel mit metallischem Griff.
Nicht wundern: Natürlich schäumt diese Art von Haarpflege im Gegensatz zum Shampoo nicht. Daran muss man sich erstmal gewöhnen, jedoch ist das fürs Shampoos so typische Schäumen allein kein Zeichen von Wirksamkeit.
Lagern Sie ihr selbstgemachtes Shampoo nicht in der Sonne oder draußen auf dem Balkon, sondern unbedingt im Kühlschrank. Für Ihr Natur-Shampoo können Sie generell von einer Haltbarkeit von ein bis zwei Wochen ausgehen. Dann brauchen Sie zwar ein neues Shampoo - aber nicht jedes Mal eine neue Flasche.
Ein Tipp: Nach dem Waschen Ihrer Haare mit einer selbstgemachten Haarpflege, ist das Spülen mit einer sauren Rinse sinnvoll. Das ist eine natürliche Spülung, die für weiches Haar sorgt. Dafür füllen Sie ganz einfach zwei Esslöffel Apfelessig in eine Flasche mit einem Liter Wasser, Deckel drauf, einmal kräftig schütteln - fertig. Alternativ können Sie auch Zitronensaft oder Kräuteressig nehmen.
Gleich mehrere Gründe sprechen dafür, Shampoo selber zu machen.
Shampoo selber machen: Vorteile
Mit unseren Rezepten können Sie Ihr individuelles Shampoo selbst herstellen. So behalten Sie nicht nur den Überblick über die verwendeten Inhaltsstoffe, Sie können die Formulierung auch nach Belieben variieren. Gleichzeitig sparen Sie umweltbelastendes Plastik ein und gestalten Ihren Alltag nachhaltiger.
Shampoo selber machen: Nachteile
Nicht zuletzt der Trend des "No Poo" erfreut sich einer immer größer werdenden Beliebtheit: Die Bewegung beschäftigt sich mit der Reinigung der Haare ganz ohne Shampoo. Stattdessen werden Ersatzprodukte, die sich oft sowieso in der Küche befinden, für die Haarwäsche verwendet. Die Anleitungen reichen hier vom Waschen der Haare mit Ei über Mischungen mit Roggenvollkornmehl oder solche aus Natron und Apfelessig.
Aber: Was für den eine:n funktioniert, muss nicht für jede:n die passende Wahl sein, geschweige denn von der Individualität der Haartypen. Die Möglichkeiten, Ihr Shampoo durch Alternativprodukte zu ersetzen, sind sehr vielseitig, aber nicht alle gleich effektiv und auch nicht für jedes Haar geeignet. Daher kann es sich lohnen, das Shampoo einfach komplett selber zu machen.
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